{"id":461698,"date":"2025-09-30T08:53:15","date_gmt":"2025-09-30T08:53:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/461698\/"},"modified":"2025-09-30T08:53:15","modified_gmt":"2025-09-30T08:53:15","slug":"angela-merkel-im-zeichen-der-schildkroete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/461698\/","title":{"rendered":"Angela Merkel: Im Zeichen der Schildkr\u00f6te"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die Zeit scheint sich erkennbar zu verlangsamen, als <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/angela-merkel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Angela Merkel<\/a> auf die Schildkr\u00f6te trifft. Es ist der Montagnachmittag in der Hansestadt Stralsund, wo die Bundeskanzlerin a. D. mit Ehren empfangen wird. Auch wegen ihres Einsatzes rund um die Renovierung des Meeresmuseums, das heute wiederer\u00f6ffnet wird. Vor dessen Aquarium posiert sie gerade f\u00fcr ein Pressefoto. Neben ihr steht Manuela Schwesig, die Ministerpr\u00e4sidentin der SPD in Mecklenburg-Vorpommern.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Da wird die Raute gemacht, da wird gel\u00e4chelt, als eine der gr\u00fcnen Meeresschildkr\u00f6ten, ein 90 Kilogramm schweres Tier namens K\u00e4the, \u00fcber die K\u00f6pfe der Politikerinnen schwebt. &#8222;Wow&#8220;, sagt Merkel. &#8222;Wow&#8220;, sagt auch <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/manuela-schwesig\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schwesig<\/a>. Sie drehen den Kameras den R\u00fccken zu, recken die K\u00f6pfe nach K\u00e4the.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wie lange sie schon hier sei, will Merkel wissen. Seit 1986, erf\u00e4hrt man.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das war also vier Jahre, bevor Angela Merkel nach <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/stralsund\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stralsund<\/a> kam. 1990 wurde sie zum ersten Mal in ihrem Wahlkreis, rund um die Hansestadt und auf der Insel R\u00fcgen vorstellig. Um f\u00fcr den Bundestag zu kandidieren. Und dann wieder und wieder. Achtmal gewann sie das Direktmandat, 30 Jahre war sie die Abgeordnete der Menschen hier, sechzehn davon bekanntlich auch <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-09\/bundesregierung-angela-merkel-friedrich-merz-lob-kritik\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Kanzlerin<\/a>.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Und weil die Ministerpr\u00e4sidentin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig findet, dass das nicht nur dem Meeresmuseum und dem Wahlkreis 15 (er tr\u00e4gt den etwas sperrigen Namen Vorpommern-R\u00fcgen \u2013 Vorpommern-Greifswald) gutgetan hat, sondern dem ganzen Bundesland, weil sie Merkel &#8222;einen Gl\u00fccksfall&#8220; f\u00fcr ihr Bundesland nennt, hat sie die ehemalige Kanzlerin an diesem Montag nach Stralsund geladen. Um ihr den Landesverdienstorden zu \u00fcberreichen.\n<\/p>\n<p>        Ist es fatal oder besonders l\u00e4ssig von Schwesig, sich mit der Wutfigur Merkel zu schm\u00fccken?        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Und vielleicht auch ein wenig, um zu zeigen, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/41\/schwarz-rote-koalition-bundesregierung-fehler-strategie\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">wie gut politische Konstanz und Stabilit\u00e4t dem Land tun<\/a>. Schlie\u00dflich will Manuela Schwesig auch bald wiedergew\u00e4hlt werden, die Landtagswahlen im kommenden Jahr gewinnen. Beistand kann sie dabei gebrauchen. Fragt sich blo\u00df, ob Angela Merkel die Richtige daf\u00fcr ist.