{"id":46376,"date":"2025-04-20T07:53:09","date_gmt":"2025-04-20T07:53:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/46376\/"},"modified":"2025-04-20T07:53:09","modified_gmt":"2025-04-20T07:53:09","slug":"ed-arnold-militaerexperte-raet-deutschland-sich-auf-krieg-mit-russland-im-jahr-2027-vorzubereiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/46376\/","title":{"rendered":"Ed Arnold: Milit\u00e4rexperte r\u00e4t Deutschland, sich auf Krieg mit Russland im Jahr 2027 vorzubereiten"},"content":{"rendered":"<p>Ein britischer Milit\u00e4rexperte bef\u00fcrchtet, dass die Bundesregierung f\u00fcr ihre geplanten Milit\u00e4rinvestitionen keine zehn Jahre Zeit habe. Ed Arnold r\u00e4t dazu, vor allem Artilleriemunition schnell aufzustocken. Ein Krieg mit Russland k\u00f6nnte im Baltikum beginnen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Nato-Staaten k\u00f6nnten nach Einsch\u00e4tzung eines britischen Milit\u00e4rexperten schon in zwei Jahren in einen milit\u00e4rischen Konflikt mit Russland verwickelt sein. Das sagte <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/dpaq.de\/hvIRFVB\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/dpaq.de\/hvIRFVB&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ed Arnold<\/a> von der britischen Denkfabrik Royal United Services Institute (RUSI) im Gespr\u00e4ch mit der Deutschen Presse-Agentur.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die geplanten massiven Investitionen Deutschlands im R\u00fcstungsbereich warnte Arnold, dass die Bundesregierung angesichts der Bedrohung durch Russland keine Zeit habe, die Investitionen \u00fcber einen Zeitraum von zehn Jahren zu verteilen. Stattdessen m\u00fcsse sich die Bundeswehr zun\u00e4chst darauf fokussieren, rasch die Best\u00e4nde an bew\u00e4hrten Waffensystemen und an Munition \u2013 vor allem Artilleriemunition \u2013 erheblich auszubauen.<\/p>\n<p>Zu den empfohlenen Systemen geh\u00f6ren laut Arnold unter anderem der Marschflugk\u00f6rper Taurus, der Kampfpanzer Leopard 2 A8 und das gepanzerte Transport-Kraftfahrzeug Boxer. Beides seien Fahrzeuge, die auch von anderen europ\u00e4ischen Nationen genutzt w\u00fcrden. Die Bundeswehr k\u00f6nne die Produktion hier \u201emassiv erh\u00f6hen\u201c und ihre Einheiten in weiten Teilen mit schwerem Ger\u00e4t ausstatten sowie Verb\u00fcndete versorgen, so der Brite.<\/p>\n<p>\u201eBemerkenswert effektiv\u201c<\/p>\n<p>Deutsche Luftabwehrsysteme wie IRIS-T und der bei der Bundeswehr bereits ausgemusterte Flakpanzer Gepard haben sich im Krieg in der Ukraine laut dem Experten als \u201ebemerkenswert effektiv\u201c herausgestellt. Auch diese sollten massenhaft hergestellt und auch an Verb\u00fcndete exportiert werden, empfiehlt er.<\/p>\n<p>Europa m\u00fcsse sich von der Vorstellung verabschieden, immer nur die technologisch hochwertigsten Waffen anzustreben, sagte Arnold. \u201eWas die Ukraine zeigt, ist, dass man nicht immer das Beste haben muss. Man muss nur ein bisschen besser sein als der Gegner\u201c, so der Experte. Zudem w\u00e4re es nicht ratsam, zu viel Geld f\u00fcr Ger\u00e4te zu verschwenden, von denen man im Ernstfall zehn St\u00fcck am Tag verliere.<\/p>\n<p>Bei Drohnen gehe es neben dem Anschaffen eigener Best\u00e4nde vor allem auch um den Aufbau von Produktionskapazit\u00e4ten, um sich den schnellen Entwicklungszyklen anzupassen. \u201eDer Wandel in der Kriegsf\u00fchrung bedeutet, dass Drohnen auf der niedrigsten Ebene eingesetzt werden\u201c, sagte er. Sie seien \u201eallgegenw\u00e4rtig auf dem Schlachtfeld\u201c.<\/p>\n<p>Krieg mit Russland k\u00f6nnte im Baltikum beginnen<\/p>\n<p>Deutschland m\u00fcsse sich auch die Frage stellen, ob es angesichts der politischen Ausrichtung Washingtons tats\u00e4chlich weiterhin in US-Waffensysteme investieren wolle, sagte Arnold. Das betreffe vor allem die Bestellung von F-35-Tarnkappenjets, aber auch das Luftabwehrsystem Patriot. Diese k\u00f6nnten mittelfristig durch europ\u00e4ische Systeme ersetzt werden.<\/p>\n<p>Sollte Russland absichtlich den Konflikt suchen, w\u00e4re dies nach Einsch\u00e4tzung des Experten am wahrscheinlichsten im Baltikum m\u00f6glich, etwa an der Suwalki-L\u00fccke, der einzigen Landbr\u00fccke zwischen den Nato-Staaten in Mitteleuropa und den baltischen Verb\u00fcndeten. Zugleich warnte Arnold vor der M\u00f6glichkeit, dass die Nato-Staaten und Russland angesichts der vielen milit\u00e4rischen Aktivit\u00e4ten in Europa unbeabsichtigt in einen Konflikt an anderer Stelle hineinschlitterten.<\/p>\n<p>dpa\/coh<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein britischer Milit\u00e4rexperte bef\u00fcrchtet, dass die Bundesregierung f\u00fcr ihre geplanten Milit\u00e4rinvestitionen keine zehn Jahre Zeit habe. 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