{"id":459361,"date":"2025-09-29T11:30:14","date_gmt":"2025-09-29T11:30:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459361\/"},"modified":"2025-09-29T11:30:14","modified_gmt":"2025-09-29T11:30:14","slug":"baugemeinschaften-in-bremen-wenn-40-menschen-zusammen-ein-haus-bauen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459361\/","title":{"rendered":"Baugemeinschaften in Bremen: Wenn 40 Menschen zusammen ein Haus bauen"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\n<p>Standdatum: 29. September 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nMatthias R\u00f6hrs<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Das abgesperrte Grundst\u00fcck f\u00fcr die Baugemeinschaft am Hulsberg mit einem gro\u00dfen Erdhaufen in der Mitte\" data-image-owner=\"Radio Bremen\" data-image-title=\"Das abgesperrte Grundst\u00fcck f\u00fcr die Baugemeinschaft am Hulsberg mit einem gro\u00dfen Erdhaufen in der Mitte\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/baugemeinschaft-bremen-hulsberg-100~_v-800x450_c-1758897066825.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/baugemeinschaft-bremen-hulsberg-100~_v-640x360_c-1758897066825.jpg\"\/><\/p>\n<p>Hier wird gemeinschaftlich gebaut.<\/p>\n<p>Bild: Radio Bremen<\/p>\n<p class=\"article-intro\"><strong>Im Hulsberg-Quartier entsteht mit &#8222;Frida&#8220; das zweite gemeinschaftlich geplante Wohnhaus. Vor welchen Herausforderungen steht das Projekt?<\/strong><\/p>\n<p>Neben der alten Pathologie am Klinikum Bremen-Mitte im Hulsberg-Quartier entsteht es: das Wohnprojekt &#8222;Frida&#8220;. Es ist das zweite Mehrparteienhaus auf dem Gel\u00e4nde aus einer sogenannten Baugemeinschaft heraus. &#8222;Frida&#8220; ist zusammen mit der Baugemeinschaft &#8222;Karl&#8220; an der Friedrich-Karl-Stra\u00dfe \u2013 nur wenige hundert Meter entfernt \u2013 Vorreiter im Stadtteil. 20 Prozent der neu gebauten Wohnungen, rund 200 St\u00fcck, sollen im Hulsberg-Quartier einmal von Gemeinschaften kommen, hei\u00dft es von der Senatorin f\u00fcr Bau, Mobilit\u00e4t und Stadtentwicklung. <\/p>\n<p>Beim Wohnprojekt &#8222;Frida&#8220; geht es um insgesamt 35 Wohnungen zwischen 35 und 110 Quadratmetern. F\u00fcr die Mitglieder der dazugeh\u00f6rigen GmbH und Co. KG geht es um mehr als nur ums Wohnen. Es geht ihnen auch um die Gemeinschaft, um ein Zusammenleben, bei dem man sich um einander k\u00fcmmert, wie Mitglied Heidi Mergner erz\u00e4hlt. &#8222;Ein wichtiger Aspekt ist, dass man hier nicht alleine ist und vereinsamt, wenn man alt wird.&#8220; <\/p>\n<p>Angebote f\u00fcr die Nachbarschaft sind geplant<\/p>\n<p>Die 63-J\u00e4hrige sch\u00e4tzt es, dass sie und ihr Mann auch zuk\u00fcnftig in einer attraktiven Gegend wohnen k\u00f6nnen. Die Kinder seien ausgezogen, das Haus mittlerweile zu gro\u00df geworden. Ihre neue \u2013 etwa 90 Quadratmeter gro\u00dfe Wohnung im Frida-Haus \u2013 sei an die neuen Bed\u00fcrfnisse angepasst. <\/p>\n<p>Drei Stockwerke wird das Frida-Haus nach der Fertigstellung Ende 2026 haben. Neben den Wohnungen gibt es dann einen Mehrzweckraum, eine Gemeinschaftsk\u00fcche, eine Fahrradwerkstatt, einen Gymnastikraum und einiges mehr. Es k\u00f6nnte sp\u00e4ter im Haus einen Kochclub oder einen kleinen Chor geben, \u00fcberlegt Ute Schadeck, die mit Ehemann Lothar M\u00f6hle und Hund Motte einziehen wird. Es wird sozusagen ein kleines Dorf auf drei Etagen, aber nicht nur f\u00fcr die Bewohner des Hauses. &#8222;Wir wollen uns auch in den Stadtteil hinein \u00f6ffnen\u201c, sagt Mergner.<\/p>\n<p>Stadt setzt auf Impulse durch Baugemeinschaften<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/baugemeinschaft-hulsberg-bremen-personen-100~_v-512x288_c-1759038149292.jpg\" data-gallery-entry-for=\"baugemeinschaften-bremen-hausbau-frida-hulsberg-100\" data-size=\"2560x1440\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Ute Schadeck, Heidi Merkle und Lothar M\u00f6hle, der Hund &quot;Motte&quot; auf dem Arm h\u00e4lt, stehen vor einem Baustellenzaun am Hulsberg\" title=\"Bild: Radio Bremen\" data-image-owner=\"Radio Bremen\" data-image-title=\"Ute Schadeck, Heidi Merkle und Lothar M\u00f6hle, der Hund &quot;Motte&quot; auf dem Arm h\u00e4lt, stehen vor einem Baustellenzaun am Hulsberg\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/baugemeinschaft-hulsberg-bremen-personen-100~_v-512x288_c-1759038149292.