{"id":469739,"date":"2025-10-03T10:09:17","date_gmt":"2025-10-03T10:09:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/469739\/"},"modified":"2025-10-03T10:09:17","modified_gmt":"2025-10-03T10:09:17","slug":"besondere-secondhand-und-vintagelaeden-in-muenchen-wo-promis-stoebern-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/469739\/","title":{"rendered":"Besondere Secondhand- und Vintagel\u00e4den in M\u00fcnchen: Wo Promis st\u00f6bern &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In vielen Gro\u00dfst\u00e4dten, so auch <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a>, verdr\u00e4ngen Ketten den Einzelhandel und befeuern damit den Fast-Fashion-Trend. Somit werden Secondhand- und Vintagel\u00e4den zu Inseln des individuellen Ausdrucks und der pers\u00f6nlichen Kundenberatung. Orte, an denen sowohl stilbewusste Studentinnen als auch B\u00fchnenbildner und Prominente gerne Halt machen. Doch wer verbirgt sich hinter den L\u00e4den? Eine Spurensuche in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Cat With a Hat<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/aed226a1-433f-40de-b629-2f59071d10ea.jpg\"   alt=\"Im  Cat with a Hat  verkaufen Ren\u00e9 Maria Lutz (links) und Silvia Schreiber Vintagemode, die sich \u00fcber die Jahre hinweg in ihrem pers\u00f6nlichen Fundus angesammelt hat.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Im Cat with a Hat verkaufen Ren\u00e9 Maria Lutz (links) und Silvia Schreiber Vintagemode, die sich \u00fcber die Jahre hinweg in ihrem pers\u00f6nlichen Fundus angesammelt hat. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ren\u00e9 Maria Lutz kramt unter dem Ladentisch einen Sto\u00df Magazinartikel hervor. Auf den meisten posieren in extravaganter Kleidung bekannte Models, Schauspielerinnen und Musikerinnen, darunter die britische Band Kitty, Daisy &amp; Lewis. Jedes Mal, wenn er umbl\u00e4ttert, deutet er auf eine markierte Textstelle auf den Bl\u00e4ttern, dabei verk\u00fcndet er stolz: \u201eHier steht Cat with a Hat\u201c, der Name seines Vintageladens, den er gemeinsam mit seiner Lebensgef\u00e4hrtin Silvia Schreiber f\u00fchrt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei einem Artikel bleibt er besonders lange h\u00e4ngen: \u201eVor einigen Jahren hatte die Vogue ein Shooting mit Karl Lagerfeld, daf\u00fcr haben wir Matrosenkleidung verliehen. Als wir sie zur\u00fcckbekommen haben, hat eine Jacke gefehlt.\u201c Lutz macht eine theatralische Pause: \u201eKann man sich das vorstellen: Dem Karl hat so gefroren, dass sie ihm meine sch\u00f6ne Matrosenjacke geschenkt haben.\u201c Man f\u00fchle sich schon geadelt, betont Lutz: \u201eTrotzdem schade um die Jacke, die mochte ich echt gerne\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nach der langen Liste an bekannten Pers\u00f6nlichkeiten, die bereits bei Cat with a Hat in der Baaderstra\u00dfe shoppten, folgt eine Aufz\u00e4hlung der Filme, die Schreiber und Lutz mit ausgestattet haben. Darunter \u201eWer fr\u00fcher stirbt, ist l\u00e4nger tot\u201c, f\u00fcr den Lutz eine Auswahl seiner privaten Schmucksammlung zur Verf\u00fcgung stellte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Trotz des prominenten Publikums sei das Gesch\u00e4ft mit der Vintagemode \u00fcber die Jahre nicht leichter geworden. Viel habe sich auf Onlineportale verlagert, sagt Schreiber. Deshalb haben sie sich w\u00e4hrend der Pandemie entschieden, einen Onlineshop zu er\u00f6ffnen und auf der Plattform Etsy zu verkaufen. Das lohne sich, betont sie. Man k\u00f6nne zudem ein internationales Publikum erreichen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Unter ihren Stammkunden seien, sowohl digital als auch lokal, kaum M\u00fcnchner. \u201eIn M\u00fcnchen wird, anders als in New York oder London, Vintage nicht besonders wertgesch\u00e4tzt\u201c, sagt Lutz. Die Betreiber des Cat with a Hat geh\u00f6ren dabei zur Ausnahme. Schreiber habe bereits als Jugendliche gemerkt, dass Vintage \u201eihr Ding\u201c sei und habe seitdem begonnen zu sammeln. Als sie Lutz kennenlernte, \u00fcbertrug sich die Vintage-Leidenschaft auf ihn. \u00dcber die Jahre sammelte sich eine Vielzahl an Sch\u00e4tzen an. Mit ihrem Fundus k\u00f6nnten sie den Laden noch dreimal f\u00fcllen. 