{"id":459718,"date":"2025-09-29T14:45:12","date_gmt":"2025-09-29T14:45:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459718\/"},"modified":"2025-09-29T14:45:12","modified_gmt":"2025-09-29T14:45:12","slug":"marktbericht-positiver-us-boersenstart-trotz-drohendem-shutdown","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/459718\/","title":{"rendered":"Marktbericht: Positiver US-B\u00f6rsenstart trotz drohendem Shutdown"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>marktbericht<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 29.09.2025 16:23 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Wenn sich der Kongress nicht noch kurzfristig einigt, geht der US-Regierung am Mittwoch das Geld aus. Doch die US-Leitindizes in den USA ziehen sogar an. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die US-B\u00f6rsen ignorieren politische Unsicherheiten und kn\u00fcpfen an ihre vor dem Wochenende begonnene Erholung an: Der Dow Jones Industrial Average stieg zur Er\u00f6ffnung um 0,13 Prozent auf 46.306,34 Punkte. Der S&amp;P 500 legte um 0,27 Prozent auf 6.661,58 Punkte zu.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Damit trotzen die Aktienkurse zun\u00e4chst einem m\u00f6glichen Arbeitsstillstand bei den amerikanischen Regierungsbeh\u00f6rden. Denn dieser &#8222;Government Shutdown&#8220; droht in dieser Woche &#8211; mal wieder. Sollten sich Republikaner und Demokraten im Kongress nicht noch kurzfristig einigen, dann steht ab Mittwoch die Arbeit in vielen US-Regierungsbeh\u00f6rden still.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bisher blieben die B\u00f6rsen von einem solchen Shutdown auch meist unber\u00fchrt, oder profitierten gar. W\u00e4hrend des bisher l\u00e4ngsten Government Shutdowns in der Geschichte der USA, im Winter 2018\/2019 (35 Tage), legte der S&amp;P 500 um mehr als zehn Prozent w\u00e4hrend dieser Phase zu. Im historischen Schnitt, so Analysten der <a href=\"https:\/\/www.carsongroup.com\/insights\/blog\/lets-talk-about-a-government-shutdown\/\" title=\"Carson Group\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Carson Group<\/a>, stieg der S&amp;P 500 w\u00e4hrend eines Shutdowns um 0,3 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In diesem Jahr k\u00f6nnte es aber etwas anders sein, zumindest im Falle eines l\u00e4ngeren Shutdowns. Denn ein langer Shutdown k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass wichtige wirtschaftliche Daten, die Investoren zur Einsch\u00e4tzung makro\u00f6konomischer Trends nutzen &#8211; wie die monatlichen Arbeitsmarkt- und Inflationsberichte &#8211; versp\u00e4tet oder gar nicht ver\u00f6ffentlicht werden, zitiert Reuters Analysten von Nomura.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die Notenbank m\u00fcsste &#8222;im Blindflug&#8220; agieren und w\u00fcrde wahrscheinlich eher an ihren eigenen Wirtschaftsprognosen festhalten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Es dominiert ganz klar die Zuversicht, dass Republikaner und Demokraten eine Last-Minute-Einigung oder zumindest eine \u00dcbergangsl\u00f6sung finden&#8220;, erkl\u00e4rt Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Verm\u00f6gensverwalter QC Partners.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Allerdings teilen diesen Optimismus nicht alle Experten, macht doch die schwierige politische Situation einen Shutdown wahrscheinlicher als in den vergangenen Jahren. &#8222;Wegen der extremen politischen Polarisierung ist die Situation diesmal besonders vertrackt. Im Moment deutet vieles auf einen Shutdown hin&#8220;, betont Commerzbank-\u00d6konom Bernd Weidensteiner.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zumal offenbar einige Republikaner den Konflikt offenbar auch als Chance sehen: Schlie\u00dflich wollen sie ohnehin bei den Bundesbeh\u00f6rden k\u00fcrzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Deutschland legten am Montag R\u00fcstungsunternehmen zu. Ein Gro\u00dfauftrag etwa bescherte Rheinmetall-Aktien erstmals den Sprung \u00fcber die 2.000-Euro-Marke. In der Spitze wurden f\u00fcr die Papiere bis zu 2.001 Euro bezahlt. Zuletzt lag der Kurs dann bei 1.999 Euro 2 Prozent im Plus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Rheinmetall hatte bekannt gegeben, als Unterauftragnehmer eines von der US-Regierung beauftragten Unternehmens Munition an einen osteurop\u00e4ischen Kunden zu liefern. Der Auftragswert liege bei insgesamt 444 Millionen Euro, von denen schon 170 Millionen Euro als Vorbestellung verbucht worden seien.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die anderen deutschen R\u00fcstungsaktien zogen im MDAX deutlicher an. Plus 5,7 respektive 5 Prozent reichten auch bei Hensoldt nach mehrmonatiger Pause f\u00fcr eine Bestmarke. Renk fehlten nur noch Nachkommastellen zum Rekord aus dem Juni. Beide Aktien hatten am Montag im Index mittelgro\u00dfer Werte die Spitzenposition inne, genauso wie in der Jahreswertung der MDAX-Mitglieder.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Abseits des R\u00fcstungsriesen Rheinmetall mangelte es im DAX zum Wochenstart an Zugpferden. Der deutsche Leitindex gab am Montagmittag leicht auf 23.601 Punkte nach. Am Morgen war er zun\u00e4chst mit einem leichten Plus gestartet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ende vergangener Woche hatte es der Dax immer wieder \u00fcber die 21-Tage-Durchschnittslinie geschafft. Diese beschreibt den kurzfristigen Trend. Damit machte das B\u00f6rsenbarometer den Anlegern wieder etwas Hoffnung auf ein Ende seiner zuletzt z\u00e4hen Konsolidierung. Nun fehle es an neuen positiven Handelsimpulsen, um den DAX weiter in Richtung 24.000 Punkte vorantreiben zu k\u00f6nnen, schrieb Marktexperte Andreas Lipkow.