{"id":466917,"date":"2025-10-02T08:23:11","date_gmt":"2025-10-02T08:23:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/466917\/"},"modified":"2025-10-02T08:23:11","modified_gmt":"2025-10-02T08:23:11","slug":"ab-2030-halbieren-sich-die-eu-grenzwerte-fuer-die-luftbelastung-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/466917\/","title":{"rendered":"Ab 2030 halbieren sich die EU-Grenzwerte f\u00fcr die Luftbelastung \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Leipzig debattiert zwar gerade \u00fcber die Abschaffung der 2011 eingef\u00fchrten Umweltzone, weil es die Stadt seit einigen Jahren schafft, die aktuellen EU-Grenzwerte f\u00fcr die Luftbelastung zu unterschreiten. Aber dabei wird gern vergessen, dass die EU-Grenzwerte ab 2030 weiter abgesenkt werden. Und da kann es passieren, dass Leipzig dann wieder allj\u00e4hrliche Luftreinhaltepl\u00e4ne mit strengen Auflagen erlassen muss. Die neuen strengeren Grenzwerte f\u00fcr Luftschadstoffe in der EU werden mit Wirkung vom 1. Januar 2030 f\u00fcr alle Mitgliedstaaten rechtlich bindend.<\/p>\n<p>Um sicherzustellen, dass die Grenzwerte bis 2030 eingehalten werden, ist von der EU ein neues Instrument eingef\u00fchrt worden: sogenannte Luftreinhaltefahrpl\u00e4ne. Damit wird eine Planung von Ma\u00dfnahmen f\u00fcr sauberere Luft bereits vor 2030 n\u00f6tig, sofern Grenzwert\u00fcberschreitungen zwischen dem 1. Januar 2026 und dem 31. Dezember 2029 festgestellt werden und absehbar ist, dass ohne entsprechende Ma\u00dfnahmen die neuen Grenzwerte nicht eingehalten werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die neuen Grenzwerte sind nur noch halb so hoch<\/p>\n<p>Das aktuell in Dresden-Pillnitz stattfindende Statuskolloquium \u201eLuftqualit\u00e4t &amp; Klima\u201c des Landesamtes f\u00fcr Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) gab mehreren Expertinnen und Experten f\u00fcr Luftqualit\u00e4t die Gelegenheit, sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Wissenschaft und kommunaler Praxis dar\u00fcber auszutauschen und zum aktuellen Stand zu informieren: So halbieren sich beispielsweise die Jahresgrenzwerte f\u00fcr Stickstoffdioxid und Feinstaub PM10 von 40 auf 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.<\/p>\n<p>F\u00fcr die noch kleineren Partikel Feinstaub PM2.5 gilt ab 1. Januar 2030 ein Jahresgrenzwert von 10 Mikrogramm pro Kubikmeter gegen\u00fcber dem jetzt g\u00fcltigen Grenzwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.<\/p>\n<p>Aktuell werden noch alle derzeit g\u00fcltigen Grenzwerte eingehalten. Jedoch sorgte die Witterung des ersten Halbjahres 2025 daf\u00fcr, dass die Luftqualit\u00e4t in Sachsen im Vergleich zu den Vorjahren 2023 und 2024 deutlich abnahm.<\/p>\n<p>Insbesondere die Feinstaubkonzentrationen PM10 und PM2.5 waren an allen s\u00e4chsischen Luftmessstationen deutlich h\u00f6her als im vergleichbaren Zeitraum der beiden Vorjahre. Das ist vor allem auf die sogenannten luftaustauscharmen Inversionswetterlagen im Februar und M\u00e4rz zur\u00fcckzuf\u00fchren. Auch die Stickstoffdioxid-Werte zeigen dem Landesumweltamt zufolge diese Tendenzen.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die neue EU-Luftqualit\u00e4tsrichtlinie sieht es kritischer aus. W\u00e4re das Jahr 2026 von den meteorologischen Bedingungen her vergleichbar mit 2025, m\u00fcssten f\u00fcr eine Reihe von s\u00e4chsischen St\u00e4dten und Landkreisen Luftreinhaltefahrpl\u00e4ne aufgestellt werden, stellt das Landesamt f\u00fcr Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) fest.<\/p>\n<p>Die s\u00e4chsischen Aktivit\u00e4ten<\/p>\n<p>Sachsen bereitet sich auf die Umsetzung der neuen EU-Luftqualit\u00e4tsrichtlinie intensiv vor. So wird unter anderem das s\u00e4chsische Luftmessnetz hinsichtlich seiner Repr\u00e4sentativit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcft und die Messtechnik der Online-Feinstaub-PM2.5-Messung ausgebaut, was eine zeitnahe Information der Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber der aktuellen Feinstaubbelastung m\u00f6glich macht. Zudem wird am Standort Radebeul-Wahnsdorf eine von elf Gro\u00dfmessstationen in Deutschland eingerichtet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.luft.sachsen.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Das s\u00e4chsische Luftmessnetz wird im Auftrag des LfULG von der Betriebsgesellschaft f\u00fcr Umwelt und Landwirtschaft (BfUL) betrieben<\/a> und ist in sechs landkreis\u00fcbergreifende Beurteilungsgebiete aufgeteilt. Diese Beurteilungsgebiete werden derzeit \u00fcberpr\u00fcft und angepasst. Die Anzahl der erforderlichen Luftmessstationen innerhalb dieser Gebiete richtet sich nach der Belastungssituation und der Einwohnerzahl.<\/p>\n<p>Werden Grenzwerte oder Zielwerte, entsprechend der novellierten EU-Luftqualit\u00e4tsrichtlinie 2024\/2881, zwischen dem 01.01.2026 und dem 31. Dezember 2029 \u00fcberschritten, wird ein Luftreinhaltefahrplan notwendig. Diese Pl\u00e4ne werden f\u00fcr das gesamte Beurteilungsgebiet erstellt.<\/p>\n<p>Die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Erstellung der Luftreinhaltepl\u00e4ne obliegt in Sachsen den Landkreisen und Kreisfreien St\u00e4dten. Eine m\u00f6gliche Fristverl\u00e4ngerung zur Einhaltung der neuen Grenzwerte ist nur m\u00f6glich, wenn bis Ende 2028 ein Luftreinhaltefahrplan erstellt wurde.<\/p>\n<p>F\u00fcr saubere Luft kann auch jede, jeder Einzelne einen kleinen Beitrag leisten. Besondere Anstrengungen sind vor allem in den Wintermonaten n\u00f6tig. Das fachgerechte Anheizen des heimischen Holzofens von oben, mit trockenem Brennstoff, f\u00fchrt beispielsweise deutlich zur Reduktion von Feinstaubemissionen. Die Nutzung von \u00d6PNV und Fahrrad reduziert sowohl Stickstoffdioxid- als auch Feinstaubemissionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig debattiert zwar gerade \u00fcber die Abschaffung der 2011 eingef\u00fchrten Umweltzone, weil es die Stadt seit einigen Jahren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":466918,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,71,77362,859,119356,117518,72810],"class_list":{"0":"post-466917","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-leipzig","12":"tag-luftschadstoffe","13":"tag-sachsen","14":"tag-schadstoffbelastung","15":"tag-umweltamt","16":"tag-umweltzone"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115303612774189677","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/466917","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=466917"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/466917\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/466918"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=466917"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=466917"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=466917"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}