{"id":470159,"date":"2025-10-03T14:01:13","date_gmt":"2025-10-03T14:01:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/470159\/"},"modified":"2025-10-03T14:01:13","modified_gmt":"2025-10-03T14:01:13","slug":"vor-2028-bekommt-leipzig-keine-transparenzsatzung-video-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/470159\/","title":{"rendered":"Vor 2028 bekommt Leipzig keine Transparenzsatzung + Video \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Da half auch der Vorsto\u00df der Freien Fraktion nicht: Leipzig wird vor 2028 keine ordentliche Transparenzsatzung bekommen, obwohl der Stadtrat das schon f\u00fcr das Jahr 2023 und dann f\u00fcr 2025 beschlossen hatte. Denn die Stadt ist dabei auch von der Gesetzgebung des Freistaats abh\u00e4ngig, der zwar schon ein Transparenzgesetz hat. D<\/p>\n<p>as hat sich aber im Betrieb als v\u00f6llig unbrauchbar erwiesen. Das haben selbst CDU und SPD in ihrem gemeinsamen Koalitionsvertrag 2024 festgestellt. Der neue Entwurf ist zwar fertig, bis zur Umsetzung aber wird es noch dauern. Oder doch nicht?<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/c4d7719c4fd7478b9fb4489b7ffcfd50.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/10\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/10\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>\u201eDas S\u00e4chsische Transparenzgesetz hat nicht die erwartete Transparenz f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger geschaffen, sondern f\u00fcr ein Mehr an unn\u00f6tiger B\u00fcrokratie gesorgt. Hier wollen wir umsteuern\u201c, hei\u00dft es im <a href=\"https:\/\/sachsenspd.de\/koav\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Koalitionsvertrag von CDU und SPD<\/a> f\u00fcr die 8. Legislaturperiode des S\u00e4chsischen Landtages 2024 bis 2029.<\/p>\n<p>Da darf der B\u00fcrger staunen, der sich eh schon wunderte, warum die Vorg\u00e4ngerregierung <a href=\"http:\/\/www.revosax.sachsen.de\/vorschrift\/19699-Saechsisches-Transparenzgesetz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">das Transparenzgesetz<\/a> so b\u00fcrokratisch gemacht hat, dass es f\u00fcr den B\u00fcrger eigentlich von Anfang an nicht nutzbar war. Kann es sein, dass Politiker immer wieder so denken, dass sie Dinge, die einfach handhabbar sein m\u00fcssten, so kompliziert bauen, dass sie gar keiner nutzen kann?<\/p>\n<p>Arbeitsgruppe empfahl Verschiebung<\/p>\n<p>Die Stadt Leipzig hat extra eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit der Umsetzung des S\u00e4chsischen Transparenzgesetzes auf die kommunale Ebene besch\u00e4ftigt. Da ging es nicht nur um die abzusehenden gr\u00f6\u00dferen \u00c4nderungen am S\u00e4chsischen Transparenzgesetz, sondern auch um die Frage nach dem Schicksal der S\u00e4chsischen Transparenzplattform.<\/p>\n<p>\u201eEs war angedacht, dass die Stadt Leipzig im Falle eines Satzungsbeschlusses ihre dann bestehenden Transparenzpflichten durch Ver\u00f6ffentlichung auf dieser Plattform erf\u00fcllt\u201c, geht <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2025346&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2173837\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Vorlage zur Verschiebung der Transparenzsatzung der Stadt<\/a> auf das Thema ein, die am 24. September im Stadtrat behandelt wurde.