2011 wurde die Sammlung dann so gro\u00df, dass sich Schreiber und Lutz dazu entschieden, Cat with a Hat zu er\u00f6ffnen \u2013 aus reiner \u201eLeidenschaft und Liebe\u201c, wie Lutz betont.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><strong>Cat with a Hat; Baaderstra\u00dfe 53, 80469 M\u00fcnchen; \u00d6ffnungszeiten: Mo., Mi. \u2013 Fr. 12 \u2013 18 Uhr, Sa. 11 \u2013 18 Uhr; weitere Informationen: <\/strong><strong><a href=\"https:\/\/www.catwithahat.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.catwithahat.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Alva-Morgaine<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/291c0ffe-c47a-4687-9348-14f3bdc4f286.jpg\"   alt=\"Alva-Morgaine : Ein Ort,\u00a0 an dem Geschichte und Pers\u00f6nlichkeit aufeinandertreffen. Daf\u00fcr steht die Betreiberin.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Alva-Morgaine: Ein Ort,\u00a0 an dem Geschichte und Pers\u00f6nlichkeit aufeinandertreffen. Daf\u00fcr steht die Betreiberin. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ein leiser Glockenton k\u00fcndigt neue Kundschaft an. Empfangen wird sie von einem s\u00fc\u00dflich-schweren Duft von R\u00e4ucherst\u00e4bchen und altem Leder. \u201eGr\u00fc\u00dfe euch! Willkommen im Chaos. Viel Spa\u00df beim St\u00f6bern!\u201c, begr\u00fc\u00dft\u00a0Alva-Morgaine Pilz das junge P\u00e4rchen, das den Laden betritt. Pilz ist die Besitzerin und gleichzeitig Namensgeberin des Alva-Morgaines. Zwischen den voll behangenen Kleiderstangen sitzt sie aufrecht auf einem Sofa. Sie tr\u00e4gt einen leicht oversized Hosenanzug. Sie l\u00e4chelt herzlich. Bei Nachfragen springt die geborene M\u00fcnchnerin sofort auf.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die studierte Kunsthistorikerin, Ethnologin und Soziologin brennt daf\u00fcr, die Geschichte ihrer Sch\u00e4tze zu ergr\u00fcnden und das Wissen zu teilen. \u201eMeine Familie hat sehr an meiner Studienwahl gezweifelt\u201c, erz\u00e4hlt Pilz: \u201eSie meinten: Mein Gott, was willst du denn damit anfangen?\u201c\u00a0 Einen Vintageladen im Glockenbachviertel \u2013 nat\u00fcrlich! Pilz selbst h\u00e4tte schon in ihrer Jugend gewusst, dass sie so etwas in der Art gerne machen w\u00fcrde. Mit einer Tante, die von Flohm\u00e4rkten und Antiquit\u00e4ten begeistert ist, und einer Schneiderin und Raumausstatterin als Mutter wurde ihr das schon fast in die Wiege gelegt. Seit neun Jahren betreibt sie nun ihren, wie sie selbst sagt, wahr gewordenen Traum in Form des Alva-Morgaines.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/bdabb7f8-1357-49cd-9982-8feb83db3dc4.jpg\"   alt=\"Neben Vintagekleidung stapeln sich auch weitere Antiquit\u00e4ten im Laden und verleihen dem  Alva-Morgaine  seinen Charme.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Neben Vintagekleidung stapeln sich auch weitere Antiquit\u00e4ten im Laden und verleihen dem Alva-Morgaine seinen Charme. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Ware stammt \u00fcberwiegend aus den zahlreichen Reisen von\u00a0Alva-Morgaine Pilz. Unter ihnen finden sich viele seltene Sammlerst\u00fccke, darunter ein goldenes Drei\u00dfigerjahre-Kleid. Urspr\u00fcnglich fehlten rund ein Drittel der Pailletten. Vier Jahre ben\u00f6tigte Pilz, um die fehlenden Teile mit authentischen Funden zu erg\u00e4nzen. Aufgrund ihres gro\u00dfen Repertoires an historischer Kleidung geh\u00f6ren lokale, aber auch nationale Theater- und Opernh\u00e4user zu ihren regelm\u00e4\u00dfigen Kunden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Neben den teuren St\u00fccken h\u00e4ngt im Laden auch g\u00fcnstigere Kleidung f\u00fcr den allt\u00e4glichen Gebrauch. Das zieht gleicherma\u00dfen stilbewusste \u00e4ltere Damen wie modeaffine Studierende an. In letzter Zeit z\u00e4hlen zudem zahlreiche Bloggerinnen, vorwiegend aus dem asiatischen Raum, zum festen Kundenstamm. Als der Laden in der New York Times als Shoppingtipp f\u00fcr M\u00fcnchen empfohlen wurde, sei die Kundschaft noch mal internationaler geworden. \u201eWillkommen im Chaos\u201c sei aber jeder, betont Pilz. Nur graue und langweilige Klamotten haben in ihrer Wunderkammer striktes Hausverbot.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><strong>Alva-Morgaine; Hans-Sachs-Stra\u00dfe 9, 80469 M\u00fcnchen; \u00d6ffnungszeiten: Di. \u2013 Fr. 11 \u2013 18.30 Uhr, Sa. 11 &#8211; 16 Uhr; weitere Informationen: <\/strong><strong><a href=\"https:\/\/alva-morgaine.de\/#kontakt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.alva-morgaine.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Fashion &amp; Fantasy<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/dc372333-584d-450c-a444-3be500c55753.jpg\"   alt=\"In der F\u00fcrstenstra\u00dfe befindet sich  Fashion &amp; Fantasy,  ein Tante-Emma-Laden f\u00fcr Mode-Accessiores und Blumen. Liebevoll gef\u00fchrt wird er von Anette Schlagheck.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>In der F\u00fcrstenstra\u00dfe befindet sich Fashion &amp; Fantasy, ein Tante-Emma-Laden f\u00fcr Mode-Accessiores und Blumen. Liebevoll gef\u00fchrt wird er von Anette Schlagheck. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eMein Laden ist bunt \u2013 so bunt wie die Menschen, die zu mir kommen\u201c, stellt Anette Schlagheck mit einem breiten Grinsen fest. \u201eIch mag es einfach bunt\u201c, erg\u00e4nzt sie. Das merkt man schon beim Betreten ihres Ladens Fashion &amp; Fantasy. Akribisch nach Farben sortiert reihen sich die Kleidungsst\u00fccke an den Stangen \u2013 vom knallroten Abendkleid bis zur pastellfarbenen Bluse. Dazwischen stehen zahllose Vasen mit Blumen. Die Ladentische sind best\u00fcckt mit Kerzenst\u00e4ndern, Ketten und allerlei dekorativem Krimskrams. \u201eSo was wie meinen Laden hat man fr\u00fcher Tante-Emma-Laden genannt. Heute hei\u00dft es Concept-Store\u201c, erkl\u00e4rt Schlagheck, lacht und nippt dann an ihrem Cappuccino.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wer den Laden verl\u00e4sst, nimmt nicht nur Kleidung oder Accessoires mit nach Hause. Zum Einkauf geh\u00f6ren eine individuelle Stilberatung, ein herzliches Gespr\u00e4ch und mit der Zeit sogar eine gute Bekannte. Ihren liebsten Kundinnen vers\u00fc\u00dft Schlagheck den Tag schon mal mit einem Gl\u00e4schen Sekt, einem St\u00fcck Kuchen oder Blumen, wie sie selbst verr\u00e4t. Was heute zum Fashion &amp; Fantasy-Paket geh\u00f6rt, war f\u00fcr Schlagheck einst selbst Realit\u00e4t: Aus ihr wurde von einer Kundin \u00fcber die Jahre eine enge Freundin der damaligen Besitzerin. Als \u201eFrau Lorenz\u201c altersbedingt aufh\u00f6ren musste, bat sie Schlagheck darum, den Laden weiterzuf\u00fchren. 2012 \u00fcbernahm die gelernte Floristin Fashion &amp; Fantasy. Bis ins hohe Alter schaute Frau Lorenz noch regelm\u00e4\u00dfig als gute Seele des Ladens vorbei, erinnert sich Schlagheck.