{"id":460248,"date":"2025-09-29T19:32:24","date_gmt":"2025-09-29T19:32:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/460248\/"},"modified":"2025-09-29T19:32:24","modified_gmt":"2025-09-29T19:32:24","slug":"dresdner-fernseh-ingenieure-forschten-an-heimelektronik-sprung-fuer-die-ddr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/460248\/","title":{"rendered":"Dresdner Fernseh-Ingenieure forschten an Heimelektronik-Sprung f\u00fcr die DDR"},"content":{"rendered":"<p>\t\t<a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Plamafernseher-Gemini_Generated_Image_x7et6ax7et6ax7et.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-195402\" data-attachment-id=\"195402\" data-permalink=\"https:\/\/oiger.de\/2025\/09\/29\/dresdner-fernseh-ingenieure-forschten-an-heimelektronik-sprung-fuer-die-ddr\/195400\/plamafernseher-gemini_generated_image_x7et6ax7et6ax7et\" data-orig-file=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Plamafernseher-Gemini_Generated_Image_x7et6ax7et6ax7et.jpg\" data-orig-size=\"1000,1000\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Plamafernseher-Gemini_Generated_Image_x7et6ax7et6ax7et\" data-image-description=\"&lt;p&gt;Um den R\u00fcckstand der DDR in der Heimelektronik doch noch aufzuholen, arbeiten Dresdner Ingenieure noch kurz vor der Wende an Plasma- und Laserfernsehern, CD-Playern und Sat-Empf\u00e4ngern. Eine Massenproduktion kam zwar nicht mehr zustande \u2013 doch die Expertise von damals half bei den sp\u00e4teren Ansiedlungen von Technisat und Joynext in Dresden. Visualisierung: Gemini, Prompt: Heiko Weckbrodt&lt;\/p&gt;&#10;\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Um den R\u00fcckstand der DDR in der Heimelektronik doch noch aufzuholen, arbeiten Dresdner Ingenieure noch kurz vor der Wende an Plasma- und Laserfernsehern, CD-Playern und Sat-Empf\u00e4ngern. Eine Massenproduktion kam zwar nicht mehr zustande \u2013 doch die Expertise von damals half bei den sp\u00e4teren Ansiedlungen von Technisat und Joynext in Dresden. Visualisierung: Gemini, Prompt: Heiko Weckbrodt&lt;\/p&gt;&#10;\" data-medium-file=\"https:\/\/oiger.de\/wp-content\/uploads\/Plamafernseher-Gemini_Generated_Image_x7et6ax7et6ax7et-300x300.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/oiger.de\/wp-content\/uploads\/Plamafernseher-Gemini_Generated_Image_x7et6ax7et6ax7et-600x600.jpg\" class=\"size-full wp-image-195402\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Plamafernseher-Gemini_Generated_Image_x7et6ax7et6ax7et.jpg\" alt=\"Um den R\u00fcckstand der DDR in der Heimelektronik doch noch aufzuholen, arbeiten Dresdner Ingenieure noch kurz vor der Wende an Plasma- und Laserfernsehern, CD-Playern und Sat-Empf\u00e4ngern. Eine Massenproduktion kam zwar nicht mehr zustande - doch die Expertise von damals half bei den sp\u00e4teren Ansiedlungen von Technisat und Joynext in Dresden. Visualisierung: Gemini, Prompt: Heiko Weckbrodt\" width=\"1000\" height=\"1000\"  \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-195402\" class=\"wp-caption-text\">Um den R\u00fcckstand der DDR in der Heimelektronik doch noch aufzuholen, arbeiten Dresdner Ingenieure noch kurz vor der Wende an Plasma- und Laserfernsehern, CD-Playern und Sat-Empf\u00e4ngern. Eine Massenproduktion kam zwar nicht mehr zustande \u2013 doch die Expertise von damals half bei den sp\u00e4teren Ansiedlungen von Technisat und Joynext in Dresden. Visualisierung: Gemini, Prompt: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Vor der Wende arbeitete das ZWT an Plasma-Fernsehern, Satelliten-Empf\u00e4ngern und CD-Playern \u2013 doch zur Massenproduktion kam es nicht mehr<\/p>\n<p><strong>Dresden<\/strong>, 29. September 2025. Bei Radiorekordern, Fernsehern, Videorekordern und anderen elektronischen Konsumg\u00fctern hatte die DDR-Industrie erhebliche Schw\u00e4chen, versuchte aber in den 1980er Jahren diese gro\u00dfen R\u00fcckst\u00e4nde zum Westen doch noch aufzuholen. Dazu geh\u00f6rte beispielsweise der Stereo-Radiorekorder SKR700 oder die Farbfernseher mit Schlitzmasken-Bildr\u00f6hren \u2013 beides mit japanischen Lizenz-Bauteilen.