{"id":469478,"date":"2025-10-03T07:43:13","date_gmt":"2025-10-03T07:43:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/469478\/"},"modified":"2025-10-03T07:43:13","modified_gmt":"2025-10-03T07:43:13","slug":"luxusliner-zum-kleinwagenpreis-unterwegs-im-alltagsklassiker-mercedes-s-500-noch-immer-erhaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/469478\/","title":{"rendered":"Luxusliner zum Kleinwagenpreis: Unterwegs im Alltagsklassiker Mercedes S 500 &#8211; noch immer erhaben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die f\u00fcnfte Generation der S-Klasse wird dieses Jahr 20 Jahre alt. Somit ist der Youngtimer l\u00e4ngst zum Alltagsklassiker gereift. Wie w\u00e4re es mit dem sogenannten W221 als luxuri\u00f6se Alternative zum Neuwagen? Immerhin gibt es zum kleinen Tarif richtig viel Auto.<\/strong><\/p>\n<p>Mehr Auto f\u00fcr weniger Geld, dieser Spruch ist bei der Mercedes-Baureihe W221 nicht blo\u00df graue Theorie, sondern vielmehr gelebte Realit\u00e4t. Denn die f\u00fcnfte S-Klasse war ab 2005 wieder eine richtige Ansage und nicht blo\u00df eine mickrige Light-Ausf\u00fchrung wie der W220, damals kleiner und schw\u00e4cher als der Vorg\u00e4nger. Bei ihm waren die Verantwortlichen einfach vorsichtig, schlie\u00dflich hagelte es Kritik nach der Einf\u00fchrung des W140 im Jahr 1991 &#8211; der Vorwurf stand im Raum, die S-Klasse sei nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Zu schwer, zu dick &#8211; geht gar nicht.<\/p>\n<p>Und so dauerte es sieben Jahre, bis Mercedes im automobilen Oberhaus wieder richtig gl\u00e4nzen konnte. Und 20 Jahre, bis der neue Dicke zum Klassiker reifte. Wobei dieser Prozess flie\u00dfend noch lange nicht abgeschlossen ist. Sei es drum, Mercedes hat einen sp\u00e4ten S 500 dieser Baureihe zum Testzentrum nach Immendingen gebracht, mit dem sich ntv.de auseinandersetzen durfte. Wer sich in den einschl\u00e4gigen Internetb\u00f6rsen tummelt und nach einem Exemplar dieser Baureihe sucht, st\u00f6\u00dft auf gut und gerne tausend Exemplare &#8211; die Auswahl ist also enorm. Was aber beim Schnellscan klar wird: Gute Exemplare gibt es bereits Bereich zwischen 15.000 und 25.000 Euro. Also quasi zum Kleinwagentarif. Immerhin konnte der zeitgen\u00f6ssische Neupreis f\u00fcr einen S 500 mit guter Ausstattung schon bei deutlich \u00fcber 120.000 Euro liegen.<\/p>\n<p>Immer noch Oberklasse <\/p>\n<p>Aber auch mit den erwarteten Oberklasse-Vorz\u00fcgen? Schon die erste Kontaktaufnahme mit dem F\u00fcnfhunderter ist in gewisser Weise wuchtig. Nach dem \u00d6ffnen der schweren T\u00fcren f\u00e4llt man gleich in \u00fcppige Lederfauteuils. Klar, die Designsprache wirkt wie aus der Zeit gefallen. Das Cockpit ist typisch Nullerjahre mit der geschwungenen Abdeckung des Kombiinstrumentes. Keine Spur von riesiger Displayfl\u00e4che, daf\u00fcr ein recht \u00fcbersichtlich dimensionierter Monitor (aber kein Touchscreen) und &#8211; nat\u00fcrlich &#8211; analogen Instrumenten. Um durch die Men\u00fcs zu wandern, bedarf es Controller. Das wirkt heute ein bisschen outdated und langsam, ist aber irgendwie authentisch. So war das vor 20 Jahren eben.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/MB-W221-2025-IN.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Das Cockpit des W221 zeigt im Vergleich mit neueren Modellen, dass die Zeit vorangeschritten ist.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/MB-W221-2025-IN.