{"id":466351,"date":"2025-10-02T03:10:23","date_gmt":"2025-10-02T03:10:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/466351\/"},"modified":"2025-10-02T03:10:23","modified_gmt":"2025-10-02T03:10:23","slug":"hitlers-halbruder-alois-liess-in-hamburg-seinen-namen-aendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/466351\/","title":{"rendered":"Hitlers Halbruder Alois lie\u00df in Hamburg seinen Namen \u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/hitlerbruder118.webp\" alt=\"Portr\u00e4tfotos von Alois junior (links) und Adolf Hitler\" title=\"Portr\u00e4tfotos von Alois junior (links) und Adolf Hitler | Hans-Peter de Lorent: &quot;T\u00e4terbilder&quot;.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 02.10.2025 05:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Er war ein Betr\u00fcger und Bigamist, sein Berliner Lokal ein beliebter Nazi-Treff: Nach Kriegsende floh Adolf Hitlers Halbbruder Alois nach Hamburg. Kontakte zu NS-Gr\u00f6\u00dfen stritt er ab. Am Dammtor er\u00f6ffnete er eine Lokal.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Kristina Festring-Hashem Zadeh*<\/p>\n<p class=\"\">Anfang Oktober 1945 erh\u00e4lt das Polizeiamt Hamburg am G\u00e4nsemarkt einen Brief, der Aufsehen erregt haben d\u00fcrfte. Der Verfasser hei\u00dft Alois Hitler junior und ist der Halbbruder von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Adolf-Hitler-Wie-der-NSDAP-Fuehrer-Deutscher-wurde,hitler121.html\" title=\"Adolf Hitler: Wie der NSDAP-F\u00fchrer Deutscher wurde\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Adolf Hitler<\/a>. Er hat einen etwas ungelenk formulierten, aber sehr dringenden Wunsch: &#8222;Mit diesem Schreiben bitte ich den Herrn Oberst und Kommandeur der Polizei Hamburg meinen Familiennamen Hitler in Hiller um\u00e4ndern zu wollen.&#8220; Es erscheine ihm &#8222;unm\u00f6glich, meinen Familiennamen Hitler weiterzuf\u00fchren, der Name erschwert mir, meinen Beruf weiter auszu\u00fcben und stellt eine Belastung im Umgang mit dritten Personen dar.&#8220; Der zu diesem Zeitpunkt 63-j\u00e4hrige Halbbruder des Diktators beteuert, er habe der NSDAP &#8222;nicht angeh\u00f6rt, ebenso keiner ihrer Gliederungen.&#8220;<\/p>\n<p>    Namens\u00e4nderung in drei Wochen genehmigt<\/p>\n<p class=\"\">Die Hamburger Beh\u00f6rden glauben dem Mann mit der Nickelbrille und dem streng gescheitelten Haar. Nur drei Wochen sp\u00e4ter erkennen sie den Antrag als &#8222;begr\u00fcndet&#8220; an und erf\u00fcllen den Wunsch, das &#8222;t&#8220; im Nachnamen durch ein &#8222;l&#8220; zu ersetzen. F\u00fcr 50 Reichsmark wird Hitler zu Hiller, in s\u00e4mtlichen Papieren &#8211; inklusive des Eintrags im \u00f6sterreichischen Taufregister. Als Alois Hiller lebt der Mann fortan mit seiner Gattin Hedwig, dem ebenfalls umbenannten Neffen und dessen Frau in einem Reihenhaus in Hamburg-Fuhlsb\u00fcttel. Als die \u00f6rtliche Presse auf die Geschichte aufmerksam wird und die Polizei bittet, Kontakt zu Hitlers Halbbruder herzustellen, lehnt die Beh\u00f6rde ab. Der Mann sei &#8222;seelisch schwer ersch\u00fcttert&#8220; und solle &#8222;von neuen Aufregungen verschont&#8220; werden.<\/p>\n<p class=\"\">&#8222;Aus heutiger Sicht scheint es absurd, wie wenig die Polizeibeh\u00f6rde damals realisiert hat, mit wem sie es da eigentlich zu tun hat &#8211; und dass sie dem Mann einfach glaubte, ohne seine Vorgeschichte zu pr\u00fcfen&#8220;, sagt NS-Forscher Hans-Peter de Lorent dem NDR vor einigen Jahren. Der Hamburger ist am Rand seiner Recherchen zum <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/Wie-Nazi-Lehrer-nach-dem-Krieg-Karriere-machten,nazilehrer100.html\" title=\"Wie Nazi-Lehrer nach dem Krieg Karriere machten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hamburger Bildungswesen im Nationalsozialismus<\/a> im Staatsarchiv auf Akten zu Alois Hitler junior gesto\u00dfen. &#8222;Vorher wusste ich gar nicht, dass Adolf Hitler einen Halbbruder in Hamburg hatte.