{"id":459132,"date":"2025-09-29T09:21:19","date_gmt":"2025-09-29T09:21:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459132\/"},"modified":"2025-09-29T09:21:19","modified_gmt":"2025-09-29T09:21:19","slug":"max-verstappen-so-blamierten-sich-seine-vorgaenger-formel-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459132\/","title":{"rendered":"Max Verstappen: So blamierten sich seine Vorg\u00e4nger \/ Formel 1"},"content":{"rendered":"<p>\n        Max Verstappen hat am 27. September 2025 sein erstes Sportwagenrennen auf Anhieb gewonnen. Unsere Story zeigt: Andere Weltmeister haben sich im Auto mit Dach bis auf die Knochen blamiert.\n    <\/p>\n<p>Max Verstappen hat geschafft, was kein Formel-1-Star seit fast 53 Jahren gelungen ist: einen Grand Prix und innerhalb von acht Tagen ein Sportwagenrennen zu gewinnen. Der 27-j\u00e4hrige Niederl\u00e4nder fuhr beim Grossen Preis von Aserbaidschan in Baku zum Sieg mit Red Bull Racing, sechs Tage sp\u00e4ter triumphierte er auf dem N\u00fcrburgring beim Deb\u00fct im GT3-Ferrari von Emil Frey Racing, zusammen mit dem Briten Chris Lulham.<\/p>\n<p>1972 gewann der belgische Ferrari-Werksfahrer Jacky Ickx am 22. Juli zusammen mit Mario Andretti bei den sechs Stunden von Watkins Glen (USA), am 30. Juli siegte Ickx von Pole beim Grossen Preis von Deutschland auf dem N\u00fcrburgring.<\/p>\n<p>Dass sich ein Formel-1-Star beim Deb\u00fct im Rennwagen mit Dach gleich so pr\u00e4chtig in Szene setzt, ist nicht selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Der letzte GP-Star, der im Sportwagen gl\u00e4nzte, war Fernando Alonso: In Diensten von Toyota und an der Seite von S\u00e9bastien Buemi und Kazuki Nakajima hat er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2018 triumphiert. Der Spanier wurde Sportwagen-Weltmeister 2018\/2019, er gewann die Langstrecken-Klassiker von Spa-Francorchamps, Daytona, Sebring und dann Le Mans 2019 nochmals.<\/p>\n<p>Aber wie schlugen sich die anderen Formel-1-Weltmeister im Sportwagen, einschliesslich des Klassikers 24 Stunden von Le Mans? <\/p>\n<p>Wir wollten wissen, welche Champions mit Dach \u00fcberm Kopf angetreten ist und welche Erfolge errungen wurden. Hier die verbl\u00fcffenden Ergebnisse.<\/p>\n<p>Die Reihenfolge haben wir in Sachen errungener F1-Titel gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Michael Schumacher<br \/>Der siebenfache Weltmeister sass vor seiner GP-Karriere im Sportwagen, als Teil des Juniorprogramms von Mercedes-Benz in Zusammenarbeit mit Peter Sauber und an der Seite von Karl Wendlinger und Heinz-Harald Frentzen. Schumi gewann in Mexiko 1990 (zusammen mit Jochen Mass) und wurde WM-F\u00fcnfter, auch 1991 gab es den Sieg beim letzten Rennen, dieses Mal in Autopolis\/Japan, mit Karl Wendlinger wurde er WM-Neunter.<\/p>\n<p>Lewis Hamilton<br \/>Nicht im Sportwagen.<\/p>\n<p>Juan Manuel Fangio<br \/>Selbst w\u00e4hrend seiner besten Jahre als Formel-1-Champion mit Alfa Romeo, Maserati, Mercedes-Benz und Ferrari war der legend\u00e4re Argentinier immer wieder im Sportwagen anzutreffen. Eine Fahrer-WM gab es damals bei den Sportwagen nicht. Ab 1953 gab es eine Marken-Weltmeisterschaft, die Ferrari in den ersten neun Jahren sieben Mal eroberte. Fangio gewann die Carrera Panamericana mit einem Lancia. 