{"id":463957,"date":"2025-10-01T05:17:11","date_gmt":"2025-10-01T05:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/463957\/"},"modified":"2025-10-01T05:17:11","modified_gmt":"2025-10-01T05:17:11","slug":"lka-ni-internationaler-tag-der-gewaltlosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/463957\/","title":{"rendered":"LKA-NI: Internationaler Tag der Gewaltlosigkeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">01.10.2025 \u2013 06:10<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Landeskriminalamt Niedersachsen\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/nr\/105578\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Landeskriminalamt Niedersachsen<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Hannover\" title=\"News aus Hannover \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hannover<\/a> (ots)<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des internationalen Tages der Gewaltlosigkeit (02.Oktober) nimmt das Landeskriminalamt Niedersachsen diesen Tag zum Anlass auf eine Form von Gewalt hinzuweisen, die oft untersch\u00e4tzt wird &#8211; Hasskriminalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Was ist Hasskriminalit\u00e4t?<\/p>\n<p>Bei Hasskriminalit\u00e4t handelt es sich um eine Teilmenge der Politisch motivierten Kriminalit\u00e4t. Der Begriff Hasskriminalit\u00e4t umfasst &#8211; kurz gesagt &#8211; alle Straftaten, die aufgrund der Nationalit\u00e4t, Religionszugeh\u00f6rigkeit, sozialen Status, physischer oder psychischer Beeintr\u00e4chtigung, Geschlecht oder geschlechtliche Identit\u00e4t sowie der sexuellen Gesinnung get\u00e4tigt werden.<br \/>\nDiese Straftaten k\u00f6nnen sich gegen Menschen, Institutionen und Sachen richten. Exemplarisch f\u00fcr Hasskriminalit\u00e4t sind u.a. fremdenfeindliche, antisemitische, frauenfeindliche oder sich gegen die sexuelle Orientierung richtende Straftaten.<\/p>\n<p>Die Fallzahlen sind in den vergangenen f\u00fcnf Jahren um ca. 80 Prozent gestiegen.<br \/>\nAuch im digitalen Raum nehmen die Straftaten zu: Beleidigungen, Bedrohungen oder Aufrufe zu Gewalt verbreiten sich in sozialen Netzwerken mit gro\u00dfer Reichweite und Dynamik.<br \/>\nT\u00e4ter f\u00fchlen sich sicher, da sie mutma\u00dflich im Internet anonym agieren k\u00f6nnen. Das Internet ist jedoch kein rechtsfreier Raum, sodass auch diese Hasskommentare strafrechtlich verfolgt werden.<\/p>\n<p>Zwischen 2021 und 2024 f\u00fchrte das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen eine nicht repr\u00e4sentative Studie &#8222;Hass in der Stadt&#8220; zu vorurteilsgeleiteten Straftaten \/ Hasskriminalit\u00e4t und Diskriminierungen durch. Zielgruppe der Befragung waren vulnerable Gruppen. \u00dcber 7.400 Personen nahmen an der Befragung teil und gaben Auskunft. Die Ergebnisse zeigen, dass bestimmte Gruppen besonders von solchen negativen Erfahrungen betroffen sind. Eine davon ist ist diejenige mit queerer Geschlechtsidentit\u00e4t.<br \/>\nEbenso zeigte die Studie, dass viele Betroffene Angst haben, Strafanzeige zu erstatten, weil sie bef\u00fcrchten, nicht genug Beweise zu haben oder sich vor den T\u00e4tern \u00e4ngstigen und weiterer negative Konsequenzen bef\u00fcrchten. Daher wird vermutet, dass es in diesem Bereich ein gro\u00dfes Dunkelfeld gibt.<\/p>\n<p>Dabei sind die Auswirkungen von Hasskriminalit\u00e4t auf die Betroffenen immens:<br \/>\nSie haben h\u00e4ufiger Angst, wieder Opfer einer Straftat zu werden und zeigen deutlich mehr Vermeidungsverhalten:<br \/>\nF\u00fcr Opfer kann das Erleben traumatisch sein, sodass neben Angst und Scham auch Einschr\u00e4nkungen des sozialen Lebens stattfindet. So werden beispielsweise Situationen und Orte gemieden, um nicht noch einmal Opfer zu werden. Dies kann soweit f\u00fchren, dass Betroffene sogar ihren Wohnort verlassen.<\/p>\n<p>Besonders schwerwiegend ist es, dass diese Straftaten nicht nur Auswirkungen auf die betroffene Person hat, sondern auch auf die gesamte soziale Gruppe. Meist geschehen die Straftaten ohne Vorgeschichte und eigenes Verschulden. Da sich die Merkmale, aufgrund der man bestimmten sozialen Gruppen zugeordnet wird,  z.B. Name, Hauptfarbe oder sexuelle Identit\u00e4t, nicht einfach \u00e4ndern oder wechseln lassen, k\u00f6nnen Betroffene wiederholt Opfer von Hasskriminalit\u00e4t werden.