{"id":465350,"date":"2025-10-01T18:01:10","date_gmt":"2025-10-01T18:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465350\/"},"modified":"2025-10-01T18:01:10","modified_gmt":"2025-10-01T18:01:10","slug":"grosser-stellenabbau-bei-zf-aber-elektro-sparte-bleibt-erhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465350\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfer Stellenabbau bei ZF \u2013 aber Elektro-Sparte bleibt erhalten"},"content":{"rendered":"<p>Bleiben die Jobs in Schweinfurt erhalten oder nicht? Was passiert mit der wichtigen Sparte Elektromobilit\u00e4t? F\u00fcr die Belegschaft des angeschlagenen Automobilzulieferers ZF im unterfr\u00e4nkischen Schweinfurt sind es erneut unruhige Tage. <\/p>\n<p>Stellenabbau bei ZF: Frist f\u00fcr Entscheidung ist abgelaufen<\/p>\n<p>ZF hat sich <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/zf-aufsichtsratsbeschluss-tausende-arbeitsplaetze-bedroht,UsVjUDY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bis gestern eine Frist gesetzt<\/a>, um mit dem Gesamtbetriebsrat und der IG Metall \u00fcber den angek\u00fcndigten Stellenabbau zu verhandeln. Der Verkauf von Elektroautos l\u00e4uft insgesamt schleppend. Deshalb stand der Bereich Elektromobilit\u00e4t als Ganzes auf der Kippe \u2013 die sogenannte Antriebssparte &#8222;Division E&#8220;. Sie umfasst die komplette Antriebstechnologie f\u00fcr E-Mobilit\u00e4t, Hybride und Verbrennungsmotoren.<\/p>\n<p>Sparte Elektromobilit\u00e4t bleibt erhalten, B\u00fcndnis geplant<\/p>\n<p>Das Unternehmen mit Hauptsitz in Friedrichshafen hat heute informiert: Die Sparte &#8222;Division E&#8220; bleibt erhalten, Abspaltung oder Verkauf sind nun vom Tisch. Darauf h\u00e4tten sich alle Beteiligten geeinigt, teilt ZF mit. Geplant ist ein B\u00fcndnis zur Umstrukturierung der Sparte \u2013 von ZF mit Arbeitnehmervertretung und Gewerkschaft.<\/p>\n<p>Sparma\u00dfnahmen: 7.600 Jobs in Deutschland fallen weg<\/p>\n<p>Es folgen umfassende Sparma\u00dfnahmen. ZF will bis 2027 \u00fcber 500 Millionen Euro einsparen. In der &#8222;Division E&#8220; sollen bis 2030 deutschlandweit 7.600 Jobs wegfallen. Das sein kein zus\u00e4tzlicher Stellenabbau, betont ein Sprecher. Dass in den n\u00e4chsten drei Jahren bis zu 14.000 Arbeitspl\u00e4tze gestrichen werden, sei bereits kommuniziert. Betriebsbedingte K\u00fcndigungen wolle ZF weiter vermeiden.<\/p>\n<p>Neben bisherigen Angeboten wie Altersteilzeit startet ein Abfindungsprogramm, erg\u00e4nzt durch Qualifizierungs- und Transferma\u00dfnahmen. Die tariflich vorgesehene Lohnerh\u00f6hung um 3,1 Prozent im Fr\u00fchling n\u00e4chsten Jahres wird verschoben, teilt ZF weiter mit. <\/p>\n<p>ZF nennt bislang keine Zahlen zum Standort Schweinfurt<\/p>\n<p>Wie viele Menschen in der Industriestadt Schweinfurt langfristig ihre Jobs verlieren werden \u2013 dazu wollte ZF bislang keine Angaben machen. Mit rund 8.600 Besch\u00e4ftigten ist Schweinfurt der gr\u00f6\u00dfte ZF-Standort in Bayern. 5.900 Menschen arbeiten hier im Bereich Elektromobilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Weniger Arbeitszeit bis 2027, weniger Gehalt <\/p>\n<p>F\u00fcr die Besch\u00e4ftigten der &#8222;Division E&#8220; in Deutschland sowie an den Standorten Schweinfurt und Friedrichshafen im Betrieb Z (Verwaltung, Forschung und Entwicklung) wird die w\u00f6chentliche Arbeitszeit um rund sieben Prozent reduziert. Zuletzt war von einem <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/vorerst-kein-stellenabbau-bei-zf-in-schweinfurt,Uv9EIyk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zeitraum von September 2025 bis Januar 2026 die Rede<\/a>. Nun hat ZF die Absenkung bis Ende 2027 verl\u00e4ngert. Das f\u00fchrt automatisch dazu, dass die Menschen weniger Geld verdienen.<\/p>\n<p>Die entscheidende Frage f\u00fcr den Standort Schweinfurt wird jetzt sein: Wird ZF hier weiter selbst Elektromotoren bauen oder sie von au\u00dfen zukaufen? Das will ZF bis Ende M\u00e4rz 2026 entscheiden. <\/p>\n<p>Neuer ZF-Chef: &#8222;Harte Einschnitte f\u00fcr Mitarbeitende&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Mit diesem B\u00fcndnis beschreiten wir in der Industrie neue Wege&#8220;, sagte der neue ZF-Chef Mathias Miedreich. &#8222;Uns ist bewusst, dass der Weg dorthin mit harten Einschnitten f\u00fcr unsere Mitarbeitenden einhergeht.&#8220; Der Manager hat seinen ersten Arbeitstag an der Spitze des Stiftungskonzerns. Sein Vorg\u00e4nger Holger Klein musste Ende September vorzeitig gehen. Der Streit mit dem Betriebsrat \u00fcber die Zukunft der Antriebssparte, die als Herz des zweitgr\u00f6\u00dften deutschen Autozulieferers gilt, hat dabei eine Rolle gespielt.  <\/p>\n<p>Keine Entgeltk\u00fcrzung in N\u00fcrnberg <\/p>\n<p>Vom Stellenabbau betroffen sein sollen auch andere Standorte in Bayern \u2013 neben Schweinfurt auch Auerbach im Landkreis Amberg-Sulzbach, Thyrnau im Landkreis Passau, Bayreuth und N\u00fcrnberg. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend f\u00fcr die Antriebssparte von ZF zur Kostensenkung eine Arbeitszeitreduzierung auf 32,5 Wochenstunden und eine entsprechende Entgeltk\u00fcrzung vereinbart wurde, gilt diese Regelung f\u00fcr den Standort N\u00fcrnberg nicht, sagte Roland Wehrer von der IG Metall in N\u00fcrnberg im BR24-Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Grund sei unter anderem, dass die Gie\u00dferei dort sehr gut ausgelastet sei. Inwiefern dem ZF-Standort N\u00fcrnberg ein weiterer Stellenabbau droht, ist nicht gekl\u00e4rt. Zuletzt hie\u00df es, dass die Belegschaft dort bis 2030 von 1.000 auf 300 Menschen reduziert werden soll. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bleiben die Jobs in Schweinfurt erhalten oder nicht? Was passiert mit der wichtigen Sparte Elektromobilit\u00e4t? 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