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Neu: Nur eine Frage<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">In diesem Newsletter weisen wir auf neue &#8222;Nur eine Frage&#8220;-Podcast-Folgen hin. Zudem erhalten Sie erg\u00e4nzendes Material zu den Gespr\u00e4chen \u2013 wie Videos oder Texte.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! 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Merkels CDU kommt gerade mal auf 13 Prozent.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Stellt sich also die Frage, ob es da besonders fatal von Schwesig ist, sich gerade jetzt mit der Wutfigur Merkel zu schm\u00fccken. Oder besonders l\u00e4ssig. Nun, so viel vorweg: Der Tag Stralsund verl\u00e4uft \u00fcberraschend ruhig, geradezu fr\u00f6hlich. Aber deutlich wird auch, wie viel sich ver\u00e4ndert hat, wie viel Zeit in nur vier Jahren vergangen ist, seitdem Angela Merkel sich aus der Politik verabschiedet hat.\n<\/p>\n<p>        Kulturstaatsminister Weimer glaubt, vom Meer k\u00f6nne man einiges lernen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der erste Festakt des Tages, er gilt dem renovierten Meeresmuseum, findet in der zur Kulturst\u00e4tte umgebauten St. Jakobi-Kirche statt: Das Leben unter Wasser, erf\u00e4hrt man nach einer Tanzperformance, es sei bunt und bedroht. Die viele Prominenz in der ersten Reihe deutet an, welch Aufwand es war, diese Renovierung zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Da sitzt der Oberb\u00fcrgermeister von Stralsund, da sitzt eine Landesministerin, eine ehemalige Bundesbauministerin, da sitzt Kulturstaatsminister <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/wolfram-weimer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wolfram Weimer<\/a>, mehrere Abgeordnete, die Ministerpr\u00e4sidentin, die Bundeskanzlerin a. D.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Sie alle, erf\u00e4hrt man, seien an der Finanzierung und Erm\u00f6glichung des Umbaus beteiligt gewesen, drei Bundesregierungen habe das Ganze gedauert. Den Ansto\u00df habe Angela Merkel gegeben. &#8222;Dass es so viele Widrigkeiten gab&#8220;, sagt der h\u00f6rbar bewegte Museumsdirektor Andreas Tanschus in seiner Rede, &#8222;habe ich in meinen schlimmsten Alptr\u00e4umen nicht gesehen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Er z\u00e4hlt auf: 14 Monate vergaberechtliche Auseinandersetzungen gleich zu Beginn, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie, die des Krieges gegen die Ukraine, einen russischen Cyberangriff, der einen gro\u00dfen Teil der Arbeit an der neuen Dauerausstellung zunichtegemacht habe. F\u00fcnf Jahre dauerte der Umbau, deutlich l\u00e4nger und deutlich teurer als geplant. Dass die Modernisierung dennoch gelang, sagt Tanschus, sei eine &#8222;au\u00dferordentliche Gnade&#8220;.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wolfram Weimer sagt daraufhin, man k\u00f6nne vom Meer (und wohl auch von der letztlich gelungenen Restaurierung des Meeresmuseums) ja so einiges lernen in diesen Tagen der aufgeregten Debatten: Ruhe, Gelassenheit, Lakonie.\n<\/p>\n<p>        Eine gute Nachricht: Merkels Paten-Pinguin lebt noch        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Was eine gute \u00dcberleitung zu Angela Merkel ist, die nach ihm zum Rednerpult tritt und daran erinnert, wie viel erreicht wurde in den vergangenen 35 Jahren, wie schlecht es um Stralsund damals stand. &#8222;Es fehlte in der DDR zum Schluss an allem&#8220;, sagt sie, spricht vom &#8222;wahnsinnigen Restaurierungsprogramm&#8220; der Stadt, von den Attraktionen, die man ansiedelte: das Ozeaneum etwa, ein Teil des Meeresmuseums, in dem auch ein Humboldt-Pinguin namens Alexandra lebt, dessen Patin Merkel vor Jahren wurde und den sie viel zu lange nicht gesehen habe. &#8222;Ich hoffe&#8220;, sagt Merkel, &#8222;Alexandra lebt noch.