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Das Cockpit des W221 zeigt im Vergleich mit neueren Modellen, dass die Zeit vorangeschritten ist.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Hersteller\/Mercedes)<\/p>\n<p>Daf\u00fcr steckt unter der Haube dieses sp\u00e4ten Exemplars schon moderne Technik. Dezentes Downsizing hatte schon begonnen, die Ziffer auf dem Heckdeckel l\u00e4sst schon keinen R\u00fcckschluss mehr auf den Hubraum zu. Aber Mercedes schenkt noch reichlich davon ein &#8211; nicht vier Liter wie heute, sondern immerhin 4,7 &#8211; aber es ist im Jahr 2012 kein f\u00fcnfeinhalb Liter gro\u00dfer Saugmotor mehr wie 2005, als die Baureihe antrat.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist der auf die Bezeichnung M278 h\u00f6rende Benziner mit Direkteinspritzung und Turboaufladung ausger\u00fcstet. Das ergiebt 435 stramme Pferdchen &#8211; ganz ehrlich, das kann selbst die heutige S-Klasse kaum besser mit 503 PS plus leichter Elektrifizierung (23 PS). So gesehen ist der werdende Klassiker blo\u00df Nuancen und nicht Welten vom Neuwagen entfernt. Jedenfalls bezogen auf den Antrieb. <\/p>\n<p>Der W221 ist souver\u00e4n <\/p>\n<p>Und so besticht das verflossene Modell ebenso durch maximale Souver\u00e4nit\u00e4t. Unter voller Last geht es mit dem ber\u00fchmten Druck im Kreuz nach vorn. Kein Wunder, schlie\u00dflich feuert der Treibsatz den in diesem Fall zwei Tonnen schweren Allradler &#8211; 4Matic war immer lieferbar in verschiedenen Motorkonstellationen &#8211; binnen f\u00fcnf Sekunden (Werksangabe) nach vorn, bis abgeregelte 250 Sachen erreicht werden. Und da das Moment per Siebengang-Wandlerautomatik \u00fcbertragen wird, f\u00fchlt sich das Fahren ansatzlos an. Denn so h\u00e4ufig muss das Getriebe die \u00dcbersetzungen gar nicht wechseln. Immerhin pumpt Kollege Otto schon unterhalb von 2000 Touren gewaltige 700 Newtonmeter in den Strang. Das sorgt f\u00fcr Gelassenheit. Andererseits dringen dezente V8-Ger\u00e4usche in den Passagierraum, damit den Mitfahrern auch bewusst ist, was f\u00fcr ein Aggregat hier am Werk ist. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/MB-W221-2025-SE1.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Die Langversion erkennt man immer an den Fondt\u00fcren. Sie sind hier l\u00e4nger als die Vordert\u00fcren. Und dahinter verbirgt sich jede Menge Raum.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/MB-W221-2025-SE1.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Die Langversion erkennt man immer an den Fondt\u00fcren. Sie sind hier l\u00e4nger als die Vordert\u00fcren. Und dahinter verbirgt sich jede Menge Raum.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Hersteller\/Mercedes)<\/p>\n<p>Und das Fahrwerk? Ist auf Stand &#8211; serienm\u00e4\u00dfig rollt der als Langversion herrschaftliche 5,23 Meter lange Benz auf Luftb\u00e4lgen. Und obwohl diese Technik ber\u00fchmt ist f\u00fcr tendenziell schlechteres Parieren insbesondere kurzer Unebenheiten, ist selbst der alternde W221 immer noch unangefochtener Meister beim Thema Fahrkomfort. Die Auswirkungen schlechter Untergr\u00fcnde kommen lediglich ged\u00e4mpft beim Passagier an. Bestechend ist diese Mischung aus Pr\u00e4zision und Schwere. Klar, die gro\u00dfe Limousine ist wirklich weit davon entfernt, querdynamisch zu punkten &#8211; macht aber dennoch ebenso Spa\u00df auf schnell gefahrenen Landstra\u00dfenkurven. Da haben die Techniker gute Arbeit geleistet.