{"id":462659,"date":"2025-09-30T17:27:13","date_gmt":"2025-09-30T17:27:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/462659\/"},"modified":"2025-09-30T17:27:13","modified_gmt":"2025-09-30T17:27:13","slug":"sorge-in-der-bevoelkerung-hat-die-gefahr-durch-den-wolf-laengst-auch-hamburg-erreicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/462659\/","title":{"rendered":"Sorge in der Bev\u00f6lkerung: Hat die Gefahr durch den Wolf l\u00e4ngst auch Hamburg erreicht?"},"content":{"rendered":"<p>Zieht ein Wolf im Hamburger S\u00fcden durch die Wiesen und W\u00e4lder? Die CDU und ein Landwirt sind davon \u00fcberzeugt, nachdem j\u00fcngst zwei tote Schafe auf einer Weide entdeckt wurden. Nun fordern die Christdemokraten Konsequenzen vom rot-gr\u00fcnen Senat.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Zwei Wochen, nachdem zwei Schafe auf einer Weide im Hamburger S\u00fcden m\u00f6glicherweise von einem Wolf gerissen worden sind, fordert die Opposition in der B\u00fcrgerschaft Konsequenzen. So verlangt die CDU vom rot-gr\u00fcnen Senat, den Wolf unverz\u00fcglich in das Hamburger Landesjagdgesetz aufzunehmen \u2013 zun\u00e4chst mit einer ganzj\u00e4hrigen Schonzeit. \u201eDer j\u00fcngste Vorfall im Stadtteil Marmstorf zeigt, dass die Gefahr durch den Wolf l\u00e4ngst auch Hamburg erreicht hat\u201c, sagt der jagdpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ralf Niedmers. Der Schutz der Weidetiere und die berechtigten Sorgen der Bev\u00f6lkerung d\u00fcrften nicht l\u00e4nger ignoriert werden. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem braucht es aus Sicht der Elb-CDU z\u00fcgig eine unb\u00fcrokratische, pauschale Entsch\u00e4digungsregelung f\u00fcr Tierhalter bei Rissereignissen. \u201eIn Bundesl\u00e4ndern wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist der Wolf bereits Teil des jeweiligen Landesjagdrechts. Darin sehen wir ein sinnvolles Modell auch f\u00fcr Hamburg\u201c, betont Niedmers. Die Hansestadt ben\u00f6tige Rechtssicherheit f\u00fcr  J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger, klare Regeln f\u00fcr das Wolfsmanagement und schnelle Hilfe f\u00fcr betroffene Tierhalter. Niedmers: \u201eHamburg darf hier kein wei\u00dfer Fleck bleiben.\u201c <\/p>\n<p>Mitte September waren in Hamburg-Marmstorf zwei Kamerunschafe gerissen worden. Das eine Tier sei bereits tot gewesen, als er es am Morgen entdeckt habe, sagte Landwirt Marc Janz, der den Hof nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen betreibt. Das andere Schaf sei durch einen Biss in die Kehle so schwer verletzt gewesen, dass es eingeschl\u00e4fert worden sei. Janz vermutet, dass es ein Wolf war. Sein Wohnhaus sei nur etwa 30 Meter entfernt. Geh\u00f6rt habe er aber nichts. <\/p>\n<p>Eine Best\u00e4tigung, dass der j\u00fcngste Nutztier-Riss auf einen Wolf zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, gibt es laut der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article68d3898c6199625f8c0fb39c\/zwei-tote-schafe-zieht-ein-wolf-durch-hamburgs-sueden.html?icid=search.product.onsitesearch\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article68d3898c6199625f8c0fb39c\/zwei-tote-schafe-zieht-ein-wolf-durch-hamburgs-sueden.html?icid=search.product.onsitesearch&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Umweltbeh\u00f6rde<\/a> bislang nicht. Das Ergebnis der Genprobe stehe noch aus und werde Anfang Oktober erwartet, hie\u00df es Ende September. F\u00fcr eine aktuelle Auskunft war die Umweltbeh\u00f6rde am Dienstag zun\u00e4chst nicht zu erreichen.  