{"id":465548,"date":"2025-10-01T19:49:11","date_gmt":"2025-10-01T19:49:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465548\/"},"modified":"2025-10-01T19:49:11","modified_gmt":"2025-10-01T19:49:11","slug":"frankreich-stoppt-tanker-mit-moeglichen-verbindungen-zu-drohnenfluegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465548\/","title":{"rendered":"Frankreich stoppt Tanker mit m\u00f6glichen Verbindungen zu Drohnenfl\u00fcgen"},"content":{"rendered":"<p>Frankreich hat einen unter EU-Sanktionen stehenden Tanker gestoppt, den Experten mit mysteri\u00f6sen Drohnenfl\u00fcgen \u00fcber D\u00e4nemark in Verbindung bringen. Pr\u00e4sident Macron spricht von \u201eschweren Fehlern\u201c der Crew \u2013 nun ermittelt die Justiz.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Franz\u00f6sische Soldaten haben einen \u00d6ltanker der sogenannten russischen Schattenflotte geentert, der mutma\u00dflich eine Rolle bei den ungekl\u00e4rten Drohnen\u00fcberfl\u00fcgen \u00fcber D\u00e4nemark gespielt hatte, und zwei Besatzungsmitglieder festgenommen. Die Soldaten der franz\u00f6sischen Marine seien vor der franz\u00f6sischen K\u00fcste an Bord des Schiffes gegangen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Milit\u00e4rkreisen. Der Staatsanwalt von Brest, St\u00e9phane Kellenberger, sagte, die beiden festgesetzten Crew-Mitglieder h\u00e4tten sich als der Kapit\u00e4n und der Steuermann des Schiffes zu erkennen gegeben.<\/p>\n<p>Die franz\u00f6sische Justiz hatte zuvor Ermittlungen gegen den derzeit unter der Flagge Benins fahrenden Tanker eingeleitet. Die franz\u00f6sische Marine habe den Tanker angezeigt, sagte Kellenberger. Ermittelt werde wegen eines \u201efehlenden Nachweises der Nationalit\u00e4t\u201c des Schiffes und der \u201eWeigerung, einer Anweisung zu folgen\u201c. Die H\u00f6chststrafe hierf\u00fcr liegt bei einem Jahr Gef\u00e4ngnis und einer Geldstrafe von 150.000 Euro.<\/p>\n<p>Nach Angaben aus Milit\u00e4rkreisen waren die franz\u00f6sischen Soldaten bereits am Samstag an Bord gegangen. Am Mittwoch waren sie demnach weiterhin an Bord. Luftaufnahmen von AFP von Mittwochnachmittag zeigten vermummte Soldaten am Deck des Schiffes vor der K\u00fcste von Saint-Nazaire im Westen Frankreichs.<\/p>\n<p>Eine Analyse von Daten der Website Vesselfinder durch die Nachrichtenagentur AFP hatte zuvor ergeben, dass sich das Schiff im Zeitraum der Drohnenvorf\u00e4lle, zwischen dem 22. und 25. September, nahe der K\u00fcste D\u00e4nemarks bewegte.<\/p>\n<p>Demnach ankert das Schiff, das zuletzt \u201ePushpa\u201c oder \u201eBoracay\u201c hie\u00df, inzwischen seit einigen Tagen vor der K\u00fcste Frankreichs. Zuvor war das 244 Meter lange Schiff demnach von Russland kommend an den K\u00fcsten Polens und Schwedens entlang weiter ins d\u00e4nische K\u00fcstengebiet gefahren. <\/p>\n<p>In der Nacht zum 23. September befand sich der Tanker den Daten zufolge dann vor der d\u00e4nischen Insel Lolland, bevor es zum Gro\u00dfen Belt weiterfuhr, der Meeresstra\u00dfe zwischen den d\u00e4nischen Inseln Seeland und F\u00fcnen.<\/p>\n<p>Das Fachmagazin \u201eThe Maritime Executive\u201c vermutet, dass das Schiff als \u201eStartplattform\u201c f\u00fcr jene Drohnen gedient haben k\u00f6nnte, die in der Nacht zum 22. September den d\u00e4nischen Flugverkehr gest\u00f6rt hatten. <\/p>\n<p>Der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/emmanuel-macron\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/emmanuel-macron\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron<\/a> sagte am Mittwoch am Rande eines informellen Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs in Kopenhagen, die Besatzung des Schiffes habe \u201eschwere Fehler\u201c begangen, ohne n\u00e4here Angaben zu machen.<\/p>\n<p>Das Schiff, das h\u00e4ufig die Flagge und den Namen gewechselt hat, wird von der Europ\u00e4ischen Union als Teil der russischen \u201eSchattenflotte\u201c betrachtet und steht seit Februar auf der EU-Sanktionsliste. Als Schattenflotte werden die zahlreichen oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe bezeichnet, mit denen Russland die wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine verh\u00e4ngten Sanktionen umgeht, insbesondere das \u00d6l-Embargo. <\/p>\n<p>Wegen des mysteri\u00f6sen \u00dcberflugs der Drohnen war der Flughafen von Kopenhagen am 22. September f\u00fcr einige Stunden gesperrt worden. Weitere Flugh\u00e4fen und Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte wurden sp\u00e4ter ebenfalls von Drohnen \u00fcberflogen. Nach Angaben der d\u00e4nischen Polizei konnten die Urheber der Vorf\u00e4lle nicht ausgemacht werden. <\/p>\n<p>Jedoch vermuten mehrere europ\u00e4ische Regierungen wie auch die EU-Kommission Russland hinter den Vorf\u00e4llen. Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen sagte am Mittwoch w\u00e4hrend des Gipfeltreffens in der d\u00e4nischen Hauptstadt, es obliege den d\u00e4nischen Beh\u00f6rden, die Herkunft der Drohnen zu kl\u00e4ren. Insgesamt sei jedoch ein Muster von Luftraumverletzungen zu sehen, \u201eund dieses Muster kommt aus Russland\u201c.<\/p>\n<p>AFP\/cvb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frankreich hat einen unter EU-Sanktionen stehenden Tanker gestoppt, den Experten mit mysteri\u00f6sen Drohnenfl\u00fcgen \u00fcber D\u00e4nemark in Verbindung bringen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":465549,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,10068,7302,548,663,3934,3980,156,13,7301,14,15,110,12,119129],"class_list":{"0":"post-465548","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-drohnen","11":"tag-emmanuel","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-france","16":"tag-frankreich","17":"tag-headlines","18":"tag-macron","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-newsteam","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-tanker-ks"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/465548","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=465548"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/465548\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/465549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=465548"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=465548"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=465548"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}