<\/p>\n<p>Auf Wunsch war zum damaligen Zeitpunkt, und selbst schon im Vorg\u00e4nger, die &#8222;Active Body Control&#8220; lieferbar &#8211; dabei handelt es sich um eine Stahlfeder mit hydraulischem Nick- sowie Wankausgleich. Grunds\u00e4tzlich ist der W221 damals wie heute ein souver\u00e4ner Autobahnexpress zum z\u00fcgigen Kilometerabspulen bei auspr\u00e4gt leisen Innenraumger\u00e4uschen.<\/p>\n<p>Hightech schon vor 20 Jahren<\/p>\n<p>Und auch technologisch kann der 20 Jahre alte Untert\u00fcrkheimer einigerma\u00dfen mit modernen Fahrzeugen mithalten. Ein aktiver Tempomat hilft heute wie damals dabei, m\u00fcde Piloten entspannter durch den Feierabendverkehr zu f\u00fchren. Allerdings war dieses auf den Namen &#8222;Distronic&#8220; h\u00f6rende Feature damals aufpreispflichtig ebenso wie eine Infrarotkamera zur Detektion von Personen oder Tieren bei Nacht. Sch\u00f6n ist, dass man nicht st\u00e4ndig irgendwelche piependen Assistenten abschalten muss \u2013 eine Wohltat.<\/p>\n<p>\u00dcber den Sitzkomfort muss man nicht reden, insbesondere bei der hier getesteten Langversion kommen auch in der zweiten Reihe Firstclass-Vibes auf mit erhabener Beinfreiheit. Und sogar klimatisierte Massage-Einzelsitze im Fond samt elektrischer Verstellung waren damals bestellbar. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/MB-W221-2025-HI.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"An den R\u00fcckleuchten erkennt der Spezialist die zweite Serie. Bei fr\u00fchen Exemplaren von 2005 bis 2009 gibt es dort in Wagenfarbe lackierte Stege.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/MB-W221-2025-HI.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">An den R\u00fcckleuchten erkennt der Spezialist die zweite Serie. Bei fr\u00fchen Exemplaren von 2005 bis 2009 gibt es dort in Wagenfarbe lackierte Stege.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Hersteller\/Mercedes)<\/p>\n<p>Wer den V8 \u00fcbrigens f\u00fcr eine Nummer zu gro\u00df h\u00e4lt &#8211; nicht zuletzt wegen des Unterhalts \u2013, es gibt die S-Klasse der Reihe 221 auch mit attraktiven sechszylindrigen Einstiegsmaschinen sowohl mit Benzin- als auch im Dieselbetrieb und sogar bis hin zum allerdings eher knurrigen und daher wenig S-Klasse-w\u00fcrdigen S 250 CDI mit dem unr\u00fchmlichen OM651. Im Fall der Spitzenlimousine ist dies ein 2,1 Liter gro\u00dfer Vierzylinder-Selbstz\u00fcnder. <\/p>\n<p>Falls diese Abhandlung Lust auf einen 221 gemacht haben sollte und in eine Probefahrt m\u00fcndet \u2013 das Wunschexemplar bitte gr\u00fcndlich checken vor dem Kauf. Und immer daran denken: Die g\u00fcnstigere Anschaffung kann im Ergebnis mehr Geld kosten. Denn \u00fcberall dort, wo sich viel Technologie verbirgt, gibt es auch viele potenzielle Defekte, die wiederum mit teuren Reparaturen verbunden sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unter dem Strich ist die S-Klasse der Baureihe W221 immer noch State of the Art und verbindet Fahrdynamik mit hohem Komfort. Blo\u00df beim Infotainment wirkt dieser Mercedes inzwischen veraltet. W\u00e4re ja auch traurig, wenn sich binnen 20 Jahren nichts ver\u00e4ndert h\u00e4tte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die f\u00fcnfte Generation der S-Klasse wird dieses Jahr 20 Jahre alt. 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