<\/p>\n<p>\u201eNach der Stadtverwaltung nunmehr vorliegenden Informationen ist ein entsprechender Referentenentwurf der S\u00e4chsischen Staatsregierung im Juni 2025 an die Verb\u00e4nde zur Anh\u00f6rung gegeben werden. Wie der Stadtverwaltung im Nachgang bekannt wurde, sieht der Referentenentwurf vor, dass die Transparenzplattform erst zum 1. Januar 2028 in Betrieb genommen werden soll.\u201c<\/p>\n<p>Ganz offensichtlich gibt hier der Freistaat das Tempo vor. Was die Freie Fraktion so nicht ganz akzeptieren wollte. Das begr\u00fcndete Jan-Paul Helbig (Piraten) am 24. September auch f\u00fcr die Fraktion. Und lie\u00df auch seinen Unmut dar\u00fcber sp\u00fcren, dass der Oberb\u00fcrgermeister kein Geld f\u00fcr die Transparenzsatzung und ihre Umsetzung im <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/doppelhaushalt-2025-2026\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Haushalt 2025\/2026<\/a> eingestellt hat.<\/p>\n<p>Aber mit Blick auf das Schneckentempo in Dresden kam die von der Stadt eingesetzte Arbeitsgruppe zu der Entscheidung, \u201eder Ratsversammlung vom derzeitigen Beschluss einer Transparenzsatzung abzuraten. Ausschlaggebend war hierf\u00fcr der Umstand, dass die organisatorischen, personellen und technischen Voraussetzungen zum Vollzug einer Transparenzsatzung f\u00fcr die Stadtverwaltung aktuell nicht gegeben sind sowie die\u00a0\u2013\u00a0aufgrund der beabsichtigten Gesetzes\u00e4nderung des S\u00e4chsischen Landesgesetzgebers \u2013 ungewisse \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Transparenzgesetzes und der S\u00e4chsischen Transparenzplattform.<\/p>\n<p>Da die S\u00e4chsische Transparenzplattform nach den aktuellen Absichten der Landesregierung erst im Jahr 2028 in Betrieb genommen werden soll, ist der Vollzug einer kommunalen Transparenzsatzung ab dem Jahr 2026 auch nicht durchf\u00fchrbar.\u201c<\/p>\n<p>Keine Personalstellen eingestellt<\/p>\n<p>Immerhin habe ja Leipzig schon eine Informationsfreiheitssatzung, die den B\u00fcrgern umfangreiche Auskunftsm\u00f6glichkeiten b\u00f6te. Was nun das Rechtsamt dazu brachte, die Erstellung einer Transformationssatzung f\u00fcr Leipzig zu vertagen.<\/p>\n<p>\u201eDabei sind als wesentliche Beweggr\u00fcnde festzustellen, dass auf Landesebene die Absicht erkl\u00e4rt wurde, dass S\u00e4chsische Transparenzgesetz wesentlich zu \u00e4ndern und hierzu bereits ein Referentenentwurf zur Inbetriebnahme der Transparenzplattform erst im Jahr 2028 vorliegt, und der von der Ratsversammlung beschlossene Doppelhaushalt 2025\/2026 keine Personalstellen und Budgetmittel f\u00fcr den Vollzug einer Transparenzsatzung vorsieht\u201c, schreibt das Rechtsamt. \u201eDie organisatorischen, personellen und technischen Voraussetzungen zum Vollzug einer Transparenzsatzung sind daher f\u00fcr die Stadtverwaltung nicht gegeben.\u201c<\/p>\n<p>Was f\u00fcr Jan-Paul Helbig nicht ganz schl\u00fcssig klang. Denn erst weder Geld noch Personal im Doppelhaushalt f\u00fcr die Transparenzsatzung zu planen und dann mit deren Nichtvorhandensein die Nichterstellung der Satzung zu begr\u00fcnden sei wohl eher kein Zeichen f\u00fcr Vergesslichkeit, sondern eher ein bewusstes Vers\u00e4umnis.<\/p>\n<p>Das Rechtsamt schlug deshalb vor, alle bisherigen Beschl\u00fcsse des Stadtrates zur Transparenzsatzung vorerst auszusetzen und \u201edie neue Rechtslage nach Inkrafttreten der zu erwartenden \u00c4nderungen des S\u00e4chsischen Transparenzgesetzes abzuwarten. Der Oberb\u00fcrgermeister wird die Ratsversammlung alsdann \u00fcber die neue Rechtslage informieren und einen gesonderten Entscheidungsvorschlag unterbreiten.