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mit der neuen Besitzerin kamen frischer Wind und viele Blumen in den Laden, doch das Ziel des Gesch\u00e4fts blieb unver\u00e4ndert: Liebe zu nachhaltiger Mode und zu bewusstem Konsum zu vermitteln, aber auch einen Treffpunkt f\u00fcr alte und neue Bekanntschaften zu bieten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><strong>Fashion &amp; Fantasy; F\u00fcrstenstra\u00dfe 17, 80333 M\u00fcnchen; \u00d6ffnungszeiten: Mo., Di., Do. und Freitag 11:00-18:00 Uhr, Mi. 11 &#8211; 20 Uhr, Sa. 11 &#8211; 14 Uhr; weitere Informationen: <\/strong><strong><a href=\"https:\/\/secondhand-muenchen-fashionandfantasy.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.secondhand-muenchen-fashionandfantasy.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Holareidulij\u00f6<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/31525e73-32dd-4762-8aae-51dc16e68911.jpg\"   alt=\"Michaela Klein entdeckte ihre Liebe zu Lederhosen eher durch Zufall. Heute verkauft sie in ihrem Laden  Holareidulij\u00f6  \u00fcberwiegend Secondhand-Lederhosen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Michaela Klein entdeckte ihre Liebe zu Lederhosen eher durch Zufall. Heute verkauft sie in ihrem Laden Holareidulij\u00f6 \u00fcberwiegend Secondhand-Lederhosen. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">W\u00e4hrend viele Secondhand- und Vintagel\u00e4den auf ein breit gef\u00e4chertes Sortiment setzen, hat es Michaela Klein ein Kleidungsst\u00fcck besonders angetan: die Lederhose. Seit 1992 verkauft sie in ihrem Laden Holareidulij\u00f6 gebrauchte Trachtenmode. Das Klischee, Lederhosen k\u00f6nnten nicht gereinigt werden, h\u00e4lt sich zwar hartn\u00e4ckig, ist aber falsch. Ganz im Gegenteil, laut Klein stecke in den alten Lederhosen besonders viel Charme: \u201eIch liebe diese alten Hosen. Sie haben so eine wundervolle Patina und die charakteristischen Tragefalten.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Um den historischen St\u00fccken neues Leben einzuhauchen, begann sie kurz nach der Er\u00f6ffnung eine Ausbildung zur S\u00e4cklerin. Mit anderen Worten: Sie ist gelernte Lederbekleidungserzeugerin.\u00a0 Sie selbst tr\u00e4gt fast t\u00e4glich Lederhosen, mit passendem Hemd, Janka oder Jacke. Doch eine historische Lederhose in Frauengr\u00f6\u00dfe zu finden, ist gar nicht so einfach.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Vor mehr als 30 Jahren entstand so, eher durch Zufall, die Idee f\u00fcr ihr Secondhand-Lederhosen-Business. Aufgrund eines schweren Autounfalls hatte Klein ihren B\u00fcrojob aufgegeben. Stattdessen begann sie, bayerischen Modeschmuck auf Flohm\u00e4rkten zu verkaufen. \u201eIrgendwann kam mir der Gedanke, dass es doch sch\u00f6n w\u00e4re, wenn ich passend dazu eine Lederhose tragen w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Also stellte Klein ein Schild mit \u201eLederhose gesucht\u201c an ihrem Stand auf. Es dauerte nicht lange, da waren einige \u00e4ltere Damen mit Hosen im Gep\u00e4ck zu ihr gekommen. \u201eLeider waren die mir alle viel zu gro\u00df\u201c, erz\u00e4hlt sie. Also hat Klein ihnen die Hosen zu einem g\u00fcnstigen Preis abgekauft und wieder verkauft. Schon bald hatte sie eine stattliche Sammlung an Lederhosen beisammen. Probeweise er\u00f6ffnete sie einen Laden, zun\u00e4chst auf ein Jahr begrenzt. \u201eVon Anfang an lief es wahnsinnig gut\u201c, sagt Klein. Kurze Zeit sp\u00e4ter zog sie wenige Meter weiter in die Schellingstra\u00dfe 81 und er\u00f6ffnete Holareidulij\u00f6. Seither ist dieser, vor allem w\u00e4hrend der Wiesn, bestens besucht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><strong>Holareidulij\u00f6; Schellingstra\u00dfe 81, 80799 M\u00fcnchen; \u00d6ffnungszeiten:\u00a0Mo.\u00a0\u2013\u00a0Fr. 12 Uhr bis 18 Uhr, Sa. 10 \u2013 17 Uhr; weitere Informationen: <\/strong><strong><a href=\"https:\/\/holareidulijoe.