{"id":468226,"date":"2025-10-02T20:08:12","date_gmt":"2025-10-02T20:08:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/468226\/"},"modified":"2025-10-02T20:08:12","modified_gmt":"2025-10-02T20:08:12","slug":"boerse-express-eu-agrarbudget-85-milliarden-euro-weniger-geplant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/468226\/","title":{"rendered":"B\u00f6rse Express &#8211; EU-Agrarbudget: 85 Milliarden Euro weniger geplant"},"content":{"rendered":"<p>\n                                        Die EU-Kommission will die Agrarausgaben um \u00fcber 20 Prozent reduzieren, was auf massiven Widerstand von Landwirten und Mitgliedsstaaten st\u00f6\u00dft und Klimaziele gef\u00e4hrdet.\n                                    <\/p>\n<p>Die EU-Kommission will das Agrarbudget drastisch k\u00fcrzen. Statt 387 Milliarden Euro sollen ab 2028 nur noch 302 Milliarden Euro f\u00fcr die Landwirtschaft flie\u00dfen. Das entspricht einem Minus von \u00fcber 20 Prozent.<\/p>\n<p>Der Vorschlag f\u00fcr den mehrj\u00e4hrigen Finanzrahmen 2028-2034 sorgt f\u00fcr heftigen Widerstand. Landwirte, Umweltverb\u00e4nde und mehrere EU-Staaten schlagen Alarm. Sie warnen vor gef\u00e4hrdeter Ern\u00e4hrungssicherheit und einem R\u00fcckschlag f\u00fcr den Green Deal.<\/p>\n<p>Frankreich und Italien gehen auf die Barrikaden<\/p>\n<p>Die K\u00fcrzungspl\u00e4ne sto\u00dfen auf breite Ablehnung. Im Landwirtschaftsausschuss des EU-Parlaments warnen Abgeordnete vor einer &#8222;Renationalisierung&#8220; der Agrarpolitik. Das k\u00f6nnte zu unfairem Wettbewerb im Binnenmarkt f\u00fchren.<\/p>\n<p>Italiens Landwirtschaftsminister nennt die Vorschl\u00e4ge &#8222;inakzeptabel&#8220;. Ostdeutsche Bundesl\u00e4nder sprechen von einem &#8222;Angriff auf den l\u00e4ndlichen Raum&#8220;. Besonders fl\u00e4chenstarke Betriebe w\u00fcrden unter den K\u00fcrzungen leiden.<\/p>\n<p><strong>Br\u00fcssels Plan:<\/strong> GAP-Mittel und Koh\u00e4sionsfonds sollen k\u00fcnftig aus einem Topf kommen. Das hebt die bisherige Trennung zwischen Agrarf\u00f6rderung und regionaler Entwicklung auf.<\/p>\n<p>Umweltschutz wird zur Nebensache<\/p>\n<p>Die Deutsche Umwelthilfe schl\u00e4gt Alarm. Bisher waren 25 Prozent der Direktzahlungen an Umweltleistungen gekoppelt. Diese Bindung soll gelockert werden.<\/p>\n<p>K\u00fcnftig bekommen EU-Staaten mehr Spielraum bei der Subventionsvergabe. Experten bef\u00fcrchten einen fatalen Wettlauf: L\u00e4nder k\u00f6nnten ihre Umweltstandards senken, um ihren Landwirten Vorteile zu verschaffen.<\/p>\n<p>Das w\u00fcrde dem Green Deal widersprechen. Ausgerechnet bei der gr\u00f6\u00dften EU-Ausgabe droht der R\u00fcckschritt beim Klimaschutz.<\/p>\n<p>Deutschland geht den Gegenweg<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Br\u00fcssel spart, stockt Berlin auf. Das deutsche Agrarbudget bleibt 2025 stabil bei 6,88 Milliarden Euro. Mehr noch: Die Agrardieselr\u00fcckverg\u00fctung kehrt 2026 vollst\u00e4ndig zur\u00fcck. Das entlastet Landwirte um 430 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Diese Diskrepanz zeigt das wachsende Spannungsfeld zwischen EU-Politik und nationalen Interessen. Was in Br\u00fcssel gek\u00fcrzt wird, m\u00fcssen die Hauptst\u00e4dte ausgleichen.<\/p>\n<p>Verhandlungsmarathon steht bevor<\/p>\n<p>EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen verteidigt die Pl\u00e4ne. Die GAP sei bereits effizienter geworden, die Einkommensst\u00fctzung bleibe gesichert. Doch der Widerstand ist massiv.<\/p>\n<p>Mehrere Agrarminister haben bereits angek\u00fcndigt, den Vorschl\u00e4gen nicht zuzustimmen. In den kommenden Monaten werden die Fachaussch\u00fcsse \u00fcber jedes Detail verhandeln.<\/p>\n<p>Eine Einigung scheint fern. Den Kompromiss zwischen Sparzwang, Bauerninteressen und Klimazielen zu finden, wird zur Herkulesaufgabe f\u00fcr die EU.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU-Kommission will die Agrarausgaben um \u00fcber 20 Prozent reduzieren, was auf massiven Widerstand von Landwirten und Mitgliedsstaaten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":468227,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[75805,331,332,548,119565,114913,663,158,3934,3935,13,4507,14,15,16,12,47418],"class_list":{"0":"post-468226","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-agrarpolitik","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-eu","12":"tag-eu-finanzen","13":"tag-eu-regulierung","14":"tag-europa","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-europe","17":"tag-european-union","18":"tag-headlines","19":"tag-nachhaltigkeit","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-politik","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-subventionen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115306385055066519","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=468226"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468226\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/468227"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=468226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=468226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=468226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}