{"id":468778,"date":"2025-10-03T01:15:20","date_gmt":"2025-10-03T01:15:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/468778\/"},"modified":"2025-10-03T01:15:20","modified_gmt":"2025-10-03T01:15:20","slug":"entsetzen-nach-terroranschlag-auf-synagoge-in-manchester","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/468778\/","title":{"rendered":"Entsetzen nach Terroranschlag auf Synagoge in Manchester"},"content":{"rendered":"<p>Manchester (dpa) &#8211; Der Angriff auf Menschen vor einer Synagoge in Manchester mit zwei Todesopfern am h\u00f6chsten j\u00fcdischen Feiertag Jom Kippur hat in Gro\u00dfbritannien gro\u00dfes Entsetzen ausgel\u00f6st. K\u00f6nig Charles III. zeigte sich \u00abzutiefst schockiert und betr\u00fcbt\u00bb \u00fcber die Tat. Premierminister Keir Starmer brach seine Teilnahme am Gipfel der Europ\u00e4ischen Politischen Gemeinschaft in Kopenhagen ab, um eine Krisensitzung in London zu leiten.<\/p>\n<p>Die Polizei geht von einer Terrortat aus. Der Angreifer wurde erschossen. Am sp\u00e4teren Abend wurden erste Details zum mutma\u00dflichen T\u00e4ter bekannt. Obwohl eine formelle Identifizierung noch ausstehe, gehe man davon aus, dass es sich um einen 35 Jahre alten britischen Staatsb\u00fcrger syrischer Abstammung handele, teilte die Greater Manchester Police mit. Zudem seien zwei M\u00e4nner im Alter zwischen 30 und 40 Jahren und eine Frau in den Sechzigern wegen des Verdachts der Begehung, Vorbereitung und Anstiftung zu Terroranschl\u00e4gen im Zusammenhang mit der Tat festgenommen worden, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>Zahlreiche Rettungswagen und schwer bewaffnete Polizisten<\/p>\n<p>Wie Manchesters Polizeipr\u00e4sident, Stephen Watson, bei einer Pressekonferenz sagte, lenkte der Angreifer ein Auto gezielt auf Menschen vor der Synagoge der Heaton Park Hebrew Congregation im Norden der Stadt. Danach griff er Menschen mit einem Messer an, bevor er von der Polizei gestoppt wurde. Bei den beiden Get\u00f6teten handelte es demnach um Mitglieder der j\u00fcdischen Gemeinde.\u00a0<\/p>\n<p>Am sp\u00e4teren Abend hie\u00df es von der Greater Manchester Police, drei Verletzte bef\u00e4nden sich weiter mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Einer habe eine Stichwunde erlitten, ein Zweiter sei von dem am Angriff beteiligten Auto erfasst worden. Der dritte Mann sei sp\u00e4ter mit einer Verletzung im Krankenhaus vorstellig geworden, die er sich m\u00f6glicherweise zugezogen habe, als die Beamten den Angreifer stoppten, hie\u00df es von der Polizei weiter.<\/p>\n<p>Eine Best\u00e4tigung f\u00fcr den Tod des Angreifers hatte aus Sicherheitsgr\u00fcnden stundenlang auf sich warten lassen. Er habe eine Weste getragen, die an einen Sprengstoffg\u00fcrtel erinnerte, sagte Watson. Ein Bombenentsch\u00e4rfungsteam war deswegen im Einsatz. W\u00e4hrend des Angriffs habe sich eine gro\u00dfe Zahl von Menschen in der Synagoge aufgehalten, sagte Watson. Dank des Muts des Sicherheitspersonals und der Gl\u00e4ubigen sowie der schnellen Reaktion der Polizei sei der Angreifer jedoch am Eindringen gehindert worden.<\/p>\n<p>Charles und Camilla sind \u00abzutiefst schockiert\u00bb<\/p>\n<p>Der britische K\u00f6nig Charles und K\u00f6nigin Camilla seien \u00abzutiefst schockiert und betr\u00fcbt von der Nachricht \u00fcber den furchtbaren Angriff in Manchester, vor allem an so einem bedeutenden Tag f\u00fcr die j\u00fcdische Gemeinschaft\u00bb, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA eine Mitteilung des Palasts. Ihre Gedanken und Gebete seien bei all denen, die von dem entsetzlichen Vorfall betroffen seien. Auch das Thronfolgerpaar Prinz William und Prinzessin Kate zeigten sich best\u00fcrzt. Ihre Gedanken seien bei den von dem furchtbaren Angriff betroffenen Opfern und deren Familien, hie\u00df es in einer Mitteilung auf X.<\/p>\n<p>\u00abDie Tatsache, dass sich dies am Jom Kippur ereignete, dem heiligsten Tag im j\u00fcdischen Kalender, macht es umso furchtbarer\u00bb, sagte der britische Premierminister Keir Starmer einer Mitteilung zufolge. Er reiste vorzeitig vom Gipfel der Europ\u00e4ischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Kopenhagen ab, um eine Sitzung des nationalen Krisenstabs Cobra zu leiten. Starmer sagte zus\u00e4tzlichen Polizeischutz f\u00fcr Synagogen im ganzen Land zu. \u00abWir werden alles tun, um unsere j\u00fcdische Gemeinschaft zu sch\u00fctzen\u00bb, sagte er am Flughafen in Kopenhagen. Nach der Sitzung des Krisenstabs wandte er sich in einer TV-Ansprache an die Menschen im Land und versprach, dem wachsenden Antisemitismus im Land Einhalt zu gebieten.