{"id":461233,"date":"2025-09-30T04:36:12","date_gmt":"2025-09-30T04:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/461233\/"},"modified":"2025-09-30T04:36:12","modified_gmt":"2025-09-30T04:36:12","slug":"sein-traum-noch-mal-zum-esc-ralph-siegel-wird-80","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/461233\/","title":{"rendered":"Sein Traum: Noch mal zum ESC &#8211; Ralph Siegel wird 80"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (dpa) &#8211; Ralph Siegel bezeichnet sich selbst als den alten ESC-Hasen. Und der alte ESC-Hase hat einen Traum: Er will noch einmal dabei sein beim Eurovision Song Contest. \u00abEs reizt mich einfach, nochmals mit Deutschland zu starten\u00bb, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Heute wird er 80 Jahre alt. Den Runden will er im Freundeskreis gro\u00df feiern.\u00a0<\/p>\n<p>Der Komponist kann auf eine lange, erfolgreiche und schlagzeilentr\u00e4chtige Karriere zur\u00fcckblicken, mit H\u00f6hen und Tiefen, mit Goldenen Schallplatten und finanziellen R\u00fcckschl\u00e4gen. Seine Leidenschaft f\u00fcr die Musik ist stets geblieben.<\/p>\n<p>Mehr als 2.000 Lieder hat Siegel geschrieben, nicht nur \u00abFiesta Mexicana\u00bb. Die Liste der Hits, die er komponiert und\/oder produziert hat, scheint endlos: \u00abDu kannst nicht immer 17 sein\u00bb, \u00abGriechischer Wein\u00bb, \u00abEin bisschen Spa\u00df muss sein\u00bb, \u00abMoskau\u00bb und, und, und.<\/p>\n<p>Der \u00dcber-Hit \u00abEin bisschen Frieden\u00bb<\/p>\n<p>Und dann ist da nat\u00fcrlich noch der Eurovision Song Contest (ESC), der fr\u00fcher Grand Prix Eurovision de la Chanson hie\u00df. 1982 schaffte er es auf Platz 1, als die erst 17-j\u00e4hrige S\u00e4ngerin Nicole mit Siegels Lied \u00abEin bisschen Frieden\u00bb, getextet von Bernd Meinunger, antrat. Insgesamt schaffte er zwischen 1974 und 1999 noch dreimal den zweiten, zweimal den dritten und zweimal den vierten Platz. Sp\u00e4ter, als die Top-Platzierungen ausblieben, kassierte er viel H\u00e4me. Schwamm dr\u00fcber.<\/p>\n<p>Ralph Siegel ist ein Musik-Enthusiast, den man sich im Ruhestand nur schwer vorstellen kann. Trotz gesundheitlicher Probleme steckt er voller Energie, das ist auch im Telefoninterview sp\u00fcrbar.<\/p>\n<p>\u00abDas Leben verlangt einem schon sehr viel ab, muss ich sagen. Ich bin mehr als 60 Jahre lang in diesem Beruf aktiv, da habe ich nat\u00fcrlich auch ein bisschen Raubbau getrieben\u00bb, bekennt er. \u00abWenn es fr\u00fcher sp\u00e4t wurde &#8211; und bei uns wurde es meistens sehr sp\u00e4t &#8211; habe ich auch gern mal zu tief ins Glas geguckt. Ich habe mich da nicht so zur\u00fcckgehalten und f\u00fchle mich insofern mit 80 eigentlich ziemlich fit.\u00bb<\/p>\n<p>Krebs und Herz-OP hat er \u00fcberstanden. Nun macht ihm die Polyneuropathie zu schaffen. \u00abAber ich danke dem lieben Gott f\u00fcr jedes Jahr, das er mir schenkt.\u00bb Auch, weil er mit seiner vierten Ehefrau Laura gl\u00fccklich ist, wie er sagt. Der 80. Geburtstag bedeute aber auch \u00abetwas Vergangenheitsbew\u00e4ltigung, weil es viele Menschen gibt, mit denen ich einen Teil meines Lebens verbracht habe, und die ich gar nicht mehr einladen kann\u00bb.