{"id":467722,"date":"2025-10-02T15:38:10","date_gmt":"2025-10-02T15:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/467722\/"},"modified":"2025-10-02T15:38:10","modified_gmt":"2025-10-02T15:38:10","slug":"russischer-geheimdienst-soll-drohnenteile-nach-deutschland-gebracht-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/467722\/","title":{"rendered":"Russischer Geheimdienst\u00a0soll Drohnenteile nach Deutschland gebracht haben"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>exklusiv<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 02.10.2025 16:01 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Im Auftrag des russischen Milit\u00e4rgeheimdienstes GRU sollen 2024 Drohnenteile und mehrere SIM-Karten \u00fcber Litauen und Polen nach D\u00fcsseldorf gebracht worden sein. Das berichtet die polnische Zeitung Wyborcza mit Bezug auf Sicherheitskreise.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Manuel Bewarder, WDR\/NDR und Florian Flade, WDR\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Einem Bericht der polnischen Zeitung Wyborcza zufolge soll ein in Polen lebender Ukrainer via Telegram damit beauftragt worden sein, in der litauischen Stadt Kaunas versteckte Drohnenteile auszugraben und diese nach D\u00fcsseldorf zu bringen. Diesen Auftrag soll er kurz darauf trotz einer Autopanne auch ausgef\u00fchrt und die Teile nach Nordrhein-Westfalen geliefert haben. Die polnischen Beh\u00f6rden bef\u00fcrchten offenbar, dass mit den Drohnen m\u00f6glicherweise Sprengstoffanschl\u00e4ge geplant waren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Fall ist brisant, da es sich bei dem Kurier um einen der bereits Festgenommenen im sogenannten DHL-Fall handelt. Er soll im vergangenen Sommer mehrere Luftfracht-Pakete mit Brands\u00e4tzen transportiert haben, von denen einige sp\u00e4ter in Flammen aufgingen &#8211; unter anderem im Logistikzentrum von DHL in Leipzig.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Inwiefern deutsche Beh\u00f6rden in die Ermittlungen zu den mutma\u00dflichen Drohnen-Lieferungen eingebunden sind, ist noch unbekannt. Nach Informationen von NDR, WDR und S\u00fcddeutscher Zeitung ermittelten deutsche Beh\u00f6rden im Zuge des DHL-Falls aber bereits im vergangenen August auch zu Bez\u00fcgen nach Nordrhein-Westfalen.<\/p>\n<p>    Hintergrund noch unklar<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Hintergrund des Auftrages zur Lieferung von Drohnen-Teilen ist dem Bericht zufolge f\u00fcr die Ermittlungsbeh\u00f6rden noch unklar. Demnach werde es aber f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, dass die Drohnenteile m\u00f6glicherweise f\u00fcr Anschlagsvorbereitungen gedacht waren. Zu jener Zeit fand in Deutschland die Fu\u00dfball-Europameisterschaft mit mehreren Spielen auch in NRW statt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der gleiche Kurier wird offenbar verd\u00e4chtigt, im Sommer 2024 auch kleine Dosen mit Sprengstoff von Litauen nach Polen transportiert und sie dort in einem Versteck deponiert zu haben.\u00a0In Litauen sollen Ermittler\u00a0dem Bericht zufolge in einem Versteck solchen Sprengstoff gefunden haben &#8211; abgef\u00fcllt in Maisdosen. Aus diesem Versteck soll der Verd\u00e4chtige Dosen abgeholt haben. Ob diese mit Sprengstoff gef\u00fcllt waren, konnten die Ermittler nicht herausfinden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die polnischen Ermittler glauben laut Wyborcza,\u00a0dass der Sprengstoff aus dem Versteck m\u00f6glicherweise f\u00fcr Anschl\u00e4ge mit Drohnen vorgesehen war. An einem anderen Ort sollen die Ermittler Halterungen gefunden haben, mit denen Dosen genau dieser Gr\u00f6\u00dfe an einer Drohne angebracht werden k\u00f6nnten. Mit SIM-Karten, wie sie nach D\u00fcsseldorf geliefert worden sein sollen, lassen sich Drohnen steuern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Sprengkraft einer mit Sprengstoff gef\u00fcllten Dose w\u00fcrde jener von 1,4 Kilo TNT entsprechen, berichtet die Zeitung mit Bezug auf Experten. Eine solche Menge w\u00fcrde ausreichen, um etwa ein Auto schwer zu besch\u00e4digen. Die Dosen, die der Kurier nach Polen gebracht haben soll, sind offenbar bis heute nicht gefunden worden.