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Kleinkrimineller Halbbruder passte nicht zum F\u00fchrer-Mythos&#8220;<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/delorent-100.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/delorent-100.webp\" alt=\"Hans-Peter de Lorent\" title=\"Der Hamburger Hans-Peter de Lorent hat sich intensiv mit der Geschichte von Alois Hitler junior besch\u00e4ftigt. | NDR \/ Kristina Festring-Hashem Zadeh\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Der Hamburger Hans-Peter de Lorent hat sich intensiv mit der Geschichte von Alois Hitler junior besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p class=\"\">Im <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/NS-Zeit-Krieg-und-Terror,nszeit108.html\" title=\"NS-Zeit: Krieg und Terror\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NS-Staat<\/a> hatte sich der Diktator zum F\u00fchrer des Deutschen Volkes stilisiert, begleitet von einem irren Personenkult. Um seine Familie machte der Mann stets ein Geheimnis &#8211; so auch um Halbbruder Alois, mit dem er sich nicht in der \u00d6ffentlichkeit zeigte.\u00a0Vor seinem Selbstmord am Kriegsende lie\u00df Adolf Hitler s\u00e4mtliche Familiendokumente verbrennen.<\/p>\n<p class=\"\">Erst die Arbeit zahlreicher Forscher hat im Lauf der Jahre die Verwandtschaftsbeziehungen des Diktators offengelegt. &#8222;Der kleinkriminelle Halbbruder und dessen unbest\u00e4ndiges Leben h\u00e4tten kaum zum Mythos des gottgleichen F\u00fchrers gepasst, den Adolf Hitler um sich inszenierte&#8220;, sagt de Lorent, der die Geschichte von Alois Hitler junior in Hamburg mittlerweile umfassend recherchiert hat.<\/p>\n<p>    Sohn aus zweiter Ehe des Vaters<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/hitler-108.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/hitler-108.webp\" alt=\"Die Mutter des sp\u00e4teren Nazi-F\u00fchrers Adolf Hitler, Klara, in einer zeitgen\u00f6ssischen Aufnahme. (Hintergrund des Bildes wurde verbreitert)\" title=\"Den leiblichen Sohn und sp\u00e4teren Nazi-F\u00fchrer Adolf verw\u00f6hnte sie, Stiefkind Alois lehnte sie ab: Klara Hitler. | dpa - Bildarchiv \/ UPI\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Den leiblichen Sohn und sp\u00e4teren Nazi-F\u00fchrer Adolf verw\u00f6hnte sie, Stiefkind Alois lehnte sie ab: Klara Hitler.<\/p>\n<p class=\"\">F\u00fcr Alois Hitler junior ist die Hansestadt nur ein Aufenthaltsort unter vielen. Geboren wird er am 13. Januar 1882 in Wien als Sohn von Alois Hitler senior und dessen sp\u00e4terer zweiter Ehefrau Franziska Matzelsberger. 1883 kommt seine Schwester Angelika zur Welt, im Jahr darauf stirbt\u00a0die Mutter. Vater Alois Hitler senior heiratet schon 1885 ein drittes Mal: Klara P\u00f6lzl, die sp\u00e4tere Mutter von Adolf Hitler, der 1889 geboren wird.<\/p>\n<p class=\"\">Alois junior lebt sieben Jahre an der Seite des Bruders, ihr Verh\u00e4ltnis gilt als angespannt. Adolf wird von seiner Mutter bevorzugt, Stiefsohn Alois abgelehnt. Der j\u00e4hzornige Vater schl\u00e4gt \u00f6fter mal zu. Mit 14 Jahren verl\u00e4sst Alois das Elternhaus. Er h\u00e4lt sich mit Gelegenheitsjobs und Diebst\u00e4hlen \u00fcber Wasser, eine Kellnerlehre bricht er ab, so die Quellenlage.