{"id":465846,"date":"2025-10-01T22:28:16","date_gmt":"2025-10-01T22:28:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465846\/"},"modified":"2025-10-01T22:28:16","modified_gmt":"2025-10-01T22:28:16","slug":"folge-eines-russischen-angriffs-tschernobyl-sicherheitshuelle-fehlt-der-strom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465846\/","title":{"rendered":"Folge eines russischen Angriffs: Tschernobyl-Sicherheitsh\u00fclle fehlt der Strom"},"content":{"rendered":"<p>                    Folge eines russischen Angriffs<br \/>\n                Tschernobyl-Sicherheitsh\u00fclle fehlt der Strom<\/p>\n<p>\t\t\t\t              01.10.2025, 23:34 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Das Ungl\u00fcck von Tschernobyl liegt mittlerweile fast 40 Jahre her, die Folgen besch\u00e4ftigen die Ukraine aber immer noch. Ein russischer Angriff trifft das Umspannwerk, das die Schutzh\u00fclle mit Strom versorgt. Fachleute m\u00fcssen nun Schlimmeres verhindern.<\/strong><\/p>\n<p>An der Schutzh\u00fclle um den zerst\u00f6rten Reaktorblock des Kernkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine ist nach Kiewer Regierungsangaben wegen eines russischen Luftangriffs der Strom ausgefallen. Fachleute arbeiteten daran, die Versorgung wiederherzustellen, teilte das ukrainische Energieministerium auf Telegram mit.<\/p>\n<p>Demnach traf der russische Angriff ein Umspannwerk in der Stadt Slawutytsch, die knapp 50 Kilometer vom AKW Tschernobyl (ukr.: Tschornobyl) entfernt liegt. Auch in der Kleinstadt, in der fr\u00fcher die Bedienungsmannschaften des Werks lebten, fiel der Strom aus.<\/p>\n<\/p>\n<p>F\u00fcr die drei stillgelegten Reaktoren des Werks sei zur Versorgung auf eine andere Stromleitung umgeschaltet worden, teilte die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rden IAEA in Wien mit. Der sogenannte Sarkophag um den 1986 explodierten vierten Block werde mit zwei Dieselgeneratoren versorgt.<\/p>\n<p>In Tschernobyl ereignete das schwerste Ungl\u00fcck in der Geschichte der Atomkraft. Die Reste eines explodierten Reaktorblocks sind seit 2019 mit einer 100 Meter hohen Schutzh\u00fclle ummantelt. Zum Betrieb dieser Anlage, unter anderem der L\u00fcftung, ist Strom notwendig. Im Februar 2025 besch\u00e4digte eine russische Drohne den doppelwandigen sogenannten Sarkophag.<\/p>\n<p>Auch AKW Saporischschja macht wieder Sorgen<\/p>\n<p>Aber nicht nur das ehemalige Kernkraftwerk Tschernobyl bereitet Beobachtenden derzeit Sorge. Das besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja wird nach russischen Angaben den neunten Tag in Folge mit Notstrom aus Dieselgeneratoren gek\u00fchlt, nachdem eine externe Stromleitung unterbrochen worden war. Die Lage sei unter Kontrolle und die Strahlungswerte seien normal, erkl\u00e4rte die von Moskau eingesetzte Leitung des gr\u00f6\u00dften AKW in Europa. Es sei jedoch wichtig, dass die externe Stromversorgung so schnell wie m\u00f6glich wiederhergestellt werde. <\/p>\n<p>Die Notstromversorgung sei vorerst ausreichend, zitierte die Nachrichtenagentur RIA die Leitung des Kernkraftwerks. Die Wiederaufnahme der regul\u00e4ren Stromversorgung \u00fcber die sogenannte Dnjeprowskaja-Leitung sei jedoch unm\u00f6glich. Schuld daran sei ukrainischer Beschuss. Die Ukraine hat dagegen erkl\u00e4rt, dass russischer Beschuss die Wiederherstellung der externen Stromversorgung verhindere.<\/p>\n<p>Die letzte verbliebene externe Stromleitung war bei K\u00e4mpfen am 23. September unterbrochen worden. Strom wird ben\u00f6tigt, um Wasser zur K\u00fchlung der Reaktoren und der abgebrannten Brennelemente durch die Anlage zu pumpen. Alle sechs Reaktoren sind derzeit abgeschaltet. Russische Streitkr\u00e4fte hatten das Kraftwerk kurz nach Beginn des Einmarsches in die Ukraine 2022 besetzt.<\/p>\n<p>&#8222;Das gr\u00f6\u00dfte Atomkraftwerk Europas ist nun schon seit mehr als einer Woche ohne externe Stromversorgung, was bei weitem das l\u00e4ngste derartige Ereignis in mehr als dreieinhalb Jahren Krieg ist&#8220;, sagte der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA), Rafael Grossi. &#8222;Der derzeitige Zustand der Reaktoreinheiten und der abgebrannten Brennelemente ist stabil, solange die Notstrom-Dieselgeneratoren ausreichend Strom zur Aufrechterhaltung der wesentlichen Sicherheitsfunktionen und der K\u00fchlung liefern k\u00f6nnen&#8220;, f\u00fcgte er hinzu. &#8222;Es ist \u00e4u\u00dferst wichtig, dass die externe Stromversorgung wiederhergestellt wird.&#8220;<\/p>\n<p>Das russische Management des AKW erkl\u00e4rte laut RIA, dass die Notstromgeneratoren vorerst ausreichten und nur einige von ihnen im Einsatz seien. Alle Anlagen funktionierten normal. K\u00e4mpfe rund um das noch zu Zeiten der Sowjetunion gebaute Atomkraftwerk haben wiederholt zu Warnungen vor einer Nuklearkatastrophe \u00e4hnlich wie 1986 in Tschernobyl gef\u00fchrt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Folge eines russischen Angriffs Tschernobyl-Sicherheitsh\u00fclle fehlt der Strom 01.10.2025, 23:34 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":465847,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,661,13,929,14,15,16,307,12,64969,317],"class_list":{"0":"post-465846","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-angriff-auf-die-ukraine","11":"tag-headlines","12":"tag-kriege-und-konflikte","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-politik","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-tschernobyl","19":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115301273389402993","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/465846","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=465846"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/465846\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/465847"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=465846"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=465846"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=465846"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}