{"id":470219,"date":"2025-10-03T14:34:10","date_gmt":"2025-10-03T14:34:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/470219\/"},"modified":"2025-10-03T14:34:10","modified_gmt":"2025-10-03T14:34:10","slug":"merkel-kritisiert-einladung-von-macron-als-gastredner-zu-einheitsfeier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/470219\/","title":{"rendered":"Merkel kritisiert Einladung von Macron als Gastredner zu Einheitsfeier"},"content":{"rendered":"<p>Beim Festakt zur Deutschen Einheit in Saarbr\u00fccken hat auch der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron eine Rede gehalten. Altkanzlerin Angela Merkel h\u00e4tte sich stattdessen einen Gastredner aus dem Osten gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem zentralen Festakt zum 35. Jahrestag der Deutschen Einheit die Rednerliste kritisiert. Bei der Feier in Saarbr\u00fccken kam neben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der saarl\u00e4ndischen Ministerpr\u00e4sidentin Anke Rehlinger (SPD) auch der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron zu Wort. Sie selbst sch\u00e4tze Macron, sagte Merkel dem ZDF im Vorfeld: \u201eAber vielleicht h\u00e4tte man auch jemanden aus Osteuropa oder aus Ostdeutschland als Gastredner nehmen k\u00f6nnen, anl\u00e4sslich von 35 Jahren Deutscher Einheit.\u201c<\/p>\n<p>Der Festakt findet dieses Jahr im Saarland statt, weil das Land den Vorsitz der Bundesl\u00e4nder f\u00fchrt. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/emmanuel-macron\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/emmanuel-macron\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Macron<\/a> war als Ehrengast eingeladen. In seiner Rede warnte er vor einem \u201eVerfall\u201c der Demokratie. \u201eEs ist befremdlich, dass ein franz\u00f6sischer Pr\u00e4sident nach Deutschland kommt, um zu erkl\u00e4ren, dass die Demokratie zu unseren Herausforderungen z\u00e4hlt. Aber so weit sind wir inzwischen gekommen,\u201c sagte Macron. \u201eEs geschieht etwas in unseren L\u00e4ndern, ein Verfall unserer Demokratien.\u201c<\/p>\n<p>Macron bekr\u00e4ftigte seine Kritik an den Onlinenetzwerken, die von \u201ePropaganda-Beauftragten autorit\u00e4rer Regime\u201c ausgenutzt w\u00fcrden. \u201eWir waren unendlich naiv, unseren demokratischen Raum sozialen Netzwerken anzuvertrauen, die in der Hand US-amerikanischer oder chinesischer Unternehmen sind\u201c, sagte er weiter.<\/p>\n<p class=\"c-inline-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<ul class=\"c-inline-teaser-list__content\">\n<li class=\"c-inline-teaser-list__element\">\n<p>Weltplus ArtikelTag der Deutschen Einheit<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit Blick auf den Ukraine-Krieg rief Macron zum Ausbau der europ\u00e4ischen Verteidigung auf: Der Moment der Wiederaufr\u00fcstung sei gekommen. Ziel sei \u201eein Europa, dass sich entscheidet, nicht mehr abh\u00e4ngig zu sein, das nicht nur gemeinsam anschaffen, sondern auch produzieren wird, gemeinsame Programme entwickelt und zu Ende f\u00fchrt\u201c. Damit spielte er auf das Vorhaben des deutsch-franz\u00f6sischen Kampfjets FCAS an, das derzeit durch Machtk\u00e4mpfe der beteiligten Unternehmen bedroht ist.<\/p>\n<p>Europa m\u00fcsse entscheiden, weiter \u201ein gl\u00fccklicher oder ungl\u00fccklicher Vasallenschaft\u201c zu bleiben oder \u201eendlich eine Milit\u00e4rmacht zu werden\u201c, betonte Macron mit Blick auf das transatlantische Verh\u00e4ltnis. Dies bedeute nicht, aufzur\u00fcsten, um Krieg zu f\u00fchren, sondern um andere von Angriffen abzuhalten.<\/p>\n<p>Bei vielen Menschen herrscht heute Ern\u00fcchterung<\/p>\n<p>Das Saarland richtet als derzeitiges Vorsitzland im Bundesrat die bereits am Donnerstag gestarteten dreit\u00e4gigen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit aus. Am <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article217034324\/Wiedervereinigung-Wurden-die-Ostdeutschen-nicht-gefragt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article217034324\/Wiedervereinigung-Wurden-die-Ostdeutschen-nicht-gefragt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">3. Oktober 1990<\/a> hatten sich die beiden deutschen Staaten nach mehr als 40 Jahren Teilung nach Regeln des westdeutschen Grundgesetzes vereinigt, rund ein Jahr nach der friedlichen Revolution in der DDR und der \u00d6ffnung der deutsch-deutschen Grenze. Obwohl sich die Lebensverh\u00e4ltnisse nach und nach angeglichen haben, herrscht Umfragen zufolge bei vielen Menschen heute Ern\u00fcchterung.<\/p>\n<p>So sagten bundesweit 30 Prozent in einer YouGov-Umfrage, dass Ost- und Westdeutsche mehr trennt als eint. Nur 16 Prozent glauben, dass Gemeinsamkeiten \u00fcberwiegen. Von den befragten Ostdeutschen sagten YouGov zufolge sogar 43 Prozent, dass Ost- und Westdeutsche mehr trennt als eint. Nur 11 Prozent meinen, dass die Gemeinsamkeiten \u00fcberwiegen.<\/p>\n<p>Im neuen ZDF-Politbarometer gaben zwar neun von zehn Befragten an, sie f\u00e4nden die deutsche Vereinigung grunds\u00e4tzlich richtig. Zugleich sagten aber 47 Prozent im Westen und 57 Prozent im Osten, die Probleme der Wiedervereinigung seien zu einem gro\u00dfen Teil noch ungel\u00f6st. Im aktuellen ARD-\u201eDeutschlandtrend\u201c zeigten sich 61 Prozent mit dem Stand der deutschen Einheit sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden, 34 Prozent weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden.<\/p>\n<p>Begleitet wurde der Festakt in Saarbr\u00fccken von einem B\u00fcrgerfest, Kunst, Musik und Diskussionen. Die Feiern tragen das Motto \u201eZukunft durch Wandel\u201c und \u201eFeiern, was uns verbindet\u201c.<\/p>\n<p>dpa\/gub<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim Festakt zur Deutschen Einheit in Saarbr\u00fccken hat auch der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron eine Rede gehalten. 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