{"id":465944,"date":"2025-10-01T23:24:25","date_gmt":"2025-10-01T23:24:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465944\/"},"modified":"2025-10-01T23:24:25","modified_gmt":"2025-10-01T23:24:25","slug":"studie-saturnmond-beherbergt-komplexe-organische-molekuele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/465944\/","title":{"rendered":"Studie: Saturnmond beherbergt komplexe organische Molek\u00fcle"},"content":{"rendered":"<p>      Studie: Saturnmond beherbergt komplexe organische Molek\u00fcle<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Ein kleiner Saturnmond k\u00f6nnte die notwendigen Bedingungen f\u00fcr au\u00dferirdisches Leben bieten: Zum ersten Mal haben Forschende in Eispartikeln aus einem nicht auf der Erde gelegenen Ozean komplexe organische Molek\u00fcle nachweisen k\u00f6nnen. Laut einer am Mittwoch in der Fachzeitschrift &#8222;Nature Astronomy&#8220; ver\u00f6ffentlichten Studie beruhen die Erkenntnisse auf einer chemischen Analyse winziger Eiskristalle, die von der Nasa-Raumsonde Cassini gesammelt wurden und vom Saturnmond Enceladus stammen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md is-initial\">Enceladus misst rund 500 Kilometer Durchmesser und ist einer von hunderten Monden, die den Saturn umkreisen. Mit blo\u00dfem Auge ist er von der Erdoberfl\u00e4che aus nicht sichtbar. Seine Oberfl\u00e4che ist von einer 25 bis 30 Kilometer dicken H\u00fclle aus <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/sport\/themen\/eis-6267800.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eis<\/a> bedeckt, weshalb er im Teleskop wei\u00df erscheint.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Forscherinnen und Forscher waren lange der Meinung, dass Enceladus zu weit von der Sonne entfernt und daher zu kalt sei, um Hinweise auf Leben zu enthalten. Basierend auf j\u00fcngsten Untersuchungen von Daten der <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/wissen\/kosmos\/themen\/nasa-4155044.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nasa<\/a>-Raumsonde Cassini sieht die Wissenschaft dies nun anders.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Cassini flog in den Jahren 2004 bis 2017 mehrmals an Enceladus vorbei und zeichnete dabei Hinweise auf, dass sich unter der kilometerdicken Eisschicht des Mondes ein riesiger unterirdischer Salzwasser-Ozean verbergen k\u00f6nnte. Am S\u00fcdpol des <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/wissen\/kosmos\/themen\/saturnmond-4113976.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Saturnmondes<\/a> entdeckte die Raumsonde &#8222;eine riesige Wolke aus Gas- und Eispartikeln&#8220;, die Enceladus st\u00e4ndig in gro\u00dfer Menge ins All schleudert, wie Studienautor Nozair Khawaja erkl\u00e4rte, der am Institut f\u00fcr Raumfahrtsysteme (IRS) der Universit\u00e4t Stuttgart und am Institut f\u00fcr Geologische Wissenschaften der Freien Universit\u00e4t (FU) Berlin forscht.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Diese Eispartikel sammelten sich in einem der vielen Ringe des Saturn. Als Cassini durch den Saturnring flog, konnten zahlreiche Proben gesammelt werden. Da sich die Eisk\u00f6rner jedoch ver\u00e4ndert haben k\u00f6nnten, nachdem sie vom Mond Enceladus ausgesto\u00dfen wurden, mussten die Daten mit frischen Eisk\u00f6rnern des Mondes verglichen werden.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Im Jahr 2008 flog Cassini in 21 Kilometern H\u00f6he \u00fcber der Mondoberfl\u00e4che an den Rand des &#8222;Eis- und Gas-Geysirs&#8220;, wie Khawaja erkl\u00e4rte. Nach jahrelanger Analyse der gesammelten Daten seien sich die Forscher nun &#8222;ziemlich sicher, dass auch die in \u00e4lteren Eisk\u00f6rnern im (Saturn-)Ring entdeckten einfachen sowie komplexen Verbindungen aus dem Enceladus-<a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/themen\/ozean-6392028.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ozean<\/a> stammen&#8220;, erkl\u00e4rte Khawaja.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">&#8222;Wir vermuten, dass diese Molek\u00fcle in sogenannten Hydrothermalfeldern auf Enceladus synthetisiert werden &#8211; das sind Schlote am Grunde des Ozeans, aus denen hei\u00dfes Wasser aufsteigt. In den Weltmeeren der Erde gibt es im Umfeld vergleichbarer hydrothermaler Felder Hinweise auf Leben&#8220;, f\u00fchrte Khawaja aus.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Laut der Studie enth\u00e4lt der Mond-Ozean zahlreiche Elemente, die als grundlegende Bausteine des Lebens gelten, darunter Salz, Methan, Kohlendioxid, Phosphor und Vorl\u00e4ufer von Aminos\u00e4uren.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Die Forschungsergebnisse zu Enceladus sind so vielversprechend, dass die Europ\u00e4ische Weltraumorganisation ESA f\u00fcr 2040 bereits eine Anschluss-Mission dorthin plant.Schlie\u00dflich &#8222;erf\u00fcllt Enceladus alle Voraussetzungen f\u00fcr eine bewohnbare Umgebung, die Leben erm\u00f6glichen k\u00f6nnte&#8220;, erkl\u00e4rte die ESA.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">An Bord werden dann Messinstrumente sein, die den Eispartikeln aus dem Innern des Trabanten noch mehr R\u00e4tsel entrei\u00dfen k\u00f6nnten. &#8222;Unsere Resultate werden dabei helfen, diese Instrumente zu designen und die Raummission zu planen&#8220;, erkl\u00e4rte Studienautor Khawaja.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Die Raumsonde Cassini ist inzwischen zwar Geschichte, sie wurde 2017 kontrolliert zum Absturz gebracht. &#8222;Doch selbst heute noch gew\u00e4hren die Daten, die ihre Messinstrumente vor vielen Jahren aufgezeichnet haben, neue Einblicke in den Ozean im Innern des Saturnmondes&#8220;, erkl\u00e4rt der Ko-Autor der Studie, Frank Postberg von der FU Berlin.\u00a0<\/p>\n<p>\n    AFP\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Studie: Saturnmond beherbergt komplexe organische Molek\u00fcle Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen Ein kleiner Saturnmond k\u00f6nnte die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":465945,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[29,30,190,189,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-465944","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-science","11":"tag-science-technology","12":"tag-technik","13":"tag-technology","14":"tag-wissenschaft","15":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115301493673422598","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/465944","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=465944"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/465944\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/465945"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=465944"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=465944"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=465944"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}