{"id":468518,"date":"2025-10-02T22:49:12","date_gmt":"2025-10-02T22:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/468518\/"},"modified":"2025-10-02T22:49:12","modified_gmt":"2025-10-02T22:49:12","slug":"glasfaserausbau-digitalminister-legt-plan-fuer-abschaltung-der-kupfernetze-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/468518\/","title":{"rendered":"Glasfaserausbau: Digitalminister legt Plan f\u00fcr Abschaltung der Kupfernetze vor"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Glasfaserausbau: Digitalminister legt Plan f\u00fcr Abschaltung der Kupfernetze vor<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Digital-Minister-Copper-network-to-be-switched-off-in-some-areas-10711449.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat am Donnerstag Eckpunkte f\u00fcr ein &#8222;Gesamtkonzept zur <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Von-Kupfer-zu-Glasfaser-Telekom-Wettbewerber-fordern-zukunftssichere-Migration-9982413.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kupfer-Glas-Migration<\/a>&#8220; ver\u00f6ffentlicht und zur Konsultation gestellt. Mit dem Papier will Ressortchef Karsten Wildberger (CDU) die Richtung f\u00fcr eines der gr\u00f6\u00dften Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre vorgeben: die vollst\u00e4ndige Umstellung von den herk\u00f6mmlichen kupferbasierten Breitbandnetzen (DSL) auf hochleistungsf\u00e4hige Glasfaserinfrastrukturen in Form von Fiber to the Home (FTTH).<\/p>\n<p>Hauptziel <a href=\"https:\/\/bmds.bund.de\/fileadmin\/BMDS\/Dokumente\/BMDS-KGM-Sep-2025-V02.pdf\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">der Initiative<\/a> ist es, den <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Wildbergers-Wuensche-BMDS-legt-Eckpunkte-fuer-schnelleren-Netzausbau-vor-10491802.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Glasfaserausbau in Deutschland zu beschleunigen<\/a> und Planungssicherheit f\u00fcr alle Marktteilnehmer zu schaffen. Das soll letztlich zu einer gebietsweisen Abschaltung des alten Kupfernetzes f\u00fchren. Einen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Glasfaser-Gutachter-bringt-fixes-Abschaltdatum-fuer-Kupfernetze-ins-Spiel-10312549.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fixen bundesweiten Abschalttermin<\/a> wird es demnach nicht geben.<\/p>\n<p>Die Migration von Kupfer auf Glasfaser h\u00e4lt das BMDS f\u00fcr dringend erforderlich. Glasfasernetze gelten ihm zufolge als entscheidend f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit Deutschlands und sind im Vergleich etwa zu VDSL, Kabelnetzen und Mobilfunk deutlich energieeffizienter.<\/p>\n<p>Forcierte Umstellung als Ultima Ratio<\/p>\n<p>Nach aktuellen <a href=\"https:\/\/bmds.bund.de\/fileadmin\/BMDS\/Dokumente\/Studie_Modellanalyse_KGM.pdf\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Sch\u00e4tzungen der Beratungsfirma WIK Consult<\/a> w\u00fcrde die vollst\u00e4ndige Abschaltung des Kupfernetzes unter den gegenw\u00e4rtigen Rahmenbedingungen in Deutschland fr\u00fchestens 2028 beginnen und erst im Zeitraum 2035 bis 2040 abgeschlossen sein. Dies liege ma\u00dfgeblich daran, dass betriebswirtschaftliche Interessen der Netzbetreiber im Vordergrund st\u00fcnden und es keine Anreize f\u00fcr eine z\u00fcgige Umstellung gebe.<\/p>\n<p>Das BMDS m\u00f6chte diesen Prozess beschleunigen. Es plant die Einf\u00fchrung zeitlicher Leitplanken und regulatorischer Ma\u00dfnahmen, um den Prozess zu beschleunigen. Die erste und entscheidende Phase ist dem Papier zufolge die freiwillige Migration. Hierbei wechseln Endkunden von sich aus auf einen Glasfaseranschluss, sobald dieser verf\u00fcgbar ist. Je st\u00e4rker und schneller die Kupfernetze dadurch &#8222;leerger\u00e4umt&#8220; w\u00fcrden, desto wahrscheinlicher werde eine betriebswirtschaftlich begr\u00fcndete Abschaltung, schreibt das BMDS. Die forcierte Migration sei nur der letzte Schritt f\u00fcr die verbleibenden Anschl\u00fcsse.<\/p>\n<p>Um den Abschaltprozess zu steuern und zu beschleunigen, pr\u00fcft das Ministerium die Vorgabe einer klaren zeitlichen Begrenzung: Die Abschaltung eines Gebietes soll nicht sp\u00e4ter als drei Jahre nach der fl\u00e4chendeckenden Verf\u00fcgbarkeit von FTTH-Netzen erfolgen. Diese Regel soll auf das gesamte Bundesgebiet Anwendung finden und damit den Rahmen f\u00fcr die notwendige gebietsweise, diskriminierungsfreie Abschaltung festlegen.