{"id":462963,"date":"2025-09-30T20:11:10","date_gmt":"2025-09-30T20:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/462963\/"},"modified":"2025-09-30T20:11:10","modified_gmt":"2025-09-30T20:11:10","slug":"haftbefehl-und-durchsuchungsbeschluesse-wegen-beihilfe-zum-faksimilebetrug-vollstreckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/462963\/","title":{"rendered":"Haftbefehl und Durchsuchungsbeschl\u00fcsse wegen Beihilfe zum Faksimilebetrug vollstreckt"},"content":{"rendered":"<p>\n    Berlin\/Brandenburg\n  <\/p>\n<p>\n    <strong>Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin<\/strong>\n  <\/p>\n<p>\n    <strong>Nr. 2227<\/strong><br \/>Einsatzkr\u00e4fte des Landeskriminalamts Berlin durchsuchten heute im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin an drei Wohn- und zwei Gesch\u00e4ftsanschriften in Berlin, Sch\u00f6nefeld und Blankenfelde. Ferner vollstreckten die Dienstkr\u00e4fte gegen einen 39 und einen 48 Jahre alten Mann jeweils Verm\u00f6gensarreste in H\u00f6he von etwa 435.000 Euro sowie einen Haftbefehl gegen den 39-J\u00e4hrigen wegen des Verdachts der Beihilfe zum gewerbs- sowie bandenm\u00e4\u00dfigen Betrug in Zusammenhang mit Faksimiledrucken.\n  <\/p>\n<p>\n    Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Teil einer T\u00e4tergruppierung gewesen zu sein, die in den Jahren 2022 und 2023 bundesweit eine Vielzahl von Betrugstaten begangen haben soll. Die T\u00e4tergruppierung soll sich an lebens\u00e4ltere Personen gewandt haben, die in der Vergangenheit sogenannte Faksimiles \u2013 also Nachdrucke antiquarischer B\u00fccher \u2013 erworben hatten. Die Angeh\u00f6rigen der T\u00e4tergruppierung sollen dabei gegen\u00fcber den Gesch\u00e4digten wahrheitswidrig vorgegeben haben, ihnen den Verkauf ihrer B\u00fcchersammlungen an vermeintliche Kaufinteressenten zu hohen Preisen vermitteln zu k\u00f6nnen. F\u00fcr die angebliche Vermittlung forderten sie Kautions-, Treuhand- oder Provisionszahlungen, die in mehreren F\u00e4llen durch von den Gesch\u00e4digten aufgenommene Darlehen finanziert wurden. Angeh\u00f6rige der T\u00e4tergruppierung sollen bei Begehung der Taten teilweise unter falschen Namen aufgetreten sein und sich als Vertreter verschiedener Firmen ausgegeben haben. Die versprochenen Verk\u00e4ufe erfolgten<br \/>\n    nicht; vielmehr soll es von Anfang an Ziel der Gruppierung gewesen sein, die Vorauszahlungen der Gesch\u00e4digten f\u00fcr sich zu vereinnahmen.\n  <\/p>\n<p>\n    Die Staatsanwaltschaft Berlin hatte nach Vollstreckung von Durchsuchungsbeschl\u00fcssen, Verm\u00f6gensarresten und Haftbefehlen im Mai 2025 (Pressemitteilung siehe unten) bereits im Juni 2025 gegen vier weitere mutma\u00dfliche Angeh\u00f6rige der T\u00e4tergruppierung Anklage vor dem Landgericht Berlin I erhoben (Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Berlin vom 17. Juli 2025).\n  <\/p>\n<p>\n    Den von den heutigen Ma\u00dfnahmen betroffenen Beschuldigten wird vorgeworfen, innerhalb der T\u00e4tergruppierung f\u00fcr die Verschleierung des Verbleibs der Taterl\u00f6se zust\u00e4ndig gewesen zu sein. Sie sollen hierzu ein Netzwerk aus verschiedenen Konten und Gesellschaften errichtet haben, auf das die Zahlungen der Gesch\u00e4digten weitergeleitet wurden. Im Gegenzug f\u00fcr eine Beteiligung an den Taterl\u00f6sen sollen die beiden Beschuldigten die \u00fcberwiesenen Gelder in Form von Bargeld wieder an weitere Angeh\u00f6rige der T\u00e4tergruppierung ausgekehrt haben.\n  <\/p>\n<p>\n    Die Durchsuchungen f\u00fchrten zum Auffinden mehrerer Mobiltelefone, umfangreicher Computertechnik, Datentr\u00e4gern und Firmenunterlagen, die nun ausgewertet werden. Der 39-j\u00e4hrige Beschuldigte wird noch heute einem Ermittlungsgericht zur Verk\u00fcndung des Haftbefehls vorgef\u00fchrt.\n  <\/p>\n<p>\n    <strong>Erstmeldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin Nr. 1175 vom 15. Mai 2025: Durchsuchungen und Festnahmen wegen B\u00fcchersammlungsverkaufsversprechen<\/strong><br \/>Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin vollstreckten circa 280 Einsatzkr\u00e4fte der Polizei Berlin unter F\u00fchrung des Landeskriminalamts Berlin heute Morgen wegen des Verdachts des gewerbsm\u00e4\u00dfigen Bandenbetruges vier Haftbefehle, f\u00fcnf Durchsuchungsbeschl\u00fcsse und elf Verm\u00f6gensarreste zur Sicherung mutma\u00dflichen Taterl\u00f6se in H\u00f6he von insgesamt circa 1,95 Millionen Euro.