{"id":467315,"date":"2025-10-02T11:59:14","date_gmt":"2025-10-02T11:59:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/467315\/"},"modified":"2025-10-02T11:59:14","modified_gmt":"2025-10-02T11:59:14","slug":"paukenschlag-trump-gibt-zieldaten-frei-ukraine-darf-tief-in-russland-zuschlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/467315\/","title":{"rendered":"Paukenschlag: Trump gibt Zieldaten frei \u2013 Ukraine darf tief in Russland zuschlagen"},"content":{"rendered":"<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/shutterstock_1068214901-d24913893c0e1e0d.jpeg\"  width=\"6000\" height=\"3371\"  alt=\"Drei Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper. 3D-Rendering.\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"caption akwa-caption__text\">Symbolbild.<\/p>\n<p class=\"source akwa-caption__source\">(Bild:\u00a0sibsky2016 \/ <a href=\"https:\/\/www.shutterstock.com\/de\/image-illustration\/three-tomahawk-cruise-missile-3d-render-1068214901\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener nofollow\">Shutterstock.com<\/a>)<\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">Die Trump-Regierung will Kiew erstmals Geheimdienstdaten f\u00fcr Angriffe auf Russlands Energieinfrastruktur weit hinter der Front liefern. Moskau ist alarmiert.<\/p>\n<p>In einer bedeutenden Kurs\u00e4nderung will die Regierung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump der Ukraine k\u00fcnftig Geheimdienstinformationen zur Verf\u00fcgung stellen, um Angriffe auf <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukrainische-Angriffe-auf-russische-Oel-Infrastruktur-treiben-Erdoelpreise-in-die-Hoehe-10671492.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">russische Energieinfrastruktur<\/a> tief im Hinterland zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Laut Beamten, die das Wall Street Journal (WSJ) zitiert, ist es das erste Mal, dass die Trump-Administration Kiew bei Angriffen auf Energieziele tief im russischen Territorium unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Ziel: Russlands Kriegswirtschaft schw\u00e4chen<\/p>\n<p>Das Ziel der Ma\u00dfnahme ist klar: Die Ukraine soll in die Lage versetzt werden, Raffinerien, Pipelines, Kraftwerke und weitere Energieinfrastruktur weit entfernt von der Grenze anzugreifen. Damit will man dem Kreml Einnahmen und \u00d6l entziehen, die er zur Finanzierung seiner Invasion ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Die Kombination aus besserer Aufkl\u00e4rung und potenziell leistungsst\u00e4rkeren Waffen soll gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den an neuralgischen Punkten verursachen und zugleich <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ist-Rheinmetalls-Skyranger-die-Zukunft-der-Flugabwehr-10625899.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">russische Luftabwehrkr\u00e4fte<\/a> binden, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Wie das WSJ <a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/world\/u-s-to-provide-ukraine-with-intelligence-for-missile-strikes-deep-inside-russia-ca7b2276\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">berichtet<\/a>, hat Pr\u00e4sident Trump sowohl das Pentagon als auch die US-Geheimdienste autorisiert, Kiew bei den Angriffen zu unterst\u00fctzen. Zudem dr\u00e4ngen die USA ihre Nato-Verb\u00fcndeten, eine \u00e4hnliche Zusammenarbeit mit der Ukraine auszuweiten.<\/p>\n<p>Der Schritt folgt auf ins Stocken geratene Friedensgespr\u00e4che und markiert eine rhetorische wie politische Kurs\u00e4nderung Washingtons: Nachdem seine bisherigen Vermittlungsversuche gescheitert sind, \u00e4u\u00dferte sich Trump zuletzt zunehmend frustriert \u00fcber Kremlchef Wladimir Putin.<\/p>\n<p>In einem bemerkenswerten Statement erkl\u00e4rte der US-Pr\u00e4sident, die Ukraine k\u00f6nne mit Unterst\u00fctzung der Europ\u00e4ischen Union alle von Russland besetzten Gebiete zur\u00fcckerobern.<\/p>\n<p>Tomahawks und Barracudas im Gespr\u00e4ch<\/p>\n<p>Neben der Geheimdienstkooperation erw\u00e4gt die US-Regierung laut WSJ auch die Lieferung von Tomahawk- und Barracuda-Marschflugk\u00f6rpern sowie weiteren in den USA hergestellten Boden- und Luftabwehrraketen an die Ukraine.<\/p>\n<p>Die in den Quellen genannten Reichweiten variieren: W\u00e4hrend das WSJ von rund 1.500 Meilen (ca. 2.400 km) f\u00fcr die Tomahawks spricht, <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/us-provide-ukraine-with-intelligence-missile-strikes-deep-inside-russia-wsj-2025-10-01\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">nennt<\/a> Reuters etwa 2.500 km oder 1.550 Meilen. Der Kyiv Independent <a href=\"https:\/\/kyivindependent.com\/trump-greenlights-us-intelligence-sharing-for-ukraines-long-range-strikes-on-russian-energy-infrastructure-wsj-reports\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">schreibt von<\/a> &#8222;bis zu 500 Meilen&#8220; (rund 800 km) f\u00fcr Tomahawks und Barracudas. Eine Entscheidung \u00fcber die Waffenlieferungen steht noch aus.