{"id":469945,"date":"2025-10-03T12:06:11","date_gmt":"2025-10-03T12:06:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/469945\/"},"modified":"2025-10-03T12:06:11","modified_gmt":"2025-10-03T12:06:11","slug":"die-regionale-wirtschaft-muss-kaempfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/469945\/","title":{"rendered":"Die regionale Wirtschaft muss k\u00e4mpfen!"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Der Flughafen M\u00fcnster\/Osnabr\u00fcck ist mehr als ein Regional-Airport f\u00fcr Urlaubsreisen. Er ist eine Lebensader f\u00fcr die Wirtschaft im M\u00fcnsterland und im Osnabr\u00fccker Land. Insbesondere die Inlandsfl\u00fcge zum internationalen Drehkreuz M\u00fcnchen machen den FMO zu einem wichtigen Standortfaktor. F\u00fcr Unternehmen, die auf schnelle internationale Anbindungen angewiesen sind, ist er unverzichtbar.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/region-osnabrueck\/artikel\/streik-bei-lufthansa-so-koennte-der-flughafen-muensterosnabrueck-betroffen-sein-49350109\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Streik bei Lufthansa? So k\u00f6nnte der Flughafen M\u00fcnster\/Osnabr\u00fcck betroffen sein<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Dass Lufthansa nun die M\u00fcnchen-Verbindung auf den Pr\u00fcfstand stellt, ist deshalb nicht irgendeine betriebswirtschaftliche Entscheidung, sondern eine Frage der regionalen Zukunftsf\u00e4higkeit. Schon der <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/flughafen-muensterosnabrueck-lufthansa-streicht-frankfurt-fluege-am-fmo-47494181\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verlust der Frankfurt-Fl\u00fcge im vergangenen Jahr war ein herber R\u00fcckschlag.<\/a> F\u00e4llt auch M\u00fcnchen, dann verliert der FMO seine letzte verbliebene T\u00fcr in die weite Welt.\n            <\/p>\n<p>            Was auf dem Spiel steht<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Es geht nicht nur um 230.000 Passagiere j\u00e4hrlich, die heute vom FMO nach M\u00fcnchen fliegen \u2013 jede f\u00fcnfte Reise des gesamten Flughafens. Es geht um die Attraktivit\u00e4t des Standorts insgesamt. Fachkr\u00e4fte, Investoren und global agierende Unternehmen schauen darauf, ob eine Region international erreichbar ist. Wer erst Stunden im Auto oder in \u00fcberf\u00fcllten Bahnen verbringen muss, um zu einem anderen Drehkreuz zu gelangen, wird sich zweimal \u00fcberlegen, ob er hier investiert oder sich ansiedelt.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Der ICE von Osnabr\u00fcck nach M\u00fcnchen braucht mehr als sieben Stunden \u2013 f\u00fcr internationale Gesch\u00e4ftsreisen ist das keine ernsthafte Alternative. Damit ist klar: Ohne M\u00fcnchen verliert der FMO seine Funktion als Tor zur Welt \u2013 und die Region verliert einen zentralen Standortvorteil.\n            <\/p>\n<p>            Die Verantwortung der Lufthansa<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Nat\u00fcrlich hat Lufthansa mit vielem recht. Die staatlichen Abgaben in Deutschland sind hoch, die Luftverkehrssteuer im europ\u00e4ischen Vergleich exorbitant. Zudem sind die Geb\u00fchren f\u00fcr Flugsicherung und Sicherheit seit der Pandemie explodiert. Ein Flug von einem deutschen Airport belastet die Airline mit mehr als 4000 Euro staatlichen Kosten, w\u00e4hrend in Spanien oder Istanbul oft weniger als ein Sechstel f\u00e4llig wird. Betriebswirtschaftlich ist das schwer zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>Doch Lufthansa tr\u00e4gt ebenfalls Verantwortung. Sie ist nicht nur irgendein Anbieter, sondern die deutsche Airline, die sich selbst gerne als Aush\u00e4ngeschild des Landes versteht. Wenn sie sich aus Regionen wie M\u00fcnster\/Osnabr\u00fcck zur\u00fcckzieht, sendet das ein Signal: Es geht nur noch um Ertrag, nicht mehr um die Anbindung ganzer Wirtschaftsr\u00e4ume.