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/baugemeinschaft-hulsberg-bremen-personen-100~_v-640x360_c-1759038149292.jpg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Ute Schadeck, Heidi Mergner, Lothar M\u00f6hle und Hund &#8222;Motte&#8220; werden Bewohner des Hulsberg-Quatiers.<\/p>\n<p>Bild: Radio Bremen<\/p>\n<p>Darauf setzt auch die Stadt. &#8222;Baugemeinschaften bringen heterogene Gruppen zusammen, f\u00f6rdern Nachbarschaften mit hoher Bindung&#8220;, teilt Ayg\u00fcn Kilincsoy, Sprecher der Bausenatorin, mit. Die Bewohnerinnen und Bewohner seien selbst Initiatorinnen und Initiatoren der Projekte und bleiben oft dauerhaft. Folglich gibt es eine geringere Fluktuation im Quartier.<\/p>\n<p>&#8222;Baugemeinschaftliches Wohnen bietet eine besondere Chance f\u00fcr die qualitative Weiterentwicklung des Wohnraums in Bremen&#8220;, so Kilincsoy. <\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">Es geht nicht allein um zus\u00e4tzliche Wohnungen, sondern um lebendige Quartiere mit starker sozialer Bindung, innovativen Wohnformen und nachhaltigen Baukonzepten.<\/p>\n<p>Ayg\u00fcn Kilincsoy, Sprecher der Bausenatorin<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Neben den Projekten &#8222;Karl&#8220; und &#8222;Frida&#8220; geht die Grundst\u00fccksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte (GEG), die das Hulsberg-Quartier vermarktet, von bis zu 180 Wohnungen aus, die aus den nun auf den Markt kommenden Grundst\u00fccken entstehen k\u00f6nnten. Auch im Scharnhorst-Quartier in Huckelriede und im Tabakquartier in Woltmershausen sind Baufelder f\u00fcr Baugemeinschaften vorgesehen, hei\u00dft es vom Verkehrsressort. <\/p>\n<p>Besserverdienende zeigen sich solidarisch<\/p>\n<p>Das alles hat aber seinen Preis. Das rund 3.000 Quadratmeter gro\u00dfe Frida-Grundst\u00fcck hat nach Angebane der GEG 3,5 Millionen Euro gekostet. Die beiden nun in den Verkauf gehenden Grundst\u00fccke k\u00f6nnten der GEG bis zu 5,7 beziehungsweise bis zu 6,9 Millionen Euro einbringen, so Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Florian Kommer gegen\u00fcber dem Weser-Kurier. <\/p>\n<p>Bei &#8222;Frida&#8220; kalkulieren die Mitglieder mittlerweile mit einem Quadratmeterpreis von rund 5.700 Euro \u2013 die Gemeinschaftsfl\u00e4chen sind dabei mit eingerechnet. Das kann sich nicht jeder leisten, r\u00e4umt Heidi Mergner ein. Innerhalb der Baugemeinschaft w\u00fcrden Besserverdienende andere unterst\u00fctzen. Die GmbH und Co. KG nehme auch Darlehen auf. Eigenkapital speist sich oft auch aus dem Verkauf der vorherigen Eigenheime. <\/p>\n<p>Raus aus der Spekulation<\/p>\n<p>Die Baugemeinschaft ist am Ende Eigent\u00fcmerin der Wohnungen und bekommt sie im Falle eines Ausscheidens oder im Todesfall zur\u00fcck. Andere Beteiligte w\u00fcrden dann ausbezahlt. So umgehe man, dass die Wohnungen zum Spekulationsobjekt werden, erkl\u00e4rt Schadeck. Und die Hausgemeinschaft h\u00e4tte die Hand darauf, wer einzieht. <\/p>\n<p>40 Leute, die ein Haus bauen \u2013 das ist auch anstrengend, sagt Ute Schadeck. Alleine, weil man sich drei Abende in der Woche Zeit nehmen muss. Die Pl\u00e4ne m\u00fcssen abgestimmt, die Ausstattung diskutiert werden. &#8222;Ich habe das Gef\u00fchl, dass trotz der ganzen Arbeit oder eben wegen der ganzen Arbeit, etwas Gutes dabei rauskommen wird. Es gibt immer anstrengende Phasen im Leben, in denen man dann etwas schafft, von dem man hinterher profitiert.&#8220;<\/p>\n<p>Schadecks Mann, Lothar M\u00f6hle, sieht es pragmatisch: &#8222;So ein Bau erfordert einfach viele Entscheidungen, und die treffen wir gemeinschaftlich. Aber dass jeder zu 100 Prozent zufrieden gestellt wird, so ist das Leben nicht. Nicht beim Bauen und in einem Wohnprojekt eben auch nicht.\u201c <\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nBremen Zwei, Der Nachmittag, 23. September 2025, 17:40 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Standdatum: 29. September 2025. Autorinnen und Autoren: Matthias R\u00f6hrs Hier wird gemeinschaftlich gebaut. 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