<\/p>\n<p>    Gef\u00e4ngnis und ein Kind in England<\/p>\n<p class=\"\">Nachdem er in Linz f\u00fcnf Monate lang im Gef\u00e4ngnis gesessen hat, wandert er nach Dublin aus. Auch hier finanziert er sein Leben mit Betr\u00fcgereien und flieht, als er erneut auffliegt, nach Liverpool. Dort heiratet er seine irische Geliebte und wird Vater eines Sohnes, William Patrick Hitler. Alois Hitler trinkt, verspielt Geld bei Pferderennen und verpr\u00fcgelt wohl regelm\u00e4\u00dfig Frau und Kind. 1915 verl\u00e4sst er sie und versucht sein Gl\u00fcck in Hamburg, wo er Rasierklingen verkauft, H\u00fchner z\u00fcchtet und kellnert. Mit gef\u00e4lschten Papieren heiratet er erneut und zeugt wieder einen Sohn, Heinrich.<\/p>\n<p>    Ein Bigamist macht Karriere im NS-Staat<\/p>\n<p class=\"\">Als 1924 bekannt wird, dass er auch in England Frau und Sohn hat, wird Alois Hitler junior wegen Bigamie angeklagt. Doch seine erste Frau verfolgt die Klage nicht weiter, mit sechs Monaten Haft auf Bew\u00e4hrung kommt er glimpflich davon. Er verl\u00e4sst die Hansestadt, geht nach Berlin und verdingt sich als Kellner und Gelegenheitsarbeiter. Als sein Halbbruder Adolf 1933 an die Macht kommt, erweitern sich auch f\u00fcr Alois die beruflichen Optionen. Im gleichen Jahr kauft er einen Weinausschank in Berlin-Charlottenburg, 1937 \u00fcbernimmt er von einem j\u00fcdischen Vorbesitzer ein Lokal am Wittenbergplatz. Zum notwendigen Startkapital sollen ihm NSDAP-Gr\u00f6\u00dfen verholfen haben. Er nennt die Gastst\u00e4tte &#8222;Alois&#8220; und beginnt den ersten wirklich lukrativen Job seines Lebens: Gastronom im NS-Staat.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/machtuebernahme118.webp\" alt=\"Parade der SA am 30. Januar 1934 vor dem Brandenburger Tor.\" title=\"Parade der SA am 30. Januar 1934 vor dem Brandenburger Tor. | picture-alliance \/ akg-images\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Am 30. Januar 1933 \u00fcbernehmen in Deutschland die Nazis die Macht, Adolf Hitler wird Reichskanzler. In Hamburg kommt es zu Massendemonstrationen und Ausschreitungen.<\/p>\n<p class=\"\">Nach <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/kriegsende\" title=\"Kriegsende 1945: So endete der Zweite Weltkrieg im Norden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kriegsende<\/a> wird Alois Hitler junior in Hamburg behaupten, er habe das Lokal aus eigener Kraft aufgebaut. Weder habe er Kontakt zu seinem Halbbruder Adolf gehabt, noch sei er sonst mit Nationalsozialisten involviert gewesen. Heute ist anderes bekannt.<\/p>\n<p>    Edelwei\u00df und Hitler-Bilder zum Geburtstag des &#8222;F\u00fchrers&#8220;<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/hitler-110.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/hitler-110.webp\" alt=\"Alois Hitler junior vor seinem Berliner Lokal !Alois&quot;\" title=\"Hitlers Halbbruder vor dem &quot;Alois&quot;. Das Berliner Lokal war ein Szenetreff f\u00fcr ranghohe Nazis. | Hans-Peter de Lorent: &quot;T\u00e4terbilder&quot;.\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Hitlers Halbbruder vor dem &#8222;Alois&#8220;. Das Berliner Lokal war ein Szenetreff f\u00fcr ranghohe Nazis.<\/p>\n<p class=\"\">&#8222;Das &#8218;Alois&#8216; war ein Szenetreff f\u00fcr ranghohe Nazis&#8220;, berichtet NS-Forscher de Lorent. Der als charmant geltende Besitzer, der nicht nur den Schnauzbart wie sein Bruder gestutzt tr\u00e4gt, sondern diesem auch sonst stark \u00e4hnlich sieht, bewirtet die SA- und SS-Leute in einem gesonderten Raum im ersten Stock. Zum Geburtstag des &#8222;F\u00fchrers&#8220; dekoriert Alois Hitler junior das Schaufenster mit Edelwei\u00df und Hitler-Bildern, an Weihnachten schenkt er seinen Angestellten ebenfalls Bilder des Diktators.