{"id":463630,"date":"2025-10-01T02:19:19","date_gmt":"2025-10-01T02:19:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/463630\/"},"modified":"2025-10-01T02:19:19","modified_gmt":"2025-10-01T02:19:19","slug":"wie-charkiw-das-leben-in-den-untergrund-verlegt-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/463630\/","title":{"rendered":"Wie Charkiw das Leben in den Untergrund verlegt hat"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Charkiw. Der Eingang wirkt wie der zu einem Bunker, dabei f\u00fchrt er in eine Schule. Dennoch tr\u00fcgt der erste Eindruck nicht: Diese Schule in der ostukrainischen Stadt Charkiw ist im wahrsten Sinne des Wortes bombensicher. 50 Stufen f\u00fchren in die Tiefe, die Klassenr\u00e4ume liegen siebeneinhalb Meter unter der Erde und sind durch geh\u00e4rteten Beton besonders gesch\u00fctzt. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die permanenten russischen Drohnen- und Raketenangriffe zwingen die Schulen in den Untergrund \u2013 wie auch andere Teile des \u00f6ffentlichen Lebens in der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt der Ukraine. Nur dort sind die Menschen noch sicher vor dem Terror aus der Luft. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die \u201eSafe School\u201c, die \u201eSichere Schule\u201c im Nordosten der Stadt, wurde innerhalb von nur neun Monaten in die Erde gegraben. Vor wenigen Tagen wurde sie er\u00f6ffnet. Sie ist eine von sieben unterirdischen Schulen in Charkiw, die extra errichtet wurden, andere sind behelfsm\u00e4\u00dfig in U-Bahn-Stationen oder alten Schutzr\u00e4umen untergebracht. Drei weitere unterirdische Schulen sollen bis Jahresende fertig werden. 54.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler leben noch in Charkiw, ein Drittel davon kann inzwischen unterirdisch unterrichtet werden. Der Rest wird per Fernunterricht online geschult. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eine neue Schule, tief in der Erde: Die &quot;sichere Schule\u201c im Nordosten der ukrainischen Stadt Charkiw. \" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/ODWIGXLCHZFDBNSA2G34RJF7SE.jpg\" \/><\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Seit dem russischen \u00dcberfall vor gut dreieinhalb Jahren findet in oberirdischen Schulen gar kein Unterricht mehr statt. \u201eDie russischen Drohnen brauchen von der Grenze bis hierhin eineinhalb Minuten\u201c, sagt Serhii Makeiev, Direktor einer der vier Schulen, deren insgesamt knapp 1500 Kinder jetzt im Schichtsystem in der \u201eSafe School\u201c unterrichtet werden. \u201eDas w\u00e4re gar nicht genug Zeit, um alle Sch\u00fcler rechtzeitig in Schutzr\u00e4ume zu bringen.\u201c<\/p>\n<p>Oben warnen Sirenen vor russischen Lenkbomben<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Auch in der unterirdischen Schule heulen um 10.44 Uhr die Sirenen, die in diesem Fall vor einer Bedrohung durch russische Lenkbomben warnen. Der Unterricht muss aber nicht unterbrochen werden. An diesem Donnerstag wird viermal Alarm ausgel\u00f6st, der insgesamt fast neun Stunden dauert. Bei einem der Alarme knattern mitten in der Stadt Maschinengewehrsalven: Soldaten er\u00f6ffnen das Feuer auf eine russische Drohne. Unter der Erde bekommen die Kinder davon nichts mit.