{"id":463136,"date":"2025-09-30T21:46:12","date_gmt":"2025-09-30T21:46:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/463136\/"},"modified":"2025-09-30T21:46:12","modified_gmt":"2025-09-30T21:46:12","slug":"nach-corona-und-energiekrise-inflation-klettert-im-september-auf-24-prozent-besonders-lebensmittel-und-services-spuerbar-teurer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/463136\/","title":{"rendered":"Nach Corona und Energiekrise: Inflation klettert im September auf 2,4 Prozent \u2013 besonders Lebensmittel und Services sp\u00fcrbar teurer"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Teuerungsrate in Deutschland ist mit 2,4 Prozent im September auf den h\u00f6chsten Stand im laufenden Jahr gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt auf Basis vorl\u00e4ufiger Zahlen mit. Im August hatte die Inflationsrate zum ersten Mal in diesem Jahr angezogen: Die Verbraucherpreise lagen um 2,2 Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats.<\/p>\n<p>H\u00f6here Teuerungsraten schm\u00e4lern die Kaufkraft der Menschen: Sie k\u00f6nnen sich f\u00fcr einen Euro dann weniger leisten. Lebensmittel sind seit Monaten teils deutlich teurer als vor einem Jahr, auch f\u00fcr viele Dienstleistungen wie Reisen und Restaurantbesuche m\u00fcssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Denn Anbieter schlagen h\u00f6here Lohnkosten auf ihre Preise drauf.<\/p>\n<p>Von August auf September des laufenden Jahres stiegen die Verbraucherpreise nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker insgesamt um 0,2 Prozent.<\/p>\n<p>Bei der gesamten Inflationsrate erwarten f\u00fchrende Wirtschaftsforschungsinstitute f\u00fcr dieses Jahr jedoch einen vergleichsweise moderaten Wert von 2,1 Prozent.<\/p>\n<p>Vor allem beim t\u00e4glichen Einkauf bemerken Verbraucher Preisspr\u00fcnge. Nach Daten aus den Bundesl\u00e4ndern verteuerten sich im September Obst sowie Molkereiprodukte wie Butter und Milch.<\/p>\n<p>Bundesweit mussten die Menschen im September f\u00fcr Nahrungsmittel 2,1 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Im August hatten die Lebensmittelpreise um 2,5 Prozent zugelegt.<\/p>\n<p>Einer aktuellen Analyse von EZB-\u00d6konomen zufolge sind die Lebensmittelpreise in Deutschland seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 um 37 Prozent gestiegen. \u00dcber den Euroraum insgesamt hei\u00dft es darin: \u201eDie Lebensmittelpreise bleiben hartn\u00e4ckig hoch \u2013 ein Drittel h\u00f6her als vor der Pandemie.\u201c<\/p>\n<p>Demnach liegen im W\u00e4hrungsraum die Preise f\u00fcr Rind-, Gefl\u00fcgel- und Schweinefleisch um mehr als 30 Prozent \u00fcber dem Niveau von Ende 2019. Die Milchpreise sind seither um rund 40 Prozent gestiegen, die Butterpreise um rund 50 Prozent. Kaffee, Oliven\u00f6l, Kakao und Schokolade haben sich noch st\u00e4rker verteuert.<\/p>\n<p>Um beim Lebensmittelkauf zu sparen, gehen Umfragen zufolge viele Verbraucher \u00f6fter zum Discounter und achten verst\u00e4rkt auf Sonderangebote. Etliche Menschen finanzieren sogar t\u00e4gliche Ausgaben wie Lebensmitteleink\u00e4ufe auf Pump.<\/p>\n<p>Auch Dienstleistungen teils deutlich kostspieliger<\/p>\n<p>Das Leben in Deutschland hat sich im September auch in anderen Bereichen verteuert: Die Preise f\u00fcr Dienstleistungen lagen um 3,4 Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juli und August hatten die Dienstleistungspreise jeweils um 3,1 Prozent angezogen. Deutlich verteuert haben sich den Daten der Statistischen Landes\u00e4mter zufolge etwa Kfz-Versicherungen sowie Tickets f\u00fcr Busse und Bahnen.<\/p>\n<p>Energie war den Statistikern zufolge im September 0,7 Prozent g\u00fcnstiger als ein Jahr zuvor. Im August hatten die Preise noch um 2,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen.<\/p>\n<p>Strom und Gas deutlich teurer als vor Ukraine-Krieg<\/p>\n<p>Eine gute Nachricht: Im ersten Halbjahr 2025 wurden Gas und Strom f\u00fcr Verbraucher in Deutschland g\u00fcnstiger. Die Preise sind aber deutlich h\u00f6her als vor Beginn des <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine-krise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine-krise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022<\/a> und der folgenden Energiekrise.<\/p>\n<p>Konkret zahlten Privathaushalte laut der Statistiker im Schnitt 12,13 Cent je Kilowattstunde Erdgas und damit 1,2 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2024. Verglichen mit dem zweiten Halbjahr 2021 waren die Preise jedoch um gut drei Viertel (77,6 Prozent) h\u00f6her.<\/p>\n<p>Die Kilowattstunde Strom war im ersten Halbjahr 2025 mit durchschnittlich 39,92 Cent zwar 3,1 Prozent g\u00fcnstiger als in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2024. Das Preisniveau ist aber gut ein F\u00fcnftel (21,4 Prozent) h\u00f6her als vor Beginn des Ukraine-Kriegs.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Teuerungsrate in Deutschland ist mit 2,4 Prozent im September auf den h\u00f6chsten Stand im laufenden Jahr gestiegen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":463137,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,162,29,50095,30,56296,56297,171,174,110,115,173,172,56794,55],"class_list":{"0":"post-463136","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-coronavirus","12":"tag-deutschland","13":"tag-energiekrisen-ks","14":"tag-germany","15":"tag-inflation-ks","16":"tag-inflationsrate-ks","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-newsteam","20":"tag-russland-ukraine-krieg-24-2-2022","21":"tag-unternehmen","22":"tag-unternehmen-maerkte","23":"tag-verbraucherpreise-ks","24":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115295445676807159","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/463136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=463136"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/463136\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/463137"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=463136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=463136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=463136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}