{"id":464540,"date":"2025-10-01T10:39:14","date_gmt":"2025-10-01T10:39:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/464540\/"},"modified":"2025-10-01T10:39:14","modified_gmt":"2025-10-01T10:39:14","slug":"die-deutsche-einheit-ist-eine-bleibende-aufgabe-auch-fuer-die-kirchen-bischoefin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/464540\/","title":{"rendered":"Die Deutsche Einheit ist eine bleibende Aufgabe \u2013 auch f\u00fcr die Kirchen \/ Bisch\u00f6fin &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">01.10.2025 \u2013 12:00<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von EKD - Evangelische Kirche in Deutschland\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/55310\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EKD &#8211; Evangelische Kirche in Deutschland<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Hannover\" title=\"News aus Hannover \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hannover<\/a> (ots)<\/p>\n<p>Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bisch\u00f6fin Kirsten Fehrs, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg B\u00e4tzing, erkl\u00e4ren zum 35. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2025:<\/p>\n<p>Seit 35 Jahren w\u00e4chst zusammen, was zusammengeh\u00f6rt. Am 3. Oktober 1990 wurde Deutschland wieder zu einer ungeteilten Heimat f\u00fcr seine B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Ost und West, die mehr als 40 Jahre lang in zwei getrennten Staaten leben mussten. Vor allem f\u00fcr junge Menschen in Deutschland liegt die deutsche Teilung weit in der Vergangenheit. Anderen ist die vollkommen unterschiedliche Lebenssituation in den einst durch die Mauer getrennten Teilen Deutschlands noch heute sehr pr\u00e4sent. Inzwischen sind die Unterschiede zwischen Ost und West f\u00fcr Viele kein Thema mehr. Andere sehen die Einheit noch l\u00e4ngst nicht als erreicht an. Daher ist es gut, wenn wir uns als Volk gemeinsam an die Zeit der Trennung, an die Wiedervereinigung und auch an die dabei gemachten Fehler erinnern. In der Bibel hei\u00dft es: \u201eDu sollst an den ganzen Weg denken, den der Herr, dein Gott, dich gef\u00fchrt hat.\u201c (Dtn 8,2). An den ganzen Weg \u2013 nicht nur an die H\u00f6hen, nicht nur an die Tiefen. Denn im Erinnern an Vergangenes finden wir Orientierung f\u00fcr die Zukunft. Ein geteiltes Land kann zusammenwachsen.<\/p>\n<p>Ma\u00dfgeblich erreicht wurde die \u00dcberwindung der jahrzehntelangen Trennung nach dem Zweiten Weltkrieg durch den mutigen Einsatz vieler Menschen in der damaligen DDR. Mit ihrer Friedlichen Revolution gegen ein diktatorisches Regime l\u00f6sten sie 1989 die Ereignisse aus, die ein Jahr sp\u00e4ter in die Deutsche Einheit m\u00fcndeten. Vielfach gingen die Impulse von Christinnen und Christen aus, die mit Friedensgebeten und mutigem Engagement gegen das Unrecht und f\u00fcr Demokratie anderen ein Beispiel gaben.<\/p>\n<p>Die Menschen in zwei durch Mauern, Stacheldraht, Minenfelder und Panzersperren getrennten L\u00e4ndern haben gewaltlos erreicht, wonach sich viele in der Welt sehnen: Frieden, Freiheit und Einheit. Die deutsche Gesellschaft kann stolz und dankbar sein, dass die Menschen im geeinten Deutschland in vielfacher Hinsicht wieder zusammengefunden haben. Menschen in Deutschland sind aufeinander zugegangen, haben voneinander gelernt und miteinander Vorurteile abgebaut.<\/p>\n<p>Aber so sehr unser Land in 35 Jahren wieder zusammengewachsen ist, so nehmen wir weiterhin wahr: Die Wunden der Spaltung Deutschlands sind noch immer sp\u00fcrbar. Sie zeigen sich in fortbestehenden wirtschaftlichen und sozialen Unterschieden zwischen Ost und West, in den Br\u00fcchen pers\u00f6nlicher Biographien und im anhaltenden Gef\u00fchl vieler Menschen, nicht in gleicher Weise anerkannt oder geh\u00f6rt zu werden. Zugleich entstehen neue Trennungen: Zwischen Stadt und Land, zwischen Arm und Reich sowie zwischen Menschen, die der Demokratie vertrauen und jenen, die ihr zutiefst misstrauen oder sie sogar bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>All das zeigt: Die Deutsche Einheit ist kein singul\u00e4rer Tag in der Geschichte. Sie ist eine bleibende Aufgabe f\u00fcr alle Menschen in Deutschland. Als Kirchen wollen wir dazu ermutigen, diesen Weg weiterzugehen \u2013 aus Fehlern lernend, einander achtend und in Verantwortung f\u00fcr unsere gemeinsame Zukunft.<\/p>\n<p>Hannover, 1. Oktober 2025<\/p>\n<p>Pressestelle der EKD<\/p>\n<p>Carsten Splitt<\/p>\n<p>Diese Erkl\u00e4rung wird von den Pressestellen der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz zeitgleich verschickt. Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen.<\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Carsten Splitt<br \/>Evangelische Kirche in Deutschland<br \/>Pressestelle<br \/>Stabsstelle Kommunikation<br \/>Herrenh\u00e4user Strasse 12<br \/>D-30419 Hannover<br \/>Telefon: 0511 &#8211; 2796 &#8211; 269<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/55310\/mailto: presse@ekd.de\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> presse@ekd.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: EKD &#8211; Evangelische Kirche in Deutschland, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"01.10.2025 \u2013 12:00 EKD &#8211; Evangelische Kirche in Deutschland Hannover (ots) Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":386213,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[3274,3364,29,30,15054,46,1411,178,180,179,181,575],"class_list":{"0":"post-464540","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-kirche","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-glaube","13":"tag-hannover","14":"tag-niedersachsen","15":"tag-presse","16":"tag-pressemeldung","17":"tag-pressemitteilung","18":"tag-pressemitteilungen","19":"tag-religion"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115298485263707716","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/464540","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=464540"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/464540\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/386213"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=464540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=464540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=464540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}