{"id":459531,"date":"2025-09-29T13:06:13","date_gmt":"2025-09-29T13:06:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459531\/"},"modified":"2025-09-29T13:06:13","modified_gmt":"2025-09-29T13:06:13","slug":"machs-wie-momo-so-war-die-kino-premiere-von-michael-endes-bestseller-im-mathaeser-kino-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459531\/","title":{"rendered":"Mach\u2019s wie Momo! So war die Kino-Premiere von Michael Endes Bestseller im Math\u00e4ser-Kino &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kinder werden an diesem Abend nicht nur auf der Leinwand eine Hauptrolle spielen. Bei der Premiere der Neuverfilmung von \u201eMomo\u201c nach dem Weltbestseller von Michael Ende kommen die treffenden Aussagen nicht nur aus den Kino-Lautsprechern und von den Darstellern auf dem roten Teppich. Am sch\u00f6nsten entfaltet sich die Botschaft dieser mehr als 50 Jahre alten Geschichte und der Premiere, wenn man den jungen Zuschauern zuh\u00f6rt und sie beobachtet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Normalerweise herrscht rund um einen roten Teppich immer gro\u00dfe Aufregung. Fotografen streiten um den besten Platz, die Angst geht um, wichtige Menschen nicht zu erkennen, wenn sie \u00fcber den Teppich laufen, Reporterinnen und Reporter sehnen sich nach guten Antworten und langen Gespr\u00e4chen mit den wichtigsten Darstellern. Auch am Sonntagabend im Math\u00e4ser-Kino ist das so. Der Teppich und die Fotowand mit dem Momo-Schriftzug und einem riesigen Bild der 13-j\u00e4hrigen Hauptdarstellerin Alexa Goodall samt ihrer feuerroten Locken liegen im grellen Licht von eigens aufgestellten Scheinwerfern.<\/p>\n<p>YouTubeDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von YouTube angereichert<\/p>\n<p class=\"css-kxe210\">Um Ihre Daten zu sch\u00fctzen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.<\/p>\n<p>Inhalt jetzt laden<\/p>\n<p class=\"css-orh8zx\">Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse \u00fcbermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsm\u00f6glichkeit finden Sie unter\u00a0<a href=\"https:\/\/datenschutz.sueddeutsche.de\/sz\" class=\"css-lqefuc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sz.de\/datenschutz<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zwei Jungs etwa im Alter von Goodall schauen sich das an und g\u00e4hnen. Eine sehr ehrliche Reaktion, denn im Grunde muss man sagen: Viel passiert dann doch immer nicht. Schauspieler, Regisseure und Produzenten preisen ihr Werk, Fans posten ihre Selfie-mit-Darsteller-Bilder und dann schauen alle den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Film\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Film<\/a>. So ist das mit einer kleinen Ausnahme auch an diesem Abend. Christian Tramitz, der gerade in \u201eDas Kanu des Manitu\u201c zu sehen ist, sagt so bedeutungsschwere S\u00e4tze wie: \u201eIch glaube, dass der Film super wird.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Martin Freeman, als Bilbo Beutlin zu weltweiter Bekanntheit gekommen, ist gleich als Meister Hora zu sehen, dem Zeith\u00fcter. Er formuliert einen sch\u00f6nen Satz, der im Grunde ein Hauptthema der Geschichte ganz aktuell zusammenfasst: \u201eMan muss sich nur vor Augen f\u00fchren, wann das Buch geschrieben wurde, in den Siebzigern. Und da war Zeit schon ein Thema.\u201c Heute sei es aktueller denn je. Die Zeitdiebe, die Momo aufhalten muss, gibt es heute noch manifestierter. Es sind die Programmierer der sozialen Netzwerke, die versuchen, den Menschen s\u00fcchtig zu machen nach immer mehr Posts, Reels und Content.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/43a174f1-89d2-4d16-905e-c99137a7da91.jpg\"   alt=\"Martin Freeman im Interview.