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abIch wei\u00df, dass viele j\u00fcdische Menschen in unserem Land das Gef\u00fchl haben, dass sie nicht mehr sicher sind und ich f\u00fchle mit den Menschen, die verletzt wurden und jedem, der betroffen ist\u00bb, sagte Oppositionsf\u00fchrerin Kemi Badenoch von der konservativen Partei.<\/p>\n<p>Entsetzen und Kritik in Israel<\/p>\n<p>Der Angriff sorgte in Israel f\u00fcr Entsetzen. \u00abIsrael trauert mit der j\u00fcdischen Gemeinde in Gro\u00dfbritannien nach dem barbarischen Terroranschlag\u00bb, sagte der israelische Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu nach Angaben seines B\u00fcros. \u00abSchw\u00e4che gegen\u00fcber Terrorismus f\u00fchrt nur zu mehr Terrorismus\u00bb, warnte er zugleich.<\/p>\n<p>Auch Israels Au\u00dfenminister Gideon Saar \u00e4u\u00dferte nach dem Anschlag Anteilnahme: \u00abIch stehe an der Seite der wunderbaren j\u00fcdischen Gemeinde Gro\u00dfbritanniens, die derzeit unter einer schrecklichen Welle des Antisemitismus leidet.\u00bb Britische Beh\u00f6rden h\u00e4tten dem nichts entgegengesetzt, kritisierte er zugleich. Israel erwarte von der Regierung \u00abeinen Kurswechsel\u00bb und \u00abeine konsequente Bek\u00e4mpfung der grassierenden antisemitischen und antiisraelischen Hetze in Gro\u00dfbritannien\u00bb.<\/p>\n<p>Erinnerungen an Angriff auf Synagoge in Halle<\/p>\n<p>Die Tat weckt Erinnerungen an den Anschlag auf die Synagoge in Halle (Saale). Ebenfalls am h\u00f6chsten j\u00fcdischen Feiertag Jom Kippur ver\u00fcbte der damals 27-j\u00e4hrige Rechtsterrorist Stephan Balliet am 9. Oktober 2019 einen Anschlag auf die Synagoge. Da die massive Eingangst\u00fcr seinem Angriff standhielt, konnte ein Massaker unter den mehr als 50 dort versammelten Menschen verhindert werden.\u00a0<\/p>\n<p>Stattdessen erschoss Balliet eine 40-j\u00e4hrige Passantin und einen 20-j\u00e4hrigen Mann in einem D\u00f6ner-Imbiss. Bevor er gefasst wurde, verletzte er auf der Flucht weitere Menschen. Balliet, der die Tat live ins Internet streamte, bekannte sich zu antisemitischen und rassistischen Motiven. 2020 wurde er zu lebenslanger Haft mit anschlie\u00dfender Sicherungsverwahrung verurteilt.<\/p>\n<p>Angriff am h\u00f6chsten j\u00fcdischen Feiertag<\/p>\n<p>Jom Kippur ist der h\u00f6chste j\u00fcdische Feiertag, der im gregorianischen Kalender von Jahr zu Jahr auf unterschiedliche Daten im September oder Oktober f\u00e4llt. In Israel kommt das \u00f6ffentliche Leben nahezu vollst\u00e4ndig zum Stillstand: Gesch\u00e4fte, Restaurants und Beh\u00f6rden bleiben geschlossen, der Flug- und Stra\u00dfenverkehr ruht weitgehend. Gl\u00e4ubige verbringen den Tag mit Fasten, Gebeten und der Bitte um Vergebung. Auch s\u00e4kulare Israelis sch\u00e4tzen die Ruhe, viele nutzen die leeren Stra\u00dfen zum Radfahren und Spazierengehen. Auch in Gro\u00dfbritannien und weltweit sind Synagogen an dem Tag gut besucht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Manchester (dpa) &#8211; Der Angriff auf Menschen vor einer Synagoge in Manchester mit zwei Todesopfern am h\u00f6chsten j\u00fcdischen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":468779,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,30,4766,177,8970,1209],"class_list":{"0":"post-468778","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-grobritannien","12":"tag-kriminalitt","13":"tag-muenster","14":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115307592045357079","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468778","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=468778"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468778\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/468779"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=468778"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=468778"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=468778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}