<\/p>\n<p>Kooperation mit Akademie der Wissenschaften, ZMD und Halbleiterwerk Frankfurt\/Oder<\/p>\n<p>Doch die ostdeutschen Ingenieure wollten auch aus eigener Kraft international konkurrenzf\u00e4hige Innovationen schaffen. Dazu geh\u00f6rte der Versuch des Dresdner \u201eZentrums f\u00fcr Wissenschaft und Technik\u201c (ZWT) im Kombinates Rundfunk und Fernsehen, gemeinsam mit dem Greifswalder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leibniz-Institut_f%C3%BCr_Plasmaforschung_und_Technologie#Geschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Elektronenphysik-Institut der Akademie der Wissenschaften der DDR <\/a>(AdW) wegweisende Plasmabildschirme zu entwickeln. Auch CD-Abspielger\u00e4te und Satelliten-Signalempf\u00e4nger standen auf der Entwicklungsagenda der Sachsen. Das hat <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/j%C3%BCrgen-beuthner-a22312124\/details\/experience\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">J\u00fcrgen Beuthner<\/a>, der damals dort in der Grundlagenforschung t\u00e4tig war, auf einem Treffen ehemaliger Mikroelektroniker in Dresden berichtet. Sp\u00e4ter habe man in Dresden auch an Laser- und an LCD-Fernsehern gearbeitet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ZMD-TSD-20250403_190234.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-195404\" data-attachment-id=\"195404\" data-permalink=\"https:\/\/oiger.de\/2025\/09\/29\/dresdner-fernseh-ingenieure-forschten-an-heimelektronik-sprung-fuer-die-ddr\/195400\/zmd-tsd-20250403_190234\" data-orig-file=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ZMD-TSD-20250403_190234.jpg\" data-orig-size=\"1000,652\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0.13&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-A235F&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;320&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"ZMD-TSD-20250403_190234\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Schaltkreise, die zu DDR-Zeiten das Zentrum f\u00fcr Wissenschaft und Technik gemeinsam mit dem ZMD entwickelt hatte, sind heute in den Technischen Sammlungen Dresden archiviert. Foto: Heiko Weckbrodt&lt;\/p&gt;&#10;\" data-medium-file=\"https:\/\/oiger.de\/wp-content\/uploads\/ZMD-TSD-20250403_190234-300x196.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/oiger.de\/wp-content\/uploads\/ZMD-TSD-20250403_190234-600x391.jpg\" class=\"size-full wp-image-195404\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ZMD-TSD-20250403_190234.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"652\"  \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-195404\" class=\"wp-caption-text\">Schaltkreise, die zu DDR-Zeiten das Zentrum f\u00fcr Wissenschaft und Technik gemeinsam mit dem ZMD entwickelt hatte, sind heute in den Technischen Sammlungen Dresden archiviert. Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Erhoffte Devisenquelle kam nie zum Sprudeln<\/p>\n<p>Zur Massenproduktion gelangte aber vor der Wende keine dieser Entwicklungen: Die Satelliten-Kopfstation wurde zwar gemeinsam mit dem ZMD fertig entwickelt, erwies sich aber letztlich als zu teuer f\u00fcr einen Export ins \u201eNichtsozialistische Wirtschaftsgebiet\u201c (NSW). Der in diesem Zuge mit dem ZMD entworfene Schaltkreis sei jedoch durchaus wettbewerbsf\u00e4hig gewesen, ist Beuthner \u00fcberzeugt. F\u00fcr den geplanten CD-Player habe die AdW noch an der Optik gearbeitet, doch vor dem Ende der DDR gelange dieses Projekt nicht zum Abschluss. Auch vom Laser-Fernseher sei lediglich ein Prototyp gebaut worden, erz\u00e4hlt Beutner. Die entwickelten LCD-Flachbildschirme wiederum h\u00e4tten Lebensdauer-Probleme gehabt und seien wegen der hohen Kosten letztlich \u201ebeerdigt\u201c worden, h\u00e4tten aber viele Patente abgeworfen.<\/p>\n<p>Bildr\u00f6hre war technologisch ausgereizt<\/p>\n<p>Hintergrund: Stand der Technik waren in den 1980er Jahren Bildr\u00f6hren, die an der Vorderseite bereits recht flach und nicht mehr sph\u00e4risch geformt waren. Doch dahinter steckte eben eine gro\u00dfe Elektronenr\u00f6hre, was die Konstruktion von Fernsehern mit gro\u00dfer Bildschirmdiagonale und geringer Bautiefe schwierig machte. Plasma- und Fl\u00fcssigkeitskristall-Bildschirme waren schon damals als L\u00f6sungen im Blick vieler Ingenieure, setzten sich allerdings erst Jahre sp\u00e4ter am Massenmarkt durch.