{"id":464619,"date":"2025-10-01T11:21:11","date_gmt":"2025-10-01T11:21:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/464619\/"},"modified":"2025-10-01T11:21:11","modified_gmt":"2025-10-01T11:21:11","slug":"entbuerokratisierung-merz-will-deutschland-an-die-spitze-bringen-mit-80-massnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/464619\/","title":{"rendered":"Entb\u00fcrokratisierung: Merz will Deutschland \u201ean die Spitze\u201c bringen \u2013 mit 80 Ma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"<p>Schwarz-Rot will Deutschland modernisieren. Dazu hat das Kabinett von Friedrich Merz nun 80 konkrete Ma\u00dfnahmen beschlossen. So sollen B\u00fcrokratiekosten in H\u00f6he von 16 Milliarden Euro eingespart werden. Ein \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Punkte.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Ein Staat, der digital, effizient und b\u00fcrgernah arbeitet \u2013 diesem Ziel will die Bundesregierung mit einem Modernisierungsplan f\u00fcr Verwaltung und Gesetzgebung n\u00e4herkommen. Am zweiten Tag der Kabinettsklausur in Berlin wurde am Mittwoch eine sogenannte Modernisierungsagenda beschlossen. Darin sind rund 80 Ma\u00dfnahmen zur Entb\u00fcrokratisierung und Digitalisierung in der Bundesverwaltung vorgesehen.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Monate nach dem Amtsantritt der Regierung von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/friedrich-merz\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/friedrich-merz\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeskanzler Friedrich Merz<\/a> (CDU) und der Schaffung eines eigenen Ministeriums f\u00fcr Digitales und Staatsmodernisierung geht es darum, den Modernisierungsanspruch mit konkreten Vorhaben zu untermauern.<\/p>\n<p>\u201eDiese Modernisierungsagenda zielt darauf ab, einen schnellen, digitalen und handlungsf\u00e4higen Staat zu schaffen, der z\u00fcgiger entscheidet, verl\u00e4sslicher liefert und Vertrauen st\u00e4rkt\u201c, hei\u00dft es in dem 40-seitigen Papier.<\/p>\n<p>\u201eWir haben in den letzten zwei tagen intensiv ausgetauscht. Ein Thema war die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unserer Volkswirtschaft. Wir haben den Anspruch, dass wir wieder an die Spitze kommen\u201c, sagt Merz bei der Vorstellung in Berlin. \u201eWir haben den Bau-Turbo beschlossen, Bauen soll schneller und bezahlbarer werden.\u201c Die Anerkennungsverfahren von ausl\u00e4ndischen Abschl\u00fcssen bei Heilberufen soll beschleunigt werden und die Bearbeitung von Visa soll in Teilschritten mit KI erfolgen und dadurch beschleunigt werden.<\/p>\n<p>\u201eEs geht um eine Haltung, dass wir unser Land einfacher machen wollen und es den B\u00fcrgern einfacher machen wollen, ein Haus zu bauen oder ein Unternehmen zu gr\u00fcnden\u201c, so <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/lars-klingbeil\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/lars-klingbeil\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Finanzminister Lars Klingbeil<\/a> (SPD). <\/p>\n<p>Die Regierung plant demnach eine Senkung der B\u00fcrokratiekosten um 25 Prozent, in H\u00f6he von rund 16 Milliarden Euro. Der Personalbestand des Bundes soll um acht Prozent gesenkt werden. Die Umsetzung der Ziele ist mit verbindlichen Zeitpl\u00e4nen versehen. Weitere Vorhaben sind unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Zentralisierung der Online-Kfz-Zulassung, sodass es ein fl\u00e4chendeckendes Angebot f\u00fcr alle gibt. So w\u00fcrden 400 Zulassungsbeh\u00f6rden in L\u00e4ndern und Kommunen von der Pflicht entlastet, ein Portal vorzuhalten, was deutliche Einsparungen zur Folge h\u00e4tte.