{"id":465937,"date":"2025-10-01T23:20:17","date_gmt":"2025-10-01T23:20:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465937\/"},"modified":"2025-10-01T23:20:17","modified_gmt":"2025-10-01T23:20:17","slug":"we-bury-the-dead-film-rezensionen-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465937\/","title":{"rendered":"We Bury the Dead | Film-Rezensionen.de"},"content":{"rendered":"<p><b>Inhalt \/ Kritik<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schock ist gro\u00df, als ein fehlgeleitetes milit\u00e4risches Experiment der USA in Australien eine Katastrophe verursacht. Mehr als eine halbe Million Menschen sterben augenblicklich, weil ihr Gehirn nicht mitmacht. Seltsamerweise gibt es aber eine Reihe von Leuten, die aus bislang ungekl\u00e4rten Gr\u00fcnden zur\u00fcckkommen und weiterleben. Darauf hofft auch\u00a0Ava Newman (<strong>Daisy Ridley<\/strong>), als sie sich einem besonderen Suchtrupp anschlie\u00dft, der in Tasmanien die Toten begr\u00e4bt. Vielleicht geh\u00f6rt ihr Mann Mitch (<strong>Matt Whelan<\/strong>) ja zu den wenigen, die das Desaster \u00fcberlebt haben? Zu eben diesem Trupp gesellt sich auch Clay (<strong>Brenton Thwaites<\/strong>), der unbek\u00fcmmert seiner Aufgabe nachgeht. W\u00e4hrend die beiden durch die H\u00e4user streifen und die \u00dcberbleibsel der ausgel\u00f6schten Leben zusammentragen, sucht Ava nach einem Weg, weiter in den S\u00fcden zu reisen, wo ihr Mann gewesen sein soll zur Zeit der Katastrophe \u2026<\/p>\n<p>Zombie-Roadmovie mit tieftraurigen Nebengeschichten<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und t\u00e4glich bei\u00dft das Zombietier. Auch wenn die Zeit, in der die Untoten die gro\u00dfen Leinw\u00e4nde bev\u00f6lkerten, schon eine Weile zur\u00fcckliegt, kann man sich \u00fcber einen mangelnden Nachschub in diesem Segment nicht beklagen. So werden nach wie vor zahlreiche neue Filme produziert, die meisten als Direct-to-Video-Geschichte. Fans freut das. Zuweilen w\u00fcrde man sich aber w\u00fcnschen, dass dabei mehr Eigensinn und Mut bewiesen w\u00fcrde, viele der Titel sind dann doch ziemlich austauschbar, wenn sich einige wenige durch die Feindeshorden ballern. Mit We Bury the Dead wurde dieses Jahr ein Film herausgebracht, der zumindest in Ans\u00e4tzen auch mal etwas Individuelles versucht, wenngleich der Versuch leider nicht konsequent zu Ende gebracht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verkauft wird der Film nat\u00fcrlich prim\u00e4r durch die Besetzung. Auch wenn der Stern von Daisy Ridley nach der Teilnahme an den Star Wars\u00a0Sequels nicht ganz so hell leuchtete, wie man das seinerzeit noch h\u00e4tte erwarten k\u00f6nnen, ist sie doch um einiges prominenter als die meisten, die in solchen Zombie-Streifen mitspielen. Sie f\u00fcllt die Rolle der Frau, die nicht wei\u00df, ob sie um ihren Mann trauern soll oder nicht, dann auch mit Leben. \u00dcberhaupt sind es eher die dramatischen Momente des Films, die einem in Erinnerung bleiben. Dabei geh\u00f6ren die st\u00e4rksten Momente von We Bury the Dead den Nebenfiguren. Herzzerrei\u00dfend ist beispielsweise die Passage um den Soldaten Riley (<strong>Mark Coles Smith<\/strong>), der ebenfalls einen gro\u00dfen Verlust erfahren hat und nicht abschlie\u00dfen kann. Wunderbar und tieftraurig ist eine an und f\u00fcr sich f\u00fcr die Geschichte unerhebliche Szene rund um eine Beerdigung.<\/p>\n<p>Unn\u00f6tige Genrekonventionen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00e4tte sich Regisseur und Drehbuchautor <strong>Zak Hilditch<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2019\/10\/der-biss-der-klapperschlange\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der Biss der Klapperschlange<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2018\/06\/1922\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">1922<\/a>) auf solche Momente konzentriert, eine Art episodenhaftes Roadmovie-Drama aus dem Stoff gemacht, der Film h\u00e4tte einer der st\u00e4rksten Zombiebeitr\u00e4ge der letzten Jahre werden k\u00f6nnen. Leider fehlte ihm dazu aber offensichtlich der Mut, weshalb er doch immer wieder zum Genreeinerlei zur\u00fcckkehrt und damit sich selbst im Weg steht. Bei dem Versuch, mit We Bury the Dead auch die regul\u00e4re Zielgruppe solcher Streifen anzusprechen, hat er ein Werk vorgelegt, das nichts Halbes und nichts Ganzes ist. Wer die pers\u00f6nliche, zum Teil sehr nachdenkliche Komponente sch\u00e4tzt, muss mitansehen, wie die hineingequetschten Actionszenen einiges kaputtmachen. Ein Publikum, das eben solche Szenen will, muss sich hingegen sehr gedulden, da es immer wieder l\u00e4ngere Passagen gibt, in denen nur wenig geschieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch wenn der Film, der auf dem <a href=\"https:\/\/www.sxsw.com\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">South by Southwest Festival 2025<\/a> Weltpremiere hatte, letztendlich unter seinen M\u00f6glichkeiten bleibt, ist er doch einen Blick wert. Da sind die besagten Momente, in denen es um pers\u00f6nliche Schicksale sowie die Frage geht, wo genau die Grenze zwischen Leben und Tod steht. Und da sind die zum Teil atemberaubenden Aufnahmen. Was Kameramann <strong>Steve Annis<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2020\/03\/die-farbe-aus-dem-all\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Farbe aus dem All<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2024\/08\/the-crow-2024\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">The Crow<\/a>) da mit dem Publikum teilt, sowohl im Hinblick auf die Motive und die Komposition der Bilder, ist fast schon verschwendet. Da verzeiht man We Bury the Dead beinahe das recht kitschige Ende, mit dem es sich die US-amerikanische-australische Coproduktion schon ziemlich einfach macht.<\/p>\n<p><b>Credits<\/b><\/p>\n<p><strong>OT:<\/strong>\u00a0\u201eWe Bury the Dead\u201c<br \/><strong>Land:<\/strong>\u00a0Australien, USA<br \/><strong>Jahr:<\/strong>\u00a02025<br \/><strong>Regie:<\/strong>\u00a0Zak Hilditch<br \/><strong>Drehbuch:<\/strong> Zak Hilditch<br \/><strong>Musik:<\/strong> Clark<br \/><strong>Kamera:<\/strong> Steve Annis<br \/><strong>Besetzung:<\/strong> Daisy Ridley, Mark Coles Smith, Brenton Thwaites, Matt Whelan<\/p>\n<p><b>Filmfeste<\/b><\/p>\n<p>SXSW 2025<br \/><a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2025\/09\/fantasy-filmfest-2025\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fantasy Filmfest 2025<\/a><\/p>\n<p><b>Kaufen \/ Streamen<\/b><\/p>\n<p>Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. 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