{"id":461730,"date":"2025-09-30T09:13:13","date_gmt":"2025-09-30T09:13:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/461730\/"},"modified":"2025-09-30T09:13:13","modified_gmt":"2025-09-30T09:13:13","slug":"kritik-an-kosten-fuer-abhoerzentrum-ohne-fertige-software","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/461730\/","title":{"rendered":"Kritik an Kosten f\u00fcr Abh\u00f6rzentrum ohne fertige Software"},"content":{"rendered":"<p>Der Bund der Steuerzahler in Sachsen-Anhalt kritisiert die Verz\u00f6gerung des Betriebs des gemeinsamen Abh\u00f6rzentrums der Polizei. Das Ziel, mit einer l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Einrichtung Synergieeffekte zu erzielen und Kompetenzen zu b\u00fcndeln, sei richtig, teilte der Verband in Magdeburg mit. \u00abGut gemeint reicht jedoch nicht, wenn die Umsetzung jahrelang an einer fehlenden Software scheitert. Millioneneinsparungen k\u00f6nnen dadurch \u00fcber Jahre nicht realisiert werden.\u00bb<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich sollte das Gemeinsame Kompetenz- und Dienstleistungszentrum (GKDZ) mit Sitz in Leipzig 2024 betriebsbereit sein. An dem Projekt beteiligt sind Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen. Doch es gibt Probleme bei der Inbetriebnahme der Telekommunikations\u00fcberwachung, wie das Innenministerium in Dresden vor einigen Monaten einr\u00e4umte. Der Fall taucht nun im neuen \u00abSchwarzbuch\u00bb des Bunds der Steuerzahler auf.<\/p>\n<p>Laut dem Verband wird sich der Beginn des regul\u00e4ren Betriebs voraussichtlich um mehrere Jahre, in jedem Fall bis 2027 verz\u00f6gern. Zwar zahle der beauftragte Dienstleister dem GKDZ f\u00fcr die Verz\u00f6gerungen Schadensersatz- und Kompensationsleistungen in Millionenh\u00f6he. Diese seien jedoch \u00abnur ein schwacher Trost\u00bb, da geplante Millioneneinsparungen in den L\u00e4ndern Jahr f\u00fcr Jahr verloren gingen, hie\u00df es.<\/p>\n<p>System funktioniert nicht, aber Personalkosten fallen an<\/p>\n<p>Trotz fehlender Betriebsbereitschaft seien bereits 23 der geplanten 40 Mitarbeiter im Zentrum besch\u00e4ftigt, so die weitere Kritik. \u00abDas hei\u00dft, \u00fcber die H\u00e4lfte der Personalkosten l\u00e4uft bereits auf, w\u00e4hrend das System noch gar nicht funktioniert.\u00bb Im Jahr 2024 seien rund 1,8 Millionen Euro Personalkosten angefallen, seit 2018 seien insgesamt \u00fcber 6 Millionen Euro f\u00fcr das Personal ausgegeben worden.<\/p>\n<p>Das Abh\u00f6rzentrum, das Dienstleistungen f\u00fcr die Polizeien der f\u00fcnf L\u00e4nder bei der Bek\u00e4mpfung schwerer Kriminalit\u00e4t erbringen soll, war 2017 per Staatsvertrag auf den Weg gebracht worden. Die Polizei darf eine Telekommunikations\u00fcberwachung nur zur Aufkl\u00e4rung schwerer Verbrechen einsetzen \u2013 etwa bei Mord oder Terrorverdacht. Dazu k\u00f6nnen Festnetzanschl\u00fcsse oder Handys, aber auch die Kommunikation \u00fcber Messenger wie WhatsApp angezapft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Bund der Steuerzahler in Sachsen-Anhalt kritisiert die Verz\u00f6gerung des Betriebs des gemeinsamen Abh\u00f6rzentrums der Polizei. 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