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Martin Freeman im Interview. (Foto: Robert Haas)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dann plaudert die junge Hauptdarstellerin noch etwas atemlos davon, dass sie ihren zweiten roten Teppich\u00a0\u2013 die Weltpremiere war einen Tag vorher auf dem Filmfest in Z\u00fcrich\u00a0\u2013 auch genie\u00dft. Und dann kommt noch Michael \u201eBully\u201c Herbig auf den Teppich, was nur im ersten Moment \u00fcberrascht. Eigentlich meidet Herbig Premieren und Galas, aber da er aktuell sein \u201eKanu des Manitu\u201c bewirbt, spricht er doch gerne ein wenig \u00fcber den ebenfalls bei der Constantin Film produzierten \u201eMomo\u201c und stellt ebenso wie Freeman fest, Zeit sei ein \u201esehr aktuelles Thema\u201c. Die g\u00e4hnenden Jungs sitzen da schon im Kino und d\u00fcrfen gleich Momo in einem Amphitheater dabei zusehen, wie sie Gigi und Beppo kennenlernt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dann kommen die Zeitdiebe, die an Inhalatoren h\u00e4ngen und alle mit Fitnessb\u00e4ndern ausstatten, die eigentlich eher Handschellen sind. Momo hat die Gabe zuzuh\u00f6ren, wobei sie einer der Grauen auch deren Geheimnis entlockt. Daraufhin beginnt der Wettlauf, Momo versucht, die \u201eGrey Company\u201c aufzuhalten, die wiederum will an die Zeitquelle und Meister Hora. Kommentiert wird das Ganze auch im Kinosaal und das klingt dann so: \u201eMomo, ich habe keine Zeit\u201c, sagt Gigis Mutter auf der Leinwand, die l\u00e4ngst vom Handschellen-Armband geknechtet wird und glaubt, Zeit zu sparen. In Reihe F fl\u00fcstert ein junger Zuschauer: \u201eDoch, hat sie.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/e61abe9a-491c-45a4-a9dc-2154d8fb0b54.jpg\"   alt=\"Christian Ditter, Regisseur von \u201eMomo\u201c (links), und Michael \u201eBully\u201c Herbig, Regisseur und Hauptdarsteller von \u201eDas Kanu des Manitu\u201c.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Christian Ditter, Regisseur von \u201eMomo\u201c (links), und Michael \u201eBully\u201c Herbig, Regisseur und Hauptdarsteller von \u201eDas Kanu des Manitu\u201c. (Foto: Robert Haas)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nachdem Momo die geraubten Stundenblumenbl\u00fcten befreit und die Welt gerettet hat, erf\u00fcllen ein m\u00e4chtiger Applaus und Jubelrufe das Hauptkino, in dem die meisten der 1500 Premiereng\u00e4ste sitzen. Da wird Regisseur Christian Ditter auch seine etwas atemlose und dadurch unfreiwillig komische weil nicht zum Thema passende B\u00fchnenpr\u00e4sentation verziehen. Kurz vor dem Jubel f\u00fcr Momo-Darstellerin Goodall kommt Freeman auf die B\u00fchne und Ditter erz\u00e4hlt, dass der Darsteller zun\u00e4chst Zweifel hatte, den immer wieder alternden und verj\u00fcngenden Meister Hora zu spielen und sagte: \u201eIch bin noch nicht wirklich bereit f\u00fcr meinen Gandalf-Moment.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Meister Hora \u00e4ndert sein Alter in dieser Filmversion \u00fcbrigens nicht. Und man altert ja ohnehin nur, wenn man \u00fcberm\u00e4\u00dfig Zeit spart. Das ist h\u00f6chstens in Ausnahmen erlaubt, etwa um die 84 Minuten und 41 Sekunden rauszuholen, um diesen Film sehen zu k\u00f6nnen, in dem Momo im letzten Satz und im letzten Wort die ganze Geschichte\u00a0\u2013 das ganze Leben?\u00a0\u2013\u00a0auf f\u00fcnf Buchstaben verdichtet: \u201eWir haben nur \u2026 jetzt!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kinder werden an diesem Abend nicht nur auf der Leinwand eine Hauptrolle spielen. 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