1956 verhalf er Ferrari mit seinem Sieg in Sebring zu seinem weiteren Titel, 1957 wiederholte er den Sieg in Florida, dieses Mal in einem Maserati. Fangio ging bei allen grossen Sportwagenrennen an den Start, ein Sieg in Le Mans entging ihm aber. 1955 zog Mercedes den Wagen von Fangio und Moss nach dem t\u00f6dlichen Unfall von Pierre Levegh zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Max Verstappen<br \/>Sieg im GT3-Ferrari beim Sportwagen-Deb\u00fct auf dem N\u00fcrburgring 2025. Es d\u00fcrfte nicht der letzte Sieg im Auto mit Dach bleiben.<\/p>\n<p>Alain Prost<br \/>Nicht im Sportwagen.<\/p>\n<p>Sebastian Vettel<br \/>Nur ein Test im Langstrecken-Porsche.<\/p>\n<p>Jack Brabham<br \/>Der Australier fuhr als typischer Vertreter der Rennfahrer in den 50er und 60er Jahren so ziemlich alles, was vier R\u00e4der hatte. 1957 wurde er mit einem Cooper in Le Mans Dritter (zusammen mit Ian Raby). In einem Matra gewann der dreifache Weltmeister 1970 das letzte grosse Rennen seiner Karriere, die 1000 Kilometer von Paris, zusammen mit Fran\u00e7ois Cevert. Die gr\u00f6ssten Erfolge feierte Black Jack aber im offenen Einsitzer.<\/p>\n<p>Jackie Stewart<br \/>Der Schotte wurde zusammen mit Graham Hill 1965 im Turbinen-Rover in Le Mans Zehnter und Zweiter seiner Klasse. 1966 eroberte er den Sieg beim 12-Stunden-Rennen von Surfers Paradise, in einem Ferrari. In Brands Hatch 1967 teilte er sich einen Werks-Ferrari mit Chris Amon und wurde Zweiter. In der CanAm-Serie sass er im revolution\u00e4ren Chaparral 2J und sp\u00e4ter in einem Lola (zwei Siege 1971).<\/p>\n<p>Niki Lauda<br \/>Bevor er mit Ferrari in der Formel 1 durchstartete, war Lauda ein gef\u00fcrchteter Gegner bei Sportwagenrennen, wo er mit einem Porsche 908 und Chevron antrat. Auch im Tourenwagen konnte Lauda gl\u00e4nzen. Dann aber konzentrierte sich der Wiener ganz auf die Formel-1-Karriere.<\/p>\n<p>Nelson Piquet<br \/>Der Brasilianer gewann w\u00e4hrend seiner GP-Karriere 1981 auf dem N\u00fcrburgring, an der Seite von Hans-Joachim Stuck, in einem BMW das 1000-km-Rennen, schon im Jahr davor hatte er sich mit Stuck ein Auto geteilt. 1996 wurde er mit einem McLaren in Le Mans Gesamtachter. 1997 und 2006 gewann der die 1000 Meilen von Brasilien, zun\u00e4chst mit McLaren, dann mit Aston Martin.<\/p>\n<p>Ayrton Senna<br \/>Von den meisten vergessen: Der grosse Senna trat 1984 (als er f\u00fcr Toleman Formel 1 fuhr) mit einem Joest-Porsche 956 auf dem N\u00fcrburgring an und wurde mit Henri Pescarolo und Stefan Johansson Achter.<\/p>\n<p>Alberto Ascari<br \/>Der rundliche Italiener war nicht nur im Formel 1 zuhause, sondern auch im Sportwagen. Ascari gewann die Mille Miglia 1954 (mit einem Lancia) und die 12 Stunden von Casablanca (auf Ferrari). Ein Sportwagen kostete ihn das Leben. Nur vier Tage nach seinem spektakul\u00e4ren Sturz ins Hafenbecken von Monaco 1955 beobachtete Ascari seinen Kollegen Eugenio Castellotti bei Tests in Monza. Ascari bat um einige Runden im Ferrari 750, also Vorbereitung auf das geplante 1000-Kilometer-Rennen auf der gleichen Bahn. In der Vialone \u00fcberschlug sich Ascari aus bis heute ungekl\u00e4rten Gr\u00fcnden und starb noch auf der Unfallstelle.