<\/p>\n<p>Ingenieure verzettelten sich an vielen Eigenentwicklungen<\/p>\n<p>Dass die eigentlich in die richtige Richtung zielenden Fernsehentwicklungen in Ostdeutschland nicht zu echten Durchbr\u00fcchen f\u00fchrten, hatte nicht nur mit komplexen technischen Herausforderungen zu tun, sondern auch mit den vielen typischen Problemen der DDR-Wirtschaft: Wichtige Bauteile und Materialien konnten nicht auf dem freien Markt zugekauft werden. Daher mussten die Fernseh-Ingenieure entweder die lange Tippeltappeltour durch die staatlichen Wirtschaftsplanungsinstanzen gehen, um einen anderen VEB zu einer entsprechenden Produktionsaufnahme zu bewegen. Alternativ konnten sie sich um staatliche beziehungsweise illegale Westimporte bem\u00fchen. Oder sie entschieden sich f\u00fcr eine teure, langwierige und oft sub-optimale Eigenentwicklung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Beuthner-TSD-20250403_190529.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-195403\" data-attachment-id=\"195403\" data-permalink=\"https:\/\/oiger.de\/2025\/09\/29\/dresdner-fernseh-ingenieure-forschten-an-heimelektronik-sprung-fuer-die-ddr\/195400\/beuthner-tsd-20250403_190529\" data-orig-file=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Beuthner-TSD-20250403_190529.jpg\" data-orig-size=\"1000,792\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0.13&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-A235F&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;250&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Beuthner-TSD-20250403_190529\" data-image-description=\"&lt;p&gt;Der fr\u00fchere ZWT-Ingenieur und sp\u00e4tere Technisat-Dresden-Chef J\u00fcrgen Beuthner zeigt in den Technischen Sammlungen Dresden einen Schaltplan-Ausdruck von einem Chip, den das Zentrum f\u00fcr Wissenschaft und Technik gemeinsam mit dem ZMD entwickelt hatte. Foto: Heiko Weckbrodt&lt;\/p&gt;&#10;\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Der fr\u00fchere ZWT-Ingenieur und sp\u00e4tere Technisat-Dresden-Chef J\u00fcrgen Beuthner zeigt in den Technischen Sammlungen Dresden einen Schaltplan-Ausdruck von einem Chip, den das Zentrum f\u00fcr Wissenschaft und Technik gemeinsam mit dem ZMD entwickelt hatte. Foto: Heiko Weckbrodt&lt;\/p&gt;&#10;\" data-medium-file=\"https:\/\/oiger.de\/wp-content\/uploads\/Beuthner-TSD-20250403_190529-300x238.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/oiger.de\/wp-content\/uploads\/Beuthner-TSD-20250403_190529-600x475.jpg\" class=\"size-full wp-image-195403\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Beuthner-TSD-20250403_190529.jpg\" alt=\"Der fr\u00fchere ZWT-Ingenieur und sp\u00e4tere Technisat-Dresden-Chef J\u00fcrgen Beuthner zeigt in den Technischen Sammlungen Dresden einen Schaltplan-Ausdruck von einem Chip, den das Zentrum f\u00fcr Wissenschaft und Technik gemeinsam mit dem ZMD entwickelt hatte. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1000\" height=\"792\"  \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-195403\" class=\"wp-caption-text\">Der fr\u00fchere ZWT-Ingenieur und sp\u00e4tere Technisat-Dresden-Chef J\u00fcrgen Beuthner zeigt in den Technischen Sammlungen Dresden einen Schaltplan-Ausdruck von einem Chip, den das Zentrum f\u00fcr Wissenschaft und Technik gemeinsam mit dem ZMD entwickelt hatte. Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>\u201eWurfimporte\u201c auf der West-Transitstrecke<\/p>\n<p>Auf die beiden letzteren L\u00f6sungen lief es auch im ZWT oft hinaus. \u201eIm Zentrallaboratorium f\u00fcr Rundfunk- und Fernsehempfangstechnik mussten wir teilweise die Schaltkreise selber entwerfen\u201c, berichtet Beuthner. Gebaut wurden diese dann entweder im Halbleiterwerk Frankfurt an der Oder beziehungsweise im Zentrum f\u00fcr Mikroelektronik Dresden (ZMD). Wenn auch nicht f\u00fcr eine Massenproduktion, aber doch f\u00fcr den Prototypen- und Kleinserienbau kamen aber auch sogenannte \u201eWurfimporte\u201c aus dem Westen in Frage: Um bestimmte elektronische Bauteile zu bekommen, die in ostdeutschen L\u00e4den nicht erh\u00e4ltlich waren, lie\u00dfen DDR-B\u00fcrger ihre Westkontakte spielen. Bundesdeutsche Transitfahrer warfen die bestellten Baugruppen unterwegs auf der Transitstrecke durch die DDR an einer verabredeten Stelle aus dem Fenster und der \u201eKunde\u201c sammelte sie dann auf.