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Bef\u00fcrchtung, dass eine partei\u00fcbergreifende Pattsituation im US-Kongress Anfang Oktober zu einem Regierungsstillstand f\u00fchren k\u00f6nnte, lastet derweil auf dem Dollar. Kein Wunder, w\u00fcrde ein solches Szenario doch die US-Wirtschaft erheblich beeintr\u00e4chtigen. Der Euro legte am Nachmittag im Vergleich zum Vortag um 0,3 Prozent zu auf 1,1741 Dollar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der schwache Dollar und die wieder aufgeflammte Hoffnung auf weitere Zinssenkungen in den USA haben Gold einen neuen Rekord beschert. Der Preis f\u00fcr das Edelmetall steigt in der Spitze um 1,6 Prozent auf den H\u00f6chststand von 3.819,59 Dollar je Feinunze.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der moderate Anstieg der US-Konsumausgaben im August &#8222;hat den M\u00e4rkten Anlass gegeben zu glauben, dass im Oktober und Dezember weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Fed folgen werden&#8220;, sagt Kyle Rodda vom Analysehaus Capital.com.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die \u00d6lpreise gaben am Mittag deutlich nach, da nach zweieinhalb Jahren erstmals wieder Roh\u00f6l durch eine Pipeline von der halbautonomen Region Kurdistan im Nordirak in die T\u00fcrkei flie\u00dft. Die Roh\u00f6l-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich aktuell um 1,8 Prozent auf 67,97 Dollar je Barrel (159 Liter).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zudem berichtet Bloomberg, dass das erweiterte \u00d6lkartell OPEC+ eine erneute Anhebung der F\u00f6rdermenge im November erw\u00e4gt. Dabei soll es wie bei der vergangenen Erh\u00f6hung um die Gr\u00f6\u00dfenordnung von mindestens 137.000 Barrel pro Tag gehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Papiere der Lufthansa-Aktie konnten am Nachmittag den positiven Aufbruch des Morgens nicht halten. Nach Handelsstart waren Papiere noch auf den f\u00fcnften Gewinntag in Folge zugesteuert. Denn die Airline hatte Spekulationen vom Freitag best\u00e4tigt, dass es bis zum Jahr 2030 in der Verwaltung 4.000 Stellen einsparen will.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zudem hat das Unternehmen die mittelfristigen Finanzziele erh\u00f6ht. Europas gr\u00f6\u00dftes Luftverkehrsunternehmen will k\u00fcnftig einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von 8 bis 10 Prozent des Umsatzes erreichen, erkl\u00e4rte es heute. Bislang galt die Zielmarke von 8 Prozent. F\u00fcr das laufende Jahr hat sich das Management optimistisch gezeigt. Der operative Gewinn vor Sonderposten (bereinigtes Ebit) soll den Vorjahreswert von 1,6 Milliarden Euro wie geplant deutlich \u00fcbertreffen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im SDAX sind Aktien von Kl\u00f6ckner &amp; Co. nach dem Verkauf von acht US-Distributionsstandorten gefragt. Mit der Umschichtung von Kapital aus dem Distributionsgesch\u00e4ft in das sogenannte h\u00f6herwertige Gesch\u00e4ft, wo Kl\u00f6ckner den Stahl vor dem Verkauf noch bearbeitet, und das Service-Center-Gesch\u00e4ft will die Firma ihre Abh\u00e4ngigkeit von volatilen Rohstoffm\u00e4rkten weiter verringern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00dcbernahmespekulationen um den US-Rivalen Electronic Arts (EA) treiben die Aktien europ\u00e4ischer Videospiele-Entwickler nach oben. Papiere von Ubisoft, Embracer und CD Projekt legen kr\u00e4ftig zu. EA k\u00f6nnte einem Insider zufolge f\u00fcr bis zu 50 Milliarden Dollar den Besitzer wechseln und von der B\u00f6rse genommen werden. Der m\u00f6gliche Deal &#8222;zeigt, dass die Branche einen nachhaltigen Wert hat&#8220;, sagt Analyst Edward James vom Finanzdienstleister Cantor Fitzgerald.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Medizintechnik-Unternehmen Ottobock hat konkrete Details zu seinem geplanten B\u00f6rsengang mitgeteilt. Die Aktien sollen in einer Preisspanne von 62 bis 66 Euro angeboten werden, was einer Marktkapitalisierung von 4,0 bis 4,2 Milliarden Euro entspricht. Der erste Handelstag an der Frankfurter Wertpapierb\u00f6rse ist f\u00fcr den 9. Oktober 2025 geplant.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Alina Leimbach und Angela G\u00f6pfert, ARD-Finanzredaktion. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"marktbericht Stand: 29.09.2025 16:23 Uhr Wenn sich der Kongress nicht noch kurzfristig einigt, geht der US-Regierung am Mittwoch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":459719,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[665,175,170,169,1384,29,7126,30,668,171,5800,174,1124,36815,118058,173,172],"class_list":{"0":"post-459718","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-boerse","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-dax","13":"tag-deutschland","14":"tag-dow-jones","15":"tag-germany","16":"tag-gold","17":"tag-markets","18":"tag-marktbericht","19":"tag-maerkte","20":"tag-oelpreis","21":"tag-rekordhoch","22":"tag-shutdown","23":"tag-unternehmen","24":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115288127868762742","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/459718","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=459718"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/459718\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/459719"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=459718"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=459718"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=459718"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}