<\/p>\n<p>    Beschuldigter bestreitet Vorw\u00fcrfe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Angesichts der Tatsache, dass der Beschuldigte in Verdacht steht, an den DHL-Brandanschl\u00e4gen beteiligt gewesen zu sein, nehmen die polnischen Ermittler die Hinweise sehr ernst. Eine Beteiligung hat der Verd\u00e4chtige laut Medienberichten allerdings stets bestritten. So soll er in Vernehmungen unter anderem den Vorwurf zur\u00fcckgewiesen haben, er sei f\u00fcr einen ausl\u00e4ndischen Nachrichtendienst t\u00e4tig. Eine Anfrage an einen Anwalt, der den Verd\u00e4chtigen zumindest in der Vergangenheit vertrat, blieb zun\u00e4chst unbeantwortet. Es gilt die Unschuldsvermutung.<\/p>\n<p>    Ukrainer unter Verdacht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im vergangenen Jahr waren europaweit an mehreren Standorten Brands\u00e4tze in Luftfracht versteckt gewesen &#8211; manche waren auch in Flammen aufgegangen. Eine Recherche von NDR, WDR und S\u00fcddeutscher Zeitung hatte im Fr\u00fchjahr bereits gezeigt, dass der russische Geheimdienst GRU sogenannte Wegwerf-Agenten eingesetzt haben soll.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei dem Kurier, der im vergangenen Sommer die Drohnenteile nach D\u00fcsseldorf gebracht haben soll, handelt es sich um einen damals 27-j\u00e4hrigen Ukrainer, der laut Ermittlern bei den DHL-Ermittlungen eine wichtige Rolle spielt. Der Ukrainer soll dem Bericht zufolge im Juli 2024 zun\u00e4chst mit einem Auto von Polen nach Litauen gefahren sein. Dort habe man ihn aufgefordert, mehrere Pakete aus dem Kofferraum zu nehmen und die jeweiligen Zeitz\u00fcnder zu aktivieren. Schlie\u00dflich soll der junge Ukrainer die Pakete einem Litauer \u00fcbergeben haben, der sie dann verschickte.<\/p>\n<p>    Verurteilung in einem anderen Fall<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wie Gerichtsdokumente, die NDR, WDR und S\u00fcddeutsche Zeitungen eingesehen haben, belegen, war der Mann im April 2023 in Polen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten wegen Geldw\u00e4sche und Cyberbetrugs verurteilt worden. Weil das Urteil im Sommer 2024 aber noch nicht rechtskr\u00e4ftig war, war er auf freiem Fu\u00df.<\/p>\n<p>    Mann in Untersuchungshaft<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kurz nach den Brandanschl\u00e4gen auf DHL war der Mann festgenommen worden und sitzt in Polen in Untersuchungshaft. Am Telefon erz\u00e4hlte seine Mutter im Fr\u00fchjahr dieses Jahres dem Reporterteam, ihr Sohn habe in jenem Sommer wohl mehrere Auftr\u00e4ge angenommen. Aber &#8222;nichts Schlimmes&#8220;, soll er auf ihre Nachfrage versichert haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aus deutschen Sicherheitskreisen hei\u00dft es, die neuen Erkenntnisse zu m\u00f6glichem Schmuggel von Drohnenteilen nach Deutschland beruhten auf den Ermittlungsergebnissen in Polen. Das Bundeskriminalamt (BKA), das zu dem sogenannten &#8222;DHL-Plot&#8220; eigene Ermittlungen f\u00fchrt, soll informiert worden sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"exklusiv Stand: 02.10.2025 16:01 Uhr Im Auftrag des russischen Milit\u00e4rgeheimdienstes GRU sollen 2024 Drohnenteile und mehrere SIM-Karten \u00fcber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":467723,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[10076,10068,13,14,15,12,11187,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-467722","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-dhl","9":"tag-drohnen","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-sprengstoff","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-welt","20":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115305323174079222","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/467722","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=467722"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/467722\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/467723"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=467722"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=467722"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=467722"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}