{"id":461035,"date":"2025-09-30T02:46:21","date_gmt":"2025-09-30T02:46:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/461035\/"},"modified":"2025-09-30T02:46:21","modified_gmt":"2025-09-30T02:46:21","slug":"berliner-landesorden-fuer-14-buergerinnen-und-buerger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/461035\/","title":{"rendered":"Berliner Landesorden f\u00fcr 14 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger"},"content":{"rendered":"<p>\n    Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:\n  <\/p>\n<p>\n    Der Regierende B\u00fcrgermeister von Berlin, Kai Wegner, \u00fcbergibt am Mittwoch, den 1. Oktober 2025, dem Verfassungstag des Landes Berlin, um 16.00 Uhr im Festsaal des Roten Rathauses die Verdienstorden des Landes Berlin. Zw\u00f6lf der insgesamt 14 in diesem Jahr ausgezeichneten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger werden jeweils mit dem Orden und mit einer Laudatio geehrt (Wort-Bild-Termin; f\u00fcr die Berichterstattung ist eine Anmeldung bis Dienstag, 30. September 2025, 12.00 Uhr, \u00fcber das Anmeldeformular <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/rbmskzl\/aktuelles\/termine\/formular.1284452.php\" title=\"https:\/\/www.berlin.de\/rbmskzl\/aktuelles\/termine\/formular.1284452.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.berlin.de\/rbmskzl\/presseanmeldung<\/a> erforderlich).\n  <\/p>\n<p>\n    Wegner vorab: \u201eBerlin lebt vom vielf\u00e4ltigen Engagement seiner B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Traditionell zeichnen wir am Verfassungstag des Landes Berlin Frauen und M\u00e4nner mit dem Landesverdienstorden aus, die sich in besonderer Weise um unsere Stadt verdient gemacht haben. Die Lebenswege und die Leistungen der in diesem Jahr geehrten 14 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zeigen, auf welch vielf\u00e4ltige Weise sich Menschen f\u00fcr Berlin engagieren und damit zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft beitragen.\u201c\n  <\/p>\n<p>\n    Mit dem Berliner Landesorden 2025 werden Martin Germer, Dietmar Maria Hegemann, Almut Ilsen, Christiane Krajewski, Bernd Lippmann, Bilgin Lutzke, Detlef M\u00fccke, Peter Plate, Ursula Raue, Meho Travljanin, Ruth Winkelmann, Dr. Janine von Wolfersdorff, Carola Zarth und Ulli Zelle geehrt. Peter Plate und Detlef M\u00fccke werden die Auszeichnung zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt entgegennehmen.\n  <\/p>\n<p>    Ausgezeichnet werden:<\/p>\n<p>\n    <strong>Martin Germer<\/strong> amtierte bis 2022 als Pfarrer der Kaiser-Wilhelm-Ged\u00e4chtnis-Kirche und war bis 2023 in der gleichnamigen Stiftung t\u00e4tig. Germer beteiligte sich nach dem Terroranschlag am Breitscheidplatz im Dezember 2016 an der Organisation des Gedenkens. Er engagiert sich im Ehrenamt f\u00fcr interreligi\u00f6sen und gesellschaftlichen Dialog und ist Schaustellerseelsorger.\n  <\/p>\n<p>\n    Der Musikwissenschaftler und Musiker <strong>Dietmar Maria Hegemann<\/strong> ist Pionier der Berliner Techno- und Clubszene. Zu seinen Projekten z\u00e4hlen der erste Acid-House-Club in Berlin Ufo, der Tresor-Club und das Label Tresor Records. Das Kraftwerk Berlin wurde zum zentralen Kunstort. Seine Tresor Foundation f\u00f6rdert Kulturprojekte.\n  <\/p>\n<p>\n    Die Naturwissenschaftlerin <strong>Almut Ilsen<\/strong> war 1982 Mitgr\u00fcnderin der sich gegen die Militarisierung der DDR richtenden Gruppe \u201eFrauen f\u00fcr den Frieden\u201c. 1989 war Almut Ilsen an der Gr\u00fcndung des EWA Frauenzentrums in Prenzlauer Berg beteiligt. Das Projekt gilt als Aufbruch einer neuen, SED-unabh\u00e4ngigen Frauenbewegung, \u00fcber die Almut Ilsen auch publiziert.