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die \u201eSafe School\u201c in Charkiw ist so freundlich und einladend gestaltet, wie das unter der Erde m\u00f6glich ist. Dass die R\u00e4ume nicht beengend wirken, liegt auch an den drei Meter hohen Decken. An ihnen verlaufen silberfarbene Sch\u00e4chte, aus denen Frischluft str\u00f6mt. Die gr\u00fcnwei\u00dfen W\u00e4nde sind mit bunten Blumen bemalt, in Kiesbeh\u00e4ltern stecken Plastikpflanzen. Es gibt 16 Klassenr\u00e4ume und eine kleine Aula, eine Cafeteria und ein Lehrerzimmer, einen Ruheraum und eine Krankenstation. Bei der Finanzierung der hochmodernen Ausstattung hat die staatliche deutsche Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) geholfen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Schulleben unter der Erde: In der Aula der &quot;Safe School&quot; in Charkiw werden Klassenfotos gemacht, die meisten M\u00e4dchen und Jungen tragen daf\u00fcr Vyshyvanka, traditionelle ukrainische Trachtenblusen mit bunten Stickereien. \" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DJ66PW6PBVDIPC2RZQOIKEFZF4.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">In der Aula werden gerade Klassenfotos gemacht. Die meisten M\u00e4dchen und Jungen tragen daf\u00fcr Vyshyvanka, traditionelle ukrainische Trachtenblusen mit bunten Stickereien. In einer sechsten Klasse l\u00e4uft Mathematikunterricht, von zu Hause sind Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler per Video zugeschaltet. An der Wand h\u00e4ngt ein Poster mit der Aufschrift: \u201eEin Sch\u00fcler Charkiws ist nicht nur ein Kind mit einem Schulranzen, sondern ein potenzielles Genie.\u201c Im Englischunterricht m\u00fcssen L\u00fcckentexte erg\u00e4nzt werden, in Geschichte wird ein Test geschrieben. Als es zur Pause klingelt, wimmeln die G\u00e4nge nur so vor Sch\u00fclern. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>\u201eEs ist wirklich cool, hier zu sein\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Schule verf\u00fcgt \u00fcber eigene Generatoren und Trinkwasservorr\u00e4te. Sollte sie etwa im Fall eines Raketeneinschlags von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten werden, k\u00f6nnten Kinder und Lehrer hier unten 48 Stunden lang autark \u00fcberleben. Was fehlt: Fenster und Tageslicht. \u201eDaran gew\u00f6hnt man sich\u201c, sagt Lisa (11). Die Sechstkl\u00e4sslerin ist das erste Mal seit Kriegsbeginn wieder in einer richtigen Schule, das Gleiche gilt f\u00fcr ihre gleichaltrige Klassenkameradin Roksana. \u201eEs ist wirklich cool, hier zu sein, es ist nicht wie Online-Unterricht\u201c, sagt sie. \u201eHier kann man besser lernen und vor allem hat man seine Freundinnen hier. Und hier ist es sicher.\u201c <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\u201eDaran gew\u00f6hnt man sich\u201c: Die Sechstkl\u00e4sslerin Lisa (11, links im Bild) ist das erste Mal seit Kriegsbeginn wieder in einer richtigen Schule, das gleiche gilt f\u00fcr ihre gleichaltrige Klassenkameradin Roksana. \" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/UYVUVDQBYFGH5MNAVWQR7PCNZA.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Englischlehrerin Inna Larchenkova (27) sagt, f\u00fcr die soziale Entwicklung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sei der Unterricht in Anwesenheit viel besser, selbst wenn er unterirdisch stattfinde. \u201eDie Kinder m\u00f6gen es hier\u201c, sagt sie. \u201eHier k\u00f6nnen sie miteinander reden, zusammen lachen, sich gegenseitig helfen und auch mal gemeinsam schummeln.\u201c Direktor Makeiev sagt, unterirdische Schulen seien nicht ideal. \u201eAber bei dieser Sicherheitslage sind sie die einzige L\u00f6sung. Sonst m\u00fcssten wir die ganze Schulbildung einstellen.\u201c Nat\u00fcrlich hoffe man, dass der Krieg so bald wie m\u00f6glich ende und die alten Schulgeb\u00e4ude wieder genutzt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Schulen sind kein Provisorium<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Schulen unter der Erde zeugen vom Durchhaltewillen, vom Improvisationstalent und vom Innovationsgeist der Menschen in Charkiw. