{"id":459716,"date":"2025-09-29T14:44:16","date_gmt":"2025-09-29T14:44:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459716\/"},"modified":"2025-09-29T14:44:16","modified_gmt":"2025-09-29T14:44:16","slug":"die-entstehung-von-monden-miterleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459716\/","title":{"rendered":"Die Entstehung von Monden miterleben"},"content":{"rendered":"<p>    <a href=\"http:\/\/www.uzh.ch\/\" target=\"_new\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"EmbeddedImage\" style=\"max-height:200px; max-width: 200px;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/institutionlogo35190\" border=\"0\" alt=\"institution logo\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"LinkedIn\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/www.linkedin.com\/shareArticle?mini=true&amp;url=http:\/\/www.idw-online.de\/-DRsMAA','Share on LinkedIn', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/bluesky_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"Twitter\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/twitter.com\/share?url=http:\/\/www.idw-online.de\/-DRsMAA&amp;text=Die+Entstehung+von+Monden+miterleben','Share on Twitter', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/x_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"Bluesky\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Die+Entstehung+von+Monden+miterleben%20http:\/\/www.idw-online.de\/-DRsMAA','Share on Bluesky', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/bluesky_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>\n            Teilen:\u00a0\n        <\/p>\n<p>    29.09.2025 16:00<\/p>\n<p>    Die Entstehung von Monden miterleben <\/p>\n<p>\n    Das James-Webb-Teleskop der NASA untersucht die Entstehung von Monden um einen massereichen Planeten. Ein Team der Universit\u00e4t Z\u00fcrich nutzt die Daten, um die chemische Zusammensetzung einer Scheibe zu untersuchen, die den Planeten umgibt. Sie gilt als Grundlage f\u00fcr die Entstehung neuer Monde.<\/p>\n<p>\n    Das James-Webb-Weltraumteleskop der NASA hat die ersten direkten Messungen der chemischen und physikalischen Eigenschaften einer m\u00f6glicherweise mondbildenden Scheibe geliefert, die einen grossen Exoplaneten umgibt. Die kohlenstoffreiche Scheibe, die den 625 Lichtjahre von der Erde entfernten Planeten \u00abCT Cha b\u00bb umgibt, ist m\u00f6glicherweise eine Baulager f\u00fcr Monde, obwohl in den Webb-Daten keine Monde entdeckt wurden. Die Ergebnisse wurden heute in The Astrophysical Journal Letters ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Der junge Stern, den der Planet umkreist, ist nur zwei Millionen Jahre alt und sammelt noch immer Material an, das den Stern umgibt. Die von Webb entdeckte zirkumplanetare Scheibe ist jedoch nicht Teil der gr\u00f6sseren Materiescheibe um den Zentralstern. Die beiden Objekte sind 46 Milliarden Meilen voneinander entfernt.<\/p>\n<p>Die Beobachtung, wie Planeten und Monde entstehen, ist von grundlegender Bedeutung f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis, wie sich Planetensysteme in unserer Galaxie entwickeln. Monde sind wahrscheinlich zahlreicher als Planeten, und einige k\u00f6nnten Lebensr\u00e4ume f\u00fcr biologisches Leben sein. Aber die Wissenschaft tritt erst jetzt in eine \u00c4ra ein, in der sie deren Entstehung beobachten kann.<\/p>\n<p>Unsch\u00e4tzbar wertvolle Daten<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss den Forschenden verbessert diese Entdeckung das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Entstehung von Planeten und Monden. Die Daten von Webb sind von unsch\u00e4tzbarem Wert, um Vergleiche mit der Entstehung unseres Sonnensystems vor \u00fcber 4 Milliarden Jahren anzustellen.<\/p>\n<p>\u00abWir k\u00f6nnen Hinweise auf die Scheibe um den Begleiter sehen und zum ersten Mal deren Chemie untersuchen. Wir sind nicht nur Zeugen der Mondentstehung, sondern auch der Entstehung dieses Planeten\u00bb, sagt Co-Autorin Sierra Grant von der Carnegie Institution for Science in Washington. \u00abWir sehen, welches Material sich ansammelt, um den Planeten und die Monde zu bilden\u00bb, erg\u00e4nzt Hauptautor Gabriele Cugno von der Universit\u00e4t Z\u00fcrich (UZH) und Mitglied des Nationalen Forschungsschwerpunkts PlanetS des Schweizerischen Nationalfonds.<\/p>\n<p>Molek\u00fclsuche im Schatten des Sterns<\/p>\n<p>Die Infrarotbeobachtungen des Planeten \u00abCT Cha b\u00bb wurden mit Hilfe eines Spektrografen mit mittlerer Aufl\u00f6sung (MIRI, Mid-Infrared Instrument) durchgef\u00fchrt. Ein erster Blick in die Archivdaten von Webb zeigte Hinweise auf Molek\u00fcle innerhalb der zirkumplanetaren Scheibe, was zu einer eingehenderen Untersuchung der Daten f\u00fchrte. Da das Signal des Planeten sehr schwach ist und in der starken Strahlung des Muttersterns verborgen liegt, mussten die Forscher das Licht des Sterns mit Hilfe spezieller Hochkontrastverfahren vom Licht des Planeten trennen. <\/p>\n<p>\u00abWir sahen Molek\u00fcle an der Position des Planeten und wussten daher, dass es dort etwas gab, das es wert war, weiter zu erforschen, und verbrachten ein Jahr damit, die Molek\u00fcle aus den Daten herauszufiltern\u00bb, sagt Sierra Grant.<\/p>\n<p>Das Team entdeckte sieben kohlenstoffhaltige Molek\u00fcle innerhalb der Scheibe des Planeten, darunter Acetylen (C2H2) und Benzol (C6H6). Diese kohlenstoffreiche Zusammensetzung steht in starkem Kontrast zu der Chemie in der Scheibe um den Mutterstern, wo die Forschenden Wasser, aber keinen Kohlenstoff fanden. Der Unterschied zwischen den beiden Scheiben liefert Hinweise auf ihre schnelle chemische Entwicklung innerhalb von nur zwei Millionen Jahren.