<\/p>\n<p>Das Landeskriminalamt Niedersachsen arbeitet eng mit den Polizeidienststellen des Landes und Bundes, beispielsweise bei Joint-Action-Days, der Justiz und den Beratungsstellen f\u00fcr Betroffene zusammen.<br \/>\nZiel des Landeskriminalamtes ist es, diese Form von Gewalt konsequent zu verfolgen und die Opfer zu sch\u00fctzen, sowie die Demokratie zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Pr\u00e4vention und Hilfe &#8211; was B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger tun k\u00f6nnen<\/p>\n<p>   &#8211;\tStraftaten anzeigen: Wer Hasskommentare oder Bedrohungen erlebt,<br \/>\nsollte dies bei der n\u00e4chsten Polizeidienststelle, \u00fcber die<br \/>\nOnlinewache Niedersachsen unter <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/portal.onlinewache.polizei.de\">https:\/\/portal.onlinewache.polizei.de<\/a><br \/>\noder direkt \u00fcber <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.hassanzeigen.de\">www.hassanzeigen.de<\/a> anzeigen   &#8211;\tUnterst\u00fctzung finden: Betroffene k\u00f6nnen sich an spezialisierte<br \/>\nBeratungsstellen wenden, z. B. an die Beratungsstellen f\u00fcr Opfer<br \/>\nrechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Niedersachsen,<br \/>\nREspect! oder an das Opferhilfeb\u00fcro des WEISSEN RINGS. Eine \u00dcbersicht<br \/>\nfindet sich unter <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.lka.polizei-nd\">https:\/\/www.lka.polizei-nd<\/a><br \/>\ns.de\/startseite\/pravention\/politisch_motivierte_kriminalitat\/polit<br \/>\nisch-motivierte-kriminalitaet-115441.html, Opfer von digitaler Gewalt<br \/>\nk\u00f6nnen sich an die Organisation HateAid wenden   &#8211;\tZivilcourage zeigen: Jede und jeder kann dazu beitragen, dass<br \/>\nHassbotschaften keine Normalit\u00e4t werden &#8211; durch respektvolles<br \/>\nVerhalten im Alltag und im Netz   &#8211;\tMedienkompetenz st\u00e4rken: Eltern, Schulen, Kinder- und<br \/>\nJugendeinrichtungen sowie Vereine k\u00f6nnen Jugendliche dabei<br \/>\nunterst\u00fctzen, Hassinhalte -auch online- zu erkennen und richtig<br \/>\ndarauf zu reagieren<\/p>\n<p class=\"contact-headline\">R\u00fcckfragen bitte an:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Landeskriminalamt Niedersachsen<br \/>Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit<br \/>Rebecca Kolm<br \/>Telefon: 0511 \/ 9873-1033<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/105578\/mailto: pressestelle@lka.polizei.niedersachsen.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> pressestelle@lka.polizei.niedersachsen.de<\/a><br \/><a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.LKA.Niedersachsen.de\">www.LKA.Niedersachsen.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Landeskriminalamt Niedersachsen, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"01.10.2025 \u2013 06:10 Landeskriminalamt Niedersachsen Hannover (ots) Anl\u00e4sslich des internationalen Tages der Gewaltlosigkeit (02.Oktober) nimmt das Landeskriminalamt Niedersachsen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":428773,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[3364,29,30,46,177,5404,1411,121,178,180,179,181],"class_list":{"0":"post-463957","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-hannover","12":"tag-kriminalitt","13":"tag-ni","14":"tag-niedersachsen","15":"tag-polizei","16":"tag-presse","17":"tag-pressemeldung","18":"tag-pressemitteilung","19":"tag-pressemitteilungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115297218989592227","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/463957","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=463957"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/463957\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/428773"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=463957"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=463957"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=463957"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}