<\/p>\n<p>Graham Hill<br \/>Das grosse Vorbild von Fernando Alonso, denn Hill gewann nicht nur f\u00fcnf Mal in Monaco (1963, 1964, 1965, 1968, 1969), sondern auch beim Indy 500 1966 sowie bei den 24 Stunden von Le Mans 1972 \u2013 er ist der einzige Fahrer, der alle drei Rennklassiker gewonnen hat. Als echter Allrounder war Hill immer wieder im Sportwagen anzutreffen, Le Mans blieb sein gr\u00f6sster Triumph.<\/p>\n<p>Jim Clark<br \/>Der Schotte trat einige Male im Sportwagen an, 1960 wurde er in Le Mans Dritter (mit Roy Salvadori und einem Aston Martin). Weitgehend konzentrierte sich der Schotte aber auf Einsitzerrennen.<\/p>\n<p>Emerson Fittipaldi<br \/>Der Brasilianer sass f\u00fcr Privat-Teams im Porsche 917 (Sportwagen-WM) und Porsche 917\/10 (Interserie). Mitte der 80er Jahre, nach der Pleite seines GP-Teams, trat er in den USA bei Sportwagenrennen an. 2008 fuhren er und sein Bruder Wilson in der brasilianischen GT3-Meisterschaft.<\/p>\n<p>Mika H\u00e4kkinen<br \/>Trat erstmals 2011 in einem Sportwagen an, mit einem AMG-Mercedes in Zhuhai. Im Oktober 2013 fuhr er zwei Rennen der asiatischen GT-Serie und gewann einmal. Im August 2019 gab der Finne mit einem McLaren sein Comeback im Sportwagen \u2013 bei den 10 Stunden von Suzuka. Er wurde 22.<\/p>\n<p>Fernando Alonso<br \/>Gewann mit Toyota beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zwei Mal, wurde Langstrecken-Weltmeister 2018\/2019 und gewann auch in Spa-Francorchamps, Daytona und Sebring. Thema Langstrecke f\u00fcr den Asturier damit abgehakt.<\/p>\n<p>Giuseppe Farina<br \/>Wie Fangio oder Ascari ein Allrounder, der gerne und oft auch im Sportwagen Rennen fuhr. Farina siegte bei den 24-Stunden von Spa-Francorchamps 1953 (im Ferrari) und bei der Mille Miglia 1940 (im Alfa Romeo), dazu bei den 12 Stunden von Casablanca 1953 (Ferrari) und beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem N\u00fcrburgring im gleichen Jahr. <\/p>\n<p>Mike Hawthorn<br \/>Der englische Ferrari-Champion von 1958 arbeitete sich im Sportwagen die Erfolgsleiter hoch und triumphierte mit Jaguar im Todesrennen von Le Mans 1955 (mit Jaguar). Hawthorn siegte in Spa-Francorchamps 1953 (zusammen mit Farina auf Ferrari) und in Sebring 1955 (mit Jaguar), dazu bei den 12 Stunden von Pescara 1953 und bei der Tourist-Trophy im gleichen Jahr.<\/p>\n<p>Phil Hill<br \/>Im Sportwagen so erfolgreich wie in der Formel 1. Der US-Amerikaner gewann f\u00fcr Ferrari drei Mal in Le Mans (1958, 1961 und 1962), dazu drei Mal in Sebring, zwei Mal in Buenos Aires, zwei Mal auf dem N\u00fcrburgring sowie mit Chaparral in Brands Hatch 1967.<\/p>\n<p>John Surtees<br \/>Wie seine Wegbegleiter ein Allesk\u00f6nner, der auch im Sportwagen gl\u00e4nzen konnte: F\u00fcr Ferrari in der Sportwagen-WM, mit Lola in der CanAm-Serie (Meister 1966).