&#8220; Sie m\u00fcsse sie demn\u00e4chst mal besuchen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wenig sp\u00e4ter, nachdem man vom wissenschaftlichen Direktor erfahren hat, dass Merkels Pinguin lebt und angeblich sehns\u00fcchtig auf seine Patin warte, setzt sich die Festgesellschaft in Bewegung zum aufgeh\u00fcbschten Museum. Die Sonne flutet die Stralsunder Altstadtgassen, die Tanzkompanie hopst voraus, Merkel und Gefolge schreiten hinterher. Die Menschen winken, sie wollen Selfies, mit ihr, mit Schwesig. Dann wandelt man zwischen echten und digitalen Fischen im Museum, bestaunt Schildkr\u00f6ten, f\u00fcttert sie mit Salatbl\u00e4ttern. Sp\u00e4ter gibt es noch einen Halt in einem Restaurant, in dem Merkel schon mit dem Ex-Pr\u00e4sidenten George W. Bush war, mit Fran\u00e7ois Hollande auch, wo man Bismarckhering nach Stralsunder Rezept verkauft.\n<\/p>\n<p>            Angela Merkel        <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/38\/wir-schaffen-das-10-jahre-angela-merkel-integration-gefluechtete\" data-ct-label=\"&quot;Wir schaffen das&quot; : Haben wir es geschafft?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        &#8222;Wir schaffen das&#8220; :<br \/>\n                        Haben wir es geschafft?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-08\/10-jahre-wir-schaffen-das-angela-merkel-gefluechtete\" data-ct-label=\"10 Jahre &quot;Wir schaffen das&quot;: So ein gro\u00dfartiger Satz, so ein fataler Satz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        10 Jahre &#8222;Wir schaffen das&#8220;:<br \/>\n                        So ein gro\u00dfartiger Satz, so ein fataler Satz<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Fast h\u00e4tte man da die Demo der AfD vergessen, die Wut auf Merkel, die politische Realit\u00e4t in Mecklenburg-Vorpommern. Es sind nicht viele, die sich vor dem Rathausplatz versammelt haben, die dem Ruf der AfD gefolgt sind. Aber sie sind da, halten Fahnen mit Friedenstauben in die Luft, h\u00f6ren Reden, in denen aufgez\u00e4hlt wird, wie viele Ausl\u00e4nder seit den Merkel-Jahren in das Bundesland gekommen seien.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Protest ist gut zu sehen, vom Festsaal aus. Schwesig erw\u00e4hnt ihn bei der Ordensverleihung mit keinem Wort. \u00dcberhaupt scheint es lange so, als h\u00e4tte man heute beschlossen, die Existenz der AfD einfach zu ignorieren. Merkel spricht zun\u00e4chst ausdauernd von ihrem Nachfolger im Bundestag. Sie meint Georg G\u00fcnther von der CDU. Der kommt zwar aus Merkels altem Wahlkreis, sitzt im Publikum und auch im Bundestag. Aber das Direktmandat hat er nicht gewonnen. Es ging, wie alle in Mecklenburg-Vorpommern, an die AfD.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wobei Ignorieren nat\u00fcrlich schwerlich m\u00f6glich ist, wenn der Krach ihrer Trommeln, Tr\u00f6ten und Trillerpfeifen die gesamte Ordensverleihung begleitet.\n<\/p>\n<p>        Ein Foto von 2018 \u2013 wie aus einer anderen Zeit        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Schwesig spricht von einem ber\u00fchmten Foto von Merkel, vom Anfang ihrer politischen Kariere auf der Insel R\u00fcgen. Es zeigt Merkel als junge Frau mit Fischern in einer Fischerh\u00fctte. Schwesig sagt, das Foto wirke wie aus einer anderen Zeit. Derweil werden andere Fotos an die Wand projiziert, von Merkel und Schwesig, vor ein paar Jahren \u2013 2018 im Strandkorb etwa, bei einer Touristikmesse. Sie wirken wie aus einer anderen Zeit.