{"id":468796,"date":"2025-10-03T01:25:14","date_gmt":"2025-10-03T01:25:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/468796\/"},"modified":"2025-10-03T01:25:14","modified_gmt":"2025-10-03T01:25:14","slug":"uk-fordert-erneut-apple-icloud-backdoor-verschluesselung-in-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/468796\/","title":{"rendered":"UK fordert erneut Apple iCloud Backdoor &#8211; Verschl\u00fcsselung in Gefahr"},"content":{"rendered":"<p>            <a name=\"body\"\/><\/p>\n<p>Die britische Regierung hat Anfang September einen neuen Versuch unternommen, Zugang zu verschl\u00fcsselten iCloud-Daten zu erhalten. Diesmal beschr\u00e4nkt sich die Forderung jedoch auf die Daten britischer Staatsb\u00fcrgerinnen und Staatsb\u00fcrger. Die Entwicklung zeigt, dass der monatelange Konflikt zwischen Apple und den britischen Beh\u00f6rden noch l\u00e4ngst nicht beendet ist.<\/p>\n<p>Quickread: Auf einen Blick<\/p>\n<ul>\n<li>Britisches Innenministerium stellte im September neue Forderung nach iCloud-Backdoor f\u00fcr UK-B\u00fcrger.<\/li>\n<li>Apple hatte bereits im Februar Advanced Data Protection in Gro\u00dfbritannien deaktiviert.<\/li>\n<li>Datenschutzexperten warnen vor globalen Sicherheitsrisiken durch jede Art von Backdoor.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Neuer Anlauf nach vermeintlichem R\u00fcckzug<\/p>\n<p>Im August hatte die US-Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard noch verk\u00fcndet, die britische Regierung habe ihre Forderungen nach einem Backdoor zu verschl\u00fcsselten Apple-Daten zur\u00fcckgezogen. Diese Aussage erwies sich jedoch als verfr\u00fcht. Laut der Financial Times <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/d101fd62-14f9-4f51-beff-ea41e8794265\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">stellte<\/a> das britische Innenministerium bereits Anfang September eine neue Technical Capability Notice (TCN) aus \u2013 diesmal mit einem engeren Fokus auf britische Nutzerinnen und Nutzer.<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Forderung vom Januar hatte weltweiten Zugang zu verschl\u00fcsselten iCloud-Backups verlangt und damit diplomatische Spannungen zwischen den USA und Gro\u00dfbritannien ausgel\u00f6st. Die Trump-Administration \u00fcbte erheblichen Druck auf die britische Regierung aus, da die Anordnung auch die Daten amerikanischer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger betroffen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Apple reagiert mit Einschr\u00e4nkungen<\/p>\n<p>Apple hatte bereits im Februar auf die ersten Forderungen reagiert und die Advanced Data Protection-Funktion in Gro\u00dfbritannien deaktiviert. Diese Funktion erweitert die Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung auf nahezu alle iCloud-Daten, sodass selbst Apple keinen Zugriff darauf hat. Das Unternehmen reichte zudem eine Beschwerde beim Investigatory Powers Tribunal ein und unterst\u00fctzte rechtliche Schritte von Datenschutzorganisationen.<\/p>\n<p>Technical Capability Notice erkl\u00e4rt!<\/p>\n<p>Eine Technical Capability Notice ist eine geheime beh\u00f6rdliche Anordnung nach dem britischen Investigatory Powers Act. Sie verpflichtet Technologieunternehmen dazu, bestimmte technische F\u00e4higkeiten zu entwickeln oder bereitzustellen, um Beh\u00f6rden Zugang zu Daten zu erm\u00f6glichen. Die Existenz solcher Anordnungen darf von den betroffenen Unternehmen nicht \u00f6ffentlich gemacht werden.<\/p>\n<p>Die neue Anordnung zielt erneut darauf ab, Strafverfolgungsbeh\u00f6rden bei Ermittlungen zu Terrorismus und sexuellem Kindesmissbrauch zu unterst\u00fctzen. Kritiker bef\u00fcrchten jedoch, dass jeder Backdoor in die Verschl\u00fcsselung die Sicherheit aller Nutzerinnen und Nutzer weltweit gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. Privacy International warnte: \u201eWenn Apple die Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung f\u00fcr Gro\u00dfbritannien bricht, bricht es sie f\u00fcr alle.\u201c<\/p>\n<p>Unklarheit \u00fcber US-Position<\/p>\n<p>Fraglich bleibt, ob die Trump-Administration ihre Haltung zu dem Thema gelockert hat. Obwohl US-Beamte im August behaupteten, Gro\u00dfbritannien habe seine Forderungen fallen gelassen, deuten die neuen Entwicklungen darauf hin, dass der Konflikt noch nicht beigelegt ist. Die britische Regierung steht weiterhin unter dem Druck, eine Balance zwischen nationaler Sicherheit und internationalen Beziehungen zu finden.<\/p>\n<p>Weitreichende Auswirkungen bef\u00fcrchtet<\/p>\n<p>Datenschutzexpertinnen und -experten sehen in den britischen Forderungen einen gef\u00e4hrlichen Pr\u00e4zedenzfall. Ein Backdoor in die Verschl\u00fcsselung k\u00f6nnte nicht nur von Regierungen, sondern auch von Kriminellen und anderen Akteuren ausgenutzt werden. Die Debatte wirft grunds\u00e4tzliche Fragen \u00fcber das Verh\u00e4ltnis zwischen digitaler Sicherheit und staatlicher \u00dcberwachung auf.<\/p>\n<p>Der Fall gilt als eine der bedeutendsten Verschl\u00fcsselungsschlachten seit Apples Auseinandersetzung mit dem FBI im Jahr 2016 um das Entsperren des iPhones des San Bernardino-Attent\u00e4ters. Apple hat stets betont, dass das Schaffen von Backdoors die Sicherheit aller Nutzerinnen und Nutzer kompromittieren w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die britische Regierung hat Anfang September einen neuen Versuch unternommen, Zugang zu verschl\u00fcsselten iCloud-Daten zu erhalten. 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