{"id":460885,"date":"2025-09-30T01:20:35","date_gmt":"2025-09-30T01:20:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/460885\/"},"modified":"2025-09-30T01:20:35","modified_gmt":"2025-09-30T01:20:35","slug":"gunnar-schupeliusr-einbuergerungen-beschleunigt-bauantraege-nicht-regional","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/460885\/","title":{"rendered":"Gunnar Schupeliusr: Einb\u00fcrgerungen beschleunigt, Bauantr\u00e4ge nicht | Regional"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 <b>Der Berliner Senat hat ein wahres Kunstst\u00fcck vollbracht: Das Verfahren zur Einb\u00fcrgerung wurde vereinfacht und rasant beschleunigt. Das staunende Publikum nimmt zur Kenntnis, dass im ersten Halbjahr 2025 in Berlin bereits mehr als 20.000 Ausl\u00e4nder eingeb\u00fcrgert wurden und es bis zum Jahresende mehr als 40.000 sein sollen.\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Stau an Antr\u00e4gen werde aufgel\u00f6st, die jahrelang nicht bearbeitet wurden, erkl\u00e4rte der Regierende B\u00fcrgermeister Wegner (CDU) voller Stolz. Der \u00e4lteste unbearbeitete Antrag stamme aus dem Jahr 2003, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Verwundert reibt man sich die Augen: Wie kam die Verwaltung nach 20 Jahren Schlendrian denn wieder flott? Die Antwort gab Wegner selbst, als er im Juli das Landesamt f\u00fcr Einwanderung (LEA) besuchte, das die deutschen P\u00e4sse jetzt in so gro\u00dfer Eile vergibt. \u201eDie Bezirke waren \u00fcberfordert\u201c, sagte er. Deshalb seien die Verfahren zur Einb\u00fcrgerung beim LEA zentralisiert worden.\u00a0<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Im LEA habe man, so Wegner weiter, die Abl\u00e4ufe \u201edigitalisiert\u201c. Ausl\u00e4nder k\u00f6nnen ihren Antrag mit allen Dokumenten online einreichen und m\u00fcssen nicht mehr zum pers\u00f6nlichen Beratungsgespr\u00e4ch erscheinen. Das spart viel Zeit und Personal. <\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p><b>Klingt alles sehr einleuchtend, aber warum erleben wir diese atemberaubende Geschwindigkeit der Verwaltung nur im Falle der Einb\u00fcrgerung?<\/b><\/p>\n<p>Wir erfahren, dass die Bezirks\u00e4mter \u201e\u00fcberfordert waren und man ihnen deshalb die Einb\u00fcrgerungen aus der Hand nahm. Die Bezirks\u00e4mter aber waren nicht nur mit den Einb\u00fcrgerungen \u00fcberfordert. Sie waren und sind es auch mit vielen anderen Aufgaben: Sie pflegen ihre Parks und die Fl\u00e4chen am Fu\u00df der Stra\u00dfenb\u00e4ume nicht, sie m\u00e4hen den Rasen auf den Mittelstreifen der Stra\u00dfen selten oder gar nicht.\u00a0<\/p>\n<p><b>Und sie kommen mit den Bebauungspl\u00e4nen und Bauantr\u00e4gen nicht hinterher. \u201eIn meinem Wahlkreis muss man bis zu zehn Jahre warten, bis \u00fcber den Bauantrag entschieden ist\u201c, sagte am Freitag der Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi auf dem Immobilientag vom \u201eRing Deutscher Makler\u201c.<\/b><\/p>\n<p>Er meinte Treptow-K\u00f6penick, und er ist nicht der Einzige, der das festgestellt hat. Es ist in allen Bezirken \u00e4hnlich: Jahre vergehen, bis entschieden ist, ob gebaut werden darf, was gebaut werden soll.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Wenn es also in dem Moment schneller und effizienter zu machen ist, da der Senat den Bezirken die Kompetenz entzieht und selbst \u00fcbernimmt \u2013 wie es im Falle der Einb\u00fcrgerung erfolgreich geschehen ist, weshalb werden dann die bezirklichen Bau\u00e4mter nicht aufgel\u00f6st?<\/p>\n<p><b>Jetzt kommen wir zum entscheidenden Punkt: Die schnelle Einb\u00fcrgerung war ein Herzensanliegen der rot-rot-gr\u00fcnen Regierung mit dem Regierenden B\u00fcrgermeister Michael M\u00fcller (SPD). Also wurde die Einb\u00fcrgerung beschleunigt. Daraus folgt: Wenn man etwas will, dann geht es. Im Umkehrschluss hei\u00dft das: Investoren und Bauherren sind weniger gewollt. F\u00fcr sie gibt es keine Beschleunigung.<\/b><\/p>\n<p>Hat Gunnar Schupelius recht? Schreiben Sie an: gunnar.schupelius@axelspringer.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin \u2013 Der Berliner Senat hat ein wahres Kunstst\u00fcck vollbracht: Das Verfahren zur Einb\u00fcrgerung wurde vereinfacht und rasant&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":460886,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,17122,23916,30,6972,45],"class_list":{"0":"post-460885","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-einbuergerung","11":"tag-faeser-nancy","12":"tag-germany","13":"tag-staatsbuergerschaft","14":"tag-texttospeech"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115290624725049208","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/460885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=460885"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/460885\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/460886"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=460885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=460885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=460885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}