<\/p>\n<p>Siegel: Zu wenig deutsche Musik im Radio<\/p>\n<p>Auch sonst werde er immer mal mit Erinnerungen konfrontiert: \u00abGerade habe ich ein ZDF-Interview von vor 40 Jahren gesehen. Da habe ich viele Dinge \u00fcber die Zukunft der Musik in Deutschland vorhergesagt, n\u00e4mlich dass es eines Tages 20 und mehr TV-Sender geben wird. Ich habe damals schon gesagt, dass im Rundfunk mehr deutschsprachige K\u00fcnstler gespielt werden sollen.\u00bb<\/p>\n<p>Siegel findet, 50 Prozent des Programms, sollten deutschsprachig sein. \u00abJetzt sind 40 Jahre vergangen und es ist traurig zu sehen, wie wenige K\u00fcnstler es geschafft haben, diese Zeit zu \u00fcberstehen.\u00bb Nat\u00fcrlich seien da Udo Lindenberg und Otto, Herbert Gr\u00f6nemeyer und Pur. Und auch seinen K\u00fcnstler sei zum Gl\u00fcck viel Aufmerksamkeit geschenkt worden.<\/p>\n<p>Wie wenig deutsche Musik aus seiner Sicht hierzulande im Radio und Fernsehen gespielt wird, findet er \u00abeinfach unertr\u00e4glich\u00bb. In Frankreich oder Italien sei das ganz anders. Er selbst k\u00f6nne von seiner Musik noch leben, andere k\u00f6nnten das nicht mehr. \u00abDie CDs sind verschwunden. Es ist alles nur noch digital. Da sind nat\u00fcrlich die Anteile der sogenannten Urheber und Macher unfassbar gering und man traut sich kaum mehr, etwas zu produzieren, weil man das, was es kostet, gar nicht mehr einspielt.\u00bb<\/p>\n<p>Licht am Ende des Tunnels sieht er da nicht wirklich. Fernsehshows wie einst die \u00abHitparade\u00bb, in der sich K\u00fcnstler pr\u00e4sentieren konnten, gebe es nicht mehr. Chancen h\u00e4tten Neueinsteiger in den Beruf heute bestenfalls noch als Singer-Songwriter, weil sie dann \u00fcber Auftritte Geld verdienen k\u00f6nnten, meint Siegel. \u00abDas ist nat\u00fcrlich toll, wenn du es schaffst, wie Howard Carpendale, Peter Maffay oder Roland Kaiser, sich so lange zu halten.\u00bb<\/p>\n<p>Konzentration auf Musicals<\/p>\n<p>Eine Herzensangelegenheit ist Ralph Siegel seine zweite Karriere: \u00abIch habe eine gro\u00dfe Freude daran, dass mir Herbst meines Lebens noch gelungen ist, was ich mir ein Leben lang gew\u00fcnscht habe: Musicals auf die B\u00fchne zu bringen.\u00bb Das St\u00fcck \u00abZeppelin\u00bb sei ab 16. Oktober wieder im Festspielhaus in F\u00fcssen zu sehen. \u00abIm \u00dcbrigen arbeite ich an zwei weiteren Musicals, die so gut wie fertig sind, aber das auf die B\u00fchne zu bringen, dauert eben Jahre.\u00bb<\/p>\n<p>Insgesamt sei er dem Leben sehr dankbar, sagt der Komponist. \u00abIch bin ein gl\u00fccklicher Mensch und ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre auf dieser eigentlich doch sehr sch\u00f6nen Erde leben darf &#8211; und dass diese unglaublich schrecklichen Zeiten, die wir gerade erleben, vorbeigehen.\u00bb Angesichts der schlimmen Geschehnisse in der Welt &#8211; ob Ukraine oder Gaza &#8211; sei er froh, \u00abdass wir dieses kleine Liedchen geschrieben haben: &#8222;Ein bisschen Frieden&#8220;\u00bb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnchen (dpa) &#8211; Ralph Siegel bezeichnet sich selbst als den alten ESC-Hasen. 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