<\/p>\n<p>Fest steht hingegen, dass Washington k\u00fcrzlich den Verkauf von <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/3-550-neue-Eram-Raketen-warum-die-Ukraine-trotzdem-kaum-Chancen-hat-10617626.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Extended Range Attack Munitions<\/a> an Kiew genehmigt hat \u2013 luftgest\u00fctzte Raketen mit einer Reichweite von 150 bis 280 Meilen (ca. 240 bis 450 km).<\/p>\n<p>Bisherige Beschr\u00e4nkungen fallen<\/p>\n<p>Bislang hatte die Trump-Regierung den Einsatz der schlagkr\u00e4ftigsten US-Waffen durch die Ukraine begrenzt und die Weitergabe von Geheimdienstinformationen eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>So stoppte man neue Lieferungen der Army Tactical Missile Systems (ATACMS) und etablierte ein Pentagon-Pr\u00fcfverfahren, das Kiew seit dem sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr daran hinderte, die bereits gelieferten ATACMS mit einer Reichweite von rund 300 km gegen Ziele in Russland einzusetzen. Mindestens ein ukrainischer Antrag wurde abgelehnt. Diese Beschr\u00e4nkungen k\u00f6nnten nun auch fallen.<\/p>\n<p>Wann genau die US-Geheimdienste mit der Informationsweitergabe beginnen, ist noch unklar. Laut einem Beamten warten die beteiligten Stellen auf schriftliche Anweisungen aus dem Wei\u00dfen Haus, bevor die erforderlichen Daten \u00fcbermittelt werden. Details zum Umfang und zur Art der Geheimdienstunterst\u00fctzung wurden nicht genannt.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>Moskau alarmiert<\/p>\n<p>Die Reaktionen aus Moskau lie\u00dfen nicht lange auf sich warten. Der Kreml analysiere die US-Pl\u00e4ne &#8222;sorgf\u00e4ltig&#8220;, erkl\u00e4rte Sprecher Dmitri Peskow. Er warf zugleich die Frage auf, wer die Marschflugk\u00f6rper abschie\u00dfen und die Ziele festlegen werde.<\/p>\n<p>Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja betonte, &#8222;schnelle L\u00f6sungen&#8220; des Konflikts funktionierten nicht. Au\u00dfenminister Sergej Lawrow meinte laut Nebensja, selbst die Lieferung von Tomahawks werde &#8222;die Lage auf dem Schlachtfeld nicht \u00e4ndern&#8220;.<\/p>\n<p>Verb\u00fcndete begr\u00fc\u00dfen Schritt<\/p>\n<p>Ganz anders fiel das Echo bei den westlichen Partnern aus. Europ\u00e4ische Politiker begr\u00fc\u00dften die Ank\u00fcndigung Washingtons. Deutschland etwa hat bereits rund 350 Millionen US-Dollar in den Aufbau der industriellen Kapazit\u00e4ten der Ukraine zur Herstellung von Tiefschlagwaffen investiert.<\/p>\n<p>Brigadegeneral Joachim Kaschke, der die deutsche Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr Kiew koordiniert, betonte laut WSJ die Notwendigkeit von Luftabwehr, Frontstabilisierung und der F\u00e4higkeit zu Tiefschl\u00e4gen. Um einem zahlenm\u00e4\u00dfig \u00fcberlegenen Gegner standzuhalten, m\u00fcssten die Versorgungslinien unterbrochen werden, so Kaschke.<\/p>\n<p>Die Ausweitung der Milit\u00e4rhilfe ist eingebettet in eine Versch\u00e4rfung der Energiesanktionen gegen Russland. Trump dr\u00e4ngt die europ\u00e4ischen L\u00e4nder, den Kauf von russischem \u00d6l einzustellen, und koppelt dies an seine Zustimmung zu harten Strafma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Die USA selbst verh\u00e4ngten zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle auf Importe aus Indien, um Neu-Delhi zum Verzicht auf verbilligtes russisches Roh\u00f6l zu bewegen. Auch die T\u00fcrkei setzt Washington unter Druck. Die G7-Finanzminister k\u00fcndigten koordinierte Schritte an, um den Druck auf K\u00e4ufer russischen \u00d6ls und auf Akteure, die <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Beijing-ignoriert-Westen-Russisches-Sanktions-Gas-landet-heimlich-in-China-10637347.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sanktionen umgehen<\/a>, zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Kiew entwickelt &#8222;Flamingo&#8220;-Rakete<\/p>\n<p>Unterdessen treibt auch die Ukraine ihre Raketenprojekte voran. Laut Reuters hat Kiew mit der <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Krieg-Flamingo-Raketen-zeigen-Schlagkraft-auf-der-Krim-10635225.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Flamingo&#8220;<\/a> eine eigene Langstreckenwaffe entwickelt. Das System befinde sich aber noch in einer fr\u00fchen Produktionsphase, die genauen F\u00e4higkeiten und St\u00fcckzahlen seien unbekannt.<\/p>\n<p>Fest steht: Die j\u00fcngste Kurskorrektur Washingtons d\u00fcrfte Russland vor zus\u00e4tzliche Herausforderungen stellen. Noch aber bleiben viele Fragen offen \u2013 von den konkreten Waffenlieferungen \u00fcber den Startzeitpunkt der neuen Geheimdienstkooperation bis hin zur Reaktion Moskaus. Klar ist nur: Im Ukrainekrieg wird eine neue Eskalationsstufe gez\u00fcndet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Symbolbild. 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