<\/p>\n<p class=\"\">Das Lokal ist eine Goldgrube. Auch wenn die Verwandtschaft zu Halbbruder Adolf nicht \u00f6ffentlich gemacht wird, &#8222;hat er doch davon extrem profitiert&#8220;, erkl\u00e4rt Hans-Peter de Lorent. W\u00fcnsche des Gastst\u00e4ttenbesitzers wie eine Erh\u00f6hung des Tabakkontingents oder die Genehmigung eines Vordergartens werden &#8211; im Gegensatz zu Antr\u00e4gen des Vorbesitzers &#8211; umgehend erf\u00fcllt. In einem Beh\u00f6rdenschreiben beantragt Alois Hitler, zus\u00e4tzliche R\u00e4ume in dem Haus in Anspruch zu nehmen, die derzeit noch von Juden belegt seien. Es sei &#8222;damit zu rechnen, dass diese Juden in der n\u00e4chsten Zeit ihre Wohnungen r\u00e4umen m\u00fcssen&#8220;.<\/p>\n<p>    Im SS-Lastwagen von Berlin nach Hamburg<\/p>\n<p class=\"\">Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wird es in der Hauptstadt Berlin eng f\u00fcr Alois Hitler junior. Einige Wertsachen und Lebensmittel im Gep\u00e4ck flieht er mit seiner Frau Hedwig in einem SS-Lastwagen nach Hamburg, wo ihn kaum jemand kennt. Als Alois Hiller f\u00fcllt er 1947 den Entnazifizierungsbogen aus. Er verschweigt eine Mitgliedschaft in der NSDAP und wird zun\u00e4chst in Kategorie V als &#8222;entlastet&#8220; eingestuft.<\/p>\n<p>    R\u00fchrselige Geschichten in der Hamburger Presse<\/p>\n<p class=\"\">Doch als sich Zeugen aus seiner Berliner Zeit beim Entnazifizierungsausschuss melden und davon berichten, wie es im &#8222;Alois&#8220; zugegangen ist, muss Hitlers Halbbruder reagieren. Er schaltet die Presse ein, die r\u00fchrselige Artikel \u00fcber ihn druckt, denen zufolge er &#8222;keine Beziehung&#8220; zu Adolf Hitler gehabt hat und nicht an seinen Bruder erinnert werden will. &#8222;Herr Hiller hat einen bl\u00fctenwei\u00dfen Fragebogen und konnte glaubhaft nachweisen, da\u00df er sich f\u00fcr Politik nie so stark interessiert hat wie f\u00fcr guten Kaffee und ein anst\u00e4ndiges Bier&#8220;, schreibt die Zeitung &#8222;Wochenend&#8220; im Oktober 1949. Dabei hatte ihn der Entnazifizierungsausschuss zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Zeugenberichte bereits wieder neu eingestuft &#8211; und zwar in Kategorie III als &#8222;Minderbelasteten&#8220;.<\/p>\n<p>    Gastst\u00e4tte am Dammtor<\/p>\n<p class=\"\">Bei den Verhandlungen sagt Hiller, er leide an Ged\u00e4chtnisschwund und habe daher einige Punkte im Fragebogen unabsichtlich falsch ausgef\u00fcllt. Nach einigem Hin und Her der Rechtsanw\u00e4lte entscheidet der Entnazifizierungsausschluss schlie\u00dflich im April 1950, Hiller wieder in die Kategorie &#8222;Unbelasteter&#8220; zur\u00fcckzustufen. Somit darf er wieder in der freien Wirtschaft t\u00e4tig werden und er\u00f6ffnet eine kleine Gastst\u00e4tte in der N\u00e4he des Dammtors, wie der Journalist Wolfgang Zdral in seinem Buch &#8222;Die Hitlers&#8220; schreibt. Hiller habe in Hamburg unauff\u00e4llig gelebt. Nur f\u00fcr Touristen, die wussten, wer sich hinter diesem neuen Namen verbirgt, habe er bisweilen Bilder seines Bruders Adolf mit dem Schriftzug &#8222;Hitler&#8220; signiert.<\/p>\n<p class=\"\">Am 20. Mai 1956 stirbt Alois Hitler junior in Hamburg und wird auf dem <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/reise\/hamburg\/Friedhof-Ohlsdorf-Hamburgs-besonderer-Park,parkfriedhofohlsdorf101.html\" title=\"Friedhof Ohlsdorf: Hamburgs besonderer Park\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ohlsdorfer Friedhof<\/a> beigesetzt. Das Grab ist inzwischen eingeebnet.<\/p>\n<p class=\"\">* Die Urfassung dieses Beitrags ist bereits 2016 ver\u00f6ffentlicht worden. Die Autorin arbeitet inzwischen nicht mehr f\u00fcr den NDR.