{"id":465245,"date":"2025-10-01T17:05:18","date_gmt":"2025-10-01T17:05:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465245\/"},"modified":"2025-10-01T17:05:18","modified_gmt":"2025-10-01T17:05:18","slug":"gipfeltreffen-europa-sucht-antworten-auf-die-bedrohung-aus-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465245\/","title":{"rendered":"Gipfeltreffen: Europa sucht Antworten auf die Bedrohung aus Russland"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Gipfeltreffen: Europa sucht Antworten auf die Bedrohung aus Russland\" title=\"Gipfeltreffen: Europa sucht Antworten auf die Bedrohung aus Russland\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.16475a9f-4382-439f-a2b3-dcb9b97901ee.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tGruppenbild mit Damen: Die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, Ursula von der Leyen (rot), und  D\u00e4nemarks Premierministerin Mette Frederiksen (blau) im Kreise europ\u00e4ischer Staats- und Regierungschefs.\u00a0Foto: dpa\/AP\/Sebastian Elias Uth\/Ritzau Scanp\t\t\t<\/p>\n<p>Ein Drohnenwall und die finanzielle Unterst\u00fctzung der Ukraine. Die Staats- und Regierungschefs stellen beim Gipfel in Kopenhagen Weichen f\u00fcr ein robusteres Auftreten gegen\u00fcber Moskau.<\/p>\n<p> Der Himmel \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Kopenhagen\" title=\"Kopenhagen\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kopenhagen<\/a> ist Sperrzone. Die Sicherheitsvorkehrungen f\u00fcr das informelle Treffen der europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs am Mittwoch in der d\u00e4nischen Hauptstadt sind auf ein bisher nicht gekanntes Niveau gehoben worden. Im Vorfeld des Gipfels hatten zahlreichen Drohnen\u00fcberfl\u00fcge \u00fcber d\u00e4nischen Flugh\u00e4fen und Milit\u00e4reinrichtungen f\u00fcr Aufsehen gesorgt. <\/p>\n<p>D\u00e4nemarks Ministerpr\u00e4sidentin Mette Frederiksen hat keine Zweifel, wo die Urheber dieser Attacken zu suchen sind: in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Russland\" title=\"Russland\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a>. Die Premierministerin sieht die Luftraumverletzungen allerdings in einem gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang. \u201eIch denke, wir m\u00fcssen unsere nationale Perspektive in Bezug auf die Sicherheit in Europa hinter uns lassen und das Muster des hybriden Krieges betrachten&#8220;, sagte Frederiksen am Rande des Gipfels. Der Krieg in der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Ukraine\" title=\"Ukraine\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a> sei kein Krieg in einem einzelnen Land, sondern ein \u201eVersuch Russlands, uns alle zu bedrohen\u201c. Und sie schiebt eine deutliche Warnung hinterher: \u201eWenn ich mir Europa heute ansehe, denke ich, dass wir uns in der schwierigsten und gef\u00e4hrlichsten Situation seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs befinden.\u201c<\/p>\n<p>Damit hatte Frederiksen den Ton f\u00fcr das Treffen gesetzt, bei dem es auch um gemeinsame EU-Anstrengungen f\u00fcr eine bessere Abschreckung und Verteidigung ging. Eine zentrale Rolle spielt dabei der sogenannte \u201eDrohnenwall\u201c. Dabei handelt es sich um ein System zum Abfangen von Drohnen an der Ostflanke der Union. Die Dinglichkeit dieses Themas wurde angesichts der russischen Provokationen durch Drohnenattacken in Polen den Europ\u00e4ern vor einigen Wochen deutlich vor Augen gef\u00fchrt. <\/p>\n<p>Da es sich bei der Zusammenkunft am Mittwoch um ein informelles Treffen handelte, wurden keine Beschl\u00fcsse gefasst. Ziel war es, den regul\u00e4ren Gipfel Ende Oktober in Br\u00fcssel vorzubereiten. Dennoch wurden die Gespr\u00e4che in Kopenhagen wohl auch in Moskau mit gro\u00dfem Interesse verfolgt. Denn es wurden die Weichen f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland gestellt \u2013 und die Europ\u00e4ische Union steht dabei vor einer Entscheidung von historischer Tragweite.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.c5482509-d4b6-4e04-92e9-d06d72a6bcbe.original1024.media.jpeg\"\/>     Scharfsch\u00fctzen stehen auf dem Dach, als die EU-Staats- und Regierungschefs zu einem informellen Gipfeltreffen im d\u00e4nischen Parlament im Schloss Christiansborg in Kopenhagen eintreffen.    