{"id":459080,"date":"2025-09-29T08:54:15","date_gmt":"2025-09-29T08:54:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459080\/"},"modified":"2025-09-29T08:54:15","modified_gmt":"2025-09-29T08:54:15","slug":"die-zukunft-des-technischen-rathauses-steht-in-den-sternen-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459080\/","title":{"rendered":"Die Zukunft des Technischen Rathauses steht in den Sternen \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Es war zumindest ein Traum, den Leipzig kurzzeitig tr\u00e4umen konnte: Aus dem Alten Technischen Rathaus in der Prager Stra\u00dfe ein modernes, neues Technisches Rathaus machen zu k\u00f6nnen. Gekauft hat die Stadt ja das Geb\u00e4ude 2024 f\u00fcr 27 Millionen Euro. Erst sollte der Bau f\u00fcr 11 Millionen Euro abgerissen werden, dann rang man sich auch auf Druck Leipziger Architekten durch, einen Erhalt bzw. Teilerhalt des intakten Bauk\u00f6rpers zu erw\u00e4gen. Alles schien auf einem guten Gleis. Doch der Sturz in das aktuelle Haushaltsdilemma scheint nun auch das Aus f\u00fcr diese Pl\u00e4ne zu bedeuten.<\/p>\n<p>In einigen beil\u00e4ufigen \u00c4u\u00dferungen des Oberb\u00fcrgermeisters kam das in den letzten Wochen schon zum Ausdruck. <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2026746&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2174896\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Die CDU-Fraktion wollte es jetzt genauer wissen.<\/a> Und in der Ratsversammlung am 24. September fragte CDU-Stadtr\u00e4tin Sabine Heymann extra noch einmal nach und bekam ein deutliches \u201eJa\u201c von Oberb\u00fcrgermeister Burkhard Jung. Die Zukunft f\u00fcr das ehemalige Technische Rathaus ist wieder v\u00f6llig offen.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/7249d6d79d25434c950e03b45384cfe9.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/09\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/09\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>\u201eWann sieht der Oberb\u00fcrgermeister die Realisierung des Projekts? Wie sicher ist dieser Termin? Von was ist er vordergr\u00fcndig abh\u00e4ngig?\u201c, wollte die CDU-Fraktion wissen. Und das Dezernat Allgemeine Verwaltung best\u00e4tigte dann auch: \u201eDie derzeitige Beschlusslage sieht vor, den Planungsbeschluss bis Mitte 2026 dem Stadtrat vorzulegen. Zurzeit wird gepr\u00fcft, ob das Projekt verschoben werden muss.\u201c<\/p>\n<p>Ein Verkauf des Geb\u00e4udes steht jetzt im Raum<\/p>\n<p>OBM Burkhard Jung best\u00e4tigte am 24. September sogar, dass auch eine Ver\u00e4u\u00dferung des Objekts wieder m\u00f6glich erscheint, die Stadt hier also auf die Pl\u00e4ne f\u00fcr ein neues Technisches Rathaus verzichtet. Denn nach der derzeitigen Haushaltslage, <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/09\/stadtrat-tagte-leipziger-haushalt-634863\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">die ja am 24. September auch Thema im Bericht des Oberb\u00fcrgermeisters war,<\/a> kann und darf Leipzig gar kein Geld in solche ambitionierten Investitionsprojekte stecken. Das gilt zwar erst einmal nur f\u00fcr den Doppelhaushalt 202 \/2026.<\/p>\n<p>Aber da die Rahmenbedingungen f\u00fcr den n\u00e4chsten Doppelhaushalt 2027\/2028 noch d\u00fcsterer aussehen, ist abzusehen, dass das Projekt Neues Technisches Rathaus auf Jahre hinaus nicht umgesetzt werden kann.<\/p>\n<p>Die Stadt muss sich also wieder Gedanken \u00fcber andere Wege der Verwaltungsunterbringung machen. 2029 l\u00e4uft der Mietvertrag im aktuellen Technischen Rathaus. \u201eWo wird die Verwaltung dann untergebracht?\u201c, wollte die CDU-Fraktion folgerichtig wissen.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich kann in so kurzer Zeit auch in der Verwaltung noch keine L\u00f6sung daf\u00fcr vorliegen. \u201eDie Stadtverwaltung befindet sich in kontinuierlichem Austausch mit dem Eigent\u00fcmer des Technischen Rathauses, wobei eine Verl\u00e4ngerung des Mietverh\u00e4ltnisses im Anschluss mit zwei Verl\u00e4ngerungsoptionen f\u00fcr jeweils vier Jahre m\u00f6glich ist. Dabei ist eine Anpassung des Mietzinses an die orts\u00fcbliche Vergleichsmiete notwendig\u201c,<a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2026942&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"> erkl\u00e4rt das Verwaltungsdezernat.<\/a><\/p>\n<p>Das kann man eine Klemme nennen: Die Millionen f\u00fcr den Bau eines eigenen Technischen Rathauses sind auf Jahre hinaus nicht darstellbar. Daf\u00fcr wird Leipzig f\u00fcr m\u00f6gliche acht Jahre weiteren Mietvertrags im jetzigen Geb\u00e4ude wohl mehr Miete zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/technisch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-618368 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/technisch.jpg\" alt=\"Das ehemalige Technische Rathaus an der Prager Stra\u00dfe.