<\/p>\n<p>Technisat baute aus ZWT-Resten sein erstes eigenes Entwicklungszentrum in Dresden auf<\/p>\n<p>All dies f\u00fchrte zwar kaum zu weltweit gegen Devisen exportierbaren rentablen Heimelektronik-Produkten, auf die die ostdeutschen Wirtschaftslenker immer wieder gehofft hatten \u2013 die Robotron-Kofferfernseher aus dem nahen Radeberg geh\u00f6rten da zu den wenigen Ausnahmen. Doch die in der DDR-Staatswirtschaft erworbene Forschungs- und Improvisations-Expertise half den Sachsen nach der Wende beim Neuanfang: Der westdeutsche Satellitenempfangsanlagen-H\u00e4ndler \u201eTechnisat\u201c \u00fcbernahm 21 Entwickler aus der Dresdner ZWT-Mannschaft und baute damit sein erstes eigenes Entwicklungszentrum auf. Das spezialisierte sich zun\u00e4chst auf Sat- und Fernsehtechnik, zog unter anderem auch die Colani-Fernseher-Produktion in Sta\u00dffurt mit auf. Sp\u00e4ter fokussierte sich das Technisat-Zentrum Dresden auf Navigations- und andere Autoelektronik. In Hochzeiten umfasste das Team bis zu 800 Besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p>Nukleus inzwischen in chinesischer Hand<\/p>\n<p>Inzwischen hat der einstige ZWT-Nukleus mehrmals das Profil und den Besitzer gewechselt. Eine Teilsparte <a href=\"https:\/\/www.bender.de\/unternehmen\/news-detail\/bender-uebernimmt-alle-anteile-der-technisat-dresden-gmbh-von-der-techios-daun-gmbh\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00fcbernahm der hessische Elektroanlagenbauer Bender GmbH<\/a>: Diese rund 80 Mitarbeiter waren da bereits an die Dresdner Washingtonstra\u00dfe umgezogen. Sie spezialisierten sich zun\u00e4chst auf Sat-Receiver und DAB-Technik und sp\u00e4ter auf Elektroauto-Lades\u00e4ulen. Der andere, gr\u00f6\u00dfere Teil mit dem Entwicklungszentrum in Dresden-Merbitz wechselte erst von Technisat zu <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2016\/08\/02\/chinesen-wollen-ex-technisat-dresden-ausbauen\/160620\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Preh<\/a> und ging dann an deren chinesische Muttergesellschaft <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2020\/05\/08\/aus-preh-wird-joynext-chinesen-sind-offener-fuer-neues\/174837\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joynext<\/a>. Rund 550 Spezialisten entwickeln dort seither vor allem Auto-Unterhaltungselektronik und Systeme f\u00fcrs autonome Fahren.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>\u201eEine Erfolgsgeschichte f\u00fcr Dresden\u201c<br \/><\/strong>TSD-Kurator Ralf Pulla<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Eine Massenproduktion von Fernsehern oder anderer Heimelektronik oder \u00e4hnlichen Endprodukten gibt es zwar im Gro\u00dfraum Dresden schon lange nicht mehr. Doch im Entwicklungssektor spielt der Standort weiter eine wichtige Rolle. Unterm Strich, so sch\u00e4tzt Kurator Ralf Pulla von den Technischen Sammlungen Dresden (TSD) ein, sei die \u201eTransfergeschichte vom Zentrallaboratorium bis hin zu Technisat und Joynext eine Erfolgsgeschichte f\u00fcr Dresden\u201c gewesen.<\/p>\n<p>Autor: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Quellen: Mikroelektronik-Alumni-Treffen, Ausk\u00fcnfte Beuthner, Wikipedia, Oiger-Archiv<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"285\" height=\"284\" data-attachment-id=\"80160\" data-permalink=\"https:\/\/oiger.de\/uber-uns\/oiger-001\" data-orig-file=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Oiger-001.jpg\" data-orig-size=\"285,284\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Oiger 001\" data-image-description=\"&lt;p&gt;Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt&lt;\/p&gt;&#10;\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt&lt;\/p&gt;&#10;\" data-medium-file=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Oiger-001.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Oiger-001.jpg\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Oiger-001.jpg\" alt=\"Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt\" class=\"wp-image-80160\" style=\"width:130px;height:auto\"  \/><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-e7a7d44989b57757e168b6fff7193e32\" style=\"color:#185c84\"><strong>Ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr Oiger.de!<\/strong><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-918b69199ff2c1183b359612d6a15f37\" style=\"color:#154966\"><strong>Ohne hinreichende Finanzierung ist unabh\u00e4ngiger Journalismus nach professionellen Ma\u00dfst\u00e4ben nicht dauerhaft m\u00f6glich. 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