{"id":465699,"date":"2025-10-01T21:11:13","date_gmt":"2025-10-01T21:11:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465699\/"},"modified":"2025-10-01T21:11:13","modified_gmt":"2025-10-01T21:11:13","slug":"kooperation-zwischen-deutschland-frankreich-und-spanien-vor-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465699\/","title":{"rendered":"Kooperation zwischen Deutschland, Frankreich und Spanien vor Aus?"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Paris. Es sollte ein Vorzeigeprojekt f\u00fcr die europ\u00e4ische R\u00fcstungszusammenarbeit sein. Der Beweis, dass im so sensiblen Bereich der Verteidigung Synergien geschaffen, Know-How und Gelder geb\u00fcndelt, gemeinsame Projekte gestemmt werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Kurz nach der Wahl von Emmanuel Macron zum franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten 2017 gaben er und Bundeskanzlerin Angela Merkel den Startschuss f\u00fcr das \u201eLuftkampfsystem der Zukunft\u201c, kurz FCAS (Future Combat Air System), mit gesch\u00e4tzten Gesamtkosten von mehr als 100 Milliarden Euro.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/L5BZYBQRYVBFBI4D7NT6XPMR6Y.png\" \/>Hauptstadt-Radar<\/p>\n<p class=\"CallToActionBasestyled__Text-sc-1k69918-5 fbjGwD\">Der RND-Newsletter aus dem Regierungsviertel. Immer donnerstags.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ab 2040 soll es laut Plan die Rafale-Kampfjets in Frankreich und die Eurofighter in Deutschland abl\u00f6sen. Auch Spanien kam mit ins Boot. Es war als Machtdemonstration gedacht: Ein souver\u00e4nes Europa vermag seine Verteidigungsf\u00e4higkeit gemeinschaftlich zu organisieren.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Gut acht Jahre sp\u00e4ter droht der Kooperation allerdings das Aus. In der \u00d6ffentlichkeit ausgetragene Streitigkeiten der beteiligten Konzerne, vor allem Dassault Aviation und Airbus Defence and Space, n\u00e4hrten Zweifel an der Zukunftsf\u00e4higkeit des ambitionierten Projekts. Sie betreffen vor allem die Aufgabenverteilung, obwohl diese vertraglich festgelegt wurde.<\/p>\n<p>Kampfflugzeuge, Drohnen-Armee und Softwaresystem<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das FCAS bestehe aus drei Hauptbereichen, n\u00e4mlich einem Kampfflugzeug der sechsten Generation, einer Drohnen-Armee und einem Softwaresystem zum Teilen von Informationen, erkl\u00e4rt L\u00e9o P\u00e9ria-Peign\u00e9, Experte f\u00fcr R\u00fcstungs- und Verteidigungsindustrie am franz\u00f6sischen Institut f\u00fcr internationale Beziehungen Ifri. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Projektorganisation sei wiederum dreist\u00f6ckig aufgeteilt: \u201eDie politische Ebene ist der Kopf, die milit\u00e4rische der K\u00f6rper und die industrielle, das sind die Beine.\u201c Schon in milit\u00e4rischer Hinsicht gebe es gro\u00dfe Unterschiede: Anders als Deutschland und Spanien brauche Frankreich als Atommacht einen Kampfjet, der auf einen Flugzeugtr\u00e4ger gestellt werden sowie Nuklearwaffen transportieren kann. Er muss entsprechend konzipiert werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ein Kampfjet wird auf einer Flugzeugmesse ausgestellt.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/P3756KVW4VARNGMU63M4WVAPEI.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Noch schwieriger gestalte sich die Zusammenarbeit der Konzerne, die Konkurrenten sind. Die Haltung von Dassault Aviation irritierte zuletzt in Deutschland und Spanien. Der franz\u00f6sische R\u00fcstungskonzern fordere eine F\u00fchrungsrolle beim Bau des Kampfflugzeugs ein, der 60 bis 80 Prozent des Gesamtprojektes ausmache.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>R\u00fcstungskonzern kritisiert Projektsteuerung<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dessen Chef \u00c9ric Trappier kritisierte wiederholt die dreigeteilte und daher \u201eunklare\u201c Projektsteuerung. Er sei nicht gegen die Zusammenarbeit mit den Deutschen, aber bestehe auf der Anerkennung einer Hauptrolle bei der Flugzeugentwicklung und -konzeption f\u00fcr sein Unternehmen, sagte er. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eSonst k\u00f6nnen wir manche technische Entscheidungen nicht durchsetzen.\u201c Dassault Aviation, das seit mehr als 70 Jahren Kampfflugzeuge baue, k\u00f6nne dies \u201evon A bis Z\u201c machen \u2013 auch in Eigenregie. Tats\u00e4chlich wird es aber von drei L\u00e4ndern zu gleichen Teilen finanziert. Die Partner wollen es nicht bei der reinen Zulieferung belassen.<\/p>\n<p>\u201eKann nicht so weitergehend wie gegenw\u00e4rtig\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Bei einem Besuch beim spanischen Ministerpr\u00e4sidenten Pedro Sanchez im September klagte Friedrich Merz (CDU), die aktuelle Situation sei unbefriedigend: \u201eEs kann nicht so weitergehen wie gegenw\u00e4rtig.\u201c Der deutsche Kanzler hat Macron zur Feier am Tag der Deutschen Einheit am Freitag nach Saarbr\u00fccken eingeladen. Doch ein Durchbruch wird bei dem Anlass nicht erwartet.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) r\u00e4umte wiederholte R\u00fcckschritte bei dem Vorhaben ein und hat angek\u00fcndigt, dies mit seinen beiden Amtskollegen bei einem Treffen in Berlin im Oktober zu besprechen. Bis Jahresende m\u00fcsse eine grunds\u00e4tzliche Entscheidung her. Es gelte, \u201enationale Interessen hinten anzustellen.\u201c Unklar ist, wer von franz\u00f6sischer Seite kommt, nachdem der bisherige Armeeminister S\u00e9bastien Lecornu nun Premier ist und sein Kabinett in den n\u00e4chsten Tagen vorstellen wird.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">2026 soll eigentlich mit der Entwicklung eines Prototypen, deren Kosten auf f\u00fcnf Milliarden Euro gesch\u00e4tzt werden, Phase zwei beim FCAS beginnen. L\u00e4ngst besteht die Sorge, dass das Zieldatum 2040 nicht eingehalten werden kann. Vor allem f\u00fcr Paris erscheint dies laut Insidern als nicht hinnehmbar, da es die Kampfflugzeuge auch f\u00fcr seine nukleare Abschreckung nutzen will. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Angesichts der ver\u00e4nderten Sicherheitslage durch die Bedrohung durch Russland einerseits und die Zweifel an der Zuverl\u00e4ssigkeit der USA andererseits w\u00e4re das Signal, das vom Scheitern des einstigen Prestigeprojekts ausgehen w\u00fcrde, fatal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Paris. Es sollte ein Vorzeigeprojekt f\u00fcr die europ\u00e4ische R\u00fcstungszusammenarbeit sein. Der Beweis, dass im so sensiblen Bereich der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":465700,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-465699","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115300970363129849","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/465699","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=465699"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/465699\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/465700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=465699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=465699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=465699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}