{"id":464734,"date":"2025-10-01T12:24:12","date_gmt":"2025-10-01T12:24:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/464734\/"},"modified":"2025-10-01T12:24:12","modified_gmt":"2025-10-01T12:24:12","slug":"berlin-brandenburg-pruefstelle-deckt-haeufig-wuchermieten-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/464734\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Pr\u00fcfstelle deckt h\u00e4ufig Wuchermieten auf"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Pr\u00fcfstelle deckt h\u00e4ufig Wuchermieten auf<\/p>\n<p>\t\t\t\t              01.10.2025, 14:21 Uhr<\/p>\n<p><strong>Wer in Berlin als Mieter das Gef\u00fchl hat, zu viel zu zahlen, d\u00fcrfte meistens richtig liegen. Darauf deuten zumindest die bisherigen Ergebnisse der sogenannten Mietpreispr\u00fcfstelle hin.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Rund 190 Menschen in Berlin haben in den vergangen sechs Monaten ihren Mietvertrag bei der sogenannten Mietpreispr\u00fcfstelle \u00fcberpr\u00fcfen lassen &#8211; in den meisten dieser F\u00e4lle ergab die \u00dcberpr\u00fcfung: Mietwucher. Die Beraterinnen und Berater h\u00e4tten in 177 und damit in mehr als 93 Prozent der gepr\u00fcften F\u00e4lle eine \u00fcberh\u00f6hte Miete festgestellt, teilte die Senatsverwaltung f\u00fcr Wohnen mit.\u00a0<\/p>\n<p>Bei 48 F\u00e4llen \u00fcberstiegen die Preise die \u00fcblichen Mieten vergleichbarer Wohnungen demnach um mehr als 20 Prozent, was eine Ordnungswidrigkeit darstellen kann. In 120 F\u00e4llen stellten die Pr\u00fcfer gar eine \u00dcberschreitung der orts\u00fcblichen Vergleichsmiete um mehr als 50 Prozent fest &#8211; Wuchermieten. Diese stellen unter Umst\u00e4nden eine Straftat dar.<\/p>\n<p>Der Senat hat die Mietpreispr\u00fcfstelle Anfang M\u00e4rz dieses Jahres eingerichtet und stellt daf\u00fcr rund 150.000 Euro zur Verf\u00fcgung. Die Stelle soll ein niedrigschwelliges Beratungsangebot f\u00fcr Menschen sein, die das Gef\u00fchl haben, zu viel Miete zu zahlen. M\u00f6glich sind telefonische Beratungsgespr\u00e4che als auch solche vor Ort. Beauftragt mit der Durchf\u00fchrung wurden die Mieterberatung Prenzlauer Berg sowie die Gesellschaft f\u00fcr angewandte Stadtforschung und Mieterberatung (Asum).<\/p>\n<p>Vor allem gr\u00f6\u00dfere Unternehmen versto\u00dfen immer wieder bewusst gegen Regeln<\/p>\n<p>Es gebe zwar durchaus Vermieter, die aus Unkenntnis zu hohe Mieten verlangten, sagte Asum-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Knut Beyer. Aber insbesondere gro\u00dfe Wohnungsunternehmen verstie\u00dfen immer wieder bewusst gegen die Vorgaben, in der Hoffnung, dass sich die Mieterinnen und Mieter nicht wehrten. &#8222;Unsere Sprechstunden sind komplett ausgelastet und mehr als 90 Prozent haben eine \u00fcberh\u00f6hte Miete &#8211; da steckt mehr negatives Potenzial im Hintergrund&#8220;, betonte Beyer.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr den Berliner Mieterverein sind diese Ergebnisse keine \u00dcberraschung. Die meisten Mieterinnen und Mieter, die das Gef\u00fchl haben, ihre Miete sei zu hoch, h\u00e4tten recht, teilte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Ulrike Hamann-Onnertz mit. &#8222;Das neu aufgebaute Beratungsangebot ist dabei nur eine weitere Beratungsstelle und bleibt weit hinter den M\u00f6glichkeiten einer staatlichen Stelle zur\u00fcck&#8220;, kritisierte sie. &#8222;Diese k\u00f6nnte systematisch die Portale scannen und gesetzeswidrige Mieten, mit denen die Mietpreisbremse \u00fcberschritten wird, anmahnen.&#8220;<\/p>\n<p>Bausenator Christian Gaebler (SPD) sieht indes nur bedingt Handlungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Senat. &#8222;Uns fehlen auf Landesebene die Instrumente, dagegen vorzugehen&#8220;, betonte er. &#8222;Wir k\u00f6nnen die Mieterinnen und Mieter nur ermutigen und informieren, sich schlau zu machen und sich zu wehren.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Pr\u00fcfstelle deckt h\u00e4ufig Wuchermieten auf 01.10.2025, 14:21 Uhr Wer in Berlin als Mieter das Gef\u00fchl&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":464735,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,296,1956,1890,29,30,37581,118994],"class_list":{"0":"post-464734","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-berlin","13":"tag-berlin-und-brandenburg","14":"tag-brandenburg","15":"tag-deutschland","16":"tag-germany","17":"tag-pruefstelle","18":"tag-wuchermieten"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115298898136658679","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/464734","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=464734"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/464734\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/464735"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=464734"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=464734"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=464734"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}