{"id":464297,"date":"2025-10-01T08:31:15","date_gmt":"2025-10-01T08:31:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/464297\/"},"modified":"2025-10-01T08:31:15","modified_gmt":"2025-10-01T08:31:15","slug":"muenchen-kultur-und-freizeittipps-der-autorin-dietlind-pedarnig-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/464297\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Kultur- und Freizeittipps der Autorin Dietlind Pedarnig &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">B\u00fccher pr\u00e4gen ihr Leben: Dietlind Pedarnig hat nicht nur unter anderem Germanistik studiert, sie hat daraus als Lektorin im M\u00fcnchner Allitera Verlag auch einen Beruf gemacht. Insbesondere B\u00fccher, die sich in vielerlei Hinsicht mit bayerischer Kultur besch\u00e4ftigen, hat sie herausgegeben. Nun hat sie sich der bayerischen Mentalit\u00e4t \u00fcber Humorpostkarten angen\u00e4hert.<\/p>\n<p>Montag: Bilder von Bayern<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/e7916e68-d0dc-48d6-97e0-840f0b56a752.jpg\"   alt=\"Sieht so ein echter Bayer aus? Humorpostkarte aus dem Buch \u201eObacht, Bayern!\u201c\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Sieht so ein echter Bayer aus? Humorpostkarte aus dem Buch \u201eObacht, Bayern!\u201c (Foto: Allitera Verlag)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Herbst ist da \u2013 B\u00fccherzeit. Diese Woche erscheint im Allitera Verlag mein Buch \u201eObacht, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Bayern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bayern<\/a>!\u201c \u2013 480 Seiten sind es geworden mit 1700 Abbildungen. Weniger war schier nicht m\u00f6glich, um dem Klischee \u201eBayern\u201c auf die Schliche zu kommen, wie es \u00fcber Humorpostkarten seit dem 19. Jahrhundert in alle Welt nahezu unver\u00e4ndert bis heute verbreitet wird. Wo kommt es her, das selbstbewusste \u201eMia san Mia\u201c-Gef\u00fchl, das Bild vom schuhplattelnden, jodelnden, Unmengen Bier konsumierenden Bayern in Lederhosen? Sehen uns die anderen so, oder haben wir das Stereotyp selbst auf den Weg gebracht, weil \u201eBavaria sells\u201c? Wer in dieses Buch schauen will, gern ab Donnerstag in der kleinen, feinen Glockenbachbuchhandlung, unabh\u00e4ngig und mit einem Riesenengagement inhaberinnengef\u00fchrt von Pamela Scholz. Zusammen mit Steffi Sack pr\u00e4sentiert sie au\u00dferdem den h\u00f6renswerten Podcast \u201eGlockenbachWelle\u201c, in dem sie \u00fcber interessante B\u00fccher, den B\u00fccherkosmos an sich und \u00fcber ihre Liebe zur Literatur plaudern.<\/p>\n<p>Dienstag: M\u00fcnchner Palais-Geschichte<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wer wie ich ein Faible f\u00fcr Palais-Architektur hat und nach den wenigen Spuren sucht, die in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> nach den Kriegszerst\u00f6rungen noch zu finden sind, der wird im Bayerischen Nationalmuseum f\u00fcndig. Weltweit einmalig und bezaubernd sch\u00f6n: ein kostbares Kabinett aus dem einstigen Palais des Grafen Tattenbach in der Theatinerstra\u00dfe. Mit feinstem Seidentaft bespannt flattern hier Schmetterlinge und V\u00f6gel \u00fcber W\u00e4nde und Decken, Fuchs und Eule blinzeln dem Betrachter zu. Das Rokoko-Spalierzimmer konnte vor dem Abbruch des Palais gerettet werden, wurde vom Museum gekauft und hier wiederaufgebaut. Aber es gibt noch mehr Schmuckst\u00fccke aus der M\u00fcnchner Palais-Geschichte M\u00fcnchens zu entdecken: Ganze Treppen oder Portalt\u00fcren lassen ahnen, wie prunkvoll und kunstsinnig M\u00fcnchens Adel in der Zeit des Barock und Rokoko zu leben verstand.<\/p>\n<p>Mittwoch: Ausstellung \u201eHeimatlos\u201c<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/b613218f-4209-4f99-bcf0-037aa37a49b3.jpg\"   alt=\"Karl Valentin und Liesl Karlstadt, zu sehen in der Ausstellung \u201eHeimatlos\u201c am Karlstadt-Valentin-Mus\u00e4um.