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Dass die Schulen nicht als Provisorium angelegt sind, macht deutlich, dass hier niemand wirklich mit einem baldigen Ende des Krieges rechnet.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Stattdessen haben sich die Beh\u00f6rden in Charkiw auf weitere Opfer der russischen Aggression vorbereitet. \u201eIn der Stadt gibt es zwei unterirdische Intensivstationen in zwei Krankenh\u00e4usern\u201c, sagt die Sprecherin des Stadtrats, Mariam Satueva. \u201eSie werden derzeit nicht genutzt, und so Gott will, werden sie auch nicht gebraucht werden \u2013 aber es gibt sie.\u201c Medienvertreter sind dort nicht erlaubt. Trotz der st\u00e4ndigen Bedrohung aus der Luft harren weiterhin relativ viele Bewohner in Charkiw aus. Satueva sagt, vor Beginn des russischen \u00dcberfalls h\u00e4tten in der Stadt und dem Umland rund zwei Millionen Menschen gelebt, heute seien es noch etwa 1,3 Millionen. <\/p>\n<p>Tanzstunden in der U-Bahn-Station<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dass viele Menschen die Region nahe der russischen Grenze verlassen haben, merkt Maksim Telezhnyi. Der 39-J\u00e4hrige ist hauptberuflicher Breakdance-Lehrer und unterrichtet Kinder und Jugendliche. Der aus dem vergangenen Jahrhundert stammende Hip-Hop-Tanzstil mit seinen akrobatischen Bewegungen erfreut sich in der Ukraine immer noch gro\u00dfer Beliebtheit. \u201eVor dem Einmarsch hatte ich mehr als 200 Anfragen, heute habe ich noch 30 Sch\u00fcler\u201c, sagt Telezhnyi. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Hiphop-Kurse in Charkiw: Die Tanzstunden finden in einer umfunktionierten U-Bahn-Station statt.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FFK3IMKWKFC4ZIQVG6GHKBPYIA.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Vor dem russischen Einmarsch im Februar 2022 hat der Tanzprofi gro\u00dfe Klassen im j\u00fcdischen Kulturzentrum in Charkiw unterrichtet, nat\u00fcrlich \u00fcber der Erde. Nach der Invasion hat er seine Tanzstunden provisorisch in eine U-Bahn-Station verlegt. Inzwischen hat er ein Studio im Keller eines unscheinbaren Wohnblocks im S\u00fcdosten der Stadt angemietet. Zu wummernder Musik drehen sich dort kopfstehende Kinder um die eigene Achse. <\/p>\n<blockquote><p>Das Leben ist bizarr geworden.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 hfNZxo\">Maksim Telezhnyi, Tanzlehrer in Charkiw<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eDas Leben ist bizarr geworden\u201c, sagt Telezhnyi. \u201eEs ist eine Mischung aus st\u00e4ndigen Angriffen und normalem Alltag.\u201c K\u00fcrzlich habe es einen Luftschlag neben einem Markt gegeben. \u201eDanach haben die H\u00e4ndler einfach weitergemacht.\u201c Sein Tanzunterricht sei eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr Kinder und Jugendliche, ein Hobby aus Vorkriegszeiten weiterzuf\u00fchren. \u201eDie Stadt ist noch am Leben\u201c, sagt er. \u201eNur zu Hause zu sitzen, ist kein Leben.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">In Charkiw herrscht inzwischen so oft und so lange Luftalarm, dass viele Menschen die t\u00f6dliche Bedrohung ignorieren, weil sie die Schutzr\u00e4ume sonst kaum noch verlassen k\u00f6nnten. Das f\u00fchrt zu surrealen Szenen: Etwa dann, wenn sich am Freitagabend in der Innenstadt Technobeats mit dem Sound der Sirenen mischen und junge Ukrainerinnen und Ukrainer einfach weitertanzen. Oder wenn es wirkt, als w\u00e4ren die Menschen taub, die an einem sonnigen Samstagnachmittag durch den Park an der Oper spazieren \u2013 weil sie keinerlei Reaktion auf den Alarm zeigen.