\" width=\"2250\" height=\"1495\"  \/><\/a>Das ehemalige Technische Rathaus an der Prager Stra\u00dfe. Foto: Sabine Eicker<br \/>\nDie Kosten laufen weiter<\/p>\n<p>Und auch auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Technischen Rathauses laufen die Kosten weiter, wie das Verwaltungsdezernat best\u00e4tigte: \u201eIm jetzigen Zustand betragen die j\u00e4hrlichen Unterhaltungskosten der Baustelle ca. 792.000 Euro. Hierin enthalten sind u.a. die Sicherung des Bauzaunes, die Vorhaltung der Abst\u00fctzungsma\u00dfnahmen und des Fassadenger\u00fcstes sowie der Wachschutz.<\/p>\n<p>Diese k\u00f6nnen durch in 2025\/2026 durchf\u00fchrbare Optimierungsma\u00dfnahmen in den Folgejahren minimiert werden. Hierzu z\u00e4hlen der Abbruch des r\u00fcckseitigen Anbaus sowie die Ert\u00fcchtigung der Absturzsicherungen \u2013 in deren Folge umfangreiche Abst\u00fctzungen und das Fassadenger\u00fcst entfallen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind Sicherungsma\u00dfnahmen am Stahlbetonskelett unabdingbar und zeitnah erforderlich. Diese umfassen die Beseitigung von Gefahrenstellen im Geb\u00e4ude sowie die Notabdichtung des Daches.\u201c<\/p>\n<p>Mit Durchf\u00fchrung der Sicherungs- und Optimierungsma\u00dfnahmen betragen die Baustellenkosten f\u00fcr 2025 letztlich 1,28 Millionen Euro und f\u00fcr 2026 dann 1,01 Millionen Euro. 2027 sinken sie dann auf 328.000 Euro und 2028 und in den Folgejahren auf 257.000 Euro.<\/p>\n<p>In ihrer Anfrage ging die CDU-Fraktion noch von einer Verz\u00f6gerung des Baus des Technischen Rathauses um vier Jahre aus. Was in Anbetracht der aktuellen Haushaltslage mehr als nur optimistisch ist. Aberg auch durch eine Verschiebung w\u00fcrde sich der Bau verteuern.<\/p>\n<p>Das gestand auch da Verwaltungsdezernat zu und rechnete vor: \u201eF\u00fcr B\u00fcrogeb\u00e4ude ist von einer j\u00e4hrlichen Indexierung in H\u00f6he von 3,5 % auszugehen. Dies bedeutet, dass bei jedem Jahr Verz\u00f6gerung mit einer entsprechenden Kostensteigerung von rund 3,5 % zu rechnen ist. Konjunkturbedingt ist derzeit nicht davon auszugehen, dass dieser Wert kurzfristig deutlich ansteigt.\u201c<\/p>\n<p>Das klingt nicht viel. Aber selbst<a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/07\/der-stadtrat-tagte-abrissbeschluss-ehemaliges-technisches-rathaus-aufgehoben-628482\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"> in der g\u00fcnstigsten Variante, in welcher der Rohbau komplett erhalten w\u00fcrde<\/a> und die Stadt mit Baukosten von 301 Millionen Euro gerechnet hat, w\u00e4ren das j\u00e4hrlich weitere 10,5 Millionen Euro obendrauf.<\/p>\n<p>Planungen erst einmal verschoben<\/p>\n<p>\u201eDerzeit werden auf dem Grundst\u00fcck Prager Stra\u00dfe Optimierungsma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt, um die Unterhaltungskosten bis Baustellenbeginn zu minimieren\u201c, betonte das Verwaltungsdezernat. \u201eBei einer Verz\u00f6gerung von vier Jahren w\u00fcrden diese Kosten von rund 256.000 Euro pro Jahr jedoch weiterhin anfallen, sodass mit zus\u00e4tzlichen Unterhaltungskosten von ca. 1 Million Euro zu rechnen ist.\u201c<\/p>\n<p>Aber halt nur, wenn es bei einer Verschiebung von vier Jahren bleibt und sich die Stadt \u2013 wie OBM Burkhard Jung andeutete \u2013 nicht dazu durchringen muss, den Rohbau wieder zu verkaufen. Dabei sollte dem Stadtrat schon 2026 der Planungsbeschluss f\u00fcr das neue Technische Rathaus vorgelegt werden.<\/p>\n<p>Aber den wird es erst einmal nicht geben, best\u00e4tigte das Verwaltungsdezernat: \u201eVor dem Hintergrund der Haushaltssituation wird sich die Einreichung des Planungsbeschlusses verz\u00f6gern. Zu pr\u00fcfen sind in diesem Zusammenhang geeignete Ma\u00dfnahmen, von einer Verschiebung des Projektes bis hin zu einem Weiterverkauf.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es war zumindest ein Traum, den Leipzig kurzzeitig tr\u00e4umen konnte: Aus dem Alten Technischen Rathaus in der Prager&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":459081,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,71,15466,859,1108],"class_list":{"0":"post-459080","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-leipzig","12":"tag-prager-strasse","13":"tag-sachsen","14":"tag-stadtrat"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115286747793213695","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/459080","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=459080"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/459080\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/459081"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=459080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=459080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=459080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}