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.holareidulijoe.com<\/a><\/strong><\/p>\n<p>secondaPelle<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/27548ea7-eb03-414d-b2e9-3200749e1393.jpg\"   alt=\"Mit  secondaPelle  am Bahnw\u00e4rter Thiel bringt Francesca Pellegrini (rechts) ein St\u00fcck Italien nach M\u00fcnchen. Tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt wird sie von ihrem Lebensgef\u00e4hrten Alperen Istanbullu (links).\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Mit secondaPelle am Bahnw\u00e4rter Thiel bringt Francesca Pellegrini (rechts) ein St\u00fcck Italien nach M\u00fcnchen. Tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt wird sie von ihrem Lebensgef\u00e4hrten Alperen Istanbullu (links). (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wenn es eines gibt, was die M\u00fcnchner mindestens genauso lieben wie ihr Oktoberfest, dann ist es \u201eBella Italia\u201c. Diese Erkenntnis hatte auch Francesca Pellegrini, als sie von einem kleinen italienischen Dorf nahe Bologna nach M\u00fcnchen zog. Zudem stellte sie fest, dass es anders als in Italien deutlich weniger Secondhand- und Vintagel\u00e4den in der Stadt gibt. W\u00e4hrend sie am Bahnw\u00e4rter Thiel jobbte, wurde ein Container frei, und so er\u00f6ffnete sie secondaPelle. \u201eIch dachte mir, warum nicht\u201c, sagt Pellegrini, dann gibt sie zu: \u201eGut, ein bisschen mehr Gedanken gemacht hab\u2019 ich mir dann schon, als warum nicht.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zum Beispiel, was der Kundschaft gefallen k\u00f6nnte. Die Erfahrung zeigt: Die Nachfrage ist bunt gemischt, mit einer Ausnahme. Es komme vor, dass Jugendliche den Laden schnell wieder verlassen w\u00fcrden, sobald klar sei, dass heute keine Jeans einer bestimmten Marke auf der Stange h\u00e4ngt. \u201eEcht schade\u201c, sagt Pellegrini und nimmt einen Schluck von ihrer Mate. Das Bed\u00fcrfnis, ja fast der innere Zwang, ein Teil unbedingt besitzen zu m\u00fcssen, sei genau das, wof\u00fcr Secondhand nicht stehe.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mit secondaPelle wolle Pellegrini ein Zeichen gegen Fast Fashion und f\u00fcr achtsamen Konsum setzen. Sie erz\u00e4hlt: \u201eViele sagen, Secondhand passt nicht zu meinem Stil, das ist mir zu ausgefallen. Aber Secondhand ist so vielf\u00e4ltig.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eIt\u2019s for Everyone and Everyday\u201c, wirft ihr Lebensgef\u00e4hrte Alperen Istanbullu ein. Die beiden haben sich im Laden kennengelernt. Seitdem unterst\u00fctzt Istanbullu sie tatkr\u00e4ftig.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Generell sei der secondaPelle ein Ort, um Freunde zu treffen und um neue zu finden. Manche k\u00e4men einfach nur in den Laden, um auf der Terrasse zu sitzen und zu quatschen. Diese N\u00e4he zu lieben Menschen macht f\u00fcr Pelligrini den Charme von secondaPelle aus. \u201eAm Ende des Tages ist der Laden nicht nur mein Job, sondern auch mein Leben\u201c, sagt sie. Ein Satz, der wohl allen Secondhand- und Vintageladen-Besitzerinnen und Besitzern in diesem Artikel aus der Seele spricht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><strong>secondaPelle; Tumblingerstra\u00dfe 45, 80337 M\u00fcnchen; \u00d6ffnungszeiten: Di. \u2013 Sa. 13 \u2013 20 Uhr; weitere Informationen auf Instagram:\u00a0<\/strong><strong><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/secondapelle.muc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">@secondapelle.muc<\/a><\/strong><\/p>\n<p><script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In vielen Gro\u00dfst\u00e4dten, so auch M\u00fcnchen, verdr\u00e4ngen Ketten den Einzelhandel und befeuern damit den Fast-Fashion-Trend. 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