\n  <\/p>\n<p>\n    Die Volkswirtin <strong>Christiane Krajewski<\/strong> war Ministerin im Saarland und von 2001 bis 2002 Berliner Finanzsenatorin. Seit 2014 ist Christiane Krajewski Pr\u00e4sidentin von Special Olympics Deutschland und arbeitet seitdem daran, das Bewusstsein f\u00fcr die Rechte von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung zu st\u00e4rken und deren Integration in die Gesellschaft zu f\u00f6rdern. Sie hat die Special Olympic World Games 2023 in die Sportstadt Berlin und damit erstmals nach Deutschland geholt.\n  <\/p>\n<p>\n    Der aus christlichem Elternhaus stammende <strong>Bernd Lippmann<\/strong> zeigte fr\u00fch eine SED-kritische Haltung. Er kam 1974 in Haft und wurde 1975 freigekauft. Als Lehrer war er nebenberuflich im Gesamtdeutschen Institut t\u00e4tig. 1990 war er Mitgr\u00fcnder des Vereins Antistalinistische Aktion Berlin Normannenstra\u00dfe und geh\u00f6rt zu den Initiatoren des Stasi-Museums, das heute zu den viel besuchten Museen in Berlin geh\u00f6rt.\n  <\/p>\n<p>\n    Als Kind der zweiten Gastarbeitergeneration kam <strong>Bilgin Lutzke<\/strong> mit 18 Jahren nach Deutschland. Seit mehr als 25 Jahren engagiert sie sich auf kommunaler Ebene f\u00fcr Integration, darunter in Migrationsbeir\u00e4ten und im Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverband. Besondere Verdienste erwarb sich Bilgin Lutzke als langj\u00e4hrige Vorsitzende des interkulturellen Nachbarschaftsvereins Divan e.V. Unter ihrer Leitung hat sich der Verein zu einem wichtigen zivilgesellschaftlichen Akteur im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf entwickelt.\n  <\/p>\n<p>\n    Als Lehrer setzte sich <strong>Detlef M\u00fccke<\/strong> seit den 1970er-Jahren f\u00fcr die Rechte homosexueller Lehrkr\u00e4fte und Sch\u00fcler ein. Sein Einsatz f\u00fcr die Gleichberechtigung von LGBT-P\u00e4dagogen erfolgte zu einer Zeit, in der ein Bekenntnis zur eigenen Homosexualit\u00e4t im \u00f6ffentlichen Raum mit erheblichen Risiken verbunden war. Er war an der Einf\u00fchrung queerer Aufkl\u00e4rungsprojekte an Schulen beteiligt und gestaltete die Berliner Richtlinien zur Sexualerziehung mit. M\u00fccke ist Mitgr\u00fcnder des Schwulen Museums Berlin, f\u00fcr das er bis heute t\u00e4tig ist.\n  <\/p>\n<p>\n    Der S\u00e4nger, Produzent, Komponist und Theaterintendant <strong>Peter Plate<\/strong> bildete mit AnNa R., der in diesem Jahr verstorbenen Andrea Neuenhofen, das Duo \u201eRosenstolz\u201c. Rosenstolz war eine der bedeutendsten Musikformationen Deutschlands und ist untrennbar mit Berlin verbunden. Ihre Lieder thematisierten das Lebensgef\u00fchl und die Vielfalt Berlins und trugen somit zur kulturellen Identit\u00e4t der Stadt bei. Plates erfolgreiche Musicals \u201eKu\u2018damm 56\u201c und \u201eKu\u2018damm 59\u201c haben internationales Publikum nach Berlin gezogen.\n  <\/p>\n<p>\n    <strong>Ursula Raue<\/strong> war in mehreren Funktionen f\u00fchrend im Deutschen Juristinnenbund und in der B\u00fcrgerstiftung Berlin aktiv. Sie war bis 2007 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Deutschen B\u00fchnenvereins. Als Pr\u00e4sidentin des Innocence in Danger e.V. setzte sie sich gegen sexuellen Missbrauch von Kindern im Netz ein. Bis 2014 war Ursula Raue Missbrauchsbeauftragte des Jesuitenordens.\n  <\/p>\n<p>\n    W\u00e4hrend des Bosnien-Kriegs kam der zehn Jahre alte <strong>Meho Travljanin<\/strong> 1993 als Gefl\u00fcchteter nach Berlin. Seit 2013 steht er der bosniakischen Gemeinde vor; unter seiner Leitung hat sich die Gemeinde zu einem verl\u00e4sslichen Partner im interreligi\u00f6sen Austausch und in der Pr\u00e4vention religi\u00f6ser Radikalisierung entwickelt. Travljanin ist Mitglied des Berliner Islamforums und Teilnehmer der Deutschen Islamkonferenz.