<\/p>\n<p>Ein \u201eBunker\u201c als Restaurant<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Im \u201eBunker\u201c in der Innenstadt ist der Name Programm: Das Lokal liegt im Keller und hat kein einziges Fenster. Managerin Alla Shaulekina (32) sagt, urspr\u00fcnglich h\u00e4tten sie und der Besitzer ein oberirdisches Restaurant er\u00f6ffnen wollen. Nach Kriegsbeginn, als russische Truppen am Stadtrand standen, habe man die Keller-Location gefunden. \u201eF\u00fcr die Sicherheit unserer G\u00e4ste und unseres Personals ist das die beste Option. Unsere Kunden m\u00f6gen unser Angebot. Aber ein Teil von ihnen kommt auch, weil es hier einfach sicher ist.\u201c Die Menschen in Charkiw h\u00e4tten genug davon, unter der Erde zu sein. \u201eWir wollen raus aus den Schutzr\u00e4umen und wieder drau\u00dfen leben. Wir sind neidisch auf die Feste, die es im Westen der Ukraine noch gibt.\u201c <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Bar ohne Fenster: Managerin Alla Shaulekina (32) betreibt das Restaurant \u201eBunker\u201c in der Innenstadt von Charkiw.  \" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/NC474VUXLZBF7MC3SHKWMKCHTE.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die russischen Angriffe haben das kulturelle Leben in Charkiw zwar unter die Erde gezwungen, aber nicht zum Erliegen gebracht. Der prunkvolle Konzertsaal der Oper mit seinen 1500 Sitzen wird zwar nicht mehr genutzt. Daf\u00fcr wurde im Untergeschoss eine Halle, in die einst Lastwagen Waren anlieferten, zum Vorf\u00fchrraum umfunktioniert. Auf der B\u00fchne werden neben Opern auch Theaterst\u00fccke, Ballettst\u00fccke und Konzerte aufgef\u00fchrt, rund 400 Zuschauer finden hier Platz. \u201eDie Nachfrage ist ziemlich gro\u00df, weil die Menschen sich in diesen schrecklichen Kriegszeiten nach Normalit\u00e4t sehnen\u201c, sagt Operndirektor Igor Tuluzov (67). <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\u201eDie Nachfrage ist ziemlich gro\u00df, weil die Menschen sich in diesen schrecklichen Kriegszeiten nach Normalit\u00e4t sehnen\u201c: Operndirektor Igor Tuluzov (67). &#10;\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Q26TMNSLGBHQBPZ7O7U7X6V5VI.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Auch an diesem Samstagnachmittag sind fast alle St\u00fchle belegt, die Besucher haben sich fein herausgeputzt. Auf der B\u00fchne spielt das Opernorchester franz\u00f6sische Chansons, w\u00e4hrend der Alarm drau\u00dfen vor russischen Kampfdrohnen warnt, die in den ukrainischen Luftraum eingedrungen sind. Bei den Liedern geht es um Liebe, Herzschmerz und \u201eLa vie en rose\u201c. Auch wenn das Leben in Charkiw l\u00e4ngst nicht mehr rosarot ist, bedankt sich das Publikum bei den S\u00e4ngerinnen und S\u00e4ngern mit \u201eBravo\u201c-Rufen. Die K\u00fcnstler revanchieren sich mit Luftk\u00fcssen. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eNicht nur das kulturelle Leben, das ganze Leben in der Stadt wird durch die st\u00e4ndigen Angriffe beeintr\u00e4chtigt\u201c, sagt Tuluzov. Der unterirdische Saal sei aber auch dank einer massiven Betondecke so sicher, dass Vorstellungen selbst bei Luftalarm fortgesetzt werden k\u00f6nnten. \u201eHier kann man den Krieg kurz vergessen. Man kann hier unten einfach der Musik zuh\u00f6ren\u201c, sagt der Operndirektor. \u201eWenn die Zuschauer nach den Veranstaltungen wieder nach Hause gehen, dann strahlen ihre Augen. Und das ist das Allerwichtigste.\u201c <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Mitarbeit: Yurii Shyvala<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Charkiw. Der Eingang wirkt wie der zu einem Bunker, dabei f\u00fchrt er in eine Schule. 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