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/stapellaufgustloff100.webp\" alt=\"Adolf Hitler am 5. Mai 1937 auf dem Weg zur Taufkanzel in Begleitung von Robert Ley und Blohm junior.\" title=\"Adolf Hitler am 5. Mai 1937 auf dem Weg zur Taufkanzel in Begleitung von Robert Ley und Blohm junior. | picture-alliance \/ akg-images, akg-images\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Geschichtsforscher Harald Sandner hat f\u00fcr jeden Lebenstag Adolf Hitlers herausgefunden, wo er sich aufgehalten hat. An 75 Tagen war Hitler in Hamburg &#8211; \u00f6fter als bislang angenommen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/fackelzug-100.webp\" alt=\"Angeh\u00f6rige der SA marschieren am 30.01.1933 mit Fackeln durch die von Zuschauern ges\u00e4umten Stra\u00dfen von Berlin\" title=\"Angeh\u00f6rige der SA marschieren am 30.01.1933 mit Fackeln durch die von Zuschauern ges\u00e4umten Stra\u00dfen von Berlin | picture-alliance \/ dpa\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Viele Hamburger haben zur NS-Zeit Tagebuch geschrieben. Manche verehrten Hitler, andere verachteten ihn.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/widerstand146.webp\" alt=\"Die Widerstandsk\u00e4mpfer Robert Abshagen (von links), Karl K\u00f6ppe, Hein Brettschneider und Hans Christoffers\" title=\"Die Widerstandsk\u00e4mpfer Robert Abshagen (von links), Karl K\u00f6ppe, Hein Brettschneider und Hans Christoffers | KZ-Gedenkst\u00e4tte Neuengamme\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Hunderte Arbeiter in Hamburg sabotieren w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs das Nazi-Regime &#8211; darunter die B\u00e4stlein-Jacob-Abshagen-Gruppe.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gutschow105.webp\" alt=\"Konstanty Gutschows Skizze der Elb-Hochbr\u00fccke, die er f\u00fcr Hamburg plante\" title=\"Konstanty Gutschows Skizze der Elb-Hochbr\u00fccke, die er f\u00fcr Hamburg plante | Niels Gutschow\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Eine gigantische Elb-Br\u00fccke, ein Wolkenkratzer in Altona: Der Hamburger Architekt Konstanty Gutschow wollte einen neuen Hafen gestalten.<\/p>\n<p>Unter Hitler z\u00fcndet der Hamburger Turnlehrer Rudolf Fehling Synagogen an und verpr\u00fcgelt Juden. Nach 1945 arbeitet er wieder im Schuldienst &#8211; und schl\u00e4gt dort Kinder. Er ist kein Einzelfall.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 02.10.2025 05:00 Uhr Er war ein Betr\u00fcger und Bigamist, sein Berliner Lokal ein beliebter Nazi-Treff: Nach Kriegsende&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":466352,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[119216,29,30,119217,692,12428,98850,57,12900,2657],"class_list":{"0":"post-466351","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-alois-hitler","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-halbbruder","12":"tag-hamburg","13":"tag-hamburger-geschichte","14":"tag-hiller","15":"tag-nationalsozialismus","16":"tag-ns-zeit","17":"tag-zweiter-weltkrieg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115302382675903589","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/466351","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=466351"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/466351\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/466352"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=466351"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=466351"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=466351"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}