{"id":460472,"date":"2025-09-29T21:34:15","date_gmt":"2025-09-29T21:34:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/460472\/"},"modified":"2025-09-29T21:34:15","modified_gmt":"2025-09-29T21:34:15","slug":"kontroverse-debatte-hunderte-diskutieren-in-kluetz-ueber-friedman-ausladung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/460472\/","title":{"rendered":"Kontroverse Debatte: Hunderte diskutieren in Kl\u00fctz \u00fcber Friedman-Ausladung"},"content":{"rendered":"<p>                    Kontroverse Debatte<br \/>\n                Hunderte diskutieren in Kl\u00fctz \u00fcber Friedman-Ausladung<\/p>\n<p>\t\t\t\t              29.09.2025, 21:23 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Mehr als ein Jahr vor der eigentlichen Veranstaltung zieht das Literaturhaus Kl\u00fctz die Einladung des Publizisten Friedman zur\u00fcck. Es beginnt ein Streit \u00fcber die Gr\u00fcnde. Der B\u00fcrgermeister tritt von seinem Amt ab. Mehr als zwei Stunden diskutieren nun Hunderte B\u00fcrger der Stadt im Beisein Friedmans den Fall.<\/strong><\/p>\n<p>Nach der umstrittenen Ausladung Michel Friedmans von der Hannah-Arendt-Woche 2026 in Kl\u00fctz haben Hunderte Menschen an einer Kundgebung und Diskussion mit dem Publizisten auf dem Markt der Kleinstadt in Nordwestmecklenburg teilgenommen. Die Polizei sprach 500 Menschen, die dem Aufruf gefolgt waren. Die Autorenvereinigung Pen Berlin hatte dazu eingeladen.<\/p>\n<p>Michel Friedman machte dabei sein Unverst\u00e4ndnis deutlich, dass sich ein B\u00fcrgermeister in die Programmplanung eines Literaturhauses einmische. &#8222;Die Zeiten sind doch vorbei, dachte ich&#8220;, sagte er. Friedman war vom wissenschaftlichen Leiter des Literaturhauses, Oliver Hintz, zu einer Lesung ein- und sp\u00e4ter wieder ausgeladen worden &#8211; Hintz zufolge auf Druck von B\u00fcrgermeister J\u00fcrgen Mevius (Unabh\u00e4ngige W\u00e4hlergemeinschaft UWG).<\/p>\n<p>Friedman sagte, es habe ihn pers\u00f6nlich getroffen, dass geredet worden sei, er passe nicht hierher nach Kl\u00fctz. &#8222;Ehrlich gesagt&#8220;, sagte der 69-J\u00e4hrige, &#8222;ich bin jetzt bei Ihnen und ich finde, wir passen alle sehr gut zueinander&#8220;. An seinem Beispiel werde deutlich, wor\u00fcber die Gesellschaft reden m\u00fcsse, &#8222;n\u00e4mlich dass die Freiheit der Kunst, die Freiheit der Meinung, nicht angetastet werden kann&#8220;.<\/p>\n<p>In der Diskussion auf dem Marktplatz meldeten sich zahlreiche Menschen mit teils kontroversen Meinungen zu Wort. Viele \u00e4u\u00dferten Unverst\u00e4ndnis f\u00fcr die Ausladung, einer sprach eine Entschuldigung daf\u00fcr aus. Viele machten deutlich, dass ihnen die Gr\u00fcnde nicht klar seien. Viele Teilnehmer der Kundgebung zeigten sich solidarisch mit B\u00fcrgermeister Mevius, der im Zuge der Aff\u00e4re um die Friedman-Ausladung seinen R\u00fccktritt zu Ende Oktober angek\u00fcndigt hatte. Sie verwiesen auf seine Verdienste in mehr als 30 Jahren ehrenamtlicher T\u00e4tigkeit in der Region.<\/p>\n<p>Einige Kundgebungsteilnehmer \u00e4u\u00dferten die Auffassung, der Literaturhaus-Leiter h\u00e4tte auf der Einladung Michel Friedmans bestehen m\u00fcssen. Er habe kein R\u00fcckgrat gezeigt. Jetzt stehe Kl\u00fctz in einer Ecke, in die man nicht geh\u00f6re. Die Stadt sei weltoffen, machten mehrere klar, die sich w\u00e4hrend der Veranstaltung auf dem Marktplatz zu Wort meldeten.<\/p>\n<p>Am Ende fasste Pen-Berlin-Sprecherin Thea Dorn zusammen: &#8222;Danke Kl\u00fctz, ich habe heute begriffen, wie Demokratie gehen kann!&#8220; Sie habe in ihrem gesamten Leben noch nicht erlebt, &#8222;dass ein paar Hundert Leute auf einem Markplatz stehen, fast zwei Stunden lang&#8220;. Dass man bereit sei, miteinander zu diskutieren &#8211; &#8222;ja, dass es auch manchmal ruppiger im Ton wird, ja, dass man sich streitet, aber alles in allem hochzivilisiert miteinander umgeht&#8220;. Man habe noch nicht die L\u00f6sung gefunden. Aber das geh\u00f6re zur Demokratie. &#8222;Aber Demokratie ist kein Lieferservice.&#8220;<\/p>\n<p>Am Uwe-Johnson-Literaturhaus war eine gelbe Stoffbahn angebracht worden, die Oliver Hintz sichtlich unangenehm war. Er interpretierte dies als Affront gegen das J\u00fcdischsein Friedmans. Er habe dies nicht verhindern k\u00f6nnen. B\u00fcrgermeister Mevius, der nach eigenen Angaben zeitweise auch auf der Kundgebung war, jedoch nicht das Wort ergriff, sagte der dpa, er denke, das sei wohl eine Stoffbahn, die im Literaturhaus vorhanden gewesen sei. Die Bedeutung sei ihm nicht klar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kontroverse Debatte Hunderte diskutieren in Kl\u00fctz \u00fcber Friedman-Ausladung 29.09.2025, 21:23 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":460473,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[712,29,30,13,1351,14,15,16,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-460472","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-antisemitismus","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-mecklenburg-vorpommern","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-politik","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115289736302453130","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/460472","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=460472"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/460472\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/460473"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=460472"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=460472"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=460472"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}