<\/p>\n<p>Denny Hulme<br \/>Ebenfalls ein Mann, der gerne und oft vielf\u00e4ltige Rennwagen fuhr. In der CanAm-Serie mit den grossvolumigen Sportwagen kaum zu schlagen \u2013 22 Siege in 52 Rennen! 1966 wurde er von Ford um den Gesamtsieg in Le Mans gebracht. Henry Ford II wollte ein Fotofinish sehen, doch die franz\u00f6sischen Organisatoren schenkten Bruce McLaren und Chris Amon den Sieg, weil die das Rennen von weiter hinten aufgenommen hatten. Hulme und Ken Miles gingen leer aus.<\/p>\n<p>Jochen Rindt<br \/>Sensationssieger in Le Mans 1965 mit dem US-Amerikaner Masten Gregory, in einem NART-Ferrari. Im gleichen Jahr gewann er beim 500-km-Rennen von Zeltweg. Rindt war auch f\u00fcr Porsche unterwegs.<\/p>\n<p>James Hunt<br \/>Der Engl\u00e4nder bewegte 1973 einen CanAm-Shadow (konnte aber wegen eines Defekts nicht am Rennen von Road America teilnehmen) und zusammen mit Derek Bell in Kyalami 1973 einen Gulf-Mirage, die beiden Engl\u00e4nder wurden Zweite. Auch 1974 sass Hunt im Mirage, wie beim 1000-km-Rennen auf dem N\u00fcrburgring.<\/p>\n<p>Mario Andretti<br \/>In Le Mans einmal Zweiter (1995) und einmal Dritter (1983). Mit Ferrari in den 60er und 70er Jahren immer ein Siegfahrer. Dreifacher Sieger von Sebring (1967, 1970, 1972), Sieger bei den 24 Stunden von Daytona 1972. Im gleichen Jahr gewann er f\u00fcr Ferrari an der Seite von Jacky Ickx auch in Brands Hatch und Watkins Glen.<\/p>\n<p>Jody Scheckter<br \/>Fuhr einige Male den m\u00e4chtigen Porsche 917\/10 in der CanAm-Serie und belegte 1973 den sechsten Schlussrang.<\/p>\n<p>Alan Jones<br \/>1983, 1984 und 1987 einige Male bei Sportwagenrennen im Einsatz (Kremer-Porsche, Werks-Porsche, Toyota). Keine Siege. Australischer GT-Meister 1982 mit einem Porsche 935.<\/p>\n<p>Keke Rosberg<br \/>Nach seiner Formel-1-Karriere eine St\u00fctze des Sportwagen-WM-Teams von Peugeot: Siege in Frankreich und Mexiko. Als Weltmeister auch beim letzten 1000-km-Rennen auf der<br \/>N\u00fcrburgring-Nordschleife 1983 unterwegs, im Canon-Lloyd-Porsche 956.<\/p>\n<p>Nigel Mansell<br \/>Trat 2010 mit seinen S\u00f6hnen Greg und Leo bei Sportwagenrennen an, fiel aber beim Haupteinsatz in Le Mans aus.<\/p>\n<p>Damon Hill<br \/>1989 mit Richard Lloyd Racing in Le Mans, Ausfall des Porsche 962.<\/p>\n<p>Jacques Villeneuve<br \/>1992 mit Toyota in Japan im Einsatz. 2007 mit Peugeot in Le Mans, lange gef\u00fchrt, dann Ausfall. Gesamtzweiter in Le Mans 2008, erneut mit Peugeot.<\/p>\n<p>Kimi R\u00e4ikk\u00f6nen<br \/>Nicht im Sportwagen.<\/p>\n<p>Jenson Button<br \/>Ende 2017 erster Einsatz in der japanischen GT-Serie. In seiner ersten kompletten Saison 2018 Meister, zusammen mit Naoki Yamamoto. Mit SMP Racing trat Button 2018\/2019 zu vier Langstrecken-WM-Rennen an, in Shanghai wurde er an der Seite von Mikhail Aleshin und Vitaly Petrov Dritter. 2024 mit Acura in Daytona, 2025 mit Cadillac in der Sportwagen-WM. Dazu drei Eins\u00e4tze in der NASCAR-Serie 2023.<\/p>\n<p>Nico Rosberg<br \/>Nicht im Sportwagen.<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Max Verstappen hat am 27. September 2025 sein erstes Sportwagenrennen auf Anhieb gewonnen. 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