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Karl Valentin und Liesl Karlstadt, zu sehen in der Ausstellung \u201eHeimatlos\u201c am Karlstadt-Valentin-Mus\u00e4um. (Foto: Valentin-Karlstadt-Mus\u00e4um)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Karlstadt-Valentin-Mus\u00e4um geh\u00f6rt zu meinen Lieblingsmuseen in M\u00fcnchen. Der Humor der beiden Volksschauspieler: unvergessen. Au\u00dferdem hat der Valentin Postkarten gesammelt und das ist ja auch meine Leidenschaft. Das verbindet. Wegen Umbauma\u00dfnahmen ist das Museum im Isartor samt Caf\u00e9 leider geschlossen, aber die aktuelle Ausstellung \u201eHeimatlos\u201c davor kann man bei Tag und Nacht und jeder Witterung anschauen. Und dann muss ich mich entscheiden: in die \u201eSchmalznudel\u201c (vulgo \u201eCaf\u00e9 Frischhut\u201c) am Viktualienmarkt f\u00fcr einen Kaffee und ein Wunderwerk bayerischer S\u00fc\u00dfspeisenk\u00fcche, die Auszogne, oder ins \u201eGasthaus Isarthor\u201c, wo mein Freund, der Journalist und Allitera-Autor Karl Stankiewitz einen Stammplatz hatte.<\/p>\n<p>Donnerstag: Ins Weltall eintauchen<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/86137457-7e83-4367-bd2d-847c562f17b7.jpg\"   alt=\"Die Universit\u00e4ts-Sternwarte M\u00fcnchen (USM) in Bogenhausen wurde 1816 als K\u00f6nigliche Sternwarte gegr\u00fcndet.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Die Universit\u00e4ts-Sternwarte M\u00fcnchen (USM) in Bogenhausen wurde 1816 als K\u00f6nigliche Sternwarte gegr\u00fcndet. (Foto: Corinna Guthknecht)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Heute steht ein Ausflug der ganz anderen Art an. Das Engagement f\u00fcr den Verein f\u00fcr Stadtteilkultur im M\u00fcnchner Nordosten e.V. l\u00e4sst mich immer aufmerksam dessen Veranstaltungsangebote studieren. Heute gibt\u2019s eine F\u00fchrung durch die Universit\u00e4ts-Sternwarte in Bogenhausen und Arno Riffeser, wissenschaftlicher Mitarbeiter, erl\u00e4utert den 1835 aufgestellten gro\u00dfen Refraktor von Joseph von Fraunhofer, sowie andere historische Instrumente. Gro\u00dfformatige, beleuchtete Aufnahmen lassen ins Weltall eintauchen.<\/p>\n<p>Freitag: Wei\u00dfw\u00fcrste am Gro\u00dfmarkt<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/e6dec786-930d-4e09-be7f-d5c4a50ce5df.jpeg\"   alt=\"Hervorragende Wei\u00dfw\u00fcrste kann man zum Beispiel am M\u00fcnchner Gro\u00dfmarkt bekommen.\u00a0\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Hervorragende Wei\u00dfw\u00fcrste kann man zum Beispiel am M\u00fcnchner Gro\u00dfmarkt bekommen.\u00a0 (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Es gibt sie noch in M\u00fcnchen, die Wirtschaften ohne Schnickschnack und Bayernkitsch an der Wand. Ein Tisch (ohne Tischdecke!), ein Holzstuhl. Fertig. Nichts lenkt ab von der herausragenden Qualit\u00e4t, die auf dem Teller serviert wird. In der \u201eGastst\u00e4tte Gro\u00dfmarkthalle&#8220; \u2013 schon der schlichte Name ist Programm \u2013 \u00a0gibt&#8217;s alles, was der Wurstliebhaber begehrt: Wollwurst, Briesmilzwurst, Kalbsbratw\u00fcrstl und nat\u00fcrlich die legend\u00e4ren Wei\u00dfw\u00fcrste aus der Fabrikation vom Wallner, die man \u00fcbrigens auch im Stra\u00dfenverkauf mit nach Hause nehmen kann. Und wenn man dann noch zu \u201eUn po\u2018 di tutto\u201c auf einen Espresso geht, dann ist man auf den Spuren dessen, was seit dem 16. Jahrhundert mit dem Zustrom von K\u00fcnstlern jenseits des Brenners in M\u00fcnchen gute Tradition hat: bayerisches und italienisches \u201eSavoir vivre\u201c in Personalunion.<\/p>\n<p>Samstag: Ausflug zum Kloster Seeon<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/6c841cd7-92f4-4267-a928-a6f55173baca.jpeg\"   alt=\"Das Kloster Seeon ist als Kultur- und Bildungszentrum eine der zentralen Einrichtungen des Bezirks Oberbayern.