{"id":467005,"date":"2025-10-02T09:10:13","date_gmt":"2025-10-02T09:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/467005\/"},"modified":"2025-10-02T09:10:13","modified_gmt":"2025-10-02T09:10:13","slug":"gefeuert-dieses-fehlverhalten-kann-sie-den-job-kosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/467005\/","title":{"rendered":"Gefeuert: Dieses Fehlverhalten kann Sie den Job kosten"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; H\u00e4ufig zu sp\u00e4t kommen oder gar nicht auf der Arbeit auftauchen, ohne sich zu entschuldigen: Das kann einen den Job kosten. Das haben dieses Jahr schon mehr als 500 Besch\u00e4ftigte von Volkswagen erfahren m\u00fcssen. Sie seien wegen Fehlverhaltens gek\u00fcndigt worden, hie\u00df es von dem Autobauer. Einer der Gr\u00fcnde laut einem Konzernsprecher: unentschuldigtes Fehlen. Doch ab wann ist das ein K\u00fcndigungsgrund?<\/p>\n<p>Anruf bei Nathalie Oberth\u00fcr: Die Fachanw\u00e4ltin f\u00fcr Arbeitsrecht hat solche Fragen t\u00e4glich auf dem Tisch und macht zun\u00e4chst eine Abstufung bei der Art des Fehlverhaltens. Klar pflichtwidrige Dinge seien das gravierendste: Diebstahl, Beleidigung des Vorgesetzten oder Arbeitszeitbetrug \u2013 also: Ich gebe vor, ich sitze am Rechner, gehe jedoch Einkaufen.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abDas f\u00fchrt sehr zuverl\u00e4ssig zur K\u00fcndigung, und da brauchen Sie in der Regel auch keine vorherige Abmahnung\u00bb, sagt sie. Denn das sei eine bewusste Pflichtverletzung, bei der der Arbeitnehmer nicht damit rechnen k\u00f6nne, dass die Arbeitgeberin dies hinnehmen werde.<\/p>\n<p>Unentschuldigt fehlen: Vers\u00e4umnis oder Vorsatz?<\/p>\n<p>Bei unentschuldigten Fehlzeiten kommt es darauf an, ob man bewusst weggeblieben ist oder einfach vers\u00e4umt hat, sich abzumelden.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Beispiel macht es deutlich: Wer krank ist und vers\u00e4umt, seine Krankmeldung einzureichen, wird daf\u00fcr nicht direkt gek\u00fcndigt werden k\u00f6nnen. Hier wird es h\u00f6chstens eine Abmahnung geben, also eine Warnung. \u00abWenn sie aber in Bangkok Urlaub machen und h\u00e4ngen einfach sehenden Auges zwei Tage dran, dann k\u00f6nnte das schon f\u00fcr eine K\u00fcndigung reichen \u2013 auch ohne Abmahnung\u00bb, so Oberth\u00fcr.<\/p>\n<p>St\u00e4ndig f\u00fcnf Minuten zu sp\u00e4t &#8211; Job in Gefahr<\/p>\n<p>Und wie es mit Zusp\u00e4tkommen? Das kommt darauf an. Passiert es ein-, zweimal, ist das noch kein den Job bedrohendes Problem. Aber die Menge macht es.<\/p>\n<p>\u00abWenn Sie \u00fcber Monate hinweg jede Woche zweimal f\u00fcnf Minuten zu sp\u00e4t kommen, ist das theoretisch auch ein K\u00fcndigungsgrund\u00bb, sagt Nathalie Oberth\u00fcr. Hier gilt allerdings wieder: Vorher muss es eine Abmahnung geben.<\/p>\n<p>Abw\u00e4gung: Wie schwerwiegend war das Verhalten?<\/p>\n<p>Am Ende, so die Anw\u00e4ltin, h\u00e4nge eine au\u00dferordentliche K\u00fcndigung im Einzelfall davon ab, wie schwerwiegend ein Verhalten sei und ob der Arbeitnehmer davon ausgehen musste, dass das schlicht nicht geduldet werden k\u00f6nnte. \u00abWenn das nicht so schwerwiegend ist, dann braucht es vorher eine Warnung.\u00bb<\/p>\n<p>Bei der Frage, ob K\u00fcndigung oder nicht, kommt noch eine andere Sache ins Spiel: die Interessenabw\u00e4gung. Die Arbeitsrechtlerin macht auch das an einem Beispiel deutlich:\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>\u00abHaben Sie jemanden, der seit 30 Jahren im Unternehmen besch\u00e4ftigt ist und bislang noch nie gefehlt hat?\u00bb <\/li>\n<li>\u00abOder haben Sie jemanden, der gerade neun Monate da und immer unp\u00fcnktlich ist?\u00bb Die H\u00fcrde liegt in diesem Fall bei dem Langzeitmitarbeiter deutlich h\u00f6her.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kein Fehlverhalten &#8211; und dennoch kann K\u00fcndigung drohen<\/p>\n<p>Wovon Fehlverhalten abzugrenzen ist, ist Unverm\u00f6gen. Auch das kann einen den Job kosten. \u00abWenn ich gesundheitlich nicht in der Lage bin, fr\u00fch aufzustehen und p\u00fcnktlich zu sein, dann ist das nichts, was man abmahnen muss oder kann, weil es nicht steuerbar ist\u00bb, so Oberth\u00fcr. Allerdings sei derjenige dann f\u00fcr die Anforderungen des Jobs ungeeignet \u2013 das kann ein Rechtfertigungsgrund f\u00fcr eine K\u00fcndigung sein.<\/p>\n<p>Auch ein F\u00fchrerscheinentzug kann einen die Arbeit unm\u00f6glich machen. Das sei dann aber keine verhaltensbedingte K\u00fcndigung, sondern eine personenbedingte, erkl\u00e4rt die Anw\u00e4ltin.\u00a0<\/p>\n<p>Ob die dann gerechtfertigt ist, h\u00e4ngt nach ihren Worten von der T\u00e4tigkeit ab. Und davon, wie lange man nicht hinters Steuer darf und ob es der Firma zuzumuten ist, diese Zeit irgendwie zu \u00fcberbr\u00fccken. \u00abWenn jemand als Berufsfahrer sechs Monate nicht Auto fahren kann, wird es schwierig.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; H\u00e4ufig zu sp\u00e4t kommen oder gar nicht auf der Arbeit auftauchen, ohne sich zu entschuldigen:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":467006,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[91793,119377,119376,1140,4941,3364,29,75478,30,1942,8970,1209,624,1009],"class_list":{"0":"post-467005","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-kndigung","9":"tag-tmn2549","10":"tag-zusptkommen","11":"tag-arbeit","12":"tag-cjab","13":"tag-de","14":"tag-deutschland","15":"tag-fehlverhalten","16":"tag-germany","17":"tag-job","18":"tag-muenster","19":"tag-nordrhein-westfalen","20":"tag-ratgeber","21":"tag-recht"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115303797718351668","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/467005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=467005"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/467005\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/467006"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=467005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=467005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=467005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}