{"id":466420,"date":"2025-10-02T03:46:21","date_gmt":"2025-10-02T03:46:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/466420\/"},"modified":"2025-10-02T03:46:21","modified_gmt":"2025-10-02T03:46:21","slug":"gastarbeiter-mord-in-bielefeld-die-tragische-geschichte-von-ahmed-k-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/466420\/","title":{"rendered":"Gastarbeiter-Mord in Bielefeld: Die tragische Geschichte von Ahmed K."},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\">Bielefeld. Ein Gastarbeiter aus der T\u00fcrkei verschwindet am ersten Weihnachtsfeiertag 1968 spurlos. Erst zwei Jahre sp\u00e4ter wird die Leiche von Ahmed K. in einem Waldst\u00fcck zwischen L\u00e4mershagen und Bielefeld-Sennestadt gefunden. <\/p>\n<p id=\"absatz2\">Damals meldete nicht etwa seine Ehefrau Seher K. ihren Mann als vermisst, sondern vermutlich sein Arbeitgeber, nachdem Ahmed K. mehrere Tage nicht zur Arbeit erschienen ist. Seher K. behauptete in Befragungen der Polizei, dass ihr Mann f\u00fcr eine Magen-Operation zur\u00fcck in die T\u00fcrkei gegangen sei. Was die Ermittler damals noch nicht wussten: Ahmed K.\u2019s Ehefrau hatte eine Aff\u00e4re mit Mevl\u00fct K., einem engen Freund der Familie und ebenfalls Gastarbeiter aus der T\u00fcrkei. Er hatte den Ehemann seiner Geliebten w\u00e4hrend eines gemeinsamen Ausflugs get\u00f6tet. Der Fall wurde zum ersten gro\u00dfen Mordprozess im damaligen Gastarbeitermilieu in Bielefeld.<\/p>\n<p id=\"absatz4\">In der neuen Folge von \u201eOstwestF\u00e4lle\u201c, dem True-Crime-Podcast der \u201eNeuen Westf\u00e4lischen\u201c, spricht Moderatorin Birgitt Gottwald mit dem stellvertretenden NW-Chefredakteur Martin Fr\u00f6hlich \u00fcber einen Mord an einem Gastarbeiter aus der T\u00fcrkei, der lange als ungekl\u00e4rt galt und die Polizei sehr lange besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail zur Best\u00e4tigung Ihrer Anmeldung.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie haben bisher Ihre E-Mail-Adresse noch nicht best\u00e4tigt.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Es ist einen Fehler aufgetreten\n        <\/p>\n<p>Bei Fragen hilft unser Newsletter-Support<\/p>\n<p> Newsletter<\/p>\n<p> OstwestF\u00e4lle<\/p>\n<p>W\u00f6chentlich spannende Einblicke in True Crime F\u00e4lle aus OWL.<\/p>\n<p>                Jetzt anmelden<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">\n<p>Der Mord an Gastarbeiter Ahmed K. in Bielefeld \u2013 Der Fall im \u00dcberblick<\/p>\n<ul>\n<li>Im Dezember 1968 verschwand der Gastarbeiter Ahmed K. spurlos<\/li>\n<li>Erst im Mai 1970 wurde seine Leiche in einem Waldst\u00fcck zwischen L\u00e4mershagen und Bielefeld-Sennestadt gefunden, nachdem seine Ehefrau die Wahrheit \u00fcber das Schicksal ihres Mannes erz\u00e4hlt hatte<\/li>\n<li>Ahmed K. wurde von Mevl\u00fct K., dem Geliebten seiner Ehefrau, mit einem Schraubenzieher erstochen<\/li>\n<li>Nur ein Jahr nach der Tat heirateten Seher K. und Mevl\u00fct K. in der T\u00fcrkei, obwohl Ahmed K. noch immer vermisst wurde<\/li>\n<li>Vor Gericht konnte nie abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt werden, ob die Tat geplant oder Notwehr war<\/li>\n<li>Die Richter hielten aber die Notwehrerkl\u00e4rung f\u00fcr nicht plausibel<\/li>\n<li>Mevl\u00fct K. wurde zu vier Jahren Haft verurteilt und kehrte nah seiner Haftstrafe wieder in die T\u00fcrkei zur\u00fcck<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sp\u00e4terer M\u00f6rder war Freund der Familie<\/p>\n<p>Ahmed K. kam gemeinsam mit seiner Familie 1967 nach Deutschland. Er fand in einem Betrieb in Bielefeld Arbeit. In ihrer neuen Heimat lernten Ahmed und seine Frau Seher K. den t\u00fcrkischen Gastarbeiter Mevl\u00fct K. kennen. Schnell freunden sich die beiden mit ihm an.<\/p>\n<p id=\"absatz7\">Mevl\u00fct K. hatte als einziger der Drei einen F\u00fchrerschein und gab der Ehefrau von Ahmed K. einige Fahrstunden auf einem Firmenparkplatz. Im Zuge dieser Fahrstunden lernte Seher K. aber nicht nur das Fahren besser kennen, sondern auch ihren Fahrlehrer Mevl\u00fct. Die beiden fingen ein Verh\u00e4ltnis hinter dem R\u00fccken von Ahmed K. an.<\/p>\n<p>Ahmed K. wusste von der Aff\u00e4re seiner Frau<\/p>\n<p id=\"absatz8\">Noch an Heiligabend 1968 feierten Ahmed und Seher K. gemeinsam mit Mevl\u00fct K. bei Freunden. Am ersten Weihnachtsfeiertag schlug Ahmed K. eine gemeinsame Fahrt mit seiner Ehefrau und ihrem Geliebten vor. Zu diesem Zeitpunkt wusste er bereits von der Aff\u00e4re seiner Ehefrau und dem Freund der Familie.<\/p>\n<p id=\"absatz9\">An diesem Tag wollte Ahmed K. die beiden mit dem Verh\u00e4ltnis konfrontieren. In seiner Tasche versteckte er ein Rasiermesser. Sp\u00e4ter sagten Arbeitskollegen aus, dass Ahmed K. angek\u00fcndigt hatte, seinen Nebenbuhler abschlachten zu wollen. Inwieweit er diese Drohung wirklich umsetzen wollte, konnten die Ermittler nie herausfinden. <\/p>\n<p>Ahmed K. wurde mit einem Schraubenzieher erstochen<\/p>\n<p id=\"absatz10\">W\u00e4hrend der Fahrt wies Ahmed K. den Geliebten seiner Frau an, am Stra\u00dfenrand anzuhalten. Dann konfrontierte er die beiden mit seinem Wissen \u00fcber die Aff\u00e4re seiner Ehefrau. Schnell soll es zum Streit zwischen den Dreien gekommen sein. Ahmed K. soll Mevl\u00fct K. mit seinem Rasiermesser verletzt und ihn w\u00e4hrend des Streits gew\u00fcrgt haben. Mevl\u00fct K. z\u00fcckte daraufhin einen Schraubenzieher, den er aus dem Handschuhfach genommen hatte. Mit diesem stach Mevl\u00fct K. mehrmals auf den Ehemann seiner Geliebten ein. Nach der Tat vergruben die beiden Ahmed K. in einem Waldst\u00fcck zwischen L\u00e4mershagen und Bielefeld-Sennestadt.<\/p>\n<p>        <a href=\"http:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xM1AzSnViSFVnbUpxVE9yVjRjRHFqaWNObXNOOVFsT20wbXRuNnZlWHo1eUtBV1IxelVtMms4TGZIVzZmRU82UUE2VTNJQ3h6SlowTzZFQTVvTnNUT3c9PQ\/250930-1342-649790131.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Erst nachdem die Ehefrau Seher K. den Ermittlern sagt, was mit ihrem Mann passiert war, konnte die Leiche von Ahmed K. gefunden werden.\" data-glightbox=\"type: image; description: Erst nachdem die Ehefrau Seher K. den Ermittlern sagt, was mit ihrem Mann passiert war, konnte die Leiche von Ahmed K. gefunden werden.  | \u00a9 Archivbild \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1759376781_479_250930-1342-649790131.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Erst nachdem die Ehefrau Seher K. den Ermittlern sagt, was mit ihrem Mann passiert war, konnte die Leiche von Ahmed K. gefunden werden. - \u00a9 Archivbild\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Erst nachdem die Ehefrau Seher K. den Ermittlern sagt, was mit ihrem Mann passiert war, konnte die Leiche von Ahmed K. gefunden werden.<br \/>\n                                    | \u00a9 Archivbild<\/p>\n<p id=\"absatz11\">Die Ermittler verh\u00f6rten Seher K. nach dem Verschwinden ihres Mannes immer wieder, bis diese sie schlie\u00dflich zur Leiche f\u00fchrte. Denn Zeugen der Tat gab es nicht. Nur Seher K. und ihr Geliebter wissen, was in der Tatnacht genau passiert war. Nur ein Jahr nach der Tat hatten die beiden \u00fcbrigens in der T\u00fcrkei geheiratet.<\/p>\n<p>Wahrer Tathergang bleibt ein Geheimnis<\/p>\n<p id=\"absatz12\">Was genau passiert war, konnte auch vor Gericht nie vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt werden. Seher K. und Mevl\u00fct K. beteuerten vor Gericht und w\u00e4hrend der Verh\u00f6re, dass die Tat aus Notwehr passierte. Ermittler fragten sich auch, ob die beiden den Ehemann nicht einfach nur loswerden wollten und sie ihn unter einem Vorwand in das Waldst\u00fcck lockten, um ihn dort zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p id=\"absatz13\">Ein Mordmotiv konnten die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten Mevl\u00fct K. nie nachweisen. Schlie\u00dflich wurde er zu einer vierj\u00e4hrigen Haftstrafe wegen Totschlags verurteilt. Die Liebesgeschichte mit Seher K. fand kein Happy End. Mevl\u00fct K. hatte in der T\u00fcrkei bereits eine Ehefrau und vier Kinder. Nachdem er seine Haftstrafe abgesessen hatte, kehrte er zur\u00fcck zu seiner ersten Familie. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bielefeld. Ein Gastarbeiter aus der T\u00fcrkei verschwindet am ersten Weihnachtsfeiertag 1968 spurlos. 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