<\/p>\n<p>Parallelen zu den Jupiter-Monden<\/p>\n<p>Seit langem wird vermutet, dass die vier grossen Monde des Jupiters aus einer zirkumplanetaren Scheibe entstanden sind, die einst den Planeten umgab. Diese Galileischen Monde m\u00fcssen sich vor Milliarden von Jahren aus einer solchen abgeflachten Scheibe herausgebildet haben, wie ihre auf der gleichen Ebene liegenden Umlaufbahnen um den Jupiter zeigen. Die beiden \u00e4usseren Galileischen Monde, Ganymed und Callisto, bestehen zu 50 Prozent aus Wassereis. Aber sie haben vermutlich einen felsigen Kern \u2013 m\u00f6glicherweise aus Kohlenstoff oder Silizium.<\/p>\n<p>\u00abWir wollen mehr dar\u00fcber erfahren, wie in unserem Sonnensystem Monde entstanden sind. Das heisst, wir m\u00fcssen uns andere Systeme ansehen, die sich noch im Aufbau befinden. Wir versuchen zu verstehen, wie das alles funktioniert\u00bb, sagt UZH-Forscher Gabriele Cugno. \u00abWie entstehen diese Monde? Was ist ihre Zusammensetzung? Welche physikalischen Prozesse spielen dabei eine Rolle und in welchen Zeitskalen? Das Webb-Teleskop erm\u00f6glicht es uns, das Drama der Mondentstehung mitzuerleben und diese Fragen erstmals durch Beobachtungen zu untersuchen\u00bb, so Cugno.<\/p>\n<p>Im kommenden Jahr wird das Team mit James-Webb-Weltraumteleskop eine umfassende Untersuchung \u00e4hnlicher Objekte durchf\u00fchren, um die Vielfalt der physikalischen und chemischen Eigenschaften in den Scheiben um junge Planeten besser zu verstehen.\n    <\/p>\n<p>    Wissenschaftliche Ansprechpartner:<\/p>\n<p>Dr. Gabriele Cugno<br \/>Institut f\u00fcr Astrophysik <br \/>Universit\u00e4t Z\u00fcrich<br \/>gabriele.cugno@uzh.ch<br \/><a href=\"https:\/\/gcugno.github.io\" target=\"_new\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/gcugno.github.io<\/a><\/p>\n<p>    Originalpublikation:<\/p>\n<p>Gabriele Cugno, Sierra Grant. A carbon-rich disk feeding a planetary-mass companion. Astrophysical Journal Letters. 29 September 2025. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3847\/2041-8213\/ae0290\" target=\"_new\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/doi.org\/10.3847\/2041-8213\/ae0290<\/a><\/p>\n<p>    Weitere Informationen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.news.uzh.ch\/de\/articles\/media\/2025\/mond-entstehung.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.news.uzh.ch\/de\/articles\/media\/2025\/mond-entstehung.html<\/a><\/p>\n<p><b>Bilder<\/b><\/p>\n<p class=\"widescreenhide\"><a class=\"main\" data-reveal-id=\"imgModal1\" href=\"#\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1759157052_812_newsimage\" width=\"180\" height=\"101\" alt=\"Eine k\u00fcnstlerische Darstellung einer Staub- und Gasscheibe, die den jungen Exoplaneten \u00abCT Cha b\u00bb umgibt, 625 Lichtjahre von der Erde entfernt.\" title=\"Eine k\u00fcnstlerische Darstellung einer Staub- und Gasscheibe, die den jungen Exoplaneten \u00abCT Cha b\u00bb umgibt, 625 Lichtjahre von der Erde entfernt.\" border=\"0\" id=\"image_412497_thumb\"\/><\/a><br \/>\n<a class=\"main\" data-reveal-id=\"imgModal\"\/><a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/image?id=412497&amp;size=screen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>Eine k\u00fcnstlerische Darstellung einer Staub- und Gasscheibe, die den jungen Exoplaneten \u00abCT Cha b\u00bb um <a class=\"main\" data-reveal-id=\"imgModal1\" href=\"#\">&#8230;<\/a><\/p>\n<p>Copyright: NASA, ESA, CSA, STScI, University of Zurich\/NCCR PlanetS, Carnegie Institution for Science, STScI, STScI<\/p>\n<p>\n    <strong>Merkmale dieser Pressemitteilung: <br \/><\/strong><br \/>\n     Journalisten<br \/>Physik \/ Astronomie<br \/>\u00fcberregional<br \/>Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen<br \/>Deutsch\n    <\/p>\n<p>    \u00a0<\/p>\n<dl class=\"sub-nav green maincontent\">\n<dd class=\"active\">\n    <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/javascript:history.back()\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur\u00fcck<\/a>\n    <\/dd>\n<\/dl>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/loading.gif\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/p>\n<p>    <script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Teilen:\u00a0 29.09.2025 16:00 Die Entstehung von Monden miterleben Das James-Webb-Teleskop der NASA untersucht die Entstehung von Monden um&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":459717,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[29,30,190,189,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-459716","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-science","11":"tag-science-technology","12":"tag-technik","13":"tag-technology","14":"tag-wissenschaft","15":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115288124224634324","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/459716","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=459716"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/459716\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/459717"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=459716"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=459716"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=459716"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}