\u201c<\/p>\n<p>Und da 2025 und 2026 kein Geld daf\u00fcr bereitsteht, wird das also fr\u00fchestens 2027 passieren \u2013 mit dem dann zu erwartenden neuen Eiertanz um den Haushalt der Stadt.<\/p>\n<p>Die Informationsfreiheitssatzung muss bis dahin reichen<\/p>\n<p>\u201eDie Stadtverwaltung bewertet diese Entwicklung nicht als nachteilig. Die Stadt Leipzig verf\u00fcgt mit der Informationsfreiheitssatzung, der ausf\u00fchrlichen Beantwortung von Einwohneranfragen und den Informationspflichten nach weiteren Sondergesetzen \u00fcber funktionierende Instrumente, die die Transparenz von Verwaltungshandeln f\u00fcr die Einwohnerschaft sicherstellen. Die Stadtverwaltung ver\u00f6ffentlicht proaktiv vielf\u00e4ltige Informationen und Daten auf freiwilliger Basis u.a. auf mehreren Internetportalen, die um Umfang der Ver\u00f6ffentlichungspflicht nach einer Transparenzsatzung nahestehen\u201c, hei\u00dft es daf\u00fcr in der Vorlage.<\/p>\n<p>Aber <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2026951&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">darauf wollte es die Freie Fraktion nicht beruhen lassen<\/a> und beantragte auch festzustellen: \u201eDer Oberb\u00fcrgermeister hat es pflichtwidrig vers\u00e4umt, die zur Umsetzung des Stadtratsbeschlusses erforderlichen finanziellen und personellen Ressourcen in den Doppelhaushalt 2025\/2026 einzustellen. Der von der Ratsversammlung beschlossene Doppelhaushalt 2025\/2026 sieht aufgrund dieses Vers\u00e4umnisses des Oberb\u00fcrgermeisters keine Budgetmittel f\u00fcr den Vollzug einer Transparenzsatzung vor \u2026\u201c<\/p>\n<p>Also eine Art vom Stadtrat beschlossene R\u00fcge, der dann aber am 24. September nur eine Minderheit der Ratsversammlung folgte. Der \u00c4nderungsantrag der Freien Fraktion wurde in diesem Punkt mit 9:35 Stimmen bei 15 Enthaltungen abgelehnt. Und abgelehnt wurde auch der Punkt, der den OBM beauftragen sollte, auch schon vor Beschluss des neuen S\u00e4chsischen Transparenzgesetzes den Stadtrat regelm\u00e4\u00dfig zu informieren. (13:31 Stimmen bei 15 Enthaltungen).<\/p>\n<p>Sodass dann die Gesamtvorlage abgestimmt werden konnte, die die Umsetzung der alten Ratsbeschl\u00fcsse \u201ebis zur Kl\u00e4rung auf Landesebene\u201c verschiebt. Daf\u00fcr gab es \u2013 bis auf zw\u00f6lf Enthaltungen \u2013 die Zustimmung des Stadtrates.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Da half auch der Vorsto\u00df der Freien Fraktion nicht: Leipzig wird vor 2028 keine ordentliche Transparenzsatzung bekommen, obwohl&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":470160,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,71,859,1108,1748,119830,119831,5329],"class_list":{"0":"post-470159","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-leipzig","12":"tag-sachsen","13":"tag-stadtrat","14":"tag-transparenz","15":"tag-transparenzgesetz","16":"tag-transparenzsatzung","17":"tag-video"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115310604119776815","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/470159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=470159"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/470159\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/470160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=470159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=470159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=470159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}