<\/li>\n<li>Unternehmensgr\u00fcnder sollen es k\u00fcnftig einfacher haben. Erm\u00f6glicht werden soll eine Gr\u00fcndung innerhalb von 24 Stunden \u00fcber ein zentrales Webportal. Dies soll die derzeit rund 6000 Verfahrensvarianten zusammenf\u00fchren. <\/li>\n<li>Ein B\u00fcrokratiemeldeportal soll eingerichtet werden, auf dem B\u00fcrger konkrete Verbesserungsvorschl\u00e4ge machen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Schulungen und KI-Tools f\u00fcr Mitarbeiter in den Ministerien, die Gesetzestexte erarbeiten, sollen dabei helfen, dass praxistauglicheres und b\u00fcrokratie\u00e4rmeres Recht entsteht.<\/li>\n<li>1:1-Umsetzung von EU-Recht \u201eohne b\u00fcrokratische \u00dcbererf\u00fcllung\u201c \u2013 also ohne eigene noch weiterreichende Vorgaben.<\/li>\n<li>Weniger Ausnahmen bei der sogenannten B\u00fcrokratiebremse (One-in-one-out-Regel) und konsequentere Anwendung: Werden Unternehmen an einer Stelle durch eine neue Regelung belastet, muss es an anderer Stelle eine Entlastung geben.<\/li>\n<li>Eine digitale \u201eWork-and-Stay-Agentur\u201c soll die Fachkr\u00e4fteeinwanderung erleichtern.<\/li>\n<li>Zudem ist die Einf\u00fchrung von Pr\u00fcfmechanismen und Entscheidungshilfen auf Grundlage von K\u00fcnstlicher Intelligenz f\u00fcr Verwaltung und Gerichte geplant. Dies soll etwa bei Gerichts- und Visaverfahren f\u00fcr mehr Effizienz und Rechtssicherheit sorgen.<\/li>\n<li>Auch Verwaltungsleistungen sollen konsequent digitalisiert und KI-gest\u00fctzt evaluiert werden. Die Bundesverwaltung soll verschlankt, die IT zentralisiert und vereinheitlicht werden. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei der Pressekonferenz am Mittwoch ging es auch um das Thema Migration. \u201eWir k\u00f6nnen nun Dinge, die in Unordnung sind, in Ordnung bringen\u201c, sagte <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/alexander-dobrindt\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/alexander-dobrindt\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Innenminister Alexander Dobrindt<\/a> (CSU). \u201eWir wollen das europ\u00e4ische Asylsystem h\u00e4rten und sch\u00e4rfen.\u201c<\/p>\n<p>Es werde ein neues Polizeigesetz geben, in dem auch die Drohnenabwehr Thema sei. Es gehe um das Aufsp\u00fcren, Abwehren und Abfangen von Drohnen \u2013 was auch hei\u00dft Abschie\u00dfen, so Dobrindt. Dazu werde es neue Gesetze geben. Es werde ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum eingerichtet. <\/p>\n<p>Verkehrsminister zur Behandlung im Krankenhaus<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Schreckmoment sorgte nach Beginn des Treffens der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article68dbc0e093eb56813e39bc64\/Kabinettsklausur-Verkehrsminister-Schnieder-bricht-zusammen-Kulturstaatsminister-Weimer-reist-wegen-Trauerfall-ab.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article68dbc0e093eb56813e39bc64\/Kabinettsklausur-Verkehrsminister-Schnieder-bricht-zusammen-Kulturstaatsminister-Weimer-reist-wegen-Trauerfall-ab.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kreislaufzusammenbruch von Verkehrsminister Patrick Schnieder<\/a>. Der CDU-Politiker war nach Angaben eines Regierungssprechers am Tisch zusammengesackt und kam ins Bundeswehrkrankenhaus in Berlin-Mitte. Ein Sprecher seines Ministeriums teilte sp\u00e4ter mit, Schnieder sei vorsorglich zu weiteren Untersuchungen dorthin gebracht worden. <\/p>\n<p>Mittlerweile hat Schnieder das Krankenhaus nach Angaben von Merz wieder verlassen. Es gehe ihm besser, sagte Merz am Mittwoch auf Journalistennachfrage vor Beginn der Kabinettsklausur. \u201eEr ist zu Hause und stabil, aber muss sich noch ein bisschen erholen. Es ist alles gut.\u201c<\/p>\n<p>dpa\/Reuters\/gub\/coh<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schwarz-Rot will Deutschland modernisieren. Dazu hat das Kabinett von Friedrich Merz nun 80 konkrete Ma\u00dfnahmen beschlossen. 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