{"id":468071,"date":"2025-10-02T18:43:12","date_gmt":"2025-10-02T18:43:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/468071\/"},"modified":"2025-10-02T18:43:12","modified_gmt":"2025-10-02T18:43:12","slug":"pharma-zoelle-sollen-vorerst-doch-nicht-in-kraft-treten-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/468071\/","title":{"rendered":"Pharma-Z\u00f6lle sollen vorerst doch nicht in Kraft treten &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die von US-Pr\u00e4sident Donald Trump Ende vergangener Woche \u00fcberraschend angek\u00fcndigten Z\u00f6lle von 100 Prozent auf Arzneimittelimporte in die Vereinigten Staaten sollen nun vorerst doch nicht erhoben werden. Das meldete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsbeamten. Trump hatte Ende Juli Briefe an f\u00fchrende Pharma-Unternehmen verschickt und sie aufgefordert, die Preise f\u00fcr Medikamente in den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> bis Ende September zu senken. Noch vor Ablauf der von ihm gesetzten Frist verk\u00fcndete er dann besagte Z\u00f6lle. Diese sollten ohnehin nur f\u00fcr Unternehmen gelten, die ihre Produktion nicht in die USA verlagern. Viele Details sind dabei auch ohne diese Hin und Her nach wie vor unklar.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Schweiz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schweiz<\/a> mit ihrer gro\u00dfen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Pharmaindustrie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pharmaindustrie<\/a>, die auch den gr\u00f6\u00dften Exportposten des Landes ausmacht, waren die Z\u00f6lle ein weiterer Schreck, nachdem Trump bereits Anfang August pauschale Einfuhrgeb\u00fchren von 39 Prozent auf Importe aus der Schweiz in die USA verh\u00e4ngt hatte. Medikamente sind nach einer Regelung der Welthandelsorganisation eigentlich von Z\u00f6llen ausgenommen. Trump scheint das aber egal zu sein. Wie die dpa weiter aus US-Regierungskreisen berichtet, soll auch f\u00fcr Medikamente aus der Europ\u00e4ischen Union, die in die USA eingef\u00fchrt werden, der pauschale EU-Zollsatz von 15 Prozent zum Tragen kommen. Konsequent m\u00fcsste dann f\u00fcr Pharmaimporte aus der Schweiz der Satz von 39 Prozent gelten, was aber bislang anscheinend nicht der Fall ist. Auch hier sind viele Details noch zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Medikamente in den USA sind bisher oft teurer als in anderen europ\u00e4ischen Staaten<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Es scheint, als w\u00e4re die Regierung Trump nun ohnehin eher auf den Kurs umgeschwenkt, direkt mit den Unternehmen einzelne Abkommen auszuhandeln. Mit dem amerikanischen Pharma-Unternehmen Pfizer wurde bereits ein \u201eDeal\u201c geschlossen. Laut der Pressemitteilung des Konzerns sollen die Preise f\u00fcr Arzneimittel in den USA an die Preise in vergleichbaren L\u00e4ndern angepasst werden. Bisher sind Medikamente in den Vereinigten Staaten oft teurer als beispielsweise in europ\u00e4ischen Staaten. Au\u00dferdem soll es m\u00f6glich sein, Medikamente \u00fcber eine Online-Plattform direkt von Pfizer und um bis zu 85 Prozent g\u00fcnstiger zu kaufen. In den USA sind bislang Zwischenh\u00e4ndler einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr die hohen Medikamentenpreise. Es wird erwartet, dass weitere Unternehmen dem Beispiel Pfizers folgen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hatte bereits angek\u00fcndigt, seinen Bestseller in den USA, das Medikament Cosentyx, das gegen verschiedene Autoimmunkrankheiten verschrieben wird, vom 1. November an 55 Prozent g\u00fcnstiger und \u00fcber eine eigene Onlineplattform verkaufen zu wollen. Diese ersten Einigungen und Ank\u00fcndigungen schlugen sich bereits positiv in den Aktienkursen nieder.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Schweiz besch\u00e4ftigt neben der Pharmabranche zudem nach wie vor der hohe Zollsatz von 39 Prozent f\u00fcr Importe in die USA. Der amerikanische Handelsminister Howard Lutnick hatte zuletzt angedeutet, dass es einen Deal geben k\u00f6nnte. In einem neuen Interview mit dem TV-Sender News Nation machte er aber deutlich, dass das nicht einfach werden w\u00fcrde. Als er von der Moderatorin auf Trumps Handelsabkommen angesprochen wird, erw\u00e4hnt er von sich aus \u201edie Schweiz-Angelegenheit\u201c und muss lachen. Die Schweiz habe einen Deal wie Gro\u00dfbritannien haben wollen. Das Vereinigte K\u00f6nigreich hat fr\u00fch Z\u00f6lle von vergleichsweise niedrigen zehn Prozent f\u00fcr Importe in die USA ausgehandelt. \u201eDer erste Deal ist immer der beste\u201c, erkl\u00e4rt Lutnick das Vorgehen Trumps. Bei den folgenden w\u00fcrde \u201ees\u201c, er meint damit wohl die Z\u00f6lle, immer h\u00f6her und h\u00f6her ausfallen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Einfacher macht das die derzeit noch laufenden Verhandlungen eher nicht. Wie ernst diese neuen Aussagen zu nehmen sind, wird sich aber erst noch zeigen. Trump \u00e4ndert ja bekanntlich schnell und oft seine Meinung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die von US-Pr\u00e4sident Donald Trump Ende vergangener Woche \u00fcberraschend angek\u00fcndigten Z\u00f6lle von 100 Prozent auf Arzneimittelimporte in die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":468072,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,147,13,148,14,15,3284,6802,12,293,149,4017,4018,4016,64,4019,4020,55],"class_list":{"0":"post-468071","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausland","11":"tag-headlines","12":"tag-leserdiskussion","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-pharma","16":"tag-pharmaindustrie","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-schweiz","19":"tag-sueddeutsche-zeitung","20":"tag-united-states","21":"tag-united-states-of-america","22":"tag-us","23":"tag-usa","24":"tag-vereinigte-staaten","25":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika","26":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115306050574291055","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468071","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=468071"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468071\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/468072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=468071"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=468071"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=468071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}