\n  <\/p>\n<p>\n    Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sollen sich die Beschuldigten im Alter von 24 bis 51 Jahren sp\u00e4testens ab November 2022 zusammengeschlossen haben, um arbeitsteilig eine Vielzahl von Betrugstaten zum Nachteil insbesondere \u00e4lterer Personen zu begehen. Bei den Gesch\u00e4digten soll es sich \u00fcberwiegend um ehemalige Kundinnen und Kunden einer Verlagsgruppe handeln, die in der Vergangenheit sogenannte Faksimiles, Nachdrucke antiquarischer B\u00fccher, erworben hatten.\n  <\/p>\n<p>\n    Die Beschuldigten sollen sich in wechselnder Besetzung, in einigen F\u00e4llen sogar unter Einbindung eines Call-Centers, als Vertreter von Unternehmen ausgegeben haben, die den Verkauf ganzer B\u00fccherkollektionen an Sammlerinnen und Sammler im In- und Ausland vermitteln w\u00fcrden. F\u00fcr die Abwicklung der vermeintlichen Verk\u00e4ufe \u2013 bei denen Kaufpreise von teilweise bis zu 450.000 Euro veranschlagt wurden \u2013 sollen sie dann vorab die Zahlung einer \u201eProvision\u201c, einer \u201eKaution\u201c oder einer Geb\u00fchr f\u00fcr die \u201eTreuhandabwicklung\u201c verlangt haben. In einer Vielzahl der F\u00e4lle nahmen die Betroffenen sogar Kredite auf, um die geforderten Summen leisten zu k\u00f6nnen. In einigen F\u00e4llen wurden im Namen der K\u00e4uferinnen und K\u00e4ufer ohne deren Wissen betr\u00fcgerisch Kreditvertr\u00e4ge abgeschlossen. In keinem der bisher bekannten F\u00e4lle soll tats\u00e4chlich die Absicht bestanden haben, einen Verkauf zu vermitteln, sondern es sollten lediglich Vorabzahlungen erlangt werden.\n  <\/p>\n<p>\n    Im Rahmen der Durchsuchungen und Verm\u00f6gensarrestvollstreckungen in Neuk\u00f6lln, Rudow, Baumschulenweg, Mariendorf und Marienfelde sowie in Falkensee und Teltow konnten Unterlagen, Mobiltelefone und Datentr\u00e4ger beschlagnahmt werden, die nun im Verlauf der weiteren Ermittlungen ausgewertet werden. Au\u00dferdem wurden Bargeld in f\u00fcnfstelliger H\u00f6he, hochwertige Uhren und Designeraccessoires und ein Fahrzeug sichergestellt. Bei den Durchsuchungen fanden die Einsatzkr\u00e4fte zudem eine hochwertige M\u00fcnzsammlung, die einem Trickdiebstahl zugeordnet werden konnte, sowie zwei Kennzeichentafeln von Fahrzeugen, die zur Fahndung ausgeschrieben waren. Mehrere Konten wurden gepf\u00e4ndet.\n  <\/p>\n<p>\n    Vier mutma\u00dfliche Hauptverantwortliche der Gruppierung \u2013M\u00e4nner im Alter 26, 27, 32 und 37 Jahren \u2013 wurden aufgrund bereits vorliegender Haftbefehle heute verhaftet. Sie sollen noch heute zur Verk\u00fcndung der Haftbefehle einem Ermittlungsrichter vorgef\u00fchrt werden.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin\/Brandenburg Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin Nr. 2227Einsatzkr\u00e4fte des Landeskriminalamts Berlin durchsuchten heute im Auftrag der Staatsanwaltschaft&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2288,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,118656,1584,118655,1940,1938,2331],"class_list":{"0":"post-462963","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-ii1559893","15":"tag-kriminalitaet","16":"tag-meldung-polizei-berlin-vom-30-09-2025","17":"tag-nachrichten-aus-berlin","18":"tag-news-aus-berlin","19":"tag-polizeimeldung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115295072364134710","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/462963","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=462963"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/462963\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2288"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=462963"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=462963"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=462963"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}