<\/p>\n<p>Versorgung soll gew\u00e4hrleistet sein<\/p>\n<p>Eine zentrale Herausforderung sieht das BMDS in der wettbewerbskonformen Migration. Es bestehe die Gefahr, dass die Deutsche Telekom als Eigent\u00fcmerin des regulierten Kupfernetzes die Abschaltung selektiv nur in ihren eigenen Glasfaserausbaugebieten beantrage, w\u00e4hrend sie das Kupfernetz in Ausbaugebieten von Wettbewerbern weiter betreibe. Das Ministerium erw\u00e4gt daher, die Kompetenzen der Bundesnetzagentur zu erweitern, damit sie die Abschaltpraxis der Telekom in Regionen mit Konkurrenz angemessen ber\u00fccksichtigen kann.<\/p>\n<p>Um Planungs- und Investitionssicherheit f\u00fcr alle Marktteilnehmer zu schaffen, soll der Ex-Monopolist dazu verpflichtet werden, der Regulierungsbeh\u00f6rde einen umfassenden Migrationsplan vorzulegen. Derzeit liegt die Entscheidung \u00fcber Ort und Zeitpunkt einer Abschaltung allein bei der Telekom, was zu Informationsasymmetrien und Investitionshemmnissen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u00dcber den gesamten Migrationsprozess hinweg <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Kupfer-Glas-Migration-Verbraucherschuetzer-fordern-transparente-Abschaltplaene-10458315.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">m\u00fcsse die ununterbrochene Versorgung der Endkunden zu angemessenen Preisen sichergestellt werden<\/a>, betont das Ministerium. Bei einer Abschaltung sollten die Betroffenen auf eine alternative Kommunikationsinfrastruktur wechseln k\u00f6nnen, die mindestens die gleiche Qualit\u00e4t der Dienste gew\u00e4hrleiste.<\/p>\n<p>Wettbewerber reagieren positiv<\/p>\n<p>&#8222;Gemeinsam mit den Akteuren am Markt wollen wir optimale Rahmenbedingungen f\u00fcr den \u00dcbergang zu einem fl\u00e4chendeckenden Glasfasernetz schaffen&#8220;, begr\u00fcndet Wildberger den Schritt. Es gelte, die B\u00fcrger von den Vorteilen zu \u00fcberzeugen und FTTH zu attraktiven Preisen anzubieten. Zugleich sei es wichtig, &#8222;doppelte Kosten f\u00fcr den parallelen Betrieb alter und neuer Netze&#8220; im Interesse der Verbraucher zu vermeiden. Interessierte <a href=\"https:\/\/bmds.bund.de\/themen\/digitale-infrastrukturen\/glasfaser\/kupfer-glasfaser-migration\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">k\u00f6nnen bis zum 14. November Stellung nehmen<\/a>.<\/p>\n<p>Wettbewerber fordern <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Von-Kupfer-zu-Glasfaser-Telekom-Wettbewerber-fordern-zukunftssichere-Migration-9982413.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">seit L\u00e4ngerem einen Plan f\u00fcr eine zukunftssichere und reibungslose Kupfer-Glas-Migration<\/a>. Sie begr\u00fc\u00dfen die Initiative Wildbergers. Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) spricht von einem &#8222;wichtigen Signal f\u00fcr weitere Milliardeninvestitionen in den Glasfaserausbau&#8220;. Die beteiligten Unternehmen br\u00e4uchten daf\u00fcr dringend faire Bedingungen, wof\u00fcr das ausgewogene Konzept Wildberger sorgen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Der Branchenverband VATM sieht darin eine &#8222;entscheidende Chance f\u00fcr mehr Wettbewerb, Transparenz und Planungssicherheit im deutschen Glasfasermarkt&#8220;. Die Bundesnetzagentur m\u00fcsse aber ihre Steuerungs- und Eingriffsrechte nutzen. H\u00fcrden im Telekommunikationsgesetz sollten ferner konsequent abgebaut werden.<\/p>\n<p>Die Telekom warnte in der Debatte, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Telekom-Wir-haben-ein-Drittel-der-Glasfaser-ausgebaut-10180664.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beim Abschied von der alten Leitungstechnologie drohe ein &#8222;Zwangsanbieterwechsel&#8220;<\/a>. Die Bundesnetzagentur sicherte zu, gemeinsam mit dem BMDS <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ende-des-Kupfers-Migrationspolitik-zu-Glasfaser-vor-grosser-Herausforderung-10065434.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein Konzept f\u00fcr die Umstellung zu erarbeiten<\/a>. Sie <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Kupfer-ade-Streit-um-Tempo-und-Verantwortung-beim-Uebergang-auf-Glasfaser-10434504.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bremste dann aber die Erwartungen der alternativen Netzbetreiber<\/a>.<br \/>\n(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:vbr@heise.de\" title=\"Volker Briegleb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vbr<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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