{"id":462551,"date":"2025-09-30T16:30:37","date_gmt":"2025-09-30T16:30:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/462551\/"},"modified":"2025-09-30T16:30:37","modified_gmt":"2025-09-30T16:30:37","slug":"tiefengeothermie-aachen-sucht-waerme-im-untergrund-zeitung-fuer-kommunale-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/462551\/","title":{"rendered":"Tiefengeothermie: Aachen sucht W\u00e4rme im Untergrund: Zeitung f\u00fcr kommunale Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Derzeit stammt ein Gro\u00dfteil der Fernw\u00e4rme aus dem Braunkohlekraftwerk Weisweiler. In Zukunft wollen wir auf W\u00e4rme aus der M\u00fcllverbrennungsanlage, aus hocheffizienten Blockheizkraftwerken und aus erneuerbaren Energien setzen. Die Tiefengeothermie soll dabei eine tragende Rolle \u00fcbernehmen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Vorteile der Tiefengeothermie liegen f\u00fcr die Aachener auf der Hand: Sie liefert kontinuierlich Energie, ist unabh\u00e4ngig von Wetterbedingungen, ben\u00f6tigt keine Brennstoffe und beansprucht im Vergleich zu anderen Technologien nur wenig Fl\u00e4che. Zudem kn\u00fcpft die Region Aachen an eine lange Tradition an: Bereits die R\u00f6mer nutzten die bis zu 70 \u00b0C warmen Thermalquellen in der Aachener Region. In Burtscheid versorgt die Stawag heute schon mehrere Geb\u00e4ude mit dieser Energie.<\/p>\n<p>Mit einem nun gestarteten Projekt sollen bislang unerschlossene geothermische Ressourcen im Untergrund nord\u00f6stlich von Aachen identifiziert werden. Ab Dezember werden dazu 2D-seismische Messungen durchgef\u00fchrt.\u00a0Messfahrzeuge, die &#8222;Vibro-Trucks&#8220;, senden dabei Schallwellen in den Boden. Diese werden an den verschiedenen Gesteinsschichten unterschiedlich reflektiert. An der Oberfl\u00e4che nehmen Messger\u00e4te die Signale wieder auf.<\/p>\n<p>Aus den aufgenommenen Daten k\u00f6nnen die Expertinnen und Experten ein genaues Bild der Gesteinsschichten im Untergrund erstellen. Gesucht werden vor allem wasserf\u00fchrende Schichten, die hei\u00dfes Tiefenwasser enthalten. Das soll voraussichtlich bis mindestens Mitte 2026 dauern.\u00a0Best\u00e4tigen die Messungen die Erwartungen, k\u00f6nnte die Stawag dann die Erschlie\u00dfung f\u00fcr die lokale W\u00e4rmeversorgung einleiten.<\/p>\n<p>NRW setzt auf Geothermie<\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalen will beim Thema Erdw\u00e4rme aufholen. Der 2024 gestartete Masterplan Geothermie des NRW-Wirtschaftsministeriums sieht eine deutliche Ausweitung der Nutzung vor. Unterst\u00fctzt wird das Programm vom Geologischen Dienst NRW, der bereits erste seismische Untersuchungen im Raum Aachen vorgenommen hat. Das Projekt der Stawag ist Teil dieses Masterplans und wird durch das Land gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Die Aachener blicken dabei eigenen Angaben zufolge auch nach Bayern: Dieser Blick zeige, dass sich der Aufwand lohnen kann. Im Freistaat erzeugen rund 25 Anlagen j\u00e4hrlich \u00fcber 2,8 Terawattstunden W\u00e4rme aus Geothermie. Sollte sich das Aachener Potenzial best\u00e4tigen, k\u00f6nne die Aachener Region einen entscheidenden Schritt in Richtung klimaneutrale W\u00e4rmeversorgung machen.<\/p>\n<p>Doch auch in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens sind Geothermieprojekte geplant oder werden umgesetzt. Besonders im Rheinland und in der Ruhrregion laufen Untersuchungen zu potenziellen Standorten.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Derzeit stammt ein Gro\u00dfteil der Fernw\u00e4rme aus dem Braunkohlekraftwerk Weisweiler. In Zukunft wollen wir auf W\u00e4rme aus der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":462552,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1853],"tags":[1424,3364,29,548,663,3934,11381,30,13,14,15,1209,12,118542,118541,2166],"class_list":{"0":"post-462551","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aachen","8":"tag-aachen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-geothermie","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-nordrhein-westfalen","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-stawag","22":"tag-tiefengeothermie","23":"tag-waerme"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115294203035853773","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/462551","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=462551"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/462551\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/462552"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=462551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=462551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=462551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}