\n  <\/p>\n<p>\n    Der j\u00fcdische Vater von <strong>Ruth Winkelmann<\/strong> wurde im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Sie musste gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester untertauchen, versteckt in einer Gartenlaube \u00fcberlebte Ruth Winkelmann die NS-Diktatur. Ausgel\u00f6st durch die Begegnung mit einer Lehrerin begann Ruth Winkelmann 2002 \u00fcber ihr Leben zu sprechen. Sie schrieb eine Autobiografie und gibt bis ins hohe Alter als Zeitzeugin ihre Erfahrungen an J\u00fcngere weiter.\n  <\/p>\n<p>\n    Die Betriebswirtin <strong>Dr. Janine von Wolfersdorff<\/strong> organisierte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ehrenamtlich die Lieferung von Hilfsg\u00fctern und die Evakuierung besonders pflegebed\u00fcrftiger Menschen. Mit der Berliner Partnerstadt Kyiv entwickelte sie das k\u00fcrzlich er\u00f6ffnete erste kommunale Prothesenzentrum f\u00fcr ukrainische Soldaten.\n  <\/p>\n<p>\n    <strong>Carola Zarth<\/strong> leitet seit 1993 den Familienbetrieb Auto-Elektrik G. Holtz &amp; Co. KG. 2014 wurde sie als erste Frau Vorstandmitglied und 2019 erste Pr\u00e4sidentin der Berliner Handwerkskammer. Carola Zarth engagiert sich f\u00fcr Frauen im Handwerk und f\u00fcr die Ausbildung junger Menschen, sie ist in Funktionen bei der Investitionsbank Berlin und bei Wirtschaftsf\u00f6rderorganisation Berlin Partner t\u00e4tig.\n  <\/p>\n<p>\n    <strong>Ulli Zelle<\/strong> kam 1974 nach Berlin, studierte und war fr\u00fch f\u00fcr den Sender Freies Berlin, sp\u00e4ter f\u00fcr den Rundfunk Berlin-Brandenburg t\u00e4tig. Er berichtete f\u00fcr die \u201eAbendschau\u201c \u00fcber Ereignisse wie den Mauerfall, f\u00fchrte Interviews mit Pers\u00f6nlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur und moderierte Veranstaltungen. Als Musiker gr\u00fcndete er zudem die Band die \u201eGrauen Zellen\u201c. Zelle dokumentierte vier Jahrzehnte Lebensgef\u00fchl und Geschichte der Stadt.\n  <\/p>\n<p>\n    Details \u00fcber die Auszeichnung und die bisher Geehrten finden Sie auf der Seite <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/rbmskzl\/aktuelles\/veranstaltungen\/auszeichnungen-und-ehrungen\/verdienstorden-des-landes-berlin\/artikel.6759.php\" title=\"https:\/\/www.berlin.de\/rbmskzl\/aktuelles\/veranstaltungen\/auszeichnungen-und-ehrungen\/verdienstorden-des-landes-berlin\/artikel.6759.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verdienstorden des Landes Berlin \u2013 Berlin.de<\/a>.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit: Der Regierende B\u00fcrgermeister von Berlin, Kai Wegner, \u00fcbergibt am&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2288,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[22438,296,29,30,118234,30263,8862],"class_list":{"0":"post-461035","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-auszeichnungen","9":"tag-berlin","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-ii1602017","13":"tag-senatskanzlei","14":"tag-termine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115290962995000318","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/461035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=461035"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/461035\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2288"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=461035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=461035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=461035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}