{"id":460517,"date":"2025-09-29T21:58:10","date_gmt":"2025-09-29T21:58:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/460517\/"},"modified":"2025-09-29T21:58:10","modified_gmt":"2025-09-29T21:58:10","slug":"kreise-neue-us-zoelle-auf-arzneien-gelten-nicht-fuer-eu-importe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/460517\/","title":{"rendered":"Kreise: Neue US-Z\u00f6lle auf Arzneien gelten nicht f\u00fcr EU-Importe"},"content":{"rendered":"<p>\n    WASHINGTON (dpa-AFX) &#8211; Aus der EU eingef\u00fchrte Arzneimittel in die Vereinigten Staaten bleiben US-Regierungskreisen zufolge von den neuen US-Z\u00f6llen in H\u00f6he von 100 Prozent ab 1. Oktober verschont. Das Wei\u00dfe Haus stehe zu der vereinbarten Zollobergrenze von 15 Prozent auf EU-Importe &#8211; das gelte auch f\u00fcr Pharmaprodukte, best\u00e4tigte ein hochrangiger Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor war die EU-Kommission davon ausgegangen, dass Deutschland und andere EU-Staaten von der Neuregelung ausgenommen sind.<\/p>\n<p>    Erst vergangenen Donnerstag hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump \u00fcberraschend die neuen Z\u00f6lle verk\u00fcndet. Ab 1. Oktober soll auf Importe von Markenarzneien und patentierte Medikamente in die Vereinigten Staaten ein Aufschlag von 100 Prozent erhoben werden. Dabei stellte er Pharmahersteller vor die Wahl: Sie k\u00f6nnten eine Produktionsst\u00e4tte in den USA bauen und damit den Zoll umgehen. Details lie\u00df er offen &#8211; und sorgte damit in der EU f\u00fcr Unsicherheit.<\/p>\n<p>Nicht nur auf Arzneimittel gibt es neue Z\u00f6lle<\/p>\n<p>    Zudem verlangte Trump f\u00fcr die Einfuhr von M\u00f6beln wie K\u00fcchenschr\u00e4nken und Badezimmerausstattungen einen Aufschlag von 50 Prozent. Polsterm\u00f6bel sollen zus\u00e4tzlich mit einem Zoll von 30 Prozent belegt werden. Am Montag hatte der Pr\u00e4sident nachgelegt und angek\u00fcndigt, &#8222;substanzielle&#8220; Z\u00f6lle auf Importe aus allen L\u00e4ndern zu erheben, die keine M\u00f6bel in den USA produzierten. Was genau er damit meint und wie die konkreten Anforderungen aussehen, lie\u00df er offen.<\/p>\n<p>    Auf gro\u00dfe, schwere Lastwagen verh\u00e4ngte Trump indes Z\u00f6lle in H\u00f6he von 25 Prozent. Der stellvertretende Sprecher der Bundesregierung, Sebastian Hille, sagte dazu am Montag, dass er davon ausgehe, dass die Zollvereinbarung aus dem Sommer auch bei schweren EU-Lastwagen greife und diese Importe weiter mit 15 Prozent belegt werden.<\/p>\n<p>    Der US-Pr\u00e4sident begr\u00fcndet sein Vorgehen mit der &#8222;nationalen Sicherheit&#8220;. Trump sieht die US-Wirtschaft in gro\u00dfer Gefahr, weil sie seiner Meinung nach von anderen L\u00e4ndern \u00fcber Jahre hinweg betrogen wurde. Mit seinen Z\u00f6llen wolle er dagegen die heimische Wirtschaft st\u00e4rken: Denn wenn Importe aus dem Ausland teurer werden, k\u00f6nnte sich die Bev\u00f6lkerung verst\u00e4rkt f\u00fcr US-Produkte entscheiden.<\/p>\n<p>Deutsche Pharmaindustrie bangte<\/p>\n<p>    Gerade die deutsche Pharmaindustrie hatte Z\u00f6lle gef\u00fcrchtet: Die USA sind ihr wichtigster Exportmarkt, knapp ein Viertel der deutschen Pharma-Exporte geht dahin. Die deutsche Pharmabranche hat rund 130.000 Besch\u00e4ftigte. 2024 gingen dem Statistischen Bundesamt zufolge Waren im Wert von 27 Milliarden Euro in die USA. Damit ist die deutsche Pharmabranche wesentlich st\u00e4rker vom US-Markt abh\u00e4ngig als etwa der Maschinenbau und die Chemieindustrie. Besonders gefragt waren Impfstoffe.<\/p>\n<p>    Die USA sind auch deshalb so wichtig f\u00fcr die deutsche Pharmabranche, weil Amerika ein sehr lukrativer Absatzmarkt ist: Dort gibt es keine so strenge Preisbindung f\u00fcr Medikamente wie in Deutschland, wo der Gesetzgeber in den Markt f\u00fcr verschreibungspflichtige Medikamente eingreift.\/ngu\/DP\/he<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WASHINGTON (dpa-AFX) &#8211; Aus der EU eingef\u00fchrte Arzneimittel in die Vereinigten Staaten bleiben US-Regierungskreisen zufolge von den neuen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20500,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,665,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-460517","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-boerse","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-united-states","16":"tag-united-states-of-america","17":"tag-us","18":"tag-usa","19":"tag-vereinigte-staaten","20":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115289830919210448","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/460517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=460517"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/460517\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=460517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=460517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=460517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}