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Merkel sei immer eine wertvolle Verb\u00fcndete f\u00fcr das Bundesland in Berlin gewesen. Schwesig nennt die Fertigstellung der A 20 in Mecklenburg-Vorpommern, den Bau der R\u00fcgen-Br\u00fccke, die Werften und die maritime Industrie im Land oder eben das Meeresmuseum \u2013 f\u00fcr all das habe sich Merkel eingesetzt. Sie habe anders Politik gemacht als die meisten M\u00e4nner, unaufgeregter, weniger auf Selbstdarstellung aus. Jetzt, wo sie nicht mehr da sei, sehe man au\u00dferdem, wie gut sie ihre Bundesregierungen zusammengehalten habe. &#8222;Wie schwer das ist, sehen wir, seitdem Sie nicht mehr da sind&#8220;, sagt Schwesig.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Merkels beste Rede, sagt die Ministerpr\u00e4sidentin noch, sei ihre letzte Einheitsrede als Kanzlerin gewesen, in Halle 2021. Damals sprach Merkel zum ersten Mal \u00fcber die Verletzungen, die sie erfahren habe, als Ostdeutsche: dass man ihre DDR-Biografie Ballast genannt hatte, sie selbst eine &#8222;angelernte Bundesdeutsche&#8220;.\n<\/p>\n<p>        &#8222;Wir sind das Volk&#8220;, diesen Ruf d\u00fcrfe man sich nicht wegnehmen lassen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Merkel nennt den Orden eine &#8222;gro\u00dfe Ehre&#8220;, sie verstehe ihn als Dank f\u00fcr eine ganze Generation, die sich nach dem Mauerfall engagiert habe. Merkel verliert jetzt zwar kein wenig von der Ruhe, die sie und das Meer, wie es Wolfram Weimer versteht, ausmachen. Aber der Ton wird deutlich ernster, ja, schwerer. Merkel sagt, man m\u00fcsse offener \u00fcber die Verletzungen sprechen, die etwa die Massenarbeitslosigkeit der Neunziger im Osten hinterlassen habe, sie spricht \u00fcber das Einkommensgef\u00e4lle zwischen Ost und West, \u00fcber die Verwerfungen der Wiedervereinigung, \u00fcber deren Folgen etwa f\u00fcr &#8222;Resilienz&#8220;, wie sie sagt, die im Osten weniger ausgepr\u00e4gt sei.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Und sp\u00e4testens hier ist die Stralsunder Festgesellschaft im Jahr 2025 angekommen. Bei den Protesten vor der T\u00fcr, bei den 38 Umfrageprozent f\u00fcr die AfD.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Angela Merkel sagt: &#8222;Wir sind wieder ganz harten Bedrohungen ausgesetzt, auf die wir uns vorbereiten m\u00fcssen.&#8220; Man m\u00fcsse jenen entgegentreten, die versuchten, auszusortieren, wer zum Volk geh\u00f6re und wer zu einer angeblichen Elite. An die Menschen im Saal gerichtet, sagt Merkel: So sortiert geh\u00f6re wohl keiner der Anwesenden zum Volk. Man d\u00fcrfe sich den Ruf des Mauerfalls, das &#8222;Wir sind das Volk&#8220;, nicht wegnehmen lassen. Man m\u00fcsse daf\u00fcr k\u00e4mpfen, sagt Merkel, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2025-08\/gefluechtete-deutschland-10-jahre-wir-schaffen-das-angela-merkel\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">dass alle deutschen Staatsb\u00fcrger das Volk seien<\/a>, ohne Ausnahme.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Als der Applaus erlischt, hat sich der Protest vor dem Rathaus bereits aufgel\u00f6st. Einzelne AfD-Politiker geben noch Interviews, ein paar Demonstranten laufen mit Trommeln und Deutschlandfahnen durch die Stra\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zeit scheint sich erkennbar zu verlangsamen, als Angela Merkel auf die Schildkr\u00f6te trifft. 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