Foto: dpa\/AP\/Emil Helms\/Ritzau Scanpix    <\/p>\n<p> Vieles deutet darauf hin, dass in Zukunft die in Europa eingefrorenen russischen Verm\u00f6gen f\u00fcr die Ukraine-Hilfe herangezogen werden. M\u00f6glichgemacht hat das ein Sinneswandel in Berlin. In einem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.unterstuetzung-fuer-ukraine-merz-will-russisches-vermoegen-fuer-ukraine-kredit-nutzen.c44c66c3-145a-4912-aecc-054a21d10df2.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gastbeitrag f\u00fcr die \u201eFinancial Times\u201c schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz<\/a> in diesen Tagen, dass eine \u201etragf\u00e4hige L\u00f6sung\u201c erarbeitet werden m\u00fcsse, \u201emit der wir der Ukraine \u2013 ohne in Eigentumsrechte einzugreifen \u2013 ein zinsloses Darlehen in H\u00f6he von insgesamt fast 140 Milliarden Euro zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen\u201c. Bisher war Deutschland dagegen, auf das beschlagnahmte Geld zur\u00fcckzugreifen. Bedenken gab es etwa, dass die EU als Finanzstandort besch\u00e4digt werden k\u00f6nnte, da ausl\u00e4ndische Investoren um die Sicherheit ihrer Einlagen bangen k\u00f6nnten. Aus diesem Grund wird aus Berliner Regierungskreisen betont, dass es sich nicht um eine Enteignung handle \u2013 wie sie von Kiew immer wieder gefordert wird.<\/p>\n<p> Bedenken hat auch Belgien. Denn die eingefrorenen russischen Zentralbankreserven von fast 200 Milliarden Euro liegen gr\u00f6\u00dftenteils als Barreserven beim belgischen Zentralverwahrer Euroclear und das Land bef\u00fcrchtet, bei m\u00f6glichen Klagen haftbar gemacht zu werden. Eine Art Buchungstrick soll verhindern, dass dies geschieht. Dazu soll Euroclear das Geld in zinslose EU-Anleihen investieren. Die EU-Kommission will auf diesem Weg dann insgesamt 140 Milliarden Euro in Form von gestaffelten Krediten an die Ukraine weitergeben. <\/p>\n<p>Kritisch \u00e4u\u00dferte sich am Rande des Gipfels in Kopenhagen auch der luxemburgische Regierungschef Luc Frieden. Er betonte, der Vorschlag werfe \u201eeine ganze Reihe von Fragen auf\u201c. So m\u00fcsse unter anderem gekl\u00e4rt werden, \u201ewer am Ende des Tages die Verantwortung\u201c f\u00fcr die R\u00fcckzahlung der Darlehen trage. Berlin dr\u00e4ngt aber darauf, diesen Weg weiter zu verfolgen. \u201eWenn es gelingt, diesen Hebel anzusetzen, dann hat es das Potenzial, ein Gamechanger zu sein\u201c, betont ein ranghoher Vertreter der Bundesregierung. Denn damit sei die Finanzierung des ukrainischen Abwehrkampfes f\u00fcr mindestens zwei Jahre gesichert. Das w\u00fcrde den Preis eines Sieges in diesem Abnutzungskrieg f\u00fcr das wirtschaftlich bereits schwer angeschlagene Russland weit nach oben treiben. Diese neue Ausgangslage werde auch im Kreml \u201eeinige Denkprozesse in Richtung Verhandlungsl\u00f6sung\u201c in Gang setzen, so die Hoffnung im Westen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gruppenbild mit Damen: Die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, Ursula von der Leyen (rot), und D\u00e4nemarks Premierministerin Mette Frederiksen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":465246,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,51374,29479,13,2914,182,14,15,4043,4044,850,307,12,317],"class_list":{"0":"post-465245","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-frederiksen","11":"tag-gipfeltreffen","12":"tag-headlines","13":"tag-kopenhagen","14":"tag-merz","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-russia","18":"tag-russian-federation","19":"tag-russische-foederation","20":"tag-russland","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115300003379810226","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/465245","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=465245"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/465245\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/465246"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=465245"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=465245"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=465245"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}