\n            <\/p>\n<p>            Die Bundesregierung muss liefern<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Ebenso klar ist aber: Die Hauptverantwortung liegt bei der Politik. Schon im Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung zugesagt, die Luftverkehrssteuer wieder zu senken und den Luftverkehrsstandort Deutschland zu st\u00e4rken. Geschehen ist das Gegenteil: Die Belastungen steigen, die Versprechen bleiben unerf\u00fcllt. Flugh\u00e4fen und Airlines f\u00fchlen sich zu Recht im Stich gelassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Regionen wie Osnabr\u00fcck und das M\u00fcnsterland ist das brandgef\u00e4hrlich. Wenn die Politik nicht handelt, wird die Abw\u00e4rtsspirale sich fortsetzen. Erst Frankfurt, dann M\u00fcnchen \u2013 und am Ende bleibt nur noch der Touristikbetrieb, der zwar wichtig ist, aber keine internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit sichert.\n            <\/p>\n<p>            Wirtschaft und Politik m\u00fcssen gemeinsam handeln<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Was also ist zu tun? Erstens: Die Wirtschaft in der Region muss ihre Stimme deutlich erheben. Der Brandbrief aus Greven war ein Anfang. Es braucht aber eine breite Allianz von Industrie- und Handelskammern, Verb\u00e4nden, Kommunen und gro\u00dfen Arbeitgebern. Nur wenn klar wird, dass ein Verlust der M\u00fcnchen-Fl\u00fcge Arbeitspl\u00e4tze, Investitionen und Zukunftschancen gef\u00e4hrdet, entsteht echter politischer Druck.<\/p>\n<p>Zweitens: Die Politik in Berlin muss endlich liefern. Entlastungen d\u00fcrfen nicht l\u00e4nger verschoben werden. Die Kosten f\u00fcr Flugsicherung und Sicherheit sind hoheitliche Aufgaben \u2013 und geh\u00f6ren st\u00e4rker aus Steuermitteln finanziert. Eine Senkung der Luftverkehrssteuer ist \u00fcberf\u00e4llig. Nur so bleibt der Standort Deutschland im Wettbewerb mit Madrid, Br\u00fcssel oder Istanbul konkurrenzf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Drittens: Lufthansa muss ihre Rolle \u00fcberdenken. Als nationale Airline kann sie nicht so tun, als w\u00e4re es egal, ob ganze Regionen den Anschluss verlieren. Es geht hier nicht um einen x-beliebigen Regionalflughafen, sondern um einen Airport, der f\u00fcr Millionen Menschen \u2013 davon alleine 1,6 Millionen im M\u00fcnsterland und mehr als eine halbe Million in der Region Osnabr\u00fcck \u2013 die zentrale Schnittstelle zur Welt ist.\n            <\/p>\n<p>            Standortfrage von enormer Tragweite<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die m\u00f6gliche Streichung der M\u00fcnchen-Verbindung ist kein Betriebsdetail, sondern eine Standortfrage von enormer Tragweite. F\u00fcr die Unternehmen der Region ist der FMO mit seinen Inlandsfl\u00fcgen nach M\u00fcnchen ein unverzichtbarer Standortfaktor. F\u00fcr die Bundesregierung ist er ein Pr\u00fcfstein, ob sie ihre Versprechen zur Entlastung des Luftverkehrs ernst meint. Wenn die Bundestagsabgeordneten und die regionale Wirtschaft jetzt nicht gemeinsam entschlossen handeln, dann droht unsere Region ihr Tor zur Welt zu verlieren.\n            <\/p>\n<p>                Das bewegt den Wirtschaftsstandort der Region Osnabr\u00fcck            gr\u00f6\u00dfer alsGr\u00f6\u00dfer als Zeichengr\u00f6\u00dfer alsGr\u00f6\u00dfer als Zeichen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Flughafen M\u00fcnster\/Osnabr\u00fcck ist mehr als ein Regional-Airport f\u00fcr Urlaubsreisen. 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