Den weiteren Angaben zufolge wurde der Wolf 2013 das erste Mal in Hamburg gesehen. Seit fast zehn Jahren arbeiten deshalb mehrere Wolfsbetreuerinnen und Wolfsbetreuer f\u00fcr die Stadt. Sie beraten Tierhalter und protokollieren m\u00f6gliche Wolfsrisse, Sichtungen und weitere Hinweise. <\/p>\n<p>Sollte sich der Riss im Stadtteil <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article68c8380263f3b3031922e198\/tote-schafe-naechtlicher-angriff-auf-weide-verdacht-auf-wolf-in-hamburg.html?icid=search.product.onsitesearch\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article68c8380263f3b3031922e198\/tote-schafe-naechtlicher-angriff-auf-weide-verdacht-auf-wolf-in-hamburg.html?icid=search.product.onsitesearch&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marmstorf<\/a> als ein Wolfsriss herausstellen, w\u00e4re es erst der dritte auf Hamburger Gebiet. Bisher wurden 2018 in Schnelsen und im April dieses Jahres in Neuenfelde Wildtier-Risse durch W\u00f6lfe best\u00e4tigt. Gesehen wurde das Tier in Hamburg dagegen schon \u00f6fter. So tappte ein Wolf in diesem Jahr in Borghorst in eine Fotofalle, einer wurde im Duvenstedter Brook gesichtet, und in der Fischbeker Heide wurde Losung eines Wolfs gefunden. <\/p>\n<p>Risse von Nutztieren h\u00e4ufen sich<\/p>\n<p>Nachdem W\u00f6lfe hierzulande rund 150 Jahre lang ausgerottet waren, wurden im Jahr 2000 die ersten Wolfswelpen in Freiheit geboren \u2013 auf einem Truppen\u00fcbungsplatz in der s\u00e4chsischen Oberlausitz. Inzwischen gibt es laut Bundesamt f\u00fcr Naturschutz in Deutschland insgesamt 209 best\u00e4tigte Wolfsrudel mit gut 1600 Tieren (Stand 2023\/24). Das Vorkommen konzentriert sich auf ein Gebiet von Sachsen \u00fcber Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen.<\/p>\n<p>Dabei h\u00e4ufen sich Risse von Nutztieren wie Schafen und Rindern und sind nach Angaben von Landwirten f\u00fcr die Weidetierhaltung ein sp\u00fcrbares Problem. Es gibt Berichte, nach denen W\u00f6lfe teils sogar bis in St\u00e4lle vordringen sollen. <\/p>\n<p>Mitte dieses Jahres hatten die EU-Mitgliedsstaaten eine Gesetzes\u00e4nderung <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article256214270\/Woelfe-Problematische-Woelfe-koennen-einfacher-abgeschossen-werden.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article256214270\/Woelfe-Problematische-Woelfe-koennen-einfacher-abgeschossen-werden.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gebilligt<\/a>, die zum Schutz von Weidetieren den Abschuss von W\u00f6lfen erleichtert. Damit wird der Schutzstatus des Wolfes von \u201estreng gesch\u00fctzt\u201c auf \u201egesch\u00fctzt\u201c gesenkt, wie die EU-L\u00e4nder mitteilten. Der neue Status soll den Mitgliedstaaten mehr Flexibilit\u00e4t beim Management der Wolfspopulationen geben. <\/p>\n<p>Durch die Anpassung in der europ\u00e4ischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) kann Deutschland den Abschuss von W\u00f6lfen unter bestimmten Umst\u00e4nden erleichtern. Entsprechend dem Koalitionsvertrag pr\u00fcft die Bundesregierung daher, wie der Vorschlag der EU-Kommission zur Herabstufung des Schutzstatus des Wolfs in nationales Recht umgesetzt werden kann. Wann die Gesetzes\u00e4nderungen in Deutschland genau kommen, l\u00e4sst das zust\u00e4ndige Bundesumweltministerium bislang offen. Bis dahin k\u00f6nnte etwa die Schnellabschussregelung weiter angewandt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zieht ein Wolf im Hamburger S\u00fcden durch die Wiesen und W\u00e4lder? 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