{"id":470126,"date":"2025-10-03T13:44:11","date_gmt":"2025-10-03T13:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/470126\/"},"modified":"2025-10-03T13:44:11","modified_gmt":"2025-10-03T13:44:11","slug":"wie-stark-ost-und-west-noch-immer-auseinanderliegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/470126\/","title":{"rendered":"Wie stark Ost und West noch immer auseinanderliegen"},"content":{"rendered":"<p><strong><br \/>\n           Eine aktuelle Analyse zeigt: Die Einkommensl\u00fccke zwischen Ost- und Westdeutschland bleibt weiterhin gro\u00df.<br \/>\n          <\/strong>\n          <\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem Thema Gehalt haben viele Menschen in Deutschland zahlreiche Fragezeichen im Kopf. Etwa: <a href=\"https:\/\/www.infranken.de\/ratgeber\/karriere-geld\/gehaltsverteilung-tarifvertrag-altersgruppen-entgeltatlas-gehaltsrechner-bundesbank-studie-einkommensverteilung-fachkraefte-art-5662965\" target=\"_blank\" title=\"Gehalts\u00fcbersicht: Verdienst du genug f\u00fcr dein Alter? Umfrage gibt Aufschluss\" rel=\"nofollow noopener\">Verdiene ich genug f\u00fcr mein Alter?<\/a> <a href=\"https:\/\/www.infranken.de\/ratgeber\/karriere-geld\/gutes-gehalt-einkommensgrenze-deutschland-mittelschicht-aktuelle-zahlen-art-6212059\" target=\"_blank\" title=\"Bekommst du ein &quot;gutes&quot; Gehalt? Einkommensgrenzen in Deutschland\" rel=\"nofollow noopener\">Bekomme ich ein &#8222;gutes Gehalt&#8220;<\/a> und ist die Bezahlung anderswo vielleicht h\u00f6her? Je nach Region gibt es deutliche Unterschiede: Menschen in Westdeutschland beziehen laut einer neuen Untersuchung nach wie vor merklich h\u00f6here Geh\u00e4lter als im Osten.<\/p>\n<p>Doch die Einkommensl\u00fccke hat sich verringert: Vollzeitangestellte im Westen erhielten im vergangenen Jahr im Schnitt 4.810 Euro brutto monatlich. In den neuen Bundesl\u00e4ndern waren es lediglich 3.973 Euro, was gut 17 Prozent weniger ist, wie eine Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-B\u00f6ckler-Stiftung zeigt.<\/p>\n<p>Immer noch Unterschiede bei Geh\u00e4ltern zwischen Ost und West<\/p>\n<p>Seit 2014 ist der Einkommensunterschied zwischen Ost- und Westdeutschland um 7 Prozentpunkte zur\u00fcckgegangen. Laut Forschern liegt das vor allem am 2015 eingef\u00fchrten Mindestlohn. \u201eBesch\u00e4ftigte in den ostdeutschen Bundesl\u00e4ndern haben \u00fcberdurchschnittlich stark vom Mindestlohn profitiert\u201c, erkl\u00e4rt Gehaltsexperte Malte L\u00fcbker. Nach der Wende habe sich dort ein besonders ausgepr\u00e4gter Niedriglohnsektor entwickelt.<\/p>\n<p>Die bereits beschlossene Anhebung des Mindestlohns auf 14,60 Euro bis zum Januar 2027 d\u00fcrfte laut L\u00fcbker f\u00fcr eine weitere Ann\u00e4herung sorgen. Bei Angestellten am unteren Ende der Einkommensverteilung gibt es heute schon kaum noch Differenzen. In diesem Bereich lagen die Stundenl\u00f6hne in Ostdeutschland im April 2024 gerade einmal ein Prozent unter dem Westniveau. Vor der Einf\u00fchrung des Mindestlohns waren die Fortschritte bei der Anpassung der L\u00f6hne geringer. So war die Einkommensl\u00fccke von 1999 bis 2014 lediglich um 1,6 Prozentpunkte zur\u00fcckgegangen, wie das Institut berichtet.<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Ann\u00e4herung sind den Forschern zufolge Tarifvertr\u00e4ge. Im Osten ist die Tarifbindung immer noch niedriger. Zwischen den Bundesl\u00e4ndern gibt es laut WSI teils erhebliche Unterschiede bei den Einkommen. Spitzenreiter war zuletzt Hamburg mit einem Stundenlohn von 26,88 Euro. Deutlich dahinter lag Schleswig-Holstein mit 22,15 Euro. Mecklenburg-Vorpommern kam nur auf 20,33 Euro.<\/p>\n<p>Gender Pay Gap: Frauen verdienen im Westen 16 Prozent weniger als die M\u00e4nner<\/p>\n<p>Auch bei der wirtschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit haben die Ostl\u00e4nder erheblich aufgeholt, jedoch nicht gleichgezogen. So erh\u00f6hte Th\u00fcringen sein inflationsbereinigtes Bruttoinlandsprodukt pro Kopf um 163 Prozent, deutlich st\u00e4rker als der Bundesdurchschnitt, der nur um 40 Prozent gestiegen ist. Pro Kopf ist die Wirtschaftskraft der \u00f6stlichen Bundesl\u00e4nder insgesamt um mehr als 130 Prozent gewachsen. Allerdings mussten die L\u00e4nder auch erhebliche Bev\u00f6lkerungsverluste hinnehmen, w\u00e4hrend im Westen die Zahl der Menschen seit der Einheit zugenommen hat.<\/p>\n<p>Zudem sind im wiedervereinten Deutschland immer mehr Frauen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren erwerbst\u00e4tig. Die gesamtdeutsche Quote ist seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 von 57 Prozent auf 74 Prozent angestiegen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Auch im Osten stieg der Anteil der erwerbst\u00e4tigen Frauen weiter an: von 66 Prozent im Einheitsjahr auf nun 74,4 Prozent. Das sind nur noch 0,3 Punkte mehr als in den westlichen L\u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine aktuelle Analyse zeigt: Die Einkommensl\u00fccke zwischen Ost- und Westdeutschland bleibt weiterhin gro\u00df. 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