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Das Kloster Seeon ist als Kultur- und Bildungszentrum eine der zentralen Einrichtungen des Bezirks Oberbayern. (Foto: Sven Hoppe)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ein Teil meines Buches geht auf die Reise: Im Mesnerhaus von Kloster Seeon, dem Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern, er\u00f6ffnet heute die Ausstellung \u201eObacht, Bayern! Ein Land und sein Klischee in historischen Humorpostkarten\u201c. Wer anschlie\u00dfend genug \u00fcber die tr\u00fcgerische Idylle des bayerischen Wirtshauses, den derben Dachauer Bauern oder die immer fr\u00f6hlich Ma\u00dfkr\u00fcge schleppende Kellnerin erfahren hat, kann noch bei einer Tasse Kaffee die Aussicht auf den Seeoner See samt Kloster von der Terrasse des Mesnerhauses aus genie\u00dfen. Traumhaft sch\u00f6n und nur fast ein Klischee \u2026 (bis 15. M\u00e4rz 2026, \u00d6ffnungszeiten: <a href=\"https:\/\/www.kloster-seeon.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.kloster-seeon.de<\/a>). Wer es dorthin nicht schafft: Die Ausstellung wandert dann weiter nach Schloss Ismaning (Oktober 2026 bis Februar 2027).<\/p>\n<p>Sonntag: Raus zum Tegernsee<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Heute geht\u2019s naus aus der Stadt nach Tegernsee. Zuerst ins Olaf-Gulbransson-Museum, um einmal mehr die wunderbaren lichten Aquarelle des Norwegers mit der Liebe zu Bayern zu \u00a0betrachten oder den bei\u00dfenden Humor der Simplicissimus- Karikaturisten. Anschlie\u00dfend f\u00fchrt der Weg ins \u201eHerzogliche Br\u00e4ust\u00fcberl\u201c hin\u00fcber, wo sich unter dem Gew\u00f6lbe Dackel Buzi unter dem dicken Bauch seines Herrchens versteckt oder die Engerl von Toni Aron gar so nett von den W\u00e4nden runterschauen auf meinen traditionsgem\u00e4\u00df georderten Obatztn in Begleitung einer reschen Brezn. Das hab ich schon in Sch\u00fclerzeiten beim Schwanzen so gemacht. Verzeihung, lieber Dr. Brandhofer!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/6a1c8d6d-a922-4f89-81ef-86ef135074b4.jpg\"   alt=\"Die Autorin und Lektorin Dietlind Pedarnig.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Die Autorin und Lektorin Dietlind Pedarnig. (Foto: Allitera Verlag)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dietlind Pedarnig, geboren 1960 in M\u00fcnchen, studierte Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Musikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen und arbeitet heute als Lektorin im Allitera Verlag. Hier hat sie den Fotobildband \u201eMomentaufnahmen\u201c (2012), die Anthologie \u201eBayerische Schriftstellerinnen\u201c (2013) und die Adventskalender \u201eDie Krippen des Bayerischen Nationalmuseums\u201c (2013) und \u201eBayerisches Brauchtum im Advent\u201c (2015) herausgegeben. 2016 erschien von ihr in Zusammenarbeit mit Konstantin K\u00f6ppelmann der Prachtbildband \u201eM\u00fcnchner Palais\u201c. 2017 folgte dann zusammen mit Gerd Holzheimer die Anthologie \u201eKulinarisches Bayern\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"B\u00fccher pr\u00e4gen ihr Leben: Dietlind Pedarnig hat nicht nur unter anderem Germanistik studiert, sie hat daraus als Lektorin&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":464298,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[772,1784,1785,29,214,82308,16745,30,20530,2392,2863,1268,149,215],"class_list":{"0":"post-464297","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-bayern","9":"tag-books","10":"tag-buecher","11":"tag-deutschland","12":"tag-entertainment","13":"tag-freizeit-in-bayern","14":"tag-freizeit-in-muenchen","15":"tag-germany","16":"tag-kultur-in-bayern","17":"tag-kultur-in-muenchen","18":"tag-literatur-in-muenchen","19":"tag-muenchen","20":"tag-sueddeutsche-zeitung","21":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115297982409222963","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/464297","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=464297"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/464297\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/464298"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=464297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=464297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=464297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}