{"id":466635,"date":"2025-10-02T05:44:15","date_gmt":"2025-10-02T05:44:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/466635\/"},"modified":"2025-10-02T05:44:15","modified_gmt":"2025-10-02T05:44:15","slug":"wohnen-in-stuttgart-eigenheime-in-stuttgart-verkaufen-sich-besser-mietmarkt-bleibt-angespannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/466635\/","title":{"rendered":"Wohnen in Stuttgart: Eigenheime in Stuttgart verkaufen sich besser \u2013 Mietmarkt bleibt angespannt"},"content":{"rendered":"<p>Die Immobilienums\u00e4tze sind in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> im Jahr 2025 erstmals wieder nach oben gegangen. Davor hatte die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.folgen-der-geldpolitik-die-niedrigen-zinsen-haben-fatale-nebenwirkungen.3a7b77b2-7d51-4240-97a2-a5e324de3bdd.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Niedrigzinsphase<\/a> bis Mitte 2022 den Stuttgarter Immobilienmarkt ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt: G\u00fcnstige Finanzierungskonditionen befeuerten die Nachfrage, wodurch sich das begrenzte Angebot an Wohnimmobilien weiter verknappte und die Preise sp\u00fcrbar anstiegen. Selbst auf dem bereits hohen Preisniveau hielt die Nachfrage an. <\/p>\n<p>Mit der abrupten <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.zinswende-in-europa-aerger-um-uebergewinne-der-banken.33d187d1-662e-4997-b4c6-b5637f7715e9.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zinswende<\/a> ab Mitte 2022 \u00e4nderte sich die Marktlage jedoch deutlich. Die stark gestiegenen Finanzierungskosten d\u00e4mpften die Kaufbereitschaft in Stuttgart. In der Folge kam es bis zum Sp\u00e4tsommer 2024 zu r\u00fcckl\u00e4ufigen Preisen und einer verhaltenen Marktaktivit\u00e4t. <\/p>\n<p>Das sind die Ergebnisse des City-Reports f\u00fcr Stuttgart <\/p>\n<p>In Zahlen gesprochen sah und sehen die Immobilienums\u00e4tze in Stuttgart folgenderma\u00dfen aus: Nachdem es im ersten Halbjahr 2022 einen Peak bei 24,9 Milliarden Euro gab, ging es \u201emartialisch nach unten auf 16,5 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2023 \u201c, wie Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, bei der Pr\u00e4sentation des City-Reports f\u00fcr die baden-w\u00fcrttembergische Landeshauptstadt sagt. Im ersten Halbjahr 2025 lag der Umsatz dann wieder bei 20,8 Milliarden Euro. Sinkende Hypothekenzinsen haben zu einer Zunahme von Kaufanfragen und abgeschlossenen Transaktionen gef\u00fchrt .<\/p>\n<p>Der Immobilienmarkt boomt noch nicht in Stuttgart <\/p>\n<p>\u201eDas Marktgeschehen hat sich etwas erholt, boomt aber nicht\u201c, sagt Kippes. Kaufinteressenten agieren weiterhin sehr selektiv und treffen Entscheidungen nur dann, wenn Lage, Objektqualit\u00e4t und Finanzierung exakt zusammenpassen. Da viele potenzielle K\u00e4ufer derzeit keinen akuten Handlungsdruck versp\u00fcren, bleibt die Nachfrage vorsichtig und anspruchsvoll. <\/p>\n<p>Bei der Preisermittlung am H\u00e4usermarkt im Bestand ist festzustellen, dass die Preise f\u00fcr Kaufobjekte mit mittlerem und gutem Wohnwert preislich um maximal +2 Prozent gegen\u00fcber Fr\u00fchjahr 2025 leicht zulegen konnten, w\u00e4hrend Wohnimmobilien mit einfachem oder sehr gutem Wohnwert weitere Abwertungen erfuhren. W\u00e4hrend Objekte ohne Renovierungsstau schneller einen K\u00e4ufer finden, werden sanierungsbed\u00fcrftige Objekte seltener nachgefragt.<\/p>\n<p>Die Preise f\u00fcr frei stehende Einfamilienh\u00e4user mit einem guten Wohnwert lagen im Herbst 2025 im Durchschnitt bei 1\u2009160\u2009000 Euro (+0,9 Prozent gegen\u00fcber Fr\u00fchjahr 2025), Doppelhaush\u00e4lften bei 740\u2009000 Euro (+1,4 Prozent). F\u00fcr Eigentumswohnungen aus dem Bestand mit gutem Wohnwert wird im Herbst 2025 ein Quadratmeterpreis von durchschnittlich 5000 Euro veranschlagt. Seit Fr\u00fchjahr 2024 sind die Preise konstant. Immobilien mit Makeln (ohne Balkon oder Aufzug in einem Mehrfamilienhaus, unsaniert, schlechte Lage) sind derzeit im Vergleich zur Zeit vor der Trendwende nur schwer verk\u00e4uflich. <\/p>\n<p>F\u00fcr neuerrichtete Eigentumswohnungen mit gutem Wohnwert wurden im Stadtbereich im Herbst 2025 durchschnittlich 8200 Euro pro Quadratmeter bezahlt, gegen\u00fcber Fr\u00fchjahr 2025 ist das ein R\u00fcckgang von -3,7 Prozent. Der Nachfrageeinbruch der vergangenen drei Jahre h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig. 2025 entstehen \u00fcberwiegend hochpreisige Neubauprojekte, die sich allerdings schwer am Markt platzieren lassen. Viele Eigentumswohnungen im oberen Preissegment finden schwerer K\u00e4ufer, da die Kaufzur\u00fcckhaltung angesichts des Preisniveaus und der Zinsen beachtlich ist. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.cb44d10a-e22f-4417-b26e-c590c2ebaecb.original1024.media.jpeg\"\/>     Es herrscht nicht mehr dunkle Nacht auf dem Stuttgarter Immobilienmarkt, das Tief ist \u00fcberwunden.    Foto: imago images\/Westend61    <\/p>\n<p>Der Stuttgarter Grundst\u00fccksmarkt zeichnete sich vor der Trendwende bis Mitte 2022 durch einen enormen Mangel an Baugrundst\u00fccken aus. In einem intensiven Wettbewerb um die knappen Grundst\u00fccke waren Bautr\u00e4ger gezwungen, hohe Preise zu akzeptieren \u2013 in der Erwartung, diese durch k\u00fcnftig steigende Objektpreise refinanzieren zu k\u00f6nnen. Die Situation der Bautr\u00e4ger versch\u00e4rfte sich jedoch weiter durch stark gestiegene Material- und Handwerkerkosten, was einige Unternehmen erheblich unter Druck setzte und teils zu Insolvenzen f\u00fchrte. <\/p>\n<p>Dank der seit 2024 vergleichsweise moderat steigenden Baukosten erkennen Bauunternehmen erste Anreize, wieder in den Neubau zu investieren. Dennoch bleibt die Branche zur\u00fcckhaltend: Auch im Herbst 2025 agieren Bautr\u00e4ger weiterhin mit gro\u00dfer Vorsicht, nur wenige wagen den Erwerb neuer Grundst\u00fccke. <\/p>\n<p> Sp\u00fcrbare Auswirkungen auf den Mietmarkt <\/p>\n<p>Die Preise f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.bauplaetze-mit-hohen-preisen-so-viel-kostet-das-teuerste-grundstueck-in-stuttgart.f285c7bb-e415-493c-b586-035e69d4f391.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Baugrundst\u00fccke<\/a> f\u00fcr Einfamilienh\u00e4user in guter Wohnlage lagen im Herbst 2025 durchschnittlich bei 1320 Euro pro Quadratmeter, f\u00fcr Baugrundst\u00fccke f\u00fcr Geschossbau bei 1500 Euro pro Quadratmeter. Nach teilweise starken R\u00fcckg\u00e4ngen der vergangenen drei Jahre entwickeln sich die Preise im Halbjahresvergleich Fr\u00fchjahr bis Herbst 2025 f\u00fcr Baugrundst\u00fccke f\u00fcr Einfamilienh\u00e4user mit -1,5 Prozent weiter leicht negativ, Baugrundst\u00fccke f\u00fcr Geschossbau lagen mit -4,5 Prozent deutlicher im Minus. <\/p>\n<p>Die ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen im Kaufsegment seit der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2022 haben auch sp\u00fcrbare Auswirkungen auf den Mietmarkt. Angesichts gestiegener Hypothekenzinsen haben sich viele bisherige Kaufinteressenten vom Erwerb von Wohneigentum abgewandt und <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.wohnen-im-kreis-esslingen-enger-immobilienmarkt-kaufen-oder-mieten.4975522f-8af4-4ba6-9a03-7ec87a94ce97.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">suchen vermehrt nach geeigneten Mietobjekten<\/a>. <\/p>\n<p>Insbesondere sanierte Bestandsmietobjekte mit guten Energieeffizienzstandards genie\u00dfen bei Mietinteressenten eine hohe Nachfrage. Neben der eigentlichen Kaltmiete r\u00fccken Betriebskosten, Heizkosten und insbesondere Energiepreise st\u00e4rker in den Fokus der Kalkulation. Die H\u00f6he der Nebenkosten erweist sich zunehmend als zentraler Faktor bei der Wohnungswahl.<\/p>\n<p> Das sind die Trend f\u00fcr Mieter in Stuttgart <\/p>\n<p> Viele Haushalte pr\u00fcfen inzwischen sehr genau, ob die Gesamtkosten einer Wohnung langfristig tragbar sind. Dieser Trend f\u00fchrt dazu, dass insbesondere <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektur-und-modulbau-stuttgarter-vorzeigequartier-mit-haeusern-die-energie-produzieren.e9f5bc8b-4f2c-4fcc-854c-a614e946e791.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wohnungen mit effizienter Energiebilanz <\/a>oder bereits modernisierter Haustechnik an Attraktivit\u00e4t gewinnen und eine vergleichsweise kurze Vermarktungsdauer aufweisen. Demgegen\u00fcber stehen gro\u00dfz\u00fcgige, hochwertig ausgestattete Neubauwohnungen mit hervorragenden Energiebilanzen, die aufgrund ihres sehr hohen Mietpreisniveaus oft nur eine begrenzte Zielgruppe ansprechen und nicht so rasch zu vermieten sind. <\/p>\n<p>Der aktuellen Erhebung des IVD-Instituts zufolge sind alle Segmente des Mietwohnungsmarkts in Stuttgart im Halbjahresvergleich Fr\u00fchjahr bis Herbst 2025 preislich konstant geblieben. Die Mietpreise sind im Herbst 2025 wie folgt: F\u00fcr Altbauwohnungen und Bestandswohnungen zahlen Mieter jeweils 16,40 Euro pro Quadratmeter, f\u00fcr neuerrichtete Mietwohnungen 18,30 Euro pro Quadratmeter (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen). <\/p>\n<p>Generell l\u00e4sst sich festhalten, dass die Mietpreisbremse die Mietanstiege in Stuttgart ged\u00e4mpft hat, aber auch Investoren abschreckt, neuen Wohnraum zu schaffen. Aktuell bewegen sich die Mietpreise am oberen Bereich des Mietspiegels. Der Stuttgarter Mietmarkt bliebt weiterhin angespannt, insbesondere f\u00fcr Wohnungssuchende mit begrenztem Budget.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Immobilienums